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Eine Magenspiegelung (Gastroskopie) ist eine Untersuchung, bei der der Arzt mit einem dünnen, flexiblen Schlauch (Endoskop) in Ihren Magen und den oberen Teil Ihres Darms schaut. So kann er mögliche Erkrankungen erkennen oder ausschließen.
Wichtige Fakten
Ja, die Magenspiegelung gehört zu den häufigsten Untersuchungen in der Gastroenterologie (Fachrichtung für Magen-Darm-Erkrankungen).
Sie kann bei Erwachsenen jeden Alters durchgeführt werden. Besonders häufig wird sie bei Personen mit anhaltenden Magenbeschwerden, Sodbrennen, Schluckbeschwerden oder einer Vorsorgeuntersuchung empfohlen.
Die Untersuchung selbst heißt Gastroskopie (Magenspiegelung). Sie wird von einem Facharzt für Magen-Darm-Erkrankungen (Gastroenterologen) durchgeführt.
Die Gastroskopie dauert etwa 10–20 Minuten. Nach der Sedierung sind Sie benommen und sollten sich von jemandem nach Hause bringen lassen. Am Tag danach können Sie wieder normal essen und trinken. Gelegentlich können leichte Halsschmerzen oder ein Aufstoßen auftreten.
Die Behandlung richtet sich nach dem Befund, der bei der Gastroskopie festgestellt wird. Das Ziel ist, die Beschwerden zu lindern und die Ursache zu beheben.
Je nach Diagnose können Medikamente zur Reduzierung der Magensäure (Protonenpumpenhemmer), Antibiotika gegen Helicobacter pylori oder entzündungshemmende Mittel verschrieben werden. Die genaue Behandlung legt Ihr Arzt fest.
Ein chirurgischer Eingriff wird nur selten benötigt, z. B. bei großen bösartigen Tumoren oder wenn medikamentöse Behandlungen nicht anschlagen. In den meisten Fällen reicht eine konservative (nicht-operative) Therapie aus.
Nach einer Gastroskopie sind Sie in der Regel am selben oder nächsten Tag wieder fit. Sie können Ihren normalen Aktivitäten nachgehen, sollten aber direkt nach der Sedierung keine schweren Maschinen bedienen oder Auto fahren.
Leichte Bewegung wie Spazierengehen ist nach der Untersuchung sofort wieder möglich. Ausdauersport können Sie am Folgetag aufnehmen. Die Ernährung kann normal fortgesetzt werden, es sei denn Ihr Arzt gibt spezielle Empfehlungen, z.B. bei einer entdeckten Unverträglichkeit.
Die Gedanken an eine Untersuchung wie die Gastroskopie können bei manchen Menschen Ängste auslösen. Es ist wichtig, mit Ihrem Arzt über Ihre Sorgen zu sprechen. Die Sedierung und die kurze Dauer der Untersuchung machen sie in der Regel sehr angenehm. Nach dem Eingriff fühlen sich die meisten Patienten erleichtert.
Viele Magen-Darm-Beschwerden lassen sich durch eine gesunde Lebensweise vermeiden: nicht rauchen, weniger Alkohol, stressarmes Leben und eine ausgewogene Ernährung. Eine Infektion mit Helicobacter pylori kann durch gute Hygiene (Händewaschen, sauberes Trinkwasser) seltener auftreten.
Für bestimmte Risikogruppen (z. B. bei familiärer Belastung mit Magenkrebs) wird eine Vorsorge-Gastroskopie empfohlen. Die Krankenkassen übernehmen diese oft in bestimmten Altersstufen. Fragen Sie Ihren Arzt dazu.
Die Gastroskopie ist eine sehr sichere Untersuchung. Ernsthafte Komplikationen wie eine Verletzung der Magenwand (Perforation) oder eine Blutung nach einer Biopsie treten sehr selten auf (bei weniger als 1 von 1.000 Untersuchungen). Dank moderner Techniken und erfahrener Ärzte sind die Risiken minimal. Die meisten Patienten werden ohne bleibende Probleme gesund.
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Zuletzt aktualisiert: 16. Juli 2026
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