Mammographie – Brustkrebs-Früherkennung verstehen
Übersicht
Die Mammographie ist eine Röntgenuntersuchung der Brust. Sie wird eingesetzt, um Brustveränderungen zu erkennen, die man noch nicht fühlen kann. So kann Brustkrebs in einem sehr frühen Stadium entdeckt werden.
Wichtige Fakten
- Die Mammographie ist die wichtigste Untersuchung zur Brustkrebs-Früherkennung.
- Sie kann Veränderungen zeigen, die man beim Abtasten noch nicht bemerkt.
- In Deutschland werden Frauen ab 50 Jahren regelmäßig zur Mammographie eingeladen.
- Bei der Untersuchung wird die Brust für einige Sekunden leicht zusammengedrückt.
- Eine Mammographie ist keine Diagnose. Ein auffälliger Befund bedeutet nicht automatisch Krebs.
Ja. Das Mammographie-Screening ist in Deutschland und vielen anderen Ländern ein fester Bestandteil der Gesundheitsvorsorge. Millionen Frauen nehmen regelmäßig daran teil.
Das gesetzliche Screening richtet sich an Frauen ab 50 Jahren. Auch jüngere Frauen können eine Mammographie erhalten, wenn sie ein erhöhtes Risiko haben oder Beschwerden vorliegen.
Symptome
- Bei starken Brustschmerzen, die plötzlich auftreten
- Bei Atemnot oder einem Engegefühl in der Brust
- Wenn Sie ohnmächtig werden oder sich plötzlich sehr krank fühlen
- ⚠Bei starker Schwellung und Rötung der Brust mit Fieber – das kann auf eine Entzündung hinweisen. Suchen Sie am selben Tag eine Praxis auf.
Häufige Symptome
- Ein neuer Knoten oder eine Verhärtung in der Brust
- Veränderung der Brustgröße oder -form
- Hautveränderungen wie Dellen, Rötungen oder eine eingezogene Brustwarze
- Flüssigkeitsaustritt aus der Brustwarze (nicht Muttermilch)
- Schwellung in der Achselhöhle
Ursachen
Hauptursachen
- Die genauen Ursachen für Brustkrebs sind noch nicht vollständig geklärt.
- Durch Veränderungen im Erbgut von Brustzellen können diese unkontrolliert wachsen.
- Auch Umwelteinflüsse und verschiedene Lebensgewohnheiten werden in Zusammenhang mit Brustkrebs gebracht.
Risikofaktoren
- Alter – das Risiko steigt mit zunehmendem Alter
- Brustkrebs bei engen Verwandten, zum Beispiel Mutter oder Schwester
- Erbliche Veränderungen in bestimmtem Genen, wie BRCA1 und BRCA2
- Alkoholkonsum
- Übergewicht nach den Wechseljahren
- Eine späte erste Schwangerschaft oder keine Kinder
Wann zum Arzt
Dringend zum Arzt, wenn:
- Wenn Sie einen neuen Knoten in der Brust ertasten.
- Wenn sich die Brusthaut sichtbar verändert, zum Beispiel mit Dellen oder Rötung.
- Wenn Flüssigkeit aus der Brustwarze austritt, ohne dass Sie schwanger sind.
- Wenn die Brustwarze sich zurückzieht oder eine Schwellung in der Achsel auftritt.
Einen Routinetermin vereinbaren, wenn:
- Nehmen Sie die Einladung zum Mammographie-Screening wahr, auch wenn Sie keine Beschwerden haben.
- Falls Sie unsicher sind, ob eine Mammographie für Sie sinnvoll ist, sprechen Sie in der hausärztlichen Praxis darüber.
Diagnose
Die Mammographie ist eine Röntgenaufnahme der Brust. Zusätzlich können eine Ultraschalluntersuchung oder eine Gewebeprobe (Biopsie) nötig sein, um die Veränderung genauer zu beurteilen.
Mögliche Untersuchungen
- Mammographie
- Ultraschall der Brust
- Magnetresonanztomographie (MRT)
- Gewebeprobe (Biopsie)
Was Sie bei Ihrem Termin erwartet
Sie stellen sich mit entblößtem Oberkörper vor das Mammographie-Gerät. Die Brust wird für einige Sekunden zwischen zwei Plexiglasplatten gepresst. Das kann unangenehm sein, ist aber gut auszuhalten und dauert pro Aufnahme nur kurz.
Behandlung
Wenn Brustkrebs gefunden wird, hängt die Behandlung von Art, Größe und Ausbreitung der Erkrankung ab. Es gibt heute viele schonende und wirksame Behandlungsmöglichkeiten.
Selbsthilfe zu Hause
- Sorgen Sie für ausreichend Schlaf und Ruhepausen.
- Bewegen Sie sich regelmäßig an der frischen Luft.
- Nehmen Sie Hilfe von Familie, Freunden oder einer Selbsthilfegruppe an.
Medizinische Behandlungen
Je nach Befund kommen eine Operation, eine Strahlentherapie, eine Chemotherapie, eine Hormontherapie oder auch neuere zielgerichtete Therapien infrage. Die Ärztinnen und Ärzte planen die Behandlung gemeinsam mit Ihnen und stimmen sie individuell auf Sie ab.
Wann kommt eine Operation infrage?
Oft ist eine Operation der erste Schritt. Dabei kann nur der Tumor entfernt werden oder die gesamte Brust. Auch eine Brustrekonstruktion ist in vielen Fällen möglich.
Leben mit der Erkrankung
Nach der Mammographie erhalten Sie den Befund in der Regel per Post. Bei einem auffälligen Befund wird umgehend eine weitere Abklärung organisiert. Nehmen Sie sich Zeit für Ihre Entscheidungen und lassen Sie sich gut beraten.
Tipps für den Alltag
- Rauchen Sie nicht.
- Trinken Sie wenig Alkohol.
- Bewegen Sie sich regelmäßig.
- Halten Sie ein gesundes Körpergewicht.
Ernährung und Bewegung
Eine ausgewogene Ernährung mit viel Gemüse, Obst und Vollkornprodukten wird empfohlen. Moderate Bewegung an den meisten Tagen der Woche ist ebenfalls förderlich.
Psychische Gesundheit und Wohlbefinden
Eine Einladung zur Mammographie oder ein auffälliger Befund kann Angst und Stress auslösen. Das ist eine ganz normale Reaktion. Es hilft, mit vertrauten Menschen darüber zu sprechen und sich professionelle Unterstützung zu holen.
Vorbeugung
Brustkrebs lässt sich nicht immer verhindern. Aber ein gesunder Lebensstil kann das Risiko senken.
Impfungen
Es gibt keine Impfung gegen Brustkrebs.
Früherkennungsprogramme
Die Mammographie ist die wichtigste Untersuchung zur Früherkennung. Sie dient dazu, Tumoren zu finden, bevor sie Beschwerden machen. Die Deutschen medizinischen Fachgesellschaften empfehlen das Mammographie-Screening für Frauen ab 50 Jahren.
Komplikationen
Unbehandelt
- Unbehandelt kann sich ein bösartiger Tumor in der Brust weiter ausbreiten.
- Es können Tochtergeschwülste, sogenannte Metastasen, in anderen Organen entstehen.
Langzeitprognose
Wenn Brustkrebs in einem frühen Stadium entdeckt wird, sind die Heilungschancen sehr gut. Dank moderner Behandlungen leben heute viele Frauen mit und nach Brustkrebs lange und gut.
Unterstützung finden
Lokale Organisationen
- Deutsche Krebshilfe ↗ · Deutschland
Hilfetelefone
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Überprüfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfügbar.
Wichtiger Hinweis Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie ersetzen keine professionelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Fragen immer einen qualifizierten Arzt. Bei einem medizinischen Notfall wählen Sie sofort den örtlichen Notruf.
Quellen und Leitlinien
Zu den für diesen Artikel verwendeten Quellen gehören die unten aufgeführten Referenzen.
Zuletzt aktualisiert: 20. Oktober 2026
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