ICD defibrillator overview
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Ein implantierbarer Kardioverter-Defibrillator (ICD) ist ein kleines Gerät, das unter die Haut eingesetzt wird. Es überwacht ständig den Herzrhythmus und gibt bei lebensbedrohlichen Herzrhythmusstörungen einen elektrischen Impuls ab, um das Herz wieder in einen normalen Rhythmus zu bringen.
Wichtige Fakten
ICDs werden bei Menschen eingesetzt, die ein hohes Risiko für einen plötzlichen Herztod haben. In Deutschland werden jährlich etwa 30.000 ICDs implantiert.
Menschen mit schweren Herzerkrankungen, wie einer geschwächten Pumpfunktion des Herzens (Herzinsuffizienz) oder nach einem Herzinfarkt, können einen ICD erhalten. Auch Patienten mit bestimmten angeborenen Herzrhythmusstörungen kommen infrage.
Bevor ein ICD eingesetzt wird, führt der Kardiologe mehrere Untersuchungen durch, um festzustellen, ob ein hohes Risiko für lebensbedrohliche Herzrhythmusstörungen besteht.
Die Behandlung besteht in der Implantation des ICD. Danach folgen regelmäßige Kontrollen und gegebenenfalls Anpassungen der Einstellungen.
Zusätzlich zum ICD kann Ihr Arzt Medikamente verschreiben, um die Herzfunktion zu unterstützen oder das Risiko von Herzrhythmusstörungen zu senken. Auch eine Katheterablation kann als ergänzende Behandlung infrage kommen.
Nach der Implantation können Sie die meisten Alltagsaktivitäten wieder aufnehmen. Vermeiden Sie jedoch in den ersten Wochen schweres Heben und intensive Sportarten, die den Brustkorb belasten.
Eine herzgesunde Ernährung mit wenig Salz und gesunden Fetten ist empfehlenswert. Leichte Bewegung wie Spazierengehen oder Radfahren fördert die Genesung. Besprechen Sie Sportarten mit Ihrem Arzt – Kontaktsportarten sollten vermieden werden.
Die Angst vor Schocks oder vor dem Geräteversagen kann belastend sein. Es ist normal, sich nach der Implantation unsicher zu fühlen. Einige Patienten entwickeln Angststörungen oder Depressionen. Sprechen Sie offen mit Ihrem Arzt oder suchen Sie psychologische Unterstützung. Bei akuten Krisen wenden Sie sich an die Telefonseelsorge (116 123).
Die Notwendigkeit eines ICD lässt sich nicht immer verhindern, da viele Herzerkrankungen genetisch bedingt sind. Ein gesunder Lebensstil mit Rauchverzicht, ausgewogener Ernährung und Bewegung senkt jedoch das Risiko für Herzerkrankungen, die zu einem ICD führen können.
Lassen Sie sich gegen Grippe und Pneumokokken impfen, da Infektionen das Herz belasten können.
Bei familiärer Vorbelastung von plötzlichem Herztod kann ein Herz-Screening sinnvoll sein. Ihr Arzt kann dies mit Ihnen besprechen.
Mit einem ICD verbessert sich die Überlebenschance von Menschen mit hohem Risiko deutlich. Die meisten Patienten leben ein normales, aktives Leben. Regelmäßige Kontrollen stellen sicher, dass das Gerät zuverlässig funktioniert.
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Überprüfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfügbar.
Wichtiger Hinweis Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie ersetzen keine professionelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Fragen immer einen qualifizierten Arzt. Bei einem medizinischen Notfall wählen Sie sofort den örtlichen Notruf.
Dieser Artikel dient der Aufklärung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfügbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 9. Juli 2026
Hinweis zur Aufklärung: Diese Informationen dienen nur der Aufklärung und sind keine Diagnose.
Nutzen Sie sie zur Ergänzung — nicht als Ersatz — für den Rat einer approbierten Fachkraft.
Bei schweren, sich verschlechternden oder dringenden Symptomen rufen Sie die lokale Notrufnummer an oder suchen Sie Notfallversorgung auf.
Die Implantation erfolgt unter örtlicher Betäubung oder leichter Vollnarkose und dauert etwa 1–2 Stunden. Sie bleiben in der Regel 1–3 Tage im Krankenhaus.
Die ICD-Implantation ist ein chirurgischer Eingriff. Bei Komplikationen (z.B. Infektion oder Batteriewechsel) ist eine erneute Operation notwendig.