SARS – Schweres Akutes Atemwegssyndrom
Basierend auf internationalen klinischen Leitlinien
Übersicht
SARS ist eine schwere Atemwegserkrankung, die durch ein Virus aus der Familie der Coronaviren ausgelöst wird. Sie beginnt meist mit Fieber, Husten und Atemnot und kann sich zu einer gefährlichen Lungenentzündung entwickeln.
Wichtige Fakten
- SARS wurde erstmals im Jahr 2002 in China entdeckt und verbreitete sich in über 25 Ländern.
- Die Übertragung erfolgt hauptsächlich durch Tröpfchen beim Husten oder Niesen.
- SARS ist nicht dasselbe wie COVID-19, das durch ein anderes Virus verursacht wird.
SARS kommt heute weltweit nicht mehr vor. Es gab seit 2004 keine bestätigten Fälle.
Beim Ausbruch 2002 bis 2003 erkrankten vor allem Menschen in Asien. Erwachsene und ältere Menschen waren häufiger betroffen, aber auch Jüngere konnten schwer erkranken.
Symptome
- Schwere Atemnot – rufen Sie sofort den Notruf 112 an
- Bläulich verfärbte Lippen oder Fingernägel – sofort den Notruf 112 anrufen
- Bewusstlosigkeit oder starke Verwirrtheit – sofort den Notruf 112 anrufen
- Anhaltender Brustschmerz oder Druckgefühl – sofort den Notruf 112 anrufen
- ⚠Hohes Fieber, das über mehrere Tage anhält
- ⚠Husten mit grünem oder blutigem Auswurf
- ⚠Starke Schwäche oder Schwindel
- ⚠Schnell zunehmende Atemnot bei Belastung
Häufige Symptome
- Fieber über 38 Grad Celsius
- Trockener Husten
- Kurzatmigkeit
- Muskelschmerzen
- Kopfschmerzen
- Halsschmerzen
- Schüttelfrost
Symptome bei Kindern
- Bei Kindern waren die Symptome ähnlich, aber Kinder waren insgesamt seltener betroffen.
Symptome bei älteren Erwachsenen
- Bei älteren Menschen verlief SARS häufig schwerer. Sie entwickelten eher eine Lungenentzündung und mussten oft ins Krankenhaus.
Ursachen
Hauptursachen
- Das SARS-Coronavirus, das von Tieren auf den Menschen überging
- Die Ansteckung erfolgt durch Tröpfchen, die beim Husten, Niesen oder Sprechen freigesetzt werden
- Auch direkter Kontakt mit kontaminierten Oberflächen kann das Virus übertragen
Risikofaktoren
- Enger Kontakt zu infizierten Personen, insbesondere im Haushalt oder in der Pflege
- Arbeit im Gesundheitswesen ohne ausreichenden Schutz
- Reisen in Gebiete mit Ausbrüchen
- Vorbestehende Lungen- oder Herzerkrankungen
Wann zum Arzt
Dringend zum Arzt, wenn:
- Wenn Sie Atemnot bekommen
- Wenn das Fieber über 39 Grad steigt
- Wenn Sie stark husten oder Blut im Auswurf bemerken
Einen Routinetermin vereinbaren, wenn:
- Wenn Sie innerhalb von 10 Tagen nach einer Reise oder einem Kontakt zu einer infizierten Person Symptome einer Atemwegserkrankung entwickeln
- Wenn Sie unsicher sind, ob Ihre Symptome eine ärztliche Abklärung benötigen
Diagnose
Die Ärztin oder der Arzt fragt zuerst nach Reisen, Kontaktpersonen und Beschwerden. Bei Verdacht werden spezielle Laboruntersuchungen veranlasst. Um andere zu schützen, findet die Untersuchung in einem separaten Bereich statt.
Mögliche Untersuchungen
- PCR-Test aus einem Abstrich der oberen Atemwege oder der Lunge
- Blutuntersuchung
- Röntgen oder Computertomografie der Lunge
- Messung des Sauerstoffgehalts im Blut
Was Sie bei Ihrem Termin erwartet
In Deutschland werden Verdachtsfälle den Gesundheitsbehörden gemeldet. Sie erhalten klare Anweisungen zur Isolierung und werden engmaschig ärztlich überwacht.
Behandlung
Es gibt keine ursächliche Therapie gegen das SARS-Virus. Die Behandlung konzentriert sich darauf, die Symptome zu lindern und den Körper zu unterstützen, bis das Immunsystem die Infektion überwunden hat.
Selbsthilfe zu Hause
- Sich strikt ausruhen, bis das Fieber abklingt
- Viel trinken, um den Körper mit Flüssigkeit zu versorgen
- Für frische Luft und Durchlüftung sorgen, wenn Sie nicht im Krankenhaus sind
- Eine Schutzmaske tragen, wenn Sie Kontakt zu anderen haben, um niemanden anzustecken
- Bei Fieber und Schmerzen mit der Ärztin oder dem Arzt über geeignete Maßnahmen sprechen
Medizinische Behandlungen
Bei schweren Verläufen ist die Behandlung im Krankenhaus nötig. Dort können Sauerstoff, Infusionen und Medikamente helfen, den Zustand zu stabilisieren. Zusätzlich können entzündungshemmende Mittel eingesetzt werden, um die Reaktion der Lunge zu dämpfen. Die Ärztinnen und Ärzte wählen die Behandlung individuell aus.
Leben mit der Erkrankung
Während der Krankheit ist es wichtig, sich zu isolieren, um andere nicht anzustecken. Überlegen Sie, welche Aufgaben Sie von zu Hause aus erledigen können, und bitten Sie Familie oder Freunde um Hilfe bei Besorgungen.
Tipps für den Alltag
- Ausreichend Schlaf und Ruhe
- Auf Rauchen und Alkohol verzichten
- Stress vermeiden
- Bei der Genesung Schritt für Schritt langsam wieder aktiv werden
Ernährung und Bewegung
Eine ausgewogene Ernährung mit viel Obst und Gemüse unterstützt die Abwehrkräfte. Zu Beginn der Erkrankung ist meist nur leichte Kost möglich. Steigern Sie körperliche Aktivität erst, wenn Sie sich deutlich besser fühlen.
Psychische Gesundheit und Wohlbefinden
Eine schwere Atemwegserkrankung kann verunsichern und Angst auslösen. Es ist wichtig, Sorgen offen anzusprechen und sich bei anhaltender Niedergeschlagenheit ärztliche Hilfe zu holen. Wenn Sie sich überfordert fühlen oder Gedanken an Selbsttötung haben, sprechen Sie sofort mit einer Vertrauensperson, Ihrer Hausarztpraxis oder der Telefonseelsorge.
Vorbeugung
Es gibt keine Impfung gegen SARS. Deshalb sind Hygiene und Vorsicht im Umgang mit Infizierten die wichtigsten Schutzmaßnahmen.
Impfungen
Derzeit gibt es keinen zugelassenen Impfstoff gegen SARS.
Früherkennungsprogramme
Eine allgemeine Vorsorgeuntersuchung für SARS gibt es nicht. Bei einem Ausbruch überwachen die Gesundheitsbehörden Kontaktpersonen und können gezielte Tests veranlassen.
Komplikationen
Unbehandelt
- Lungenentzündung
- Akutes Lungenversagen
- Schädigung weiterer Organe (z. B. Leber oder Nieren)
- Blutvergiftung (Sepsis)
Langzeitprognose
Die meisten Menschen erholten sich vollständig. Bei schweren Verläufen können allerdings bleibende Lungenschäden zurückbleiben. Auch wenn SARS heute keine Rolle mehr spielt, haben die Erfahrungen dazu beigetragen, besser auf neue Atemwegsviren vorbereitet zu sein.
Unterstützung finden
Internationale Organisationen
Hilfetelefone
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Überprüfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfügbar.
Wichtiger Hinweis Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie ersetzen keine professionelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Fragen immer einen qualifizierten Arzt. Bei einem medizinischen Notfall wählen Sie sofort den örtlichen Notruf.
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Quellen und Leitlinien
Dieser Artikel dient der Aufklärung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfügbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 31. Juli 2026
Hinweis zur Aufklärung: Diese Informationen dienen nur der Aufklärung und sind keine Diagnose.
Nutzen Sie sie zur Ergänzung — nicht als Ersatz — für den Rat einer approbierten Fachkraft.
Bei schweren, sich verschlechternden oder dringenden Symptomen rufen Sie die lokale Notrufnummer an oder suchen Sie Notfallversorgung auf.