Blutspenden: Was Sie wissen sollten
Basierend auf internationalen klinischen Leitlinien
Übersicht
Blutspenden ist ein sicheres medizinisches Verfahren. Dabei gibt ein gesunder Mensch freiwillig eine kleine Menge Blut ab. Dieses Blut wird in Krankenhäusern für Patientinnen und Patienten genutzt, die zum Beispiel bei einem Unfall oder einer Operation Blut brauchen.
Wichtige Fakten
- Das gespendete Blut wird auf verschiedene Krankheiten geprüft, bevor es verwendet wird.
- Der Körper baut die Blutmenge innerhalb von wenigen Wochen wieder von selbst auf.
- Eine Blutspende kann bis zu drei Menschen helfen, da das Blut in Bestandteile aufgeteilt wird.
Ja, Blutspenden ist in Deutschland weit verbreitet. Tausende Menschen spenden regelmäßig Blut, um anderen zu helfen.
Blutspenden können gesunde Erwachsene ab 18 Jahren. Manche Spendeeinrichtungen akzeptieren auch ältere Menschen, wenn sie gesund sind. Ob jemand spenden darf, entscheidet die Ärztin oder der Arzt vor Ort.
Symptome
- Sie werden bewusstlos – wählen Sie sofort den Notruf 112.
- Sie haben starke Brustschmerzen oder Atemnot – wählen Sie 112.
- Die Einstichstelle blutet unaufhörlich stark – rufen Sie den Notruf 112.
- ⚠Anhaltender Schwindel oder Ohnmachtsgefühl über mehrere Stunden
- ⚠Fieber, Rötung und starke Schwellung an der Einstichstelle
- ⚠Taubheitsgefühl oder Kribbeln in den Armen oder Händen
Häufige Symptome
- Leichter Schwindel oder Benommenheit direkt nach der Spende
- Müdigkeit oder ein schwaches Gefühl für einige Stunden
- Ein blauer Fleck oder eine kleine Schwellung an der Einstichstelle
Symptome bei Kindern
- Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren dürfen in Deutschland in der Regel nicht Blut spenden. Das liegt am Jugendschutzgesetz und daran, dass junge Körper noch im Wachstum sind.
Symptome bei älteren Erwachsenen
- Auch ältere Menschen können nach der Spende Kreislaufprobleme bemerken. Deshalb werden Blutdruck und Puls vor und nach der Spende gemessen.
Ursachen
Hauptursachen
- Blutspenden ist kein Krankheitsgeschehen, sondern ein freiwilliger Eingriff. Die möglichen Beschwerden kommen meist durch den kurzfristigen Flüssigkeitsmangel und den leichten Blutdruckabfall.
- Zu schnelles Aufstehen nach der Spende kann den Schwindel verstärken.
- Zu frühe körperliche Anstrengung kann zu Kreislaufproblemen führen.
Risikofaktoren
- Niedriger Blutdruck oder sehr niedriges Körpergewicht
- Zu wenig getrunken oder gegessen vor der Spende
- Schlechter Schlaf oder Stress vor der Spende
- Vorliegende Infekte oder bestimmte chronische Erkrankungen – hier entscheidet die ärztliche Untersuchung.
Wann zum Arzt
Dringend zum Arzt, wenn:
- Wenn Sie nach der Spende ohnmächtig werden, rufen Sie sofort den Notruf 112.
- Bei unstillbarer Blutung, starken Brustschmerzen oder Atemnot müssen Sie sofort ärztliche Hilfe holen.
Einen Routinetermin vereinbaren, wenn:
- Wenn Sie unsicher sind, ob Sie Blut spenden dürfen, klärt das Ihr Hausarzt oder Ihre Hausärztin.
- Vor jeder Spende gibt es ein persönliches Gespräch mit medizinischem Fachpersonal.
Diagnose
Blutspenden ist keine Krankheit, aber vor jeder Spende wird kurz überprüft, ob Sie gesund genug sind. Dazu gehören ein Fragebogen, ein kurzes Gespräch und eine kleine Blutprobe aus der Fingerkuppe.
Mögliche Untersuchungen
- Blutdruck- und Pulsmessung
- Messung des Hämoglobin-Werts (des roten Blutfarbstoffs) aus der Fingerkuppe
- Ein Gesundheitsfragebogen zu früheren Erkrankungen und Reisen
Was Sie bei Ihrem Termin erwartet
Der Check dauert nur wenige Minuten. Wenn alles in Ordnung ist, können Sie direkt zur Spende. Die Nadel wird in eine Armvene gelegt, das Blut fließt in einen Beutel.
Behandlung
Eine Blutspende benötigt keine medizinische Behandlung, denn sie ist kein krankhafter Zustand. Ihr Körper gleicht den Verlust von selbst wieder aus. Wichtig sind Ruhe, Flüssigkeit und eine Stärkung danach.
Selbsthilfe zu Hause
- Trinken Sie vor und nach der Spende ausreichend Wasser oder Saftschorle.
- Essen Sie vor der Spende eine leichte, gemischte Mahlzeit.
- Legen Sie sich nach der Spende kurz hin, wenn Ihnen schwindelig ist.
- Vermeiden Sie schweres Heben, Sport oder Alkohol für mindestens 24 Stunden.
Medizinische Behandlungen
Falls Ihr Kreislauf während oder nach der Spende Probleme macht, hilft in der Regel einfaches Hinlegen mit hochgelegten Beinen. Das medizinische Personal ist geschult und kann Sie gut versorgen. Eine spezielle Medikamentengabe ist nur in sehr seltenen Notfällen nötig.
Leben mit der Erkrankung
Schon am Tag nach der Spende können Sie Ihren gewohnten Alltag führen. Hören Sie an dem Tag selbst auf Ihren Körper und machen Sie es ruhig.
Tipps für den Alltag
- Gönnen Sie sich am Spendetag etwas Ruhe.
- Trinken Sie ausreichend – am besten Wasser oder Saft.
- Bewegen Sie sich locker, aber nicht intensiv.
- Schlafen Sie auf Ihrer üblichen Seite, um der Einstichstelle keine zusätzliche Belastung zu geben.
Ernährung und Bewegung
Eine normale, gesunde Ernährung reicht aus. Eisenhaltige Lebensmittel wie Vollkornbrot, Linsen, Kürbiskerne oder grünes Blattgemüse können helfen, den Eisenspeicher aufzufüllen. Leichte Bewegung ist erlaubt, aber kein intensives Training am selben Tag.
Psychische Gesundheit und Wohlbefinden
Blutspenden gibt vielen Menschen ein gutes Gefühl, weil sie anderen direkt helfen. Wenn Sie nervös sind, sagen Sie es dem Team – es wird Sie beruhigen und unterstützen.
Vorbeugung
Blutspenden ist kein Problem, das man verhindern muss. Sie können allerdings gut für sich sorgen, damit Sie die Spende gut verkraften: ausreichend trinken, essen und Schlaf einplanen.
Impfungen
Es gibt keinen Impfstoff gegen Blutspenden. Manche Impfungen können jedoch dazu führen, dass Sie eine Zeit lang nicht spenden dürfen – zum Beispiel Impfungen für Fernreisen. Fragen Sie dazu das Spende-Team.
Früherkennungsprogramme
Die regelmäßige Spende ist immer mit einem Gesundheitscheck verbunden. So wird sichergestellt, dass Spenden für Spender und Empfänger sicher sind.
Komplikationen
Unbehandelt
- Wenn Sie starke Beschwerden nach der Spende ignorieren, kann es zu einem Kreislaufkollaps kommen. Suchen Sie dann ärztliche Hilfe.
- Eine unbehandelte Entzündung an der Einstichstelle kann sich ausbreiten. Achten Sie auf Rötung, Schwellung oder Fieber.
Langzeitprognose
Blutspenden ist eine der sichersten Routinebehandlungen in der Medizin. Ihr Körper erholt sich schnell und Sie haben anderen Menschen sehr geholfen. Die meisten Menschen können regelmäßig spenden, solange sie gesund sind.
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Überprüfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfügbar.
Wichtiger Hinweis Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie ersetzen keine professionelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Fragen immer einen qualifizierten Arzt. Bei einem medizinischen Notfall wählen Sie sofort den örtlichen Notruf.
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Quellen und Leitlinien
Dieser Artikel dient der Aufklärung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfügbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 14. August 2026
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