Fieber während der Periode
Basierend auf internationalen klinischen Leitlinien
Übersicht
Fieber während der Periode bedeutet, dass Ihre Körpertemperatur während Ihrer Monatsblutung erhöht ist. Das ist nicht automatisch ein Zeichen einer schweren Krankheit, sollte aber immer ärztlich untersucht werden, weil eine Infektion dahinterstecken kann.
Wichtige Fakten
- Fieber ist kein normaler Bestandteil einer Menstruation.
- Die häufigste gefürchtete Ursache ist eine Infektion im Becken oder in der Gebärmutter.
- Eine ärztliche Abklärung erkennt schnell, ob eine Behandlung nötig ist.
Ein Fieber, das direkt mit der Periode zusammenhängt, kommt nicht sehr häufig vor. Wenn es auftritt, ist es meist ein Zeichen, dass etwas im Körper nicht in Ordnung ist.
Es kann jede Person betreffen, die eine Periode hat, also Frauen und Mädchen in jedem Alter. Auch wenn es unspezifisch klingt, machen sich manche Infektionen in der Zeit rund um die Periode besonders bemerkbar.
Symptome
- Fieber über 39 Grad mit starkem Schüttelfrost.
- Sie fühlen sich verwirrt, oder Sie werden ohnmächtig.
- Ein sich ausbreitender Ausschlag oder eine bläuliche Verfärbung der Haut.
- Sehr starke Schmerzen im Unterleib oder in der Brust.
- Ungewöhnlich starke Blutungen, die nicht aufhören.
- Rufen Sie sofort den Notruf unter 112!
- ⚠Fieber über 38 Grad, das länger als einen Tag anhält.
- ⚠Schmerzen im Unterleib, die mit einfachen Mitteln nicht besser werden.
- ⚠Ein für Sie ungewöhnlicher, stark riechender Scheidenausfluss.
- ⚠Schüttelfrost oder wiederholtes Zittern im Zusammenhang mit der Periode.
Häufige Symptome
- Fieber über 38 Grad Celsius.
- Schüttelfrost oder ein Gefühl von Kälte und Zittern.
- Stärkere Unterleibsschmerzen als sonst bei der Periode.
- Ungewöhnlicher oder übelriechender Ausfluss aus der Scheide.
- Müdigkeit, Abgeschlagenheit und ein deutliches Krankheitsgefühl.
Symptome bei Kindern
- Bei Mädchen, die die Periode noch nicht lange haben, kann Fieber zusammen mit starken Bauchschmerzen ein Warnzeichen sein.
- Wenn das Mädchen sehr schlapp wirkt, Schwindel hat oder nicht klar antwortet, sofort die 112 rufen.
Symptome bei älteren Erwachsenen
- Bei älteren Frauen kann eine Infektion im Unterleib schneller ernst werden.
- Achten Sie auf Verwirrtheit, starken Durchfall oder einen sehr niedrigen Blutdruck. Solche Anzeichen erfordern schnelle ärztliche Hilfe.
Ursachen
Hauptursachen
- Eine Infektion im Bereich der Gebärmutter, der Eileiter oder der Eierstöcke, häufig durch Bakterien.
- Eine Erkältung, Grippe oder ein anderer Virusinfekt, der zufällig in die Zeit der Periode fällt.
- Eine sehr seltene Rachtamponinfektion, das sogenannte Toxische-Schock-Syndrom, wenn Tampons zu lange bleiben.
- Eine Infektion nach einem medizinischen Eingriff oder nach der Entbindung, falls die Periode kurz danach eintritt.
Risikofaktoren
- Tampons oder Menstruationscups werden zu selten gewechselt.
- Geschlechtsverkehr ohne Kondom, besonders mit einem neuen Partner.
- Kürzlich eine Gebärmutteruntersuchung oder eine Ausschabung gehabt.
- Ein geschwächtes Immunsystem, zum Beispiel durch große Erschöpfung, Stress oder eine bestehende Erkrankung.
Wann zum Arzt
Dringend zum Arzt, wenn:
- Fieber über 39 Grad Celsius während der Periode.
- Starke Bauchschmerzen, die sich bei Bewegung oder Druck verschlimmern.
- Eitrige oder blutig-eitrige Absonderungen mit unangenehmem Geruch.
- Schwindel, Herzrasen oder das Gefühl, gleich zusammenzuklappen.
Einen Routinetermin vereinbaren, wenn:
- Wenn Sie während zwei aufeinanderfolgender Perioden Fieber bemerken, auch wenn es wieder abklingt.
- Wenn Sie immer wieder anhaltende Unterleibsschmerzen im Zusammenhang mit der Periode haben.
- Wenn Sie unsicher sind, ob Ihre Beschwerden mit der Periode zusammenhängen oder eine andere Ursache haben.
Diagnose
Die Ärztin oder der Arzt führt zuerst ein Gespräch, misst die Temperatur und tastet den Unterleib ab. Sie oder er wird Sie fragen, seit wann das Fieber besteht und ob es weitere Beschwerden gibt.
Mögliche Untersuchungen
- Ein Bluttest, um Entzündungszeichen im Körper zu prüfen.
- Ein Abstrich vom Muttermund oder aus der Scheide, um mögliche Bakterien zu finden.
- Eine Ultraschalluntersuchung, um die Gebärmutter und die Eierstöcke zu beurteilen.
- Manchmal eine Urinprobe, um eine Blasenentzündung als Ursache auszuschließen.
Was Sie bei Ihrem Termin erwartet
Die Untersuchungen sind in der Regel nicht schmerzhaft und dauern meist nur wenige Minuten. Sie können eine Begleitperson mitnehmen und sollten ruhig erzählen, was Sie bemerkt haben, auch wenn es Ihnen unangenehm ist. Je offener Sie sind, desto besser können die Ärztinnen und Ärzte helfen.
Behandlung
Die Behandlung richtet sich nach der gefundenen Ursache. Nicht jede Infektion braucht ein Antibiotikum, und nicht jedes Fieber ist gesundheitsgefährlich. Ihr ärztliches Team wird genau prüfen, was in Ihrer Situation sinnvoll ist.
Selbsthilfe zu Hause
- Trinken Sie ausreichend Wasser oder ungesüßten Tee, um Ihren Flüssigkeitshaushalt zu unterstützen.
- Ruhen Sie sich aus und vermeiden Sie sportliche Aktivitäten, solange das Fieber besteht.
- Wärme auf dem Bauch oder dem Rücken kann bei leichten Schmerzen wohltuend sein.
- Wechseln Sie Tampons, Binden oder Menstruationscups regelmäßig und waschen Sie sich gründlich die Hände.
Medizinische Behandlungen
Die Ärztin oder der Arzt kann bei Bedarf fiebersenkende Mittel empfehlen. Bei einem Bakterienbefall wird ein Antibiotikum verschrieben, das gezielt gegen den Erreger wirkt. Natürlich gibt es auch Situationen, in denen eine hormonelle Behandlung oder andere Medikamente sinnvoll sind. Sprechen Sie mit Ihrem medizinischen Team über Vor- und Nachteile.
Wann kommt eine Operation infrage?
Eine Operation kommt nur in sehr seltenen Fällen infrage, etwa wenn sich ein Eiterherd (Abszess) gebildet hat oder eine schwere Infektion im Bauchraum vorliegt. Ihr Behandlungsteam wird Ihnen dann genau erklären, was warum nötig ist.
Leben mit der Erkrankung
Wenn Sie Fieber mit Ihrer Periode haben, verlangsamen Sie Ihren Alltag. Hören Sie auf Ihren Körper und legen Sie Ruhepausen ein, bis die Beschwerden abgeklungen sind.
Tipps für den Alltag
- Achten Sie auf einen regelmäßigen Schlafrhythmus.
- Reduzieren Sie Stress mit einfachen Methoden wie bewusstem Atmen oder leichten Dehnübungen.
- Halten Sie eine gute Intimhygiene ein, besonders während der Periode.
Ernährung und Bewegung
Eine abwechslungsreiche Ernährung mit viel Gemüse und ausreichend Flüssigkeit unterstützt das Immunsystem. Leichte Bewegung wie Spazierengehen ist erlaubt, wenn Sie sich fit fühlen. Bei Fieber und Schmerzen ist körperliche Ruhe die erste Wahl.
Psychische Gesundheit und Wohlbefinden
Krankheit und Unsicherheit können belasten, besonders wenn sie mit der eigenen Periode zusammenhängen. Es ist verständlich, wenn Sie sich Sorgen machen. Reden Sie mit Menschen, denen Sie vertrauen, und nehmen Sie die Gefühle ernst.
Vorbeugung
Nicht jede Infektion lässt sich verhindern, aber Sie können das Risiko senken. Dazu gehören ein stabiles Immunsystem, ein schonender Umgang mit Hygieneprodukten und der Besuch von Vorsorgeuntersuchungen.
Impfungen
Einige Infektionskrankheiten können durch Impfungen vermieden werden. Lassen Sie sich von Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt beraten, ob Ihre Impfungen wie Tetanus oder andere für Sie sinnvoll sind.
Früherkennungsprogramme
Die regelmäßige gynäkologische Vorsorge kann Infektionen früh erkennen und behandeln. Nutzen Sie diese Untersuchungen und sprechen Sie Auffälligkeiten direkt an.
Komplikationen
Unbehandelt
- Eine unbehandelte bakterielle Infektion im Becken kann auf Eileiter und Eierstöcke übergreifen.
- Es können schmerzhafte Verwachsungen im Bauchraum entstehen.
- In manchen Fällen wird die Fruchtbarkeit beeinträchtigt.
- Ein schwerer Verlauf kann eine Behandlung im Krankenhaus erforderlich machen.
Langzeitprognose
Die meisten Ursachen von Fieber während der Periode sind gut behandelbar, wenn sie rechtzeitig erkannt werden. Mit der passenden medizinischen Unterstützung und etwas Geduld erholen sich die meisten Frauen vollständig und ohne bleibende Schäden. Vertrauen Sie auf die Hilfe Ihres medizinischen Teams.
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Überprüfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfügbar.
Wichtiger Hinweis Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie ersetzen keine professionelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Fragen immer einen qualifizierten Arzt. Bei einem medizinischen Notfall wählen Sie sofort den örtlichen Notruf.
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Quellen und Leitlinien
Dieser Artikel dient der Aufklärung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfügbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 31. Juli 2026
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