Breastfeeding and vaccines
Basierend auf internationalen klinischen Leitlinien
Übersicht
Stillen und Impfungen passen gut zusammen. Wenn Sie stillen, können Sie die meisten Impfungen bedenkenlos erhalten. Ihr Körper bildet dann Antikörper, die auch über die Muttermilch an Ihr Baby weitergegeben werden können. Das schützt Ihr Kind vor manchen Krankheiten, noch bevor es selbst geimpft werden kann.
Wichtige Fakten
- Stillende Mütter können fast alle Impfungen sicher erhalten, einschließlich der Grippeimpfung und der COVID-19-Impfung.
- Antikörper aus der Muttermilch geben dem Baby einen passiven Schutz – das ist wie ein erster Schutzmantel.
- Totimpfstoffe (Impfstoffe mit abgetöteten Erregern) sind für Stillende völlig unbedenklich.
- Lebendimpfstoffe (Impfstoffe mit abgeschwächten Erregern) wie z. B. gegen Gelbfieber oder Röteln werden in der Regel nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung gegeben.
- Eine Stillunterbrechung oder das Abpumpen und Wegwerfen von Milch nach einer Impfung ist normalerweise nicht nötig.
Ja, sehr viele stillende Mütter erhalten Impfungen – zum Beispiel die jährliche Grippeimpfung oder Impfungen, die vor einer Reise nötig sind. Es ist ein häufiges und gut erforschtes Thema.
Es betrifft alle stillenden Mütter, die selbst geimpft werden. Auch Babys profitieren indirekt, da sie über die Muttermilch Antikörper bekommen können.
Symptome
- Sehr seltene schwere allergische Reaktion (Anaphylaxie) innerhalb weniger Minuten bis Stunden nach der Impfung: Atemnot, Schwellung von Gesicht oder Zunge, starker Hautausschlag, Kreislaufkollaps.
- Rufen Sie sofort den Notruf 112, wenn solche Symptome auftreten.
- ⚠Hohes Fieber über 39 °C, das länger als 48 Stunden anhält.
- ⚠Starke Schmerzen oder eine große, heiße Schwellung an der Einstichstelle.
- ⚠Wenn das Baby nach der Impfung der Mutter auffallend schlapp ist oder nicht trinken will.
Häufige Symptome
- Leichte Impfreaktionen wie Rötung oder Schwellung an der Einstichstelle.
- Müdigkeit oder leichtes Fieber – das ist normal und zeigt, dass das Immunsystem arbeitet.
- Vorübergehende Veränderungen im Stillverhalten des Babys (z. B. etwas unruhiger) – meist ohne Grund zur Sorge.
Symptome bei Kindern
- Nicht direkt zutreffend, da der Artikel über die Mutter und das gestillte Kind spricht.
- Beim Baby können indirekt Antikörper über die Muttermilch ankommen – das ruft keine Symptome hervor.
Symptome bei älteren Erwachsenen
- In der Regel nicht relevant für dieses Thema. Stillende Mütter sind meist im gebärfähigen Alter.
Ursachen
Hauptursachen
- Die Impfung selbst ist der Auslöser – sie führt zu einer gewünschten Immunantwort.
- Manchmal gibt es Verunsicherung durch falsche Informationen, dass Impfungen während der Stillzeit schaden könnten.
- Sehr seltene allergische Reaktionen auf einen Inhaltsstoff des Impfstoffs.
Risikofaktoren
- Frühere schwere allergische Reaktion auf einen Impfstoff oder einen seiner Bestandteile.
- Akute schwere Erkrankung mit hohem Fieber (dann wird die Impfung meist verschoben).
- Bestimmte Erkrankungen des Immunsystems (sehr selten) – hier ist eine ärztliche Beratung wichtig.
Wann zum Arzt
Dringend zum Arzt, wenn:
- Bei Anzeichen einer schweren allergischen Reaktion (siehe Notfallsymptome) – sofort 112 rufen.
- Wenn das Baby ungewöhnlich teilnahmslos wirkt oder Fieber über 38,5 °C hat und Sie sich Sorgen machen.
Einen Routinetermin vereinbaren, wenn:
- Vor einer Reiseimpfung oder einer Impfung, die Sie nicht regelmäßig bekommen (z. B. Gelbfieber).
- Wenn Sie unsicher sind, ob eine bestimmte Impfung während der Stillzeit empfohlen wird.
Diagnose
Es gibt keine spezielle Diagnose für „Stillen und Impfen“. Die Frage wird im Rahmen der regulären ärztlichen Vorsorge oder vor einer Impfung besprochen. Der Arzt prüft Ihren Impfpass und fragt nach Allergien oder Vorerkrankungen.
Mögliche Untersuchungen
- Keine speziellen Tests nötig. Manchmal wird vor einer Lebendimpfung eine Blutuntersuchung durchgeführt, um zu prüfen, ob Sie bereits Immunität haben.
Was Sie bei Ihrem Termin erwartet
Der Arzt wird Sie über Nutzen und mögliche Nebenwirkungen aufklären. Sie können alle Fragen stellen. Die Impfung selbst dauert nur einen Moment. Danach können Sie wie gewohnt weiterstillen.
Behandlung
Eine Impfung ist kein „Treatment“ im klassischen Sinne, sondern eine vorbeugende Maßnahme. Sollten Impfreaktionen auftreten, sind diese meist harmlos und von selbst wieder verschwunden.
Selbsthilfe zu Hause
- Kühlen Sie die Einstichstelle bei Schwellung mit einem kühlen Tuch.
- Trinken Sie ausreichend, gönnen Sie sich Ruhe.
- Stillen Sie ganz normal weiter – das ist gut für Sie und Ihr Baby.
Medizinische Behandlungen
Falls Fieber oder Schmerzen nach der Impfung auftreten, können Sie mit Ihrem Arzt über allgemeine Maßnahmen wie Kühlung oder Ruhe sprechen. Medikamente werden nur nach individueller Absprache empfohlen. Keine Selbstmedikation ohne Rücksprache.
Wann kommt eine Operation infrage?
Nicht relevant.
Leben mit der Erkrankung
Im Alltag mit einem Baby ist Impfschutz wichtig, denn er schützt nicht nur Sie, sondern auch Ihr Kind. Planen Sie Impftermine rechtzeitig, zum Beispiel vor Reisen. Stillen Sie einfach weiter – es gibt keinen Grund, damit aufzuhören.
Tipps für den Alltag
- Sorgen Sie für einen vollständigen Impfschutz gemäß den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO).
- Informieren Sie sich bei vertrauenswürdigen Quellen wie Ihrer Arztpraxis oder dem Gesundheitsamt.
- Tauschen Sie sich mit Ihrer Hebamme aus – sie kann viele Fragen zum Stillen beantworten.
Ernährung und Bewegung
Eine ausgewogene Ernährung und Bewegung unterstützen Ihr Immunsystem. Verzichten Sie auf Alkohol und Rauchen. Stillen und Impfen sind auch bei normaler sportlicher Aktivität kein Problem.
Psychische Gesundheit und Wohlbefinden
Manche Mütter machen sich Sorgen, dass Impfungen dem Baby schaden könnten. Das ist verständlich, aber wissenschaftlich unbegründet. Falls Sie Ängste haben, sprechen Sie mit Ihrer Hebamme oder Ihrem Arzt. Es gibt auch Beratungsangebote zur Impfentscheidung.
Vorbeugung
Impfungen sind selbst eine vorbeugende Maßnahme. Sie verhindern, dass Sie oder Ihr Baby an bestimmten Infektionskrankheiten erkranken. Die Frage ist also: Wie kann ich mich am besten vor Krankheiten schützen? Antwort: Durch Impfungen während der Stillzeit – sicher und empfohlen.
Impfungen
Die meisten Impfungen sind in der Stillzeit möglich. Besonders empfohlen werden die Grippeimpfung (jährlich) und die COVID-19-Impfung. Auch Auffrischungsimpfungen wie gegen Tetanus oder Keuchhusten sind wichtig. Besprechen Sie mit Ihrem Arzt, welche Impfungen für Sie sinnvoll sind.
Früherkennungsprogramme
Es gibt kein spezielles Screening. Ihr Impfausweis wird regelmäßig überprüft, um fehlende Impfungen zu erkennen.
Komplikationen
Unbehandelt
- Wenn Sie auf eine notwendige Impfung verzichten, können Sie und Ihr Baby eine vermeidbare Infektionskrankheit bekommen – zum Beispiel Keuchhusten oder Grippe.
- Für Neugeborene sind manche Krankheiten besonders gefährlich (z. B. Keuchhusten kann zu schweren Atemproblemen führen).
- Eine Nichtimpfung kann auch dazu führen, dass Sie selbst schwer erkranken und Ihr Baby nicht mehr stillen können.
Langzeitprognose
Mit einer gut überlegten Impfentscheidung während der Stillzeit können Sie sich und Ihr Baby bestmöglich schützen. Stillen und Impfen sind ein starkes Team – Sie tun sich und Ihrem Kind etwas Gutes. Bei Unsicherheiten hilft ein Gespräch mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.
Unterstützung finden
Lokale Organisationen
- Ständige Impfkommission (STIKO) – Empfehlungen · Deutschland
- Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) – Impfinformationen · Deutschland
Hilfetelefone
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Überprüfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfügbar.
Wichtiger Hinweis Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie ersetzen keine professionelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Fragen immer einen qualifizierten Arzt. Bei einem medizinischen Notfall wählen Sie sofort den örtlichen Notruf.
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Quellen und Leitlinien
Dieser Artikel dient der Aufklärung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfügbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 27. Juli 2026
Hinweis zur Aufklärung: Diese Informationen dienen nur der Aufklärung und sind keine Diagnose.
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Bei schweren, sich verschlechternden oder dringenden Symptomen rufen Sie die lokale Notrufnummer an oder suchen Sie Notfallversorgung auf.