Parathyroidectomy
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Eine Parathyreoidektomie ist eine Operation, bei der die NebenschilddrĂŒsen (kleine DrĂŒsen am Hals, die den Kalziumspiegel im Blut regulieren) ganz oder teilweise entfernt werden. Dieser Eingriff wird meistens durchgefĂŒhrt, wenn eine Ăberfunktion der NebenschilddrĂŒsen vorliegt â das heiĂt, sie produzieren zu viel Parathormon, was den Kalziumspiegel zu stark ansteigen lĂ€sst.
Wichtige Fakten
Die Operation kommt relativ hĂ€ufig vor, wenn Standardbehandlungen nicht ausreichen oder Komplikationen drohen. JĂ€hrlich werden in Deutschland tausende solcher Eingriffe durchgefĂŒhrt.
Sie betrifft vor allem Erwachsene ĂŒber 50 Jahren, Frauen hĂ€ufiger als MĂ€nner. Auch Menschen mit bestimmten Grunderkrankungen (z. B. Nierenerkrankungen) können betroffen sein.
Die Diagnose wird in der Regel durch Blutuntersuchungen gestellt. Dabei werden die Kalzium- und Parathormonwerte gemessen. Auch bildgebende Verfahren können helfen, die genaue Lage der vergröĂerten NebenschilddrĂŒse zu finden.
Die Behandlung richtet sich nach der Ursache und der Schwere der Beschwerden. Manchmal reicht es aus, den Kalziumspiegel regelmĂ€Ăig zu kontrollieren und auf die Symptome zu achten. Wenn die Werte jedoch sehr hoch sind oder bereits Komplikationen aufgetreten sind, wird meist eine Operation empfohlen.
Medikamentöse Behandlungen können den Kalziumspiegel senken, wenn eine Operation nicht sofort möglich ist oder nicht gewĂŒnscht wird. Dazu gehören etwa sogenannte Kalzimimetika, die die Wirkung des Parathormons abschwĂ€chen. Die genaue Therapie wird mit Ihrer Ărztin abgestimmt. In manchen FĂ€llen wird auch eine ErnĂ€hrungsumstellung empfohlen.
Nach der Operation sind die meisten Menschen beschwerdefrei und können ihren Alltag normal fortsetzen. RegelmĂ€Ăige Blutkontrollen stellen sicher, dass die Kalziumwerte stabil bleiben. Sollte der Kalziumspiegel vorĂŒbergehend zu stark sinken, kann Ihr Arzt Ihnen helfen, dies auszugleichen.
In der Regel ist nach der Operation keine spezielle DiĂ€t nötig. Ihr Arzt kann Ihnen jedoch raten, auf eine ausreichende Kalzium- und Vitamin-D-Zufuhr zu achten, falls dies nötig ist. Vermeiden Sie Ăberanstrengung, aber nehmen Sie leichte Bewegung wie Schwimmen oder Radfahren auf.
Eine Ăberfunktion der NebenschilddrĂŒsen lĂ€sst sich in den meisten FĂ€llen nicht gezielt verhindern. Ein gesunder Lebensstil mit ausreichender Bewegung und einer ausgewogenen ErnĂ€hrung kann jedoch das allgemeine Risiko fĂŒr Nierenerkrankungen und Kalziumstörungen senken.
Es gibt keine generelle Vorsorgeuntersuchung. Wer jedoch zur Risikogruppe gehört (z.âŻB. mit bestimmten Erbkrankheiten), sollte regelmĂ€Ăig den Kalzium- und Parathormonspiegel vom Arzt kontrollieren lassen.
Die Prognose nach einer Parathyreoidektomie ist in der Regel sehr gut. Die meisten Menschen sind nach der Operation beschwerdefrei und die Kalziumwerte normalisieren sich dauerhaft. Bei frĂŒhzeitiger Behandlung lassen sich die meisten Komplikationen vermeiden. Auch ohne Operation kann die Erkrankung oft gut medikamentös behandelt werden. Ihr Behandlungsteam wird Sie individuell beraten, um den bestmöglichen Weg fĂŒr Sie zu finden.
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Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfĂŒgbar.
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Dieser Artikel dient der AufklĂ€rung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfĂŒgbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 9. Juli 2026
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Ihr Arzt wird zunĂ€chst Ihre Beschwerden aufnehmen und eine Blutprobe entnehmen. Möglicherweise mĂŒssen Sie auch ein MRT oder eine Szintigraphie machen lassen. Die genauen Schritte bespricht Ihre Ărztin mit Ihnen. Die Praxis ist darauf eingerichtet, Sie einfĂŒhlsam zu begleiten.
Eine Operation (Parathyreoidektomie) wird empfohlen, wenn der Kalziumspiegel deutlich erhöht ist, Nierensteine, KnochenverĂ€nderungen oder schwere Beschwerden auftreten. Dabei wird die ĂŒberaktive NebenschilddrĂŒse entfernt. Der Eingriff ist fĂŒr Betroffene meist gut vertrĂ€glich und kann Beschwerden nachhaltig bessern.
Eine chronische NebenschilddrĂŒsenĂŒberfunktion kann zu Stimmungsschwankungen, Reizbarkeit oder Antriebslosigkeit fĂŒhren. Nach erfolgreicher Behandlung bessern sich diese Symptome oft. Dennoch kann es hilfreich sein, mit einem Psychologen oder einer Selbsthilfegruppe zu sprechen, wenn die seelische Belastung groĂ ist.