Rotavirus vaccine
Basierend auf internationalen klinischen Leitlinien
Übersicht
Das Rotavirus ist ein Virus, das vor allem bei Säuglingen und Kleinkindern schwere Durchfälle und Erbrechen auslösen kann. Die Impfung schützt zuverlässig vor dieser ansteckenden Erkrankung.
Wichtige Fakten
- Die Rotavirus-Impfung wird als Schluckimpfung verabreicht.
- Die Impfung wird von der Ständigen Impfkommission (STIKO) für alle Säuglinge ab einem Alter von 6 Wochen empfohlen.
- Die Impfung schützt besonders in den ersten Lebensjahren vor schweren Verläufen.
Rotaviren sind weltweit sehr verbreitet. Fast jedes Kind erkrankt mindestens einmal vor dem fünften Geburtstag daran.
Am stärksten betroffen sind Säuglinge und Kleinkinder unter fünf Jahren. Auch Erwachsene können sich anstecken, erkranken aber meist leichter.
Symptome
- Kind wirkt teilnahmslos oder ist schwer aufzuwecken
- Kein Urin mehr für mehr als 6 Stunden
- Eingefallene Augen und trockene Mundschleimhäute
- Krampfanfälle
- Schock – blasse, kalte Haut, schneller Puls
- ⚠Anhaltendes Erbrechen, sodass das Kind nichts bei sich behält
- ⚠Blut im Stuhl
- ⚠Sehr starke Bauchschmerzen
- ⚠Fieber über 39°C, das nicht sinkt
Häufige Symptome
- Wässriger Durchfall
- Erbrechen
- Fieber
- Bauchschmerzen
Symptome bei Kindern
- Häufiger und schwerer Durchfall
- Schnelle Austrocknung (Dehydratation) – trockene Windeln, eingesunkene Augen, wenig Tränen beim Weinen
Symptome bei älteren Erwachsenen
- Meist mildere Symptome wie Durchfall und Übelkeit
- Bei geschwächtem Immunsystem kann es zu schwereren Verläufen kommen
Ursachen
Hauptursachen
- Das Rotavirus wird durch direkten Kontakt mit infiziertem Stuhl oder Erbrochenem übertragen.
- Auch über kontaminierte Hände, Gegenstände oder Lebensmittel kann das Virus weitergegeben werden.
Risikofaktoren
- Alter unter fünf Jahren
- Besuch einer Gemeinschaftseinrichtung wie Krippe oder Kindergarten
- Fehlende Rotavirus-Impfung
- Geschwächtes Immunsystem
Wann zum Arzt
Dringend zum Arzt, wenn:
- Säuglinge unter 6 Monaten mit Durchfall und Erbrechen
- Bei Anzeichen einer starken Austrocknung (siehe Notfall)
- Wenn das Kind weniger als die Hälfte der normalen Trinkmenge zu sich nimmt
Einen Routinetermin vereinbaren, wenn:
- Bei leichtem Durchfall und normalem Trinkverhalten reicht es, den Kinder- und Jugendarzt zu konsultieren
- Vor der Impfung – Ihr Arzt berät Sie über den optimalen Zeitpunkt
Diagnose
Der Arzt oder die Ärztin stellt die Diagnose meist anhand der typischen Symptome und einer körperlichen Untersuchung. Bei unklaren Fällen kann eine Stuhlprobe auf Rotaviren getestet werden.
Mögliche Untersuchungen
- Stuhluntersuchung auf Rotavirus-Antigen
Was Sie bei Ihrem Termin erwartet
Der Arzt fragt nach Ihren Symptomen, untersucht das Kind auf Anzeichen von Austrocknung und entscheidet, ob ein Stuhltest nötig ist. Die Behandlung beginnt meist sofort – unabhängig vom Testergebnis.
Behandlung
Es gibt keine spezifische Medizin gegen das Rotavirus. Die Behandlung zielt darauf ab, den Flüssigkeits- und Salzverlust auszugleichen.
Selbsthilfe zu Hause
- Dem Kind weiterhin Muttermilch oder die gewohnte Säuglingsnahrung anbieten
- Bei älteren Kindern leicht gesüßte Getränke oder spezielle Elektrolytlösungen aus der Apotheke geben – nach Rücksprache mit dem Arzt
- Häufig kleine Mengen trinken lassen
- Auf Milchprodukte verzichten, wenn sie Durchfall verschlimmern
Medizinische Behandlungen
Bei starker Austrocknung kann ein Arzt oder eine Ärztin Flüssigkeit über eine Infusion geben. Medikamente gegen Durchfall werden bei Kindern meist nicht empfohlen, da sie Nebenwirkungen haben können. Besprechen Sie alle Maßnahmen mit Ihrem Kinder- und Jugendarzt.
Wann kommt eine Operation infrage?
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Leben mit der Erkrankung
Halten Sie Ihr Kind zu Hause, bis der Durchfall abgeklungen ist, um andere nicht anzustecken. Häufiges Händewaschen schützt die Familie.
Tipps für den Alltag
- Sorgfältige Hygiene beim Windelwechseln
- Oberflächen und Spielzeug regelmäßig reinigen
Ernährung und Bewegung
Bieten Sie leichte Kost wie Zwieback, Reis oder Bananen an, sobald das Kind wieder essen mag. Ruhe ist wichtig – erst nach vollständiger Erholung wieder aktiv spielen.
Psychische Gesundheit und Wohlbefinden
Eine Erkrankung des Kindes kann für Eltern sehr belastend sein. Suchen Sie sich Unterstützung bei Partner, Familie oder Freunden. Auch der Austausch mit anderen Eltern im Wartezimmer oder online kann helfen.
Vorbeugung
Ja. Die wirksamste Vorbeugung ist die Rotavirus-Impfung. Auch gründliches Händewaschen und gute Hygiene verringern das Ansteckungsrisiko.
Impfungen
Die Rotavirus-Impfung wird als Schluckimpfung verabreicht und ist für alle Säuglinge ab der 6. Lebenswoche empfohlen. Die Impfserie sollte möglichst früh abgeschlossen sein, um den bestmöglichen Schutz zu erreichen. Lassen Sie sich von Ihrem Kinder- und Jugendarzt beraten.
Früherkennungsprogramme
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Komplikationen
Unbehandelt
- Starke Austrocknung (Dehydratation), die einen Krankenhausaufenthalt mit Infusion nötig macht
- Elektrolytstörungen – können Krämpfe oder Herzrhythmusstörungen auslösen
- In seltenen Fällen: Darmverschlingung (Invagination)
Langzeitprognose
Die allermeisten Kinder erholen sich vollständig. Dank der Impfung sind schwere Verläufe selten geworden. Bei frühzeitiger Behandlung ist die Prognose sehr gut.
Unterstützung finden
Lokale Organisationen
- Bundesministerium für Gesundheit – Impfseite · Deutschland
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Überprüfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfügbar.
Wichtiger Hinweis Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie ersetzen keine professionelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Fragen immer einen qualifizierten Arzt. Bei einem medizinischen Notfall wählen Sie sofort den örtlichen Notruf.
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Quellen und Leitlinien
Dieser Artikel dient der Aufklärung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfügbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 20. Juli 2026
Hinweis zur Aufklärung: Diese Informationen dienen nur der Aufklärung und sind keine Diagnose.
Nutzen Sie sie zur Ergänzung — nicht als Ersatz — für den Rat einer approbierten Fachkraft.
Bei schweren, sich verschlechternden oder dringenden Symptomen rufen Sie die lokale Notrufnummer an oder suchen Sie Notfallversorgung auf.