Bauchaorten-Aneurysma-Screening: Was Sie wissen sollten
Basierend auf internationalen klinischen Leitlinien
Übersicht
Ein Bauchaortenaneurysma ist eine krankhafte Ausweitung der Hauptschlagader (Aorta) im Bauchraum. Das Screening ist eine schmerzfreie Ultraschalluntersuchung, die eine solche Ausweitung früh erkennen kann.
Wichtige Fakten
- Das Screening ist eine Ultraschalluntersuchung des Bauches.
- In Deutschland wird es für Männer ab 65 Jahren empfohlen.
- Früh erkannt, lassen sich schwere Komplikationen meist verhindern.
Bei Männern über 65 Jahren ist es nicht selten: Etwa einer von 20 Männern hat ein Bauchaortenaneurysma. Bei Frauen ist es deutlich seltener.
Es betrifft vor allem ältere Männer, Raucher und Menschen mit Bluthochdruck. Auch wenn ein Verwandter ersten Grades betroffen ist, erhöht sich Ihr Risiko.
Symptome
- Plötzlich einsetzende, sehr starke Bauch- oder Rückenschmerzen.
- Kreislaufzusammenbruch oder Bewusstlosigkeit.
- Ein pulsierender und schmerzhafter Bauch, der sich verhärtet anfühlt.
- ⚠Starke Bauchschmerzen, die nicht weggehen.
- ⚠Neu aufgetretene Rückenschmerzen ohne erkennbare Ursache.
Häufige Symptome
- Meist verursacht ein kleines Aneurysma keine Beschwerden.
- Manche Menschen spüren ein Pulsieren oder einen Druck im Bauch.
- Wenn das Aneurysma größer wird, können Rückenschmerzen oder Bauchschmerzen auftreten.
Symptome bei Kindern
- Bei Kindern kommt ein Bauchaortenaneurysma nur in sehr seltenen Einzelfällen vor.
Symptome bei älteren Erwachsenen
- Im höheren Alter wächst ein Aneurysma oft langsam und bleibt lange unbemerkt.
- Deshalb ist die regelmäßige Ultraschalluntersuchung besonders wichtig.
Ursachen
Hauptursachen
- Die Wand der Hauptschlagader verliert an Festigkeit und weitet sich durch den Blutdruck immer weiter auf.
Risikofaktoren
- Rauchen
- Bluthochdruck
- Männliches Geschlecht und Alter über 65
- Familiäre Vorbelastung
Wann zum Arzt
Dringend zum Arzt, wenn:
- Bei plötzlichen, heftigen Bauch- oder Rückenschmerzen wählen Sie sofort den Notruf 112.
Einen Routinetermin vereinbaren, wenn:
- Männer ab 65 Jahren können das Screening bei ihrer Hausärztin oder ihrem Hausarzt durchführen lassen.
- Wenn in Ihrer Familie bereits ein Bauchaortenaneurysma aufgetreten ist, lassen Sie sich auch früher ärztlich beraten.
Diagnose
Ein Bauchaortenaneurysma wird meist durch eine Ultraschalluntersuchung des Bauches festgestellt.
Mögliche Untersuchungen
- Ultraschall (Sonografie) des Bauches
- Gegebenenfalls Computertomographie (CT) zur genaueren Darstellung
- Körperliche Untersuchung mit Abtasten und Abhören des Bauches
Was Sie bei Ihrem Termin erwartet
Die Untersuchung dauert nur wenige Minuten, ist schmerzfrei und erfordert keine Narkose. Sie liegen auf einer Liege, und die Ärztin oder der Arzt führt einen Schallkopf über Ihren Bauch.
Behandlung
Kleinere Aneurysmen werden überwacht. Sie werden in regelmäßigen Abständen mit Ultraschall kontrolliert, und gleichzeitig behandeln Sie Risikofaktoren wie Bluthochdruck und Rauchen.
Selbsthilfe zu Hause
- Nicht rauchen
- Den Blutdruck regelmäßig messen lassen
- Auf ein gesundes Körpergewicht achten
Medizinische Behandlungen
Zur Behandlung gehören Maßnahmen zur Blutdrucksenkung und gegebenenfalls Medikamente, die das Risiko für Gefäßschäden verringern. Welche Therapie für Sie geeignet ist, entscheidet Ihre Ärztin oder Ihr Arzt.
Wann kommt eine Operation infrage?
Wenn das Aneurysma groß ist oder schnell wächst, kann eine Operation oder eine Gefäßstütze (Stent) nötig sein, damit das Gefäß nicht reißt.
Leben mit der Erkrankung
Mit einem kleinen Bauchaortenaneurysma können Sie normal leben. Entscheidend ist, dass Sie die empfohlenen Kontrolltermine einhalten.
Tipps für den Alltag
- Regelmäßige Bewegung wie Spazierengehen oder Radfahren
- Nicht rauchen
- Stress vermeiden oder gezielt abbauen
Ernährung und Bewegung
Eine ausgewogene Ernährung mit viel Gemüse, Obst, Vollkornprodukten und wenig Salz unterstützt die Blutdruckkontrolle. Bewegung an der frischen Luft hilft ebenfalls, den Blutdruck zu senken.
Psychische Gesundheit und Wohlbefinden
Die Diagnose kann zunächst verunsichern. Bedenken Sie aber: Bei regelmäßigen Kontrollen ist das Risiko eines Risses sehr klein, und die Kontrolle verschafft Ihnen Sicherheit.
Vorbeugung
Ein Bauchaortenaneurysma lässt sich nicht immer verhindern. Sie können Ihr Risiko aber senken, indem Sie nicht rauchen, Ihren Blutdruck behandeln und sich an den Vorsorgeempfehlungen beteiligen.
Impfungen
Da Gefäßerkrankungen den Körper belasten, wird zu den üblichen Impfungen vor allem gegen Grippe und Lungenentzündung geraten. Fragen Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt, welche Impfungen für Sie sinnvoll sind.
Früherkennungsprogramme
Männer ab 65 Jahren haben in Deutschland Anspruch auf ein einmaliges Ultraschall-Screening. Frauen mit erhöhtem Risiko sollten mit ihrer Ärztin oder ihrem Arzt besprechen, ob eine Untersuchung sinnvoll ist.
Komplikationen
Unbehandelt
- Unbehandelt kann das Aneurysma weiter wachsen und schließlich platzen.
- Ein Platzen führt zu schweren inneren Blutungen und ist ohne sofortige Notfallbehandlung lebensbedrohlich.
Langzeitprognose
Wird ein Aneurysma früh erkannt, kann es meist über Jahre gut überwacht oder behandelt werden. Mit der richtigen medizinischen Begleitung haben die meisten Menschen eine gute Lebensqualität.
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Überprüfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfügbar.
Wichtiger Hinweis Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie ersetzen keine professionelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Fragen immer einen qualifizierten Arzt. Bei einem medizinischen Notfall wählen Sie sofort den örtlichen Notruf.
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Quellen und Leitlinien
Dieser Artikel dient der Aufklärung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfügbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 2. August 2026
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