Sich um jemanden kümmern – Pflege von Angehörigen
Übersicht
„Sich um jemanden kümmern“ bedeutet, dass Sie einem Menschen helfen, der es nicht mehr allein schafft – zum Beispiel wegen hohem Alter, einer Krankheit, einer Behinderung oder nach einer Operation. Diese Hilfe heißt oft Pflege. Sie kann klein anfangen, etwa mit Einkäufen und Arztbegleitung, und später mehr werden, zum Beispiel Hilfe beim Waschen, Anziehen oder Essen. Sehr oft machen das Angehörige oder Freunde – unbezahlt und ohne Ausbildung dafür. Sie sind dann „pflegende Angehörige“. Das ist eine wichtige und wertvolle Aufgabe, aber sie ist auch anstrengend und kann körperlich und seelisch belasten.
Wichtige Fakten
- Pflege zu Hause leisten in Deutschland mehrere Millionen Menschen – die meisten davon Angehörige, oft über Jahre.
- Pflege ist eine Aufgabe, die man lernen kann. Niemand muss alles von Anfang an wissen.
- Es gibt Unterstützung: Pflegeberatung, Pflegegrad, Pflegekurse, Tagespflege und Angebote, die Sie zeitweise entlasten.
- Auch die pflegende Person braucht Fürsorge. Wer selbst erschöpft ist, kann nicht gut für andere sorgen.
- Sie dürfen Hilfe annehmen – das ist kein Versagen, sondern klug und wichtig.
Ja, sehr. In Deutschland kümmern sich viele Millionen Menschen um ein krankes oder pflegebedürftiges Familienmitglied. Pflege zu Hause ist eher der Normalfall als die Ausnahme. Viele fühlen sich anfangs allein mit dieser Aufgabe – das Gefühl kennen sehr viele andere auch.
Grundsätzlich kann jede und jeder plötzlich zur pflegenden Person werden: Partnerinnen und Partner, erwachsene Kinder, Nachbarn, Freunde. Häufig sind es Frauen im mittleren Lebensalter, aber auch Männer, junge Erwachsene und sogar Kinder und Jugendliche. Betroffen sind außerdem die Menschen, die gepflegt werden – sie brauchen Sicherheit, Würde und Zuwendung.
Symptome
- Starke Brustschmerzen, Enge in der Brust oder Schmerzen, die in Arm, Hals oder Kiefer ausstrahlen – Notruf 112.
- Plötzliche Anzeichen eines Schlaganfalls: hängender Mundwinkel, verwaschene Sprache, plötzliche Armschwäche – Notruf 112.
- Schwere Atemnot oder das Gefühl, keine Luft mehr zu bekommen – Notruf 112.
- Bewusstlosigkeit oder eine Person, die nicht mehr richtig ansprechbar ist – Notruf 112.
- Plötzliche Verwirrtheit, die neu und stark ist – Notruf 112.
- Sturz mit Kopfverletzung, besonders wenn die Person Blutverdünner nimmt – Notruf 112.
- Stark blutende Wunde, die nicht aufhört zu bluten – Notruf 112.
- Wenn Sie selbst daran denken, sich oder anderen etwas anzutun: Holen Sie sofort Hilfe – Notruf 112 oder die Telefonseelsorge.
- ⚠Fieber oder eine Infektion, die nicht besser wird
- ⚠Anzeichen von Austrocknung, zum Beispiel wenig Urin, trockener Mund, Schwindel beim Aufstehen
- ⚠Eine Druckstelle oder ein offenes Bein, das sich entzündet, riecht oder größer wird
- ⚠Zunehmende Verwirrtheit oder ein plötzlicher Wechsel im Zustand der gepflegten Person
- ⚠Wenn Sie selbst das Gefühl haben, körperlich oder seelisch nicht mehr weitermachen zu können – sprechen Sie noch heute mit einer Arztpraxis
Häufige Symptome
- Ständige Müdigkeit und das Gefühl, nie richtig abschalten zu können
- Schlafprobleme, weil Sie nachts aufstehen oder gedanklich bei der anderen Person sind
- Rückenschmerzen, Nacken- oder Schulterschmerzen durch Heben und Tragen
- Gefühl von Überforderung, Gereiztheit oder Ungeduld, manchmal gefolgt von schlechtem Gewissen
- Sich zurückziehen von Freundeskreis und Hobbys
- Eigene Arzttermine verschieben oder gar nicht mehr wahrnehmen
- Traurigkeit, Hoffnungslosigkeit oder das Gefühl, nur noch zu „funktionieren“
- Körperliche Beschwerden wie Kopfschmerzen, Magenprobleme oder Herzklopfen bei Belastung
Symptome bei Kindern
- Kinder oder Jugendliche, die einen Elternteil oder ein Geschwister pflegen, wirken oft sehr reif – und ziehen sich gleichzeitig zurück.
- Schulische Leistungen können nachlassen, oder das Kind fehlt häufiger in der Schule.
- Häufige Müdigkeit, Kopf- oder Bauchschmerzen ohne klaren Grund
- Das Kind spricht wenig über die Situation zu Hause oder beschönigt sie.
- Wenig Zeit für Freunde, Hobbys oder Verabredungen
- Solche Kinder und Jugendlichen brauchen gezielt Erwachsene, die sie unterstützen. Es gibt spezielle Beratungsangebote für Kinder und Jugendliche mit pflegebedürftigen Angehörigen.
Symptome bei älteren Erwachsenen
- Ältere Menschen, die ihren Partner oder ihre Partnerin pflegen, sind oft selbst nicht mehr ganz gesund.
- Kraft und Gleichgewicht nehmen ab – das Risiko zu stürzen steigt.
- Einsamkeit, weil gemeinsame Unternehmungen und Kontakte wegfallen
- Erschöpfung wird oft als „das ist eben so“ hingenommen und nicht als Warnsignal erkannt.
- Trauer und Belastung, wenn der geliebte Mensch sich durch eine Demenz verändert
- Nicht selten vernachlässigen ältere Pflegende die eigene Gesundheit völlig.
Ursachen
Hauptursachen
- Hohes Alter mit nachlassender Kraft, Mobilität oder Selbstständigkeit
- Eine Demenz oder andere Erkrankungen des Gehirns
- Chronische Erkrankungen wie Herzkrankheiten, Lungenerkrankungen, Diabetes oder Rheuma
- Krebserkrankungen und ihre Behandlungen
- Eine Behinderung, angeboren oder durch einen Unfall entstanden
- Nach einer Operation, einem Schlaganfall oder einem Krankenhausaufenthalt, wenn die Person vorübergehend oder dauerhaft Hilfe braucht
Risikofaktoren
- Wenn Sie die einzige Person sind, die sich kümmert, und niemand einspringen kann
- Wenn die Pflege rund um die Uhr geht und es keine Pausen gibt
- Eigene gesundheitliche Probleme oder ein hohes Alter der pflegenden Person
- Finanzielle Sorgen, etwa wenn Sie weniger arbeiten können
- Wenig Wissen über Hilfsmittel und Unterstützungsangebote
- Spannungen in der Familie oder das Gefühl, alles allein tragen zu müssen
- Wenn der gepflegte Mensch sich stark verändert, etwa durch eine Demenz
Wann zum Arzt
Dringend zum Arzt, wenn:
- Wenn Sie plötzlich starke körperliche Beschwerden haben, zum Beispiel Herzstechen, Atemnot oder Schwindel
- Wenn Sie sich seelisch am Ende fühlen, nicht mehr schlafen oder weinen, ohne es zu merken
- Wenn Gedanken aufkommen, nicht mehr leben zu wollen – holen Sie sofort Hilfe, Notruf 112
- Wenn die gepflegte Person plötzlich deutlich schwächer, verwirrter oder weniger ansprechbar wirkt
- Wenn eine Wunde oder Druckstelle sich rötet, warm wird, eitert oder Fieber dazukommt
Einen Routinetermin vereinbaren, wenn:
- Wenn Sie seit Wochen müde und erschöpft sind oder schlecht schlafen
- Wenn die Pflege zu Hause schwerer wird und Sie nicht wissen, wie Sie sie organisieren sollen
- Wenn beim Heben oder Tragen Schmerzen auftreten
- Wenn Sie merken, dass Sie Ihre eigenen Arzttermine nicht mehr wahrnehmen
- Wenn Sie Fragen zur Pflege haben, zum Beispiel zu Hilfsmitteln oder Pflegegrad
- Wenn in der Familie Streit über die Pflege entsteht und Sie Unterstützung brauchen
Diagnose
Bei der Pflege geht es nicht um eine einzelne Krankheit, die man „diagnostiziert“. Stattdessen schauen Fachleute zwei Dinge an: erstens, wie viel Unterstützung die gepflegte Person braucht. Zweitens, wie es der pflegenden Person selbst geht. Das geschieht im Gespräch, oft bei einem Hausbesuch. Dabei wird gefragt, was im Alltag schwerfällt: Waschen, Anziehen, Essen, Treppensteigen, Erinnerung, Orientierung. Wenn die gepflegte Person einen Pflegegrad beantragt, kommt ein Gutachterdienst der Pflegekasse nach Hause und stellt den Hilfebedarf fest. Ein Pflegegrad ist eine offizielle Einschätzung, wie viel Unterstützung jemand braucht – er ist kein Urteil über den Menschen.
Mögliche Untersuchungen
- Ausführliches Gespräch über den Alltag und die Belastung – auch mit Ihnen als pflegender Person
- Körperliche Untersuchung der gepflegten Person, zum Beispiel Blutdruck, Puls, Beweglichkeit
- Blutuntersuchungen, wenn eine körperliche Ursache für Schwäche oder Verwirrtheit gesucht wird
- Einfache Gedächtnis- und Konzentrationstests, wenn eine Demenz abgeklärt werden soll
- Ein Blick auf die Haut, vor allem auf Druckstellen an Rücken, Fersen oder Sitzknochen
- Einschätzung des Sturzrisikos, zum Beispiel Gleichgewicht und Kraft
- Ein Pflegetagebuch kann helfen, den echten Hilfeaufwand sichtbar zu machen
Was Sie bei Ihrem Termin erwartet
Solche Termine sind meist gesprächig und nicht unangenehm. Es geht darum, den echten Bedarf zu erkennen, nicht darum, jemanden zu „bewerten“. Bereiten Sie sich kurz vor: Notieren Sie, welche Aufgaben Sie täglich übernehmen und was Ihnen selbst schwerfällt. Diese Notizen helfen Ärztinnen, Ärzten und der Pflegeberatung sehr. Sie dürfen auch Fragen stellen: Was gibt es an Hilfe? Wer kommt zu uns nach Hause? Was müssen wir beantragen?
Behandlung
Die „Behandlung“ besteht hier aus zwei Teilen. Erstens: Die erkrankte Person bekommt eine gute medizinische Versorgung, und ihre Selbstständigkeit wird so lange wie möglich gefördert. Zweitens: Sie als pflegende Person bekommen Unterstützung, damit die Aufgabe tragbar bleibt. In Deutschland gibt es dafür mehrere Wege: eine offizielle Einstufung als pflegebedürftig (Pflegegrad) mit Geld- oder Sachleistungen, eine kostenlose Pflegeberatung, Pflegekurse und Angebote, die Sie zeitweise entlasten, zum Beispiel Tagespflege, Kurzzeitpflege oder eine Ersatzpflege, wenn Sie krank sind oder eine Auszeit brauchen. Fragen Sie Ihre Kranken- oder Pflegekasse und ihre Hausarztpraxis – die Beratung ist kostenlos und vertraulich.
Selbsthilfe zu Hause
- Planen Sie feste Pausen ein, auch kleine: zehn Minuten Tee in Ruhe sind schon etwas.
- Sagen Sie konkret um Hilfe – die meisten Menschen helfen gern, wenn sie wissen, was gebraucht wird („Kannst du Dienstag einkaufen?“).
- Lassen Sie sich selbst regelmäßig ärztlich untersuchen, mindestens einmal im Jahr.
- Lernen Sie richtiges Heben und Tragen, zum Beispiel in einem Pflegekurs – das schont Ihren Rücken.
- Nutzen Sie Hilfsmittel wie Pflegebett, Gehhilfen, Duschhocker oder einen Rollstuhl, wenn sie das Leben leichter machen.
- Halten Sie Kontakt zu Freunden, auch wenn es nur ein kurzes Telefonat ist.
- Achten Sie auf Schlaf. Wenn die Nächte oft unterbrochen sind, sprechen Sie über Lösungen, etwa eine Nachtwache oder eine Aufteilung.
- Erlauben Sie sich, Aufgaben abzugeben, die Sie nicht selbst machen müssen oder wollen.
Medizinische Behandlungen
Ärztlich wird vor allem die Grunderkrankung der gepflegten Person behandelt – zum Beispiel Schmerzen, Herz- oder Lungenerkrankungen, Diabetes oder eine Demenz. Dazu kommen Maßnahmen, die Selbstständigkeit und Sicherheit erhalten: Physiotherapie, Ergotherapie, Logopädie nach einem Schlaganfall, Hilfen beim Gehen und Essen, Wundversorgung bei Druckstellen und eine gute Schmerzbehandlung. Ärztinnen und Ärzte richten sich bei der Behandlung vieler Erkrankungen nach den Leitlinien der medizinischen Fachgesellschaften, zum Beispiel der AWMF. Auch Sie als pflegende Person haben einen Anspruch auf Beratung und, wenn nötig, auf Behandlung von Erschöpfung, Schmerzen oder Depression. Welche Behandlung im Einzelfall passt, bespricht Ihre Ärztin oder Ihr Arzt mit Ihnen – bitte nehmen Sie keine Medikamente auf eigene Faust ein und ändern Sie keine verordnete Behandlung ohne Rücksprache.
Wann kommt eine Operation infrage?
Eine Operation ist bei der Pflege eines Angehörigen meist kein Thema. Sie kann aber für die gepflegte Person wichtig werden, etwa bei einem gebrochenen Knochen nach einem Sturz, bei einem künstlichen Gelenk oder bei Druckstellen, die nicht heilen. Ihr Arzt oder Ihre Ärztin wird mit Ihnen besprechen, ob ein Eingriff sinnvoll ist und was danach an Pflege und Unterstützung gebraucht wird.
Leben mit der Erkrankung
Der Alltag mit Pflege ist oft getaktet: Mahlzeiten, Medikamente, Körperpflege, Arzttermine. Es hilft, den Tag grob zu strukturieren und Aufgaben nicht ständig neu zu erfinden. Ein einfacher Wochenplan an der Wand, auf dem steht, wer was macht, entlastet oft überraschend viel. Denken Sie auch an Formalien, die Sicherheit geben: eine Vorsorgevollmacht (jemand darf im Notfall für Sie oder die gepflegte Person entscheiden), eine Patientenverfügung (was medizinisch gewünscht ist) und eine Betreuungsverfügung. Solche Papiere nehmen Unsicherheit – nicht nur im Notfall.
Tipps für den Alltag
- Suchen Sie sich eine feste Ansprechperson, zum Beispiel in der Hausarztpraxis oder in einer Pflegeberatungsstelle.
- Setzen Sie Grenzen und sagen Sie auch mal Nein – das schützt Ihre Kraft.
- Teilen Sie Aufgaben in der Familie auf, statt alles selbst zu machen.
- Halten Sie Hobbys in kleinen Dosen lebendig, auch wenn es nur 20 Minuten sind.
- Sorgen Sie für Sicherheit zu Hause: gute Beleuchtung, keine Stolperfallen, Haltegriffe im Bad.
- Achten Sie auf Warnzeichen bei sich selbst, zum Beispiel dauernde Müdigkeit oder Gereiztheit.
- Tauschen Sie sich mit anderen Pflegenden aus – das nimmt oft das Gefühl, allein zu sein.
Ernährung und Bewegung
Für die gepflegte Person gilt: ausreichend trinken, regelmäßig essen und, wenn möglich, in Bewegung bleiben. Schon kleine Bewegungen helfen – gemeinsam ein paar Schritte im Flur, Sitzen und Aufstehen, Arme kreisen. Für Sie selbst gilt dasselbe: Essen Sie regelmäßig, auch wenn wenig Zeit ist, und trinken Sie über den Tag verteilt. Bauen Sie kurze Bewegungspausen ein, die Sie wirklich schaffen: Treppe statt Aufzug, ein Spaziergang um den Block, Dehnübungen für Nacken und Rücken, weil Sie viel heben und tragen. Ihre Ärztin oder Ihr Arzt kann Ihnen einfache Übungen zeigen oder Physiotherapie verordnen.
Psychische Gesundheit und Wohlbefinden
Pflege kann sehr belastend sein – körperlich und seelisch. Viele fühlen Erschöpfung, Trauer, Wut, Ungeduld oder Schuld. All das ist menschlich und kein Zeichen von Schwäche. Besonders schwer ist es, wenn der Mensch sich durch eine Demenz verändert oder wenn Sie einen geliebten Menschen verlieren. Sprechen Sie darüber – mit einer vertrauten Person, in einer Pflegegruppe oder mit einer Ärztin oder einem Arzt. Wenn Sie sich leer, hoffnungslos oder dauerhaft niedergeschlagen fühlen, holen Sie professionelle Hilfe. In einer seelischen Krise können Sie sich jederzeit an die Telefonseelsorge oder im Notfall an den Notruf 112 wenden.
Vorbeugung
Die Situation selbst lässt sich nicht immer verhindern – Krankheit und Alter kommen unabhängig von uns. Aber man kann gut vorbeugen, dass Pflege zur Überlastung wird. Je früher Sie Hilfe organisieren, desto besser. Erste Schritte: Pflegegrad beantragen, eine kostenlose Pflegeberatung nutzen, einen Pflegekurs besuchen, Aufgaben verteilen und Hilfsmittel anschaffen. Denken Sie auch an Kraftquellen im Alltag, damit Sie die Aufgabe über einen längeren Zeitraum gut tragen können.
Impfungen
Für Sie selbst und für die gepflegte Person können Impfungen sinnvoll sein – zum Beispiel die jährliche Grippeimpfung, eine Impfung gegen Lungenentzündung oder Corona. Besprechen Sie mit Ihrer Arztpraxis, welche Impfungen in Ihrem Alter und bei Ihren Erkrankungen empfohlen sind. Fragen Sie auch für die gepflegte Person nach.
Früherkennungsprogramme
Für pflegende Angehörige sind die normalen Vorsorgeuntersuchungen besonders wichtig, weil sie oft zu kurz kommen – zum Beispiel der Gesundheits-Check-up ab 35, die Krebsfrüherkennung für Frauen und Männer oder der Zahnarztbesuch. Für die gepflegte Person lohnt es sich, regelmäßig den Blutdruck, das Gewicht, die Haut und das Gedächtnis prüfen zu lassen. So können Probleme früh erkannt und angesprochen werden.
Komplikationen
Unbehandelt
- Dauerhafte Erschöpfung bis hin zum „Burnout“ – einem Zustand tiefer körperlicher und seelischer Überlastung
- Depression, Angst oder Hoffnungslosigkeit
- Eigene Erkrankungen werden übersehen oder verschleppt
- Rückenschäden durch falsches Heben und Tragen
- Stürze oder Verletzungen, wenn die Pflege zu Hause unsicher wird
- Verschlechterung der Gesundheit der gepflegten Person, etwa durch nicht behandelte Druckstellen oder Infektionen
- Soziale Isolation und finanzielle Engpässe, wenn Erwerbsarbeit reduziert werden muss
- Konflikte in der Familie, die nicht angesprochen werden
Langzeitprognose
Pflege ist eine große Aufgabe – aber niemand muss sie allein und perfekt schaffen. Mit etwas Unterstützung, guter Planung und ehrlichen Gesprächen lässt sich die Situation meist deutlich leichter gestalten. Viele Pflegende berichten später auch von schönen Momenten, von Nähe und von Stolz auf das, was gemeinsam geschafft wurde. Holen Sie sich die Hilfe, die Ihnen zusteht. Das ist gut für Sie – und für den Menschen, den Sie begleiten.
Unterstützung finden
Externe Links öffnen Websites Dritter. Ruqelo ist nicht für externe Inhalte verantwortlich. Die Nennung einer Organisation bedeutet keine Empfehlung.
Überprüfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsempfehlungen unterscheiden sich nach Land und Region. Diese Seite ist allgemeine Aufklärung und entspricht möglicherweise nicht den Leitlinien, Arzneimitteln oder der Praxis an Ihrem Wohnort. Besprechen Sie Ihre Anliegen mit Ihrer Ärztin, Ihrem Arzt oder einer anderen medizinischen Fachperson und folgen Sie lokalen Empfehlungen, soweit es sie gibt.
Wichtiger Hinweis Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie ersetzen keine professionelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Fragen immer einen qualifizierten Arzt. Bei einem medizinischen Notfall wählen Sie sofort den örtlichen Notruf.
Ähnliche Erkrankungen
Quellen und Leitlinien
Keine Leitlinie nennt dieses Thema
Hier wird keine Gesundheitsleitlinie und kein klinisches Kapitel zitiert, das genau dieses Thema nennt. Diese Seite dient nur der allgemeinen Bildung und Information. Sie ist keine Diagnose, kein Behandlungsplan und kein persönlicher medizinischer Rat. Sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt und folgen Sie deren Rat. Bei starken, plötzlichen oder beunruhigenden Beschwerden holen Sie zeitnah medizinische Hilfe, und rufen Sie im Notfall die örtliche Notrufnummer an. Ruqelo LLC ist nicht verantwortlich für medizinische oder rechtliche Folgen von Entscheidungen, die auf diesen Informationen beruhen.
Zuletzt aktualisiert: 24. Oktober 2026
Hinweis zur Aufklärung: Diese Informationen dienen nur der Aufklärung und sind keine Diagnose.
Nutzen Sie sie zur Ergänzung — nicht als Ersatz — für den Rat einer approbierten Fachkraft.
Bei schweren, sich verschlechternden oder dringenden Symptomen rufen Sie die lokale Notrufnummer an oder suchen Sie Notfallversorgung auf.
Guidance may differ by country or region. Confirm local recommendations with a qualified healthcare provider.