Red eye in children
Basierend auf internationalen klinischen Leitlinien
Übersicht
Ein rotes Auge bei Kindern bedeutet, dass das Weiße im Auge (die Bindehaut) gerötet ist. Das kann viele Ursachen haben, meistens ist es aber harmlos und heilt von selbst.
Wichtige Fakten
- Rote Augen bei Kindern sind sehr häufig und meist durch eine Bindehautentzündung verursacht.
- Bindehautentzündung kann ansteckend sein, daher ist gute Hygiene wichtig.
- Die meisten roten Augen bei Kindern sind nicht ernsthaft und klingen innerhalb weniger Tage ab.
Ja, rote Augen gehören zu den häufigsten Gründen, warum Eltern mit ihrem Kind zum Kinderarzt gehen.
Kinder jeden Alters können ein rotes Auge bekommen, besonders häufig sind Kleinkinder und Schulkinder.
Symptome
- Das Kind hat starke Schmerzen im Auge
- Das Kind kann plötzlich schlecht sehen oder sieht verschwommen
- Das Auge ist nach einem Unfall oder Schlag verletzt worden
- Das Kind hat eine Hornhauttrübung (das Auge sieht milchig aus)
- ⚠Das rote Auge hält länger als 2–3 Tage an
- ⚠Das Kind hat hohes Fieber
- ⚠Das Kind hat sehr starke Lichtempfindlichkeit
- ⚠Es tritt Eiter oder dickflüssiger Ausfluss aus dem Auge aus
Häufige Symptome
- Rötung des weißen Teils des Auges
- Vermehrter Tränenfluss
- Krustenbildung auf den Wimpern oder an den Augenlidern
- Juckreiz oder Brennen im Auge
Symptome bei Kindern
- Das Kind reibt sich häufig die Augen
- Das Auge ist verklebt, besonders morgens
- Das Kind kann lichtempfindlicher sein
- Möglicherweise fühlt sich das Kind müde oder unwohl
Symptome bei älteren Erwachsenen
- Dieser Abschnitt ist bei Kindern nicht relevant. Bei älteren Menschen können rote Augen auf andere Erkrankungen wie Trockenheit oder Entzündungen hinweisen.
Ursachen
Hauptursachen
- Infektion durch Viren oder Bakterien (Bindehautentzündung)
- Allergien (z. B. Heuschnupfen, Tierhaare)
- Fremdkörper im Auge (wie Sand oder eine Wimper)
- Reizung durch Rauch, Chlor oder Zugluft
- Verletzung oder Druckgefühl durch zu langes Tragen von Kontaktlinsen (bei älteren Kindern)
Risikofaktoren
- Kita- oder Schulbesuch, wo viele Kinder nah beieinander sind
- Kontakt zu Personen mit einer Bindehautentzündung
- Allergien in der Familie
- Mangelnde Händehygiene
Wann zum Arzt
Dringend zum Arzt, wenn:
- Bei starken Schmerzen oder plötzlicher Sehverschlechterung sofort den Notarzt rufen (112).
- Bei Verletzung des Auges oder Verdacht auf einen Fremdkörper, der nicht von selbst herauskommt.
Einen Routinetermin vereinbaren, wenn:
- Wenn das rote Auge nach 2 Tagen nicht besser wird
- Bei wiederkehrenden roten Augen
- Bei starkem Eiterausfluss oder wenn das Auge verklebt ist
Diagnose
Der Kinderarzt oder Augenarzt schaut sich das Auge genau an. Er fragt nach den Symptomen, ob das Auge juckt, schmerzt oder tränt.
Mögliche Untersuchungen
- Untersuchung mit einer Spaltlampe (einem Mikroskop fürs Auge)
- Abstrich vom Auge, um zu prüfen, ob Bakterien oder Viren die Ursache sind (selten nötig)
Was Sie bei Ihrem Termin erwartet
Die Untersuchung ist schmerzfrei und dauert nur wenige Minuten. Ihr Kind sollte ruhig sitzen, der Arzt kann die Augenlider vorsichtig öffnen. Keine Angst – es tut nicht weh.
Behandlung
Die Behandlung hängt von der Ursache ab. Viele rote Augen heilen von selbst. Bei bakterieller Infektion können antibiotische Augentropfen nötig sein, bei Allergien helfen antiallergische Tropfen. Wichtig: Keine Medikamente ohne ärztliche Verordnung anwenden.
Selbsthilfe zu Hause
- Auge vorsichtig mit einem sauberen, lauwarmen Tuch reinigen
- Hände regelmäßig waschen, vor allem vor und nach der Berührung des Auges
- Keine Kontaktlinsen tragen, bis das Auge wieder gesund ist
- Kühlende Kompressen oder ein sauberes, feuchtes Tuch auf das geschlossene Auge legen
Medizinische Behandlungen
Der Arzt kann Augentropfen oder Augensalben verschreiben, die je nach Ursache antibakteriell, antiallergisch oder entzündungshemmend wirken. Bei Viruserkrankungen sind keine speziellen Medikamente nötig, die Symptome werden gelindert. Folgen Sie genau den Anweisungen Ihres Arztes oder Ihrer Ärztin.
Wann kommt eine Operation infrage?
Eine Operation ist bei einem roten Auge bei Kindern äußerst selten nötig, zum Beispiel bei einem Abszess oder einer schweren Verletzung.
Leben mit der Erkrankung
Bei einer ansteckenden Bindehautentzündung sollte das Kind zu Hause bleiben, bis der Ausfluss nachlässt. Waschen Sie Kissenbezüge und Handtücher regelmäßig. Erklären Sie Ihrem Kind, dass es sich nicht die Augen reiben soll.
Tipps für den Alltag
- Hygiene: Händewaschen nach dem Kontakt mit dem Auge
- Vermeiden von Rauch und Staub
- Ausreichend Schlaf und frische Luft
Ernährung und Bewegung
Eine ausgewogene Ernährung mit Vitaminen (besonders Vitamin A) kann die Augengesundheit unterstützen. Bewegung an der frischen Luft ist in der Regel gut, solange das Kind keine ansteckende Infektion hat.
Psychische Gesundheit und Wohlbefinden
Ein rotes Auge kann bei Kindern kurzfristig Unbehagen oder Scham auslösen, weil es auffällt. Beruhigen Sie Ihr Kind – es geht schnell vorbei. Bei wiederkehrenden Beschwerden können Sie mit dem Arzt über die Belastung sprechen.
Vorbeugung
Viele rote Augen lassen sich durch gute Hygiene vermeiden: Händewaschen, nicht mit den Fingern in den Augen, eigene Handtücher benutzen. Auch das Vermeiden von Rauch und Allergenen hilft.
Impfungen
Es gibt keine Impfung gegen rote Augen. Die Impfung gegen Masern, Mumps, Röteln (MMR) schützt jedoch vor einigen viralen Ursachen.
Früherkennungsprogramme
Eine routinemäßige Vorsorgeuntersuchung für rote Augen gibt es nicht. Bei Allergien kann ein Allergietest sinnvoll sein.
Komplikationen
Unbehandelt
- Bei bakterieller Bindehautentzündung kann sich die Infektion auf das andere Auge ausbreiten.
- Selten kann eine Hornhautentzündung (Keratitis) entstehen, die die Sehkraft beeinträchtigen kann.
Langzeitprognose
Bei rechtzeitiger Behandlung und guter Pflege heilt ein rotes Auge bei Kindern fast immer vollständig aus. Komplikationen sind selten. Bei Allergien oder wiederkehrenden Infekten kann eine langfristige Begleitung durch den Kinderarzt sinnvoll sein.
Unterstützung finden
Externe Links öffnen Websites Dritter. Ruqelo ist nicht für externe Inhalte verantwortlich. Die Nennung einer Organisation bedeutet keine Empfehlung.
Überprüfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfügbar.
Wichtiger Hinweis Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie ersetzen keine professionelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Fragen immer einen qualifizierten Arzt. Bei einem medizinischen Notfall wählen Sie sofort den örtlichen Notruf.
Ähnliche Erkrankungen
Quellen und Leitlinien
Dieser Artikel dient der Aufklärung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfügbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 17. Juli 2026
Hinweis zur Aufklärung: Diese Informationen dienen nur der Aufklärung und sind keine Diagnose.
Nutzen Sie sie zur Ergänzung — nicht als Ersatz — für den Rat einer approbierten Fachkraft.
Bei schweren, sich verschlechternden oder dringenden Symptomen rufen Sie die lokale Notrufnummer an oder suchen Sie Notfallversorgung auf.