Pregnancy vaccine safety overview
Basierend auf internationalen klinischen Leitlinien
Übersicht
Impfungen in der Schwangerschaft sind sichere und empfohlene Maßnahmen, um sowohl die werdende Mutter als auch das ungeborene Kind vor schweren Infektionskrankheiten zu schützen. Die Impfstoffe werden vor der Zulassung streng geprüft und während der Schwangerschaft kontinuierlich auf ihre Sicherheit überwacht.
Wichtige Fakten
- Totimpfstoffe wie gegen Grippe oder Keuchhusten sind in der Schwangerschaft sicher und werden von der Ständigen Impfkommission (STIKO) empfohlen.
- Eine Impfung in der Schwangerschaft schützt nicht nur die Mutter, sondern auch das Neugeborene in den ersten Lebensmonaten durch die Übertragung von Antikörpern über die Plazenta.
- Lebendimpfstoffe wie gegen Masern-Mumps-Röteln werden in der Schwangerschaft vermieden, da das theoretische Risiko für das Ungeborene nicht ausgeschlossen werden kann.
Impfungen in der Schwangerschaft sind in Deutschland weit verbreitet und werden von den meisten werdenden Müttern durchgeführt, insbesondere die Grippe- und Keuchhustenimpfung.
Das Thema betrifft alle schwangeren Frauen und diejenigen, die eine Schwangerschaft planen, sowie ihre behandelnden Ärztinnen und Ärzte. Es ist eine wichtige Entscheidung für die Gesundheit von Mutter und Kind.
Symptome
- Plötzliche Atemnot oder Schwellung im Gesicht und Hals (Zeichen einer schweren allergischen Reaktion)
- Kreislaufkollaps oder Bewusstlosigkeit nach einer Impfung
- Krampfanfall
- ⚠Hohes Fieber über 39°C, das länger als zwei Tage anhält
- ⚠Starke Schmerzen oder Rötung an der Einstichstelle, die zunimmt
- ⚠Unwohlsein oder starke Kopfschmerzen, die nicht nachlassen
Häufige Symptome
- Leichte Rötung oder Schwellung an der Einstichstelle
- Müdigkeit für ein bis zwei Tage
- Leichtes Fieber oder Kopfschmerzen (selten)
Symptome bei Kindern
- Nicht zutreffend, da dieses Thema speziell für Schwangere ist. Bei Fragen zu Impfungen von Kindern wenden Sie sich bitte an Ihre Kinderärztin oder Ihren Kinderarzt.
Symptome bei älteren Erwachsenen
- Nicht zutreffend, da dieses Thema speziell für Schwangere ist. Für ältere Erwachsene gelten eigene Impfempfehlungen.
Ursachen
Hauptursachen
- Impfungen in der Schwangerschaft sind kein Krankheitszustand, sondern eine vorbeugende Maßnahme. Die Impfung selbst verursacht keine Erkrankung, sondern regt das Immunsystem an, Schutz zu bilden.
Risikofaktoren
- Es gibt keine Risikofaktoren für eine Impfung in der Schwangerschaft, da sie für alle gesunden Schwangeren empfohlen wird. Bei schweren allergischen Reaktionen auf einen Impfstoffbestandteil in der Vorgeschichte kann die Impfung jedoch kontraindiziert sein – dies klären Sie am besten mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.
Wann zum Arzt
Dringend zum Arzt, wenn:
- Wenn Sie nach einer Impfung in der Schwangerschaft starke allergische Symptome wie Atemnot oder Schwellungen bemerken – rufen Sie sofort den Notruf 112.
- Bei Fieber über 39°C, das länger als zwei Tage anhält, oder starken Schmerzen an der Einstichstelle.
Einen Routinetermin vereinbaren, wenn:
- Vereinbaren Sie einen Termin zur Impfberatung, wenn Sie eine Schwangerschaft planen oder bereits schwanger sind.
- Sprechen Sie mit Ihrer Frauenärztin oder Ihrem Frauenarzt über die empfohlenen Impfungen in der Schwangerschaft.
Diagnose
Eine Impfung ist keine Diagnose. Vor der Impfung prüft die Ärztin oder der Arzt Ihren Impfstatus und Ihre gesundheitliche Situation. Dies erfolgt im Rahmen einer Vorsorgeuntersuchung oder eines gesonderten Impfgesprächs.
Mögliche Untersuchungen
- Überprüfung des Impfpasses
- Besprechung von Allergien und Vorerkrankungen
- Gegebenenfalls Blutuntersuchung auf Antikörper (z. B. bei Röteln)
Was Sie bei Ihrem Termin erwartet
Vor der Impfung werden Sie kurz aufgeklärt und können Fragen stellen. Die Impfung selbst erfolgt meist in den Oberarm. Nach der Impfung bleiben Sie etwa 15–30 Minuten zur Beobachtung in der Praxis, um seltene allergische Reaktionen sofort behandeln zu können.
Behandlung
Eine Impfung in der Schwangerschaft ist keine Behandlung, sondern eine Vorsorgemaßnahme. Sie schützt vor Infektionen, die für Mutter und Kind gefährlich sein können. Sollten nach der Impfung leichte Nebenwirkungen auftreten, gibt es einfache Möglichkeiten, diese zu lindern.
Selbsthilfe zu Hause
- Kühlen Sie die Einstichstelle bei Schwellung oder Rötung mit einem kühlen Tuch.
- Trinken Sie ausreichend Wasser und gönnen Sie sich Ruhe, wenn Sie sich müde fühlen.
- Bei leichtem Fieber oder Kopfschmerzen können Sie Ihren Körper mit Wadenwickeln oder viel Schlaf unterstützen – fragen Sie bei Bedarf Ihre Ärztin oder Ihren Arzt nach geeigneten Maßnahmen.
Medizinische Behandlungen
Bei stärkeren Nebenwirkungen wie hohem Fieber oder allergischen Reaktionen wird das medizinische Fachpersonal je nach Situation handeln, z. B. mit fiebersenkenden Mitteln oder einer Behandlung der Allergie. Die genaue Therapie richtet sich nach den Symptomen und wird individuell entschieden.
Wann kommt eine Operation infrage?
Nicht zutreffend.
Leben mit der Erkrankung
Nach einer Impfung in der Schwangerschaft können Sie Ihren Alltag wie gewohnt fortsetzen. Leichte Beschwerden klingen meist innerhalb von ein bis zwei Tagen ab. Es ist normal, sich nach der Impfung etwas müde zu fühlen – das zeigt, dass Ihr Immunsystem arbeitet.
Tipps für den Alltag
- Achten Sie auf ausreichend Schlaf und Erholung.
- Vermeiden Sie übermäßige Anstrengung am Tag der Impfung.
- Führen Sie Ihren Impfausweis regelmäßig und lassen Sie sich bei der nächsten Vorsorgeuntersuchung beraten, ob weitere Impfungen empfohlen werden.
Ernährung und Bewegung
Eine gesunde, ausgewogene Ernährung und moderate Bewegung wie Spaziergänge unterstützen Ihr Immunsystem. Essen Sie nach der Impfung leichte Kost, wenn Ihnen danach ist. Trinken Sie ausreichend Wasser.
Psychische Gesundheit und Wohlbefinden
Manche Schwangere machen sich Sorgen um mögliche Risiken von Impfungen. Das ist völlig verständlich. Ein offenes Gespräch mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt kann helfen, Ängste abzubauen. Die wissenschaftliche Belege zeigen, dass die empfohlenen Impfungen sicher sind. Bei anhaltenden Ängsten können Sie auch eine psychologische Beratung in Anspruch nehmen.
Vorbeugung
Impfungen in der Schwangerschaft sind ein zentraler Bestandteil der Prävention von Infektionskrankheiten. Sie beugen nicht nur der Erkrankung der Mutter vor, sondern auch schweren Verläufen beim Neugeborenen, das in den ersten Lebensmonaten noch nicht selbst geimpft werden kann.
Impfungen
In der Schwangerschaft werden insbesondere die saisonale Grippeimpfung (Totimpfstoff) und die Keuchhustenimpfung (Tdap-Kombinationsimpfstoff) empfohlen. Auch die Impfung gegen Hepatitis B kann bei Risiko sinnvoll sein. Lebendimpfstoffe wie gegen Masern-Mumps-Röteln werden erst nach der Geburt verabreicht. Lassen Sie sich von Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt individuell beraten.
Früherkennungsprogramme
Vor einer Schwangerschaft sollte der Impfstatus überprüft werden, insbesondere auf Röteln- und Windpocken-Schutz. Fehlende Impfungen können vor der Schwangerschaft nachgeholt werden. In der Schwangerschaft wird bei jeder Vorsorgeuntersuchung auch der Impfstatus thematisiert.
Komplikationen
Unbehandelt
- Eine fehlende Schutzimpfung kann dazu führen, dass die Schwangere an einer Infektion wie Grippe oder Keuchhusten erkrankt, was das Risiko für Früh- oder Fehlgeburten sowie Komplikationen für das Neugeborene erhöht.
- Bei einer Grippe in der Schwangerschaft kann die Erkrankung schwerer verlaufen und zu Lungenentzündung oder Krankenhausaufenthalt führen.
- Keuchhusten beim Neugeborenen kann lebensbedrohlich sein, da das Baby noch nicht geimpft ist. Die Impfung der Mutter überträgt Schutzantikörper.
Langzeitprognose
Die empfohlenen Impfungen in der Schwangerschaft sind sicher und gut verträglich. Sie bieten einen wirksamen Schutz für Mutter und Kind. Dank der hohen Impfraten in Deutschland sind schwere Verläufe von Infektionskrankheiten bei Schwangeren und Neugeborenen selten geworden. Die Medizin entwickelt sich stetig weiter, um die Sicherheit und Wirksamkeit dieser Vorsorgemaßnahmen zu verbessern. Mit einer Impfung tun Sie das Beste für Ihre Gesundheit und die Ihres Babys.
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Überprüfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfügbar.
Wichtiger Hinweis Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie ersetzen keine professionelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Fragen immer einen qualifizierten Arzt. Bei einem medizinischen Notfall wählen Sie sofort den örtlichen Notruf.
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Quellen und Leitlinien
Dieser Artikel dient der Aufklärung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfügbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 27. Juli 2026
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