Peritoneal dialysis catheter
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Ein Peritonealdialyse-Katheter ist ein dĂŒnner, weicher Schlauch, der wĂ€hrend eines kleinen Eingriffs in den Bauchraum gelegt wird. Er ermöglicht die Bauchfelldialyse, eine Form der Nierenersatztherapie, bei der das Bauchfell (Peritoneum) als Filter genutzt wird, um Abfallstoffe und ĂŒberschĂŒssige FlĂŒssigkeit aus dem Blut zu entfernen.
Wichtige Fakten
Peritonealdialyse-Katheter werden weltweit bei vielen Menschen mit fortgeschrittener NierenschwÀche eingesetzt. In Deutschland ist die Bauchfelldialyse eine anerkannte und hÀufig genutzte Behandlungsform.
Betroffen sind vor allem Menschen mit chronischer Nierenerkrankung im Endstadium, die keine HÀmodialyse (BlutwÀsche) erhalten können oder möchten. Auch Kinder und Àltere Menschen können einen solchen Katheter erhalten.
Die Notwendigkeit eines Peritonealdialyse-Katheters wird anhand der Nierenfunktion (Blutwerte wie Kreatinin und Harnstoff) sowie der individuellen Krankengeschichte festgestellt. Die Anlage selbst erfolgt operativ oder per Punktion unter lokaler BetÀubung.
Vor der Anlage wird der Eingriff mit dem Chirurgen besprochen. Der Katheter wird unter sterilen Bedingungen in den Bauchraum eingebracht, meist in einem kleinen operativen Eingriff. AnschlieĂend erfolgt eine Einheilphase von mehreren Wochen, bevor die Dialyse beginnen kann.
Die Behandlung mit einem Peritonealdialyse-Katheter dient der DurchfĂŒhrung der Bauchfelldialyse. Dabei wird ĂŒber den Katheter eine spezielle Lösung in den Bauchraum eingefĂŒllt, die Abfallstoffe und ĂŒberschĂŒssige FlĂŒssigkeit aus dem Blut aufnimmt. Nach einigen Stunden wird die verbrauchte Lösung wieder abgelassen. Dieser Vorgang wird mehrmals tĂ€glich (bei der kontinuierlichen ambulanten Peritonealdialyse, CAPD) oder nachts maschinell (bei der automatisierten Peritonealdialyse, APD) durchgefĂŒhrt.
Das Leben mit einem Peritonealdialyse-Katheter erfordert eine gewisse Umstellung. Die tĂ€gliche Dialyse nimmt Zeit in Anspruch (meist 4â5 Wechsel pro Tag bei CAPD). Viele Menschen fĂŒhren die Behandlungen zu Hause durch und können dabei lesen, arbeiten oder entspannen. Der Katheter sollte nicht nass werden, aber Duschen mit Schutz ist möglich. Reisen sind mit guter Planung machbar (Dialyselösungen mĂŒssen mitgefĂŒhrt werden).
Eine angepasste ErnĂ€hrung ist wichtig: In Absprache mit dem Nephrologen und ErnĂ€hrungsberater werden die Zufuhr von FlĂŒssigkeit, EiweiĂ, Salz, Kalium und Phosphor abgestimmt. Leichte sportliche AktivitĂ€ten wie Spazierengehen oder Yoga sind in der Regel erlaubt und fördern das Wohlbefinden.
Die stĂ€ndige AbhĂ€ngigkeit von der Dialyse kann belastend sein. Viele Betroffene fĂŒhlen sich in ihrer Freiheit eingeschrĂ€nkt oder haben Angst vor Komplikationen. Offene GesprĂ€che mit Familie, Freunden oder einem Psychologen helfen. Auch der Austausch mit anderen Dialysepatienten in Selbsthilfegruppen kann entlasten.
Die Notwendigkeit eines Dialysekatheters lĂ€sst sich nicht immer verhindern, da sie auf einer fortgeschrittenen Nierenerkrankung beruht. Um Komplikationen zu vermeiden, sind sorgfĂ€ltige Hygiene und regelmĂ€Ăige Kontrollen entscheidend.
Vor der Katheteranlage sollte der Impfschutz ĂŒberprĂŒft werden. Empfohlen werden Impfungen gegen Hepatitis B und Pneumokokken (Fragen Sie Ihren Arzt).
RegelmĂ€Ăige Kontrolluntersuchungen der Nierenfunktion (Blutwerte, Urin) sind wichtig, um eine Verschlechterung frĂŒhzeitig zu erkennen.
Mit einem gut gepflegten Katheter und sorgfĂ€ltiger Behandlung können viele Menschen jahrelang eine erfolgreiche Bauchfelldialyse durchfĂŒhren. Die LebensqualitĂ€t ist oft besser als bei der HĂ€modialyse, da die Behandlung flexibler zu Hause stattfindet. Sollte die Nierenfunktion weiter abnehmen, bleibt die Nierentransplantation eine Option.
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ĂberprĂŒfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfĂŒgbar.
Wichtiger Hinweis Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie ersetzen keine professionelle Àrztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Fragen immer einen qualifizierten Arzt. Bei einem medizinischen Notfall wÀhlen Sie sofort den örtlichen Notruf.
Dieser Artikel dient der AufklĂ€rung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfĂŒgbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 9. Juli 2026
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Nutzen Sie sie zur ErgĂ€nzung â nicht als Ersatz â fĂŒr den Rat einer approbierten Fachkraft.
Bei schweren, sich verschlechternden oder dringenden Symptomen rufen Sie die lokale Notrufnummer an oder suchen Sie Notfallversorgung auf.
Die Bauchfelldialyse wird von geschultem medizinischem Personal (PflegefachkrĂ€fte, Nephrologen) ĂŒberwacht. Bei Anzeichen einer Infektion werden Antibiotika verabreicht â entweder als Tablette oder in die Dialyselösung gemischt (intraperitoneal). Die genaue Wahl des Medikaments erfolgt nach Keimtestung. Bei Komplikationen kann eine vorĂŒbergehende Umstellung auf HĂ€modialyse nötig sein.
Der Katheter wird durch einen chirurgischen Eingriff gelegt (meist unter örtlicher BetÀubung). Selten kann eine operative Revision erforderlich sein, z.B. bei Katheterdislokation (Verrutschung) oder anhaltenden Infektionen. Die Entfernung des Katheters erfolgt ebenfalls operativ, wenn die Dialyse nicht mehr benötigt wird (z.B. nach Nierentransplantation).