Die Nieren: Was sie leisten und wie man sie schützt
Übersicht
Die Nieren sind zwei bohnenförmige Organe, die links und rechts im hinteren Bauchraum unterhalb der Rippen liegen. Sie filtern rund um die Uhr das Blut: In winzigen Filterkörperchen werden Abfallstoffe aussortiert, und daraus entsteht der Urin. Gleichzeitig regeln die Nieren den Wasser- und Salzhaushalt, den Blutdruck und den Säuregehalt des Blutes. Sie bilden außerdem einen Botenstoff, der die Bildung roter Blutkörperchen anregt, und sie aktivieren Vitamin D, das für kräftige Knochen wichtig ist. Wenn von einer „Nierenerkrankung“ die Rede ist, ist meist die chronische Nierenerkrankung gemeint: Die Nieren arbeiten über Monate oder Jahre hinweg immer weniger gut. Das verläuft oft schleichend und lange Zeit ohne spürbare Beschwerden.
Wichtige Fakten
- Gesunde Nieren filtern täglich etwa 180 Liter Blutflüssigkeit – am Ende bleiben rund 1,5 Liter Urin übrig.
- Eine chronische Nierenerkrankung verursacht in den ersten Stadien meist keine Beschwerden und wird deshalb oft zufällig entdeckt.
- Bei Diabetes oder Bluthochdruck lohnt sich eine regelmäßige Kontrolle der Nierenwerte – denn ein gut eingestellter Blutdruck und Blutzucker können den Verlauf deutlich bremsen.
Nierenprobleme sind häufig. Weltweit ist etwa jeder zehnte Erwachsene von einer chronischen Nierenerkrankung betroffen, und viele wissen nichts davon, weil sie keine Beschwerden spüren. In Deutschland gehören Nierenerkrankungen zu den häufigeren chronischen Erkrankungen, vor allem im höheren Lebensalter.
Grundsätzlich kann jede und jeder betroffen sein. Besonders häufig sind ältere Menschen, Menschen mit Diabetes oder Bluthochdruck sowie Personen, in deren Familie Nierenerkrankungen vorkommen. Auch Kinder können betroffen sein, meist wegen angeborener Besonderheiten der Harnwege oder nach wiederholten Harnwegsinfekten.
Symptome
- Seit vielen Stunden oder einem ganzen Tag kein Urin mehr
- Starke Atemnot, auch in Ruhe, oder Atemnot im Liegen
- Plötzliche Verwirrtheit, extreme Schläfrigkeit oder Bewusstseinstrübung
- Hohes Fieber mit Schüttelfrost und starken Schmerzen in der Flanke oder im Rücken
- Starke Brustschmerzen oder Ohnmacht
- Krampfanfälle
- Sehr starke Schwäche mit kaltem Schweiß und blasser Haut
- ⚠Sichtbares Blut im Urin
- ⚠Fieber zusammen mit Brennen beim Wasserlassen oder Flankenschmerzen
- ⚠Plötzlich zunehmende Schwellungen an Beinen, Gesicht oder Händen
- ⚠Deutlich weniger Urin über ein bis zwei Tage
- ⚠Anhaltendes Erbrechen oder Durchfall, sodass kaum Flüssigkeit aufgenommen werden kann
- ⚠Neu aufgetretener, sehr hoher Blutdruck mit Kopfschmerzen oder Sehstörungen
Häufige Symptome
- In den frühen Stadien oft gar keine Beschwerden
- Müdigkeit und allgemeine Schwäche, die nicht besser wird
- Geschwollene Knöchel, Beine oder Augenlider, vor allem morgens
- Weniger Urin als sonst oder seltener Harndrang
- Schaumiger Urin (Hinweis auf Eiweiß im Urin)
- Blut im Urin, manchmal nur mit dem Auge als rötlicher Schimmer erkennbar
- Juckreiz der Haut, trockene Haut
- Appetitlosigkeit, Übelkeit, ungewollter Gewichtsverlust
- Kurzatmigkeit bei Anstrengung oder im Liegen
- Muskelkrämpfe, vor allem nachts, und unruhige Beine
- Konzentrationsprobleme und Schlafstörungen
- Erhöhter Blutdruck, der neu auftritt oder schwer einzustellen ist
Symptome bei Kindern
- Auffällig langsames Wachstum oder geringe Gewichtszunahme
- Wieder nächtliches Einnässen, obwohl das Kind schon trocken war
- Häufige Harnwegsinfekte oder Beschwerden beim Wasserlassen
- Geschwollene Augenlider am Morgen oder geschwollene Füße
- Trinkmenge und Urinmenge, die ungewöhnlich hoch oder niedrig sind
- Blasse Haut, Müdigkeit, wenig Appetit
- Bei Säuglingen: schlechtes Trinken, Gedeihstörung, Fieber ohne erkennbaren Grund
Symptome bei älteren Erwachsenen
- Müdigkeit, Schwäche und Appetitlosigkeit, die leicht als „normales Altern“ abgetan werden
- Verwirrtheit oder zunehmende Vergesslichkeit, ausgelöst durch gestörte Salz- und Wasserwerte
- Wassereinlagerungen in Beinen und Lungen, die zu Atemnot führen können
- Häufige Stürze und Muskelschwäche
- Wenig Durstgefühl – dadurch droht leichte Austrocknung
- Arzneimittel wirken anders und können die Nieren stärker belasten
Ursachen
Hauptursachen
- Diabetes (Zuckerkrankheit): dauerhaft zu hoher Blutzucker schädigt die feinen Filter der Niere
- Bluthochdruck: hoher Druck belastet die kleinen Blutgefäße in der Niere
- Entzündungen der Nierenfilter (Glomerulonephritis), bei denen das Immunsystem das eigene Gewebe angreift
- Harnwegsinfekte, die immer wiederkehren oder bis in die Niere aufsteigen
- Abflusshindernisse wie Nierensteine oder eine vergrößerte Prostata, durch die der Urin nicht richtig abfließen kann
- Angeborene Besonderheiten der Nieren oder Harnwege
- Zystennieren (polyzystische Nierenerkrankung), eine vererbte Erkrankung mit vielen Hohlräumen in der Niere
- Längere Einnahme bestimmter Schmerzmittel aus der Gruppe der Entzündungshemmer
- Flüssigkeitsmangel über längere Zeit, etwa durch Hitze, Fieber oder zu wenig Trinken
- Bestimmte andere Erkrankungen wie Herzschwäche, Gefäßerkrankungen oder ein Plasmozytom
- Vergiftungen oder schwere Infektionen, die die Nieren akut schädigen können
Risikofaktoren
- Diabetes mellitus
- Bluthochdruck
- Nierenerkrankungen in der Familie
- Alter über 60 Jahre
- Rauchen
- Starkes Übergewicht
- Herz- oder Gefäßerkrankungen
- Wiederholte Nierensteine oder Harnwegsinfekte
- Dauerhafte Einnahme bestimmter Schmerzmittel
- Bestimmte Komplikationen in der Schwangerschaft, etwa eine Präeklampsie
- Häufiger Flüssigkeitsmangel
Wann zum Arzt
Dringend zum Arzt, wenn:
- Blut im Urin, auch wenn es nur einmalig auftritt
- Fieber mit Schmerzen in der Flanke, im Rücken oder beim Wasserlassen
- Plötzlich geschwollene Beine, Füße oder Augenlider
- Deutlich weniger Urin als gewohnt über mehr als einen Tag
- Neu aufgetretener hoher Blutdruck, besonders mit Kopfschmerzen oder Sehstörungen
- Starkes Erbrechen oder Durchfall, wenn Sie kaum trinken können
Einen Routinetermin vereinbaren, wenn:
- Sie haben Diabetes oder Bluthochdruck und waren länger nicht zur Kontrolle
- Anhaltende Müdigkeit, Juckreiz oder Appetitlosigkeit ohne erkennbaren Grund
- Schaumiger Urin oder ein veränderter Harndrang über Wochen
- Nierenerkrankungen in der Familie und Sie möchten sich beraten lassen
- Sie nehmen dauerhaft Schmerzmittel ein und möchten prüfen lassen, ob Ihre Nieren das gut vertragen
- Sie möchten wissen, welche Vorsorgeuntersuchungen für Sie sinnvoll sind
Diagnose
Nierenerkrankungen werden meist über Blut- und Urinuntersuchungen erkannt. In Deutschland orientieren sich Ärztinnen und Ärzte dabei an medizinischen Leitlinien, zum Beispiel der AWMF (Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften). Zuerst fragt die Praxis nach Beschwerden, Vorerkrankungen und Medikamenten und misst den Blutdruck. Ein Blutwert (Kreatinin) zusammen mit einer daraus berechneten Zahl, der geschätzten Filtrationsrate, zeigt, wie gut die Nieren filtern. Der Urin wird auf Eiweiß und Blut untersucht. Bei Bedarf kommen Ultraschall und weitere Untersuchungen dazu. Wichtig zu wissen: Die meisten Nierenerkrankungen tun nicht weh – deshalb sind diese Untersuchungen so wertvoll.
Mögliche Untersuchungen
- Blutuntersuchung auf Kreatinin und Harnstoff
- Berechnung der geschätzten Filtrationsrate (eGFR) – ein Maß dafür, wie viel die Nieren filtern
- Urinuntersuchung mit Teststreifen auf Eiweiß, Blut und Zucker
- Messung des Eiweißverlusts im Urin über den Tag oder als Verhältniswert (Albumin-Kreatinin-Quotient)
- Blutdruckmessung, bei Bedarf als Langzeitmessung über 24 Stunden
- Ultraschall der Nieren und Harnwege, um Größe, Steine oder Abflusshindernisse zu sehen
- Blutuntersuchung auf Blutzucker und Cholesterin, um Begleiterkrankungen zu erkennen
- Kontrolle der Blutsalze wie Kalium, Natrium und Kalzium
- In besonderen Fällen eine Gewebeentnahme (Biopsie) der Niere
- Bei Kindern zusätzlich Wachstums- und Entwicklungschecks sowie Untersuchungen der Harnwege
Was Sie bei Ihrem Termin erwartet
Die ersten Untersuchungen sind einfach und schmerzfrei: Blutabnahme und eine Urinprobe, manchmal auch direkt in der Praxis. Ergebnisse liegen meist nach wenigen Tagen vor. Bei auffälligen Werten wird die Kontrolle oft nach einigen Wochen oder Monaten wiederholt, denn einzelne Ausreißer sagen wenig aus. Der Ultraschall dauert nur wenige Minuten. Wenn eine chronische Nierenerkrankung bestätigt wird, besprechen Sie gemeinsam, in welchem Stadium sie ist, welche Ursache wahrscheinlich dahintersteckt und welche Kontrolltermine sinnvoll sind. Schreiben Sie sich vorher Ihre Fragen auf – das erleichtert das Gespräch.
Behandlung
Die Behandlung richtet sich nach der Ursache und dem Stadium. Ziel ist immer, die Nieren so lange wie möglich zu erhalten und das Herz-Kreislauf-System zu schützen. Ganz oben stehen dabei zwei Dinge: die Grunderkrankung gut einzustellen – vor allem Bluthochdruck und Diabetes – und die Nieren vor zusätzlichen Belastungen zu bewahren. In Deutschland begleiten Hausarztpraxen und bei fortgeschrittenen Fällen spezialisierte Nierenzentren die Behandlung gemeinsam.
Selbsthilfe zu Hause
- Blutdruck und Blutzucker regelmäßig messen lassen, wenn Sie betroffen sind
- Ausreichend trinken – am besten Wasser und ungesüßte Getränke, Menge bei Nierenerkrankung mit der Praxis absprechen
- Nicht rauchen und Alkohol nur in Maßen
- Schmerzmittel nicht auf eigene Faust und nicht dauerhaft einnehmen – fragen Sie vorher in der Apotheke oder Praxis nach
- Erkältungen und Harnwegsinfekte auskurieren und bei Fieber mit Flankenschmerz früh ärztlich abklären lassen
- Impfstatus regelmäßig überprüfen lassen
- Bei Hitze und Fieber auf ausreichend Flüssigkeit achten
- Regelmäßige Kontrolltermine wahrnehmen, auch wenn Sie sich gut fühlen
Medizinische Behandlungen
Ärztlich behandelt wird zuerst das, was den Nieren schadet: Ein zu hoher Blutdruck wird gesenkt, ein zu hoher Blutzucker gebessert, und Störungen im Salz- und Säurehaushalt werden ausgeglichen. Dafür gibt es Medikamente, die den Blutdruck senken und die Nieren schützen; welche Wirkstoffe für Sie passen, entscheidet Ihre Ärztin oder Ihr Arzt – ich nenne hier bewusst keine Namen oder Dosierungen. Wichtig ist außerdem, die Nieren nicht zusätzlich zu belasten: Manche Schmerzmittel, bestimmte Antibiotika oder Röntgenkontrastmittel können den Nieren schaden, deshalb wird die Medikamentenliste regelmäßig durchgesehen. Bei Wassereinlagerungen kann die Trinkmenge begrenzt und die Salzaufnahme angepasst werden. Fehlt ein Stoff, den die Niere normalerweise herstellt – etwa ein Botenstoff für die Blutbildung oder wirksames Vitamin D –, kann dieser ersetzt werden. Ist die Nierenfunktion stark eingeschränkt, gibt es Nierenersatzverfahren: die Blutwäsche (Dialyse) oder eine Nierentransplantation. Eine spezialisierte Ernährungsberatung hilft, die passende Kost zu finden.
Wann kommt eine Operation infrage?
Operationen sind nicht bei jeder Nierenerkrankung nötig. Sinnvoll sein können sie, wenn der Urinabfluss behindert ist – etwa durch Nierensteine, eine verengte Harnröhre oder eine stark vergrößerte Prostata. Auch für die Dialyse wird ein dauerhafter Gefäßzugang angelegt, meist am Arm. Bei weit fortgeschrittenem Nierenversagen ist die Nierentransplantation die beste langfristige Lösung; dafür wird man in einem Transplantationszentrum vorgestellt und auf eine Warteliste gesetzt. Ob eine Operation infrage kommt, hängt von Ihrer Gesamtsituation ab und wird ausführlich mit Ihnen besprochen.
Leben mit der Erkrankung
Mit einer Nierenerkrankung lässt sich meist gut leben – der Alltag verändert sich aber, vor allem wenn die Funktion stärker eingeschränkt ist. Viele Menschen brauchen regelmäßige Kontrollen, achten mehr auf Ernährung und Medikamente und lernen, auf ihren Körper zu hören. Planen Sie Termine bewusst ein und fragen Sie nach, wenn etwas unklar ist. Es hilft, die eigenen Werte und Medikamente in einer Liste festzuhalten, damit alle Behandelnden den gleichen Stand haben.
Tipps für den Alltag
- Regelmäßige Bewegung, die Ihnen guttut – Spazierengehen, Schwimmen, Radfahren
- Ausreichend Schlaf und Pausen, Müdigkeit ernst nehmen
- Nicht rauchen
- Blutdruck zu Hause messen und notieren, wenn es empfohlen wurde
- Medikamente nach Plan einnehmen und bei Nebenwirkungen nachfragen statt selbst abzusetzen
- Vor Operationen, Zahnarztbesuchen und Röntgenuntersuchungen immer sagen, dass Sie eine Nierenerkrankung haben
- Bei Reisen an Medikamente, Arztbriefe und ausreichend Trinken denken
- Austausch mit anderen Betroffenen in einer Selbsthilfegruppe
Ernährung und Bewegung
Bei Nierenerkrankungen lohnt sich eine bewusste Ernährung: viel Gemüse, frisch gekocht statt stark verarbeitet, wenig Salz und möglichst wenig Fertigprodukte. Wie viel Eiweiß und Kalium sinnvoll sind, hängt vom Stadium ab – lassen Sie sich dazu am besten von einer Ernährungsberatung oder in Ihrer Praxis beraten, statt eigenständig streng zu diätisieren. Bewegung ist ausdrücklich erwünscht: Schon moderate Aktivität an mehreren Tagen pro Woche tut Herz und Gefäßen gut und hilft, Blutdruck und Gewicht zu stabilisieren. Starten Sie langsam und besprechen Sie Ihr Pensum, wenn Sie längere Zeit nicht aktiv waren.
Psychische Gesundheit und Wohlbefinden
Eine chronische Erkrankung kann belasten: Sorgen um die Zukunft, Ängste vor der Dialyse, Frust über die vielen Termine oder das Gefühl, den eigenen Körper nicht mehr zu verstehen. Solche Gefühle sind normal und müssen nicht ausgehalten werden. Sprechen Sie darüber – mit Ihrem Umfeld oder in Ihrer Arztpraxis. Wenn Niedergeschlagenheit, Angst oder Hoffnungslosigkeit über Wochen anhalten, suchen Sie bitte Unterstützung. In akuten seelischen Krisen können Sie sich jederzeit an die Telefonseelsorge oder den ärztlichen Bereitschaftsdienst wenden; bei unmittelbarer Gefahr wählen Sie 112.
Vorbeugung
Nicht jede Nierenerkrankung lässt sich verhindern, aber viel lässt sich tun. Die wichtigsten Hebel sind ein gut eingestellter Bluthochdruck und Blutzucker, Nichtrauchen, ein gesundes Gewicht und ausreichend Trinken. Achten Sie außerdem darauf, Schmerzmittel nicht unnötig oder dauerhaft zu nehmen. Wer sein Risiko kennt, kann früh gegensteuern – und genau das macht den größten Unterschied.
Impfungen
Für Menschen mit Nierenerkrankung empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) bestimmte Schutzimpfungen, zum Beispiel gegen Grippe und gegen Lungenentzündung. Auch der Impfschutz gegen andere Infektionen sollte regelmäßig überprüft werden. Fragen Sie in Ihrer Hausarztpraxis, welche Impfungen in Ihrer Situation sinnvoll sind.
Früherkennungsprogramme
In Deutschland bietet die gesetzliche Krankenkasse ab 35 Jahren einen regelmäßigen Gesundheits-Check-up an, bei dem auch Blut- und Urinwerte geprüft werden. Menschen mit Diabetes, Bluthochdruck oder familiärer Vorbelastung sollten zusätzlich regelmäßig die Nierenwerte kontrollieren lassen – meist einmal im Jahr. Fragen Sie Ihre Praxis aktiv danach, wenn bei Ihnen Risikofaktoren vorliegen.
Komplikationen
Unbehandelt
- Fortschreitender Verlust der Nierenfunktion bis zur Notwendigkeit einer Blutwäsche oder Transplantation
- Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinfarkt, Schlaganfall oder Herzschwäche – das häufigste Risiko bei Nierenerkrankungen
- Blutarmut, weil die Niere den Botenstoff für die Blutbildung nicht mehr ausreichend herstellt
- Gestörte Knochengesundheit durch fehlendes wirksames Vitamin D
- Wassereinlagerungen mit Atemnot und Belastung des Herzens
- Gefährliche Verschiebungen der Blutsalze, etwa ein zu hoher Kaliumspiegel
- Nervenschäden, die sich als Kribbeln, Taubheit oder Muskelschwäche zeigen
- Erhöhte Anfälligkeit für Infektionen
- In der Schwangerschaft ein höheres Risiko für Komplikationen für Mutter und Kind
Langzeitprognose
Die Aussichten sind oft besser, als viele befürchten. Wird eine Nierenerkrankung früh erkannt und die Ursache behandelt, kann sich der Verlauf deutlich verlangsamen – manche Menschen bleiben über Jahrzehnte stabil. Moderne Behandlungsmöglichkeiten und eine gute Zusammenarbeit mit dem Behandlungsteam haben die Lebensqualität bei Nierenerkrankungen in den letzten Jahren stark verbessert. Auch mit Dialyse oder nach einer Transplantation gibt es viel Spielraum für ein aktives Leben. Nehmen Sie Ihre Termine wahr, stellen Sie Fragen und holen Sie sich Unterstützung – Sie müssen diesen Weg nicht allein gehen.
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Zuletzt aktualisiert: 24. Oktober 2026
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