RSV vaccine older adults overview
Basierend auf internationalen klinischen Leitlinien
Übersicht
Das Respiratorische Synzytial-Virus (RSV) ist ein Virus, das Atemwegsinfektionen verursacht. Der RSV-Impfstoff für ältere Erwachsene soll vor schweren Verläufen schützen.
Wichtige Fakten
- RSV kann bei älteren Menschen zu Lungenentzündung oder Krankenhausaufenthalten führen.
- Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die RSV-Impfung für alle über 60 Jahre.
- Der Impfstoff wird einmalig verabreicht und ist gut verträglich.
RSV ist weit verbreitet und tritt vor allem in den Wintermonaten auf. Die meisten Menschen haben ihn schon einmal gehabt, oft mit milden Symptomen.
Besonders ältere Erwachsene (über 60) und Menschen mit chronischen Erkrankungen der Lunge oder des Herzens haben ein höheres Risiko für schwere Verläufe.
Symptome
- Plötzliche starke Atemnot
- Brustschmerzen
- Bewusstlosigkeit oder Verwirrtheit
- Bläuliche Verfärbung von Lippen oder Haut (Sauerstoffmangel)
- ⚠Hohes Fieber über mehrere Tage
- ⚠Starke Verschlechterung des Allgemeinzustands
- ⚠Atembeschwerden, die nicht nachlassen
Häufige Symptome
- Husten
- Fieber
- Halsschmerzen
- Schnupfen
- Atembeschwerden
Symptome bei Kindern
- Husten und Fieber
- Atemnot und pfeifende Atmung
- Trinkschwäche bei Säuglingen
Symptome bei älteren Erwachsenen
- Starker Husten
- Kurzatmigkeit
- Hohes Fieber
- Verwirrtheit
- Verschlechterung bestehender Lungenerkrankungen
Ursachen
Hauptursachen
- Das RS-Virus wird durch Tröpfcheninfektion beim Husten, Niesen oder Sprechen übertragen.
- Auch über kontaminierte Oberflächen wie Türklinken kann man sich anstecken.
Risikofaktoren
- Alter über 60 Jahre
- Chronische Lungenkrankheiten wie COPD oder Asthma
- Herz-Kreislauf-Erkrankungen
- Geschwächtes Immunsystem (z. B. durch Medikamente oder Krankheiten)
- Aufenthalt in Pflege- oder Altenheimen
Wann zum Arzt
Dringend zum Arzt, wenn:
- Bei Atemnot
- Bei Verwirrtheit oder starkem Schwindel
- Wenn Sie bereits an einer chronischen Erkrankung leiden und die Symptome schlimmer werden
Einen Routinetermin vereinbaren, wenn:
- Um sich über die RSV-Impfung zu informieren und beraten zu lassen
- Bei anhaltendem Husten oder Fieber, das nicht besser wird
Diagnose
Der Arzt fragt nach Ihren Symptomen und untersucht Sie. Ein Abstrich aus Nase oder Rachen kann das Virus nachweisen.
Mögliche Untersuchungen
- Nasen-Rachen-Abstrich (PCR-Test)
- Schnelltest auf RSV (in manchen Arztpraxen)
- Blutuntersuchung bei Komplikationen
Was Sie bei Ihrem Termin erwartet
Der Arzt wird Sie nach Ihrem Allgemeinzustand, Vorerkrankungen und möglichen Kontakten fragen. Der Abstrich ist nicht schmerzhaft, kann aber unangenehm sein. Die Ergebnisse kommen oft innerhalb weniger Stunden bis Tage.
Behandlung
Es gibt keine spezifische antivirale Therapie gegen RSV. Die Behandlung zielt darauf ab, die Symptome zu lindern und Komplikationen zu vermeiden.
Selbsthilfe zu Hause
- Viel trinken (Wasser, Tee)
- Ausreichend Ruhe und Schlaf
- Fiebersenkende Wadenwickel (nur bei Wohlbefinden)
- Inhalieren mit Kochsalzlösung bei verstopfter Nase
Medizinische Behandlungen
Bei schweren Verläufen kann eine Behandlung im Krankenhaus nötig sein, zum Beispiel mit Sauerstoffgabe oder Flüssigkeit über die Vene. Der Arzt kann fiebersenkende Medikamente verschreiben. Bei bakteriellen Komplikationen kommen Antibiotika zum Einsatz, diese wirken jedoch nicht gegen das Virus selbst.
Wann kommt eine Operation infrage?
Eine Operation ist bei RSV nicht erforderlich.
Leben mit der Erkrankung
Nach der Impfung können Sie Ihren normalen Alltag fortsetzen. Leichte Impfreaktionen wie Schmerzen an der Einstichstelle oder Müdigkeit sind normal und klingen von selbst ab.
Tipps für den Alltag
- Regelmäßiges Händewaschen
- Abstand zu kranken Personen halten
- In der RSV-Saison Menschenmengen meiden
- Gesunde Lebensweise mit ausreichend Schlaf
Ernährung und Bewegung
Eine ausgewogene Ernährung mit viel Obst und Gemüse stärkt das Immunsystem. Leichte Bewegung wie Spaziergänge fördert die Gesundheit – aber bei akuter Infektion lieber Ruhe einlegen.
Psychische Gesundheit und Wohlbefinden
Die Impfung kann Ängste vor schweren Atemwegserkrankungen nehmen. Wer trotz Impfung erkrankt, hat meist mildere Symptome – das gibt Sicherheit.
Vorbeugung
Ja, eine RSV-Infektion kann durch Impfung und einfache Hygienemaßnahmen weitgehend verhindert werden.
Impfungen
Für ältere Erwachsene ab 60 Jahren wird ein einmaliger RSV-Impfstoff empfohlen. Dieser schützt wirksam vor schweren Verläufen. Lassen Sie sich von Ihrem Arzt beraten, ob die Impfung für Sie geeignet ist.
Früherkennungsprogramme
Es gibt kein spezielles Screening. Ein Gespräch mit dem Arzt über Ihre Impfrisiken ist aber sinnvoll.
Komplikationen
Unbehandelt
- Lungenentzündung
- Krankenhausaufenthalt wegen Atemnot
- Verschlechterung von chronischen Herz- oder Lungenerkrankungen
- Im schlimmsten Fall Atemversagen
Langzeitprognose
Mit der Impfung sinkt das Risiko schwerer Verläufe deutlich. Die meisten Menschen erholen sich vollständig. Bei frühzeitiger Behandlung sind Komplikationen selten.
Unterstützung finden
Internationale Organisationen
- Robert Koch-Institut ↗
- AWMF (Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften) ↗
Lokale Organisationen
- Ärztlicher Bereitschaftsdienst ↗ · Deutschland
Hilfetelefone
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Überprüfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfügbar.
Wichtiger Hinweis Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie ersetzen keine professionelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Fragen immer einen qualifizierten Arzt. Bei einem medizinischen Notfall wählen Sie sofort den örtlichen Notruf.
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Quellen und Leitlinien
Dieser Artikel dient der Aufklärung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfügbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 20. Juli 2026
Hinweis zur Aufklärung: Diese Informationen dienen nur der Aufklärung und sind keine Diagnose.
Nutzen Sie sie zur Ergänzung — nicht als Ersatz — für den Rat einer approbierten Fachkraft.
Bei schweren, sich verschlechternden oder dringenden Symptomen rufen Sie die lokale Notrufnummer an oder suchen Sie Notfallversorgung auf.