Gesund bleiben im Erwachsenenalter
Basierend auf internationalen klinischen Leitlinien
Übersicht
Dieser Artikel erklärt, was in der allgemeinmedizinischen Praxis rund um die Gesundheit im Erwachsenenalter wichtig ist. Es geht nicht um eine einzelne Krankheit, sondern darum, wie Sie gesund bleiben, Krankheiten vorbeugen und bei Beschwerden die richtige Hilfe finden. Ihre Hausarztpraxis ist dabei Ihr erster Ansprechpartner.
Wichtige Fakten
- Regelmäßige Vorsorgechecks können Krankheiten früh erkennen.
- Ein gesunder Lebensstil schützt vor vielen Erkrankungen.
- Auch seelische Gesundheit ist ein wichtiger Teil Ihres Wohlbefindens.
Jede und jeder Erwachsene kommt im Laufe der Jahre in eine Hausarztpraxis. Die Allgemeinmedizin ist die häufigste Anlaufstelle für gesundheitliche Fragen in Deutschland.
Alle Erwachsenen ab 18 Jahren – unabhängig von Geschlecht, Alter oder Herkunft. Mit den Jahren ändern sich die Themen: von Alltagsbeschwerden im jungen Erwachsenenalter bis hin zu Vorsorgeuntersuchungen im höheren Alter.
Symptome
- Plötzliche starke Brustschmerzen, die in den Arm, den Rücken oder den Kiefer ausstrahlen
- Atemnot oder Erstickungsgefühl
- Zeichen eines Schlaganfalls: einseitige Lähmung, hängender Mundwinkel, Sprachstörungen
- Starke Blutungen
- Schwere allergische Reaktion mit Schwellungen im Mund- und Rachenraum
- Bewusstlosigkeit oder Verwirrtheit
- ⚠Hohes Fieber, das nicht besser wird
- ⚠Starke Kopfschmerzen, die plötzlich auftreten
- ⚠Anhaltendes Erbrechen oder Durchfall mit Austrocknung
- ⚠Offene Wunden oder Verdacht auf Knochenbruch
- ⚠Neue starke Schmerzen im Bauch- oder Rückenbereich
Häufige Symptome
- Anhaltende Müdigkeit oder Erschöpfung
- Kopf- oder Rückenschmerzen
- Schlafprobleme
- Verdauungsbeschwerden
- Hautveränderungen
- Herzklopfen oder Atemnot bei Belastung
Symptome bei Kindern
- Dieser Artikel betrifft nur Erwachsene. Bei Beschwerden von Kindern ist die Kinderarztpraxis der richtige Ansprechpartner.
Symptome bei älteren Erwachsenen
- Gedächtnis- oder Konzentrationsprobleme
- Schwindel und Stürze
- Verminderter Appetit
- Gelenkschmerzen und nachlassende Beweglichkeit
- Sozialer Rückzug
Ursachen
Hauptursachen
- Ungesunder Lebensstil (Rauchen, viel Alkohol, wenig Bewegung)
- Ungesunde Ernährung
- Dauerhafter Stress
- Erbanlagen und familiäre Vorbelastung
- Altersbedingte Veränderungen
Risikofaktoren
- Übergewicht
- Hoher Blutdruck oder Blutzucker
- Chronische Erkrankungen in der Familie
- Wenig soziale Kontakte und Einsamkeit
- Schichtarbeit und Schlafmangel
Wann zum Arzt
Dringend zum Arzt, wenn:
- Unklare Beschwerden, die länger als drei Wochen anhalten
- Warnzeichen wie Gewichtsverlust ohne Grund, Blut im Stuhl oder Urin
- Neu auftretende Knoten oder Schwellungen
- Hautreste, die sich verändern oder bluten
- Anhaltende Herzbeschwerden oder Atemnot
Einen Routinetermin vereinbaren, wenn:
- Regelmäßiger Check-up alle 3 Jahre
- Impfberatung und Auffrischungen
- Krebsvorsorge (z. B. Darmspiegelung, Hautkrebs-Screening)
- Beratung zu Ernährung, Bewegung und Stress
Diagnose
Die Hausarztpraxis beginnt immer mit einem ausführlichen Gespräch (Anamnese). Danach folgt je nach Beschwerde eine körperliche Untersuchung.
Mögliche Untersuchungen
- Blutdruckmessung
- Blutabnahme zur Laboruntersuchung
- Urintest
- Abhören von Herz und Lunge
- Bauchuntersuchung durch Abtasten
- Kleine Hörtests oder Sehtests
Was Sie bei Ihrem Termin erwartet
Sie müssen für einen Check-up keine besonderen Vorbereitungen treffen. Nüchtern zur Blutabnahme heißt: vorher nichts essen – am besten fragen Sie aber vorher in der Praxis nach. Die Gespräche und Untersuchungen dauern meist nicht länger als eine halbe Stunde.
Behandlung
Die Behandlung hängt von Ihrer individuellen Situation ab. Oft reichen einfache Tipps zum Alltag, in anderen Fällen sind weitere Untersuchungen oder eine Überweisung an Fachärztinnen und Fachärzte nötig.
Selbsthilfe zu Hause
- Ausreichend schlafen
- Stress meiden und Pausen einplanen
- Sich regelmäßig bewegen
- Auf Alkohol und Rauchen verzichten oder einschränken
- Viel Wasser trinken
Medizinische Behandlungen
Medikamente werden erst verordnet, wenn sie wirklich nötig sind. Das kann zum Beispiel bei Blutdruck, Diabetes oder einer Infektion der Fall sein. Welches Mittel für Sie geeignet ist, entscheidet Ihr ärztliches Team. Lassen Sie sich beraten und fragen Sie nach Wirkung und möglichen Nebenwirkungen.
Wann kommt eine Operation infrage?
Eine Operation ist nur selten das erste Mittel. Sie kommt infrage, wenn andere Behandlungen nicht helfen oder eine akute Gefahr besteht – zum Beispiel bei einem Blinddarmdurchbruch. Die Entscheidung darüber besprechen Fachärztinnen und Fachärzte ausführlich mit Ihnen.
Leben mit der Erkrankung
Eine gute Gesundheitsvorsorge begleitet Sie ein Leben lang. Führen Sie ein kleines Gesundheitstagebuch, wenn Sie regelmäßig Werte wie Blutdruck oder Gewicht kontrollieren.
Tipps für den Alltag
- Gehen Sie zu Vorsorgeuntersuchungen, auch wenn Sie sich gesund fühlen
- Bewegen Sie sich mindestens 30 Minuten an den meisten Tagen
- Gestalten Sie Abende mit Freunden oder Familienangehörigen aktiv
Ernährung und Bewegung
Eine ausgewogene Ernährung mit viel Gemüse, Obst und Vollkornprodukten hält den Körper fit. Sie müssen keine Diät machen – es geht um gesunde Gewohnheiten. Bewegung im Alltag, zum Beispiel Treppensteigen oder zügiges Gehen, unterstützt Ihr Herz und Ihre Muskeln.
Psychische Gesundheit und Wohlbefinden
Krankheiten und Beschwerden können auch die Seele belasten. Es ist völlig normal, sich manchmal ängstlich, traurig oder überfordert zu fühlen. Scheuen Sie sich nicht, Ihre Gefühle anzusprechen – auch in Ihrer Arztpraxis haben Sie dafür ein offenes Ohr.
Vorbeugung
Einige Erkrankungen lassen sich durch einen gesunden Lebensstil verhindern oder zumindest deutlich hinauszögern. Dazu gehören viele Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Typ-2-Diabetes und einige Krebsarten.
Impfungen
Impfungen schützen vor schweren Infektionskrankheiten. Ihr Impfausweis zeigt, welche Impfungen Sie haben. Lassen Sie den Impfstatus regelmäßig in der Hausarztpraxis prüfen und auffrischen.
Früherkennungsprogramme
Es gibt gesetzliche Früherkennungsuntersuchungen, zum Beispiel den Check-up 35 zur Früherkennung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes. Ab dem 50. Lebensjahr kommen Darm- und Krebsvorsorge dazu. Informieren Sie sich in Ihrer Praxis über die für Sie passenden Angebote.
Komplikationen
Unbehandelt
- Bei unbehandelten Krankheiten können Folgeschäden entstehen – zum Beispiel an Herz, Nieren oder Augen
- Schlaganfall oder Herzinfarkt lassen sich oft vermeiden, wenn Risiken früh erkannt werden
- Seelische Erkrankungen können sich verschlimmern, wenn sie keine Berücksichtigung finden
Langzeitprognose
Vieles kann sich verbessern, wenn Beschwerden früh abgeklärt werden. Auch mit chronischen Erkrankungen kann man heute oft sehr gut leben. Ihre Hausarztpraxis hilft Ihnen dabei, den Alltag Ihrer Gesundheit anzupassen.
Unterstützung finden
Lokale Organisationen
- Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) ↗ · Deutschland
Hilfetelefone
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Überprüfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfügbar.
Wichtiger Hinweis Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie ersetzen keine professionelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Fragen immer einen qualifizierten Arzt. Bei einem medizinischen Notfall wählen Sie sofort den örtlichen Notruf.
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Quellen und Leitlinien
Dieser Artikel dient der Aufklärung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfügbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 14. August 2026
Hinweis zur Aufklärung: Diese Informationen dienen nur der Aufklärung und sind keine Diagnose.
Nutzen Sie sie zur Ergänzung — nicht als Ersatz — für den Rat einer approbierten Fachkraft.
Bei schweren, sich verschlechternden oder dringenden Symptomen rufen Sie die lokale Notrufnummer an oder suchen Sie Notfallversorgung auf.
Guidance may differ by country or region. Confirm local recommendations with a qualified healthcare provider.