Preparing for gastroscopy
Basierend auf internationalen klinischen Leitlinien
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Eine Magenspiegelung (Gastroskopie) ist eine Untersuchung, bei der der Arzt mit einem dĂŒnnen, flexiblen Schlauch (Endoskop) in Ihren Magen und den oberen Teil des DĂŒnndarms schaut. So kann er VerĂ€nderungen wie EntzĂŒndungen oder GeschwĂŒre erkennen oder Gewebeproben entnehmen.
Wichtige Fakten
Ja, die Magenspiegelung ist ein sehr hĂ€ufiger und sicherer Eingriff, der in Deutschland jedes Jahr millionenfach durchgefĂŒhrt wird.
Sie wird bei Erwachsenen jeden Alters durchgefĂŒhrt â besonders bei Menschen mit anhaltenden Magenbeschwerden, Sodbrennen, Ăbelkeit, unklaren Blutungen oder bei Verdacht auf Erkrankungen wie MagengeschwĂŒre oder Magenkrebs.
Die Magenspiegelung wird in der Regel ambulant in einer Praxis oder Klinik durchgefĂŒhrt. Sie erhalten eine leichte Beruhigung, die Sie schlĂ€frig macht. Der Arzt fĂŒhrt das Endoskop vorsichtig ĂŒber den Mund in die Speiseröhre, den Magen und den Zwölffingerdarm ein. Dabei können kleine Gewebeproben (Biopsien) entnommen oder Polypen entfernt werden.
Vor der Untersuchung mĂŒssen Sie nĂŒchtern sein (6â8 Stunden nichts essen, klare FlĂŒssigkeiten sind manchmal erlaubt â fragen Sie Ihren Arzt). Sie bekommen eine Beruhigungsspritze in den Arm. Nach dem Eingriff werden Sie eine Weile ĂŒberwacht, bis die Wirkung nachlĂ€sst. Dann dĂŒrfen Sie nach Hause â aber nicht selbst fahren. Sie bekommen einen schriftlichen Befund und ggf. Empfehlungen fĂŒr die weitere Behandlung.
Die Behandlung richtet sich nach dem, was bei der Magenspiegelung entdeckt wird. Manchmal werden gleichzeitig kleine Eingriffe wie das Entfernen eines Polypen oder das Stillen einer Blutung durchgefĂŒhrt.
Falls eine EntzĂŒndung oder eine Infektion (z. B. mit Helicobacter pylori) festgestellt wird, kann Ihr Arzt eine Behandlung mit sĂ€urehemmenden Mitteln oder Antibiotika verschreiben. Bei GeschwĂŒren oder Krebsvorstufen werden individuelle TherapieplĂ€ne besprochen â immer unter Ă€rztlicher Anleitung. Keine Eigenmedikation ohne RĂŒcksprache.
Eine Operation ist nur selten direkt nach der Magenspiegelung nötig. Sie kann in Frage kommen, wenn groĂe Polypen nicht im Rahmen der Spiegelung entfernt werden können, oder wenn ein bösartiger Tumor festgestellt wird. In der Regel erfolgt die Operation dann in einem separaten Eingriff.
Nach einer unkomplizierten Magenspiegelung können Sie am nÀchsten Tag wieder normal leben. Sie sollten aber am Tag des Eingriffs nicht arbeiten, insbesondere nicht in verantwortungsvollen Berufen. Trinken Sie ausreichend, und vermeiden Sie schwere Belastungen.
Eine ausgewogene ErnĂ€hrung mit viel GemĂŒse und wenig rotem Fleisch unterstĂŒtzt die Magengesundheit. Leichte Bewegung wie Spazierengehen fördert die Verdauung. Nach der Untersuchung sollten Sie 24 Stunden keinen Sport treiben und sich nicht ĂŒberanstrengen.
Manche Menschen haben Angst vor der Untersuchung â das ist normal. Die Sedierung hilft, die Untersuchung entspannt zu erleben. Sprechen Sie Ihre Ăngste gegenĂŒber dem Arzt an. Nach der Spiegelung sind die meisten Menschen erleichtert, dass alles gut verlaufen ist.
Die Magenspiegelung selbst muss nicht verhindert werden â sie dient der Vorsorge und Diagnose. Magenerkrankungen können Sie durch einen gesunden Lebensstil teilweise vorbeugen: Nicht rauchen, wenig Alkohol, gesunde ErnĂ€hrung und Stressvermeidung.
Es gibt keine Impfung gegen die hÀufigsten Magenerkrankungen. Eine Impfung gegen Helicobacter pylori befindet sich noch in der Forschung.
In Deutschland wird die Magenspiegelung als Vorsorgeuntersuchung fĂŒr Menschen ab 50 Jahren empfohlen, insbesondere bei familiĂ€rer Vorbelastung fĂŒr Magenkrebs. Fragen Sie Ihren Hausarzt, ob eine Vorsorge fĂŒr Sie sinnvoll ist.
Die Magenspiegelung ist eine sehr sichere Untersuchung. Ernsthafte Komplikationen wie eine Verletzung der Magenwand oder eine Blutung treten Ă€uĂerst selten auf (weniger als 1 von 1000 FĂ€llen). Wenn etwas gefunden wird, kann es meist gleich behandelt werden â das gibt Ihnen Sicherheit und Klarheit fĂŒr Ihre Gesundheit.
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Dieser Artikel dient der AufklĂ€rung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfĂŒgbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 16. Juli 2026
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