Rabies vaccine prevention
Basierend auf internationalen klinischen Leitlinien
Übersicht
Tollwut ist eine schwere Viruserkrankung, die durch den Biss oder Kratzer eines infizierten Tieres übertragen wird. Sie befällt das Gehirn und führt fast immer zum Tod, sobald Symptome auftreten. Durch eine Impfung kann die Erkrankung jedoch sicher verhindert werden.
Wichtige Fakten
- Tollwut ist nach Ausbruch der Symptome fast immer tödlich.
- Die Tollwutimpfung ist hochwirksam und kann vor und nach einem Biss gegeben werden.
- In Deutschland kommt Tollwut bei Wildtieren kaum noch vor, aber auf Reisen in bestimmte Länder besteht ein Risiko.
In Deutschland ist Tollwut extrem selten. Weltweit sterben jedoch jedes Jahr Zehntausende Menschen daran, vor allem in Asien und Afrika.
Menschen jeden Alters können betroffen sein, besonders Personen, die beruflich oder auf Reisen Kontakt zu Tieren haben.
Symptome
- Biss eines tollwutverdächtigen Tieres (Fuchs, Fledermaus, streunender Hund im Ausland)
- Auftreten von Symptomen nach einem Tierbiss (wie Schluckbeschwerden, Lähmungen, Verwirrtheit)
- ⚠Tierbiss, bei dem das Tier nicht beobachtet werden kann
- ⚠Biss von einer Fledermaus
Häufige Symptome
- Allgemeines Unwohlsein
- Kopfschmerzen
- Fieber
- Kribbeln oder Jucken an der Bissstelle
Symptome bei Kindern
- Unruhe
- Weinen
- Angst vor Wasser (Hydrophobie)
- Verwirrtheit
Symptome bei älteren Erwachsenen
- Verwirrtheit
- Schwäche
- Schluckbeschwerden
Ursachen
Hauptursachen
- Biss oder Kratzer eines tollwutinfizierten Säugetiers (z. B. Hund, Fuchs, Fledermaus)
- Kontakt des Speichels des infizierten Tieres mit offenen Wunden oder Schleimhäuten
Risikofaktoren
- Reisen in Länder mit hohem Tollwutrisiko (z. B. Indien, Thailand, Afrika)
- Beruflicher Umgang mit Tieren (Tierärzte, Förster)
- Wohnen in ländlichen Gebieten im Ausland
Wann zum Arzt
Dringend zum Arzt, wenn:
- Nach jedem Biss oder Kratzer eines wilden oder streunenden Tieres
- Besonders bei Bissen von Fledermäusen
- Bei Bissen im Ausland in Risikogebieten
Einen Routinetermin vereinbaren, wenn:
- Vor einer Reise in ein Tollwut-Risikogebiet
- Vor beruflichem Kontakt mit Wildtieren
Diagnose
Tollwut kann vor Ausbruch der Symptome nicht einfach nachgewiesen werden. Die Diagnose wird meist aufgrund des Biss-Ereignisses und des Risikos gestellt.
Mögliche Untersuchungen
- Bluttest auf Antikörper (nur nach Impfung sinnvoll)
- Untersuchung des Tieres auf Tollwut (nur wenn möglich)
Was Sie bei Ihrem Termin erwartet
Der Arzt wird Sie nach dem Tierbiss fragen und entscheiden, ob eine Impfung notwendig ist. Bei Verdacht auf Tollwut wird die Impfung sofort begonnen.
Behandlung
Bei rechtzeitiger Behandlung nach einem Biss ist Tollwut fast immer vermeidbar. Die Behandlung besteht aus gründlicher Wundreinigung und einer Impfserie.
Selbsthilfe zu Hause
- Wunde sofort mit viel Wasser und Seife oder Desinfektionsmittel reinigen
- Sofort einen Arzt aufsuchen
Medizinische Behandlungen
Die medizinische Behandlung umfasst eine Impfung nach Exposition (Postexpositionsprophylaxe). Dazu gehört eine sofortige Gabe von Tollwut-Immunglobulin (Antikörper) in die Wunde und mehrere Impfdosen über einen Zeitraum von mehreren Wochen. Die genaue Anzahl und der Ablauf werden vom Arzt festgelegt. Die Behandlung ist sehr wirksam, wenn sie früh begonnen wird.
Wann kommt eine Operation infrage?
entfällt
Leben mit der Erkrankung
Nach einer vollständigen Impfung (vor oder nach Exposition) besteht ein guter Schutz. Es sind keine besonderen Einschränkungen im Alltag nötig.
Tipps für den Alltag
- Wenn Sie regelmäßig in Risikogebiete reisen, lassen Sie sich vorab impfen.
- Informieren Sie sich vor Reisen über das Tollwutrisiko vor Ort.
Ernährung und Bewegung
Keine speziellen Einschränkungen.
Psychische Gesundheit und Wohlbefinden
Ein Tierbiss kann psychisch belastend sein. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie Angst oder Sorgen haben.
Vorbeugung
Ja, Tollwut kann durch eine Impfung zuverlässig verhindert werden. Es gibt eine Impfung vor einer möglichen Exposition (Präexpositionsprophylaxe) und eine Impfung nach einem Biss (Postexpositionsprophylaxe).
Impfungen
Die Tollwutimpfung ist eine inaktivierte (abgetötete) Impfung, die sehr gut verträglich ist. Für Menschen mit erhöhtem Risiko (z. B. Tierärzte, Reisende) wird eine Grundimmunisierung empfohlen. Nach einem Biss erfolgt die Impfung als Postexpositionsprophylaxe. Die Impfung ist auch während der Schwangerschaft möglich, falls nötig. Besprechen Sie mit Ihrem Arzt, ob eine Impfung für Sie sinnvoll ist.
Früherkennungsprogramme
entfällt
Komplikationen
Unbehandelt
- Tod durch Gehirnentzündung (Enzephalitis)
- Lähmungen
- Koma
Langzeitprognose
Wird die Impfung rechtzeitig nach einem Biss begonnen, ist die Erkrankung fast immer vermeidbar. Ohne Behandlung ist Tollwut nach Auftreten erster Symptome leider fast immer tödlich. Dank der Impfung gibt es aber eine sehr wirksame Möglichkeit, sich zu schützen.
Unterstützung finden
Hilfetelefone
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Überprüfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfügbar.
Wichtiger Hinweis Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie ersetzen keine professionelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Fragen immer einen qualifizierten Arzt. Bei einem medizinischen Notfall wählen Sie sofort den örtlichen Notruf.
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Quellen und Leitlinien
Dieser Artikel dient der Aufklärung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfügbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 20. Juli 2026
Hinweis zur Aufklärung: Diese Informationen dienen nur der Aufklärung und sind keine Diagnose.
Nutzen Sie sie zur Ergänzung — nicht als Ersatz — für den Rat einer approbierten Fachkraft.
Bei schweren, sich verschlechternden oder dringenden Symptomen rufen Sie die lokale Notrufnummer an oder suchen Sie Notfallversorgung auf.