Varicella vaccine
Basierend auf internationalen klinischen Leitlinien
Übersicht
Die Varizellen-Impfung (auch Windpocken-Impfung genannt) ist eine Schutzimpfung gegen das Varizella-Zoster-Virus, das Windpocken und später Gürtelrose verursachen kann. Die Impfung wird meist im Kindesalter gegeben und schützt sehr zuverlässig vor einer Erkrankung.
Wichtige Fakten
- Die Impfung enthält abgeschwächte, aber vermehrungsfähige Viren – sie kann nicht zu Windpocken führen.
- Zwei Impfdosen im Abstand von mindestens vier Wochen werden empfohlen.
- Die Impfung ist in Deutschland für alle Kinder ab 11 Monaten in den Impfkalender aufgenommen.
Die Impfung ist in Deutschland weit verbreitet und wird seit 2004 von der Ständigen Impfkommission (STIKO) empfohlen.
Die Impfung wird vor allem für Kinder und ungeschützte Erwachsene empfohlen. Auch Menschen mit geschwächtem Immunsystem oder bestimmten Vorerkrankungen sollten die Impfung nach ärztlicher Beratung erhalten.
Symptome
- Plötzliche Atemnot
- Schwellung von Gesicht, Lippen oder Zunge
- Hautausschlag mit Blasen und hohem Fieber unmittelbar nach der Impfung
- ⚠Starke Schmerzen oder Schwellung über mehrere Tage an der Einstichstelle
- ⚠Hohes Fieber (über 39°C) länger als 48 Stunden nach der Impfung
- ⚠Verdacht auf eine allergische Reaktion (z. B. Nesselsucht am ganzen Körper)
Häufige Symptome
- Leichte Rötung oder Schwellung an der Einstichstelle
- Müdigkeit oder leichtes Unwohlsein
- Selten: Fieber oder ein milder, windpockenähnlicher Ausschlag
Symptome bei Kindern
- Bei Kindern treten die Impfreaktionen meist mild auf – zum Beispiel leichte Schmerzen am Arm oder kurzes Fieber.
Symptome bei älteren Erwachsenen
- Erwachsene vertragen die Impfung in der Regel ebenfalls gut. Selten kann es zu stärkeren lokalen Reaktionen kommen.
Ursachen
Hauptursachen
- Die Impfung wird gegeben, um eine Infektion mit dem Varizella-Zoster-Virus zu verhindern.
Risikofaktoren
- Kinder, die noch nicht geimpft sind oder die Krankheit nicht durchgemacht haben
- Erwachsene ohne Immunschutz gegen Windpocken
- Menschen mit geschwächtem Immunsystem (z. B. nach Organtransplantation)
Wann zum Arzt
Dringend zum Arzt, wenn:
- Bei Anzeichen einer schweren allergischen Reaktion (z. B. Atemnot, Schwellungen) sofort den Notarzt rufen.
- Bei sehr hohem Fieber oder anhaltenden starken Beschwerden nach der Impfung.
Einen Routinetermin vereinbaren, wenn:
- Vor der Impfung sollten Sie Ihren Hausarzt oder Ihre Kinderärztin aufsuchen, um zu klären, ob die Impfung für Sie oder Ihr Kind geeignet ist.
- Auch wenn Sie unsicher sind, ob Sie schon einmal geimpft wurden oder Windpocken hatten, kann ein Arzt einen Bluttest machen.
Diagnose
Vor der Impfung wird in der Regel kein Test durchgeführt. Bei Zweifeln, ob ein Immunschutz besteht, kann der Arzt einen Antikörpertest (Titerbestimmung) veranlassen.
Mögliche Untersuchungen
- Antikörpertest (Titerbestimmung) – eine Blutuntersuchung, die zeigt, ob Sie bereits geschützt sind.
Was Sie bei Ihrem Termin erwartet
Wenn Sie zur Impfung gehen, wird der Arzt Sie kurz untersuchen (z. B. Fieber messen) und die Impfung dann meist in den Oberarm oder Oberschenkel geben. Danach können Sie für 15 Minuten in der Praxis bleiben, um mögliche Sofortreaktionen zu beobachten.
Behandlung
Bei Impfreaktionen wie leichten Schmerzen oder Fieber reichen meist Hausmittel. Bei stärkeren Beschwerden sollten Sie Ihren Arzt kontaktieren. Es gibt keine Behandlung gegen die Impfung selbst – sie ist eine Vorbeugung.
Selbsthilfe zu Hause
- Kühlen Sie die Einstichstelle mit einem feuchten Tuch.
- Trinken Sie ausreichend und schonen Sie sich bei Unwohlsein.
- Paracetamol oder Ibuprofen können gegen Fieber oder Schmerzen helfen – besprechen Sie die Dosierung mit Ihrem Arzt oder Apotheker.
Medizinische Behandlungen
Bei schweren Impfreaktionen kann Ihr Arzt kortisonhaltige Cremes oder Antihistaminika verschreiben. In sehr seltenen Fällen wird eine Behandlung im Krankenhaus nötig – das klärt der Notarzt.
Wann kommt eine Operation infrage?
Nicht zutreffend
Leben mit der Erkrankung
Nach der Impfung können Sie normal Ihren Alltag fortsetzen. Vermeiden Sie für etwa zwei Tage anstrengende Sportarten, wenn Sie sich müde fühlen.
Tipps für den Alltag
- Achten Sie auf ausreichend Schlaf und eine gesunde Ernährung, um Ihr Immunsystem zu unterstützen.
- Wenn Sie nach der Impfung Fieber haben, bleiben Sie zu Hause und schonen Sie sich.
Ernährung und Bewegung
Leichte Bewegung ist erlaubt, aber hören Sie auf Ihren Körper. Viel trinken (Wasser oder Tee) hilft Ihrem Körper, die Impfung zu verarbeiten.
Psychische Gesundheit und Wohlbefinden
Die Impfung kann bei manchen Menschen leichte Ängste auslösen – das ist normal. Atemübungen oder Ablenkung können helfen. Scheuen Sie sich nicht, Ihren Arzt darauf anzusprechen.
Vorbeugung
Ja, die Windpocken-Erkrankung und ihre Komplikationen können durch die Impfung sehr gut verhindert werden.
Impfungen
Die Impfung ist ein Lebendimpfstoff (abgeschwächte Viren). Sie wird in zwei Dosen im Abstand von 4 bis 6 Wochen gegeben – meist ab dem 11. Lebensmonat.
Früherkennungsprogramme
Es gibt kein Routinescreening vor der Impfung. Bei Erwachsenen mit unklarem Impfstatus kann ein Antikörpertest sinnvoll sein.
Komplikationen
Unbehandelt
- Eine unbehandelte Windpocken-Erkrankung kann zu schweren Hautinfektionen, Lungenentzündung oder Gehirnentzündung führen.
- Bei Erwachsenen und Schwangeren ist der Verlauf oft schwerer.
Langzeitprognose
Dank der Impfung sind schwere Verläufe von Windpocken in Deutschland sehr selten geworden. Die Impfung ist sicher und wird von den meisten Menschen sehr gut vertragen. Bleiben Sie im Gespräch mit Ihrem Arzt – dann sind Sie bestens geschützt.
Unterstützung finden
Internationale Organisationen
- World Health Organization (WHO)
Lokale Organisationen
- Robert Koch-Institut (RKI) · Deutschland
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Überprüfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfügbar.
Wichtiger Hinweis Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie ersetzen keine professionelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Fragen immer einen qualifizierten Arzt. Bei einem medizinischen Notfall wählen Sie sofort den örtlichen Notruf.
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Quellen und Leitlinien
Dieser Artikel dient der Aufklärung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfügbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 20. Juli 2026
Hinweis zur Aufklärung: Diese Informationen dienen nur der Aufklärung und sind keine Diagnose.
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Bei schweren, sich verschlechternden oder dringenden Symptomen rufen Sie die lokale Notrufnummer an oder suchen Sie Notfallversorgung auf.