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Die Bronchoskopie ist ein Verfahren, bei dem ein dünner, flexibler Schlauch mit einer Kamera (Bronchoskop) durch Mund oder Nase in die Atemwege eingeführt wird. So kann der Arzt die Luftröhre und die Bronchien von innen betrachten, Gewebeproben entnehmen oder Fremdkörper entfernen.
Wichtige Fakten
Ja, die Bronchoskopie ist ein Standardverfahren in der Lungenheilkunde und wird jährlich tausende Male in Deutschland durchgeführt.
Sie wird bei Menschen mit unklaren Lungenveränderungen, anhaltendem Husten, Bluthusten, Verdacht auf Krebs oder Infektionen sowie zur Entfernung von Fremdkörpern eingesetzt. Betroffen sind vor allem Erwachsene, aber auch Kinder können eine Bronchoskopie benötigen.
Die Entscheidung für eine Bronchoskopie trifft der Arzt anhand Ihrer Krankengeschichte, körperlichen Untersuchung und vorausgegangener Bildgebung wie Röntgen oder Computertomographie (CT).
Vor der Bronchoskopie erhalten Sie ein Beruhigungsmittel und eine örtliche Betäubung im Rachen. Der Eingriff dauert etwa 15 bis 30 Minuten. Sie liegen dabei auf der Seite oder auf dem Rücken, der Arzt führt das Bronchoskop vorsichtig ein. Nach der Untersuchung werden Sie für einige Stunden überwacht, bevor Sie nach Hause gehen können.
Eine Bronchoskopie kann sowohl zur Diagnose als auch zur Behandlung eingesetzt werden. Therapeutische Bronchoskopie umfasst das Entfernen von Fremdkörpern, das Stillen von Blutungen, das Aufweiten von verengten Atemwegen (z. B. mit einem Ballon oder Stent) oder das Verkleinern von Tumoren mit Laser oder Kälte.
Die medikamentöse Behandlung richtet sich nach der zugrundeliegenden Erkrankung. Bei Infektionen können Antibiotika oder Antimykotika verordnet werden; bei Tumoren kommen Chemotherapie, Strahlentherapie oder zielgerichtete Medikamente infrage. Ihr Arzt wird mit Ihnen die passende Therapie besprechen.
Eine Operation (z. B. Entfernung eines Lungenlappens) kann notwendig sein, wenn ein Tumor nicht mit der Bronchoskopie vollständig entfernt werden kann oder wenn Komplikationen wie ein Lungenkollaps auftreten.
Nach einer Bronchoskopie können Sie bereits am nächsten Tag wieder Ihren normalen Aktivitäten nachgehen, sofern keine Komplikationen aufgetreten sind. Bei Gewebeproben sollten Sie sich eine Woche schonen.
Leichte Kost am Abend des Eingriffs. Ab dem nächsten Tag ist eine normale, ausgewogene Ernährung empfehlenswert. Bewegung an der frischen Luft hilft, die Lunge zu kräftigen – vermeiden Sie jedoch extremes Laufen oder schweres Heben in der ersten Woche.
Die Wartezeit auf die Ergebnisse einer Bronchoskopie kann Angst und Unruhe auslösen. Sprechen Sie offen mit Ihrem Arzt über Ihre Gefühle. Manchmal hilft es, sich über Selbsthilfegruppen oder psychologische Beratung zu informieren.
Eine Bronchoskopie selbst kann nicht verhindert werden, da sie zur Abklärung von Symptomen nötig ist. Allerdings lässt sich das Risiko für Lungenkrankheiten senken: Nicht rauchen, gesunde Ernährung, regelmäßige Bewegung und Schutz vor Schadstoffen am Arbeitsplatz.
Eine Grippeschutzimpfung und die Impfung gegen Pneumokokken werden für Risikogruppen (z. B. ältere Menschen, Lungenkranke) vom Gemeinsamen Bundesausschuss empfohlen.
Für starke Raucher (ab 50 Jahren, mindestens 30 Packungsjahre) wird in Deutschland eine Lungenkrebsfrüherkennung mittels Low-Dose-CT angeboten. Fragen Sie Ihren Arzt, ob dies für Sie infrage kommt.
Die große Mehrheit der Bronchoskopien verläuft ohne Komplikationen. Falls doch einmal etwas schiefgeht, sind die Behandlungsmöglichkeiten in deutschen Kliniken sehr gut. Mit der richtigen Nachsorge und Behandlung sind die Aussichten in der Regel günstig.
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Zuletzt aktualisiert: 16. Juli 2026
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