Sonnenbrand
Basierend auf internationalen klinischen Leitlinien
Übersicht
Ein Sonnenbrand ist eine Hautverbrennung, die durch zu viel UV-Strahlung von der Sonne oder aus dem Solarium entsteht. Die Haut wird rot, schmerzt und kann sich später schälen.
Wichtige Fakten
- Sonnenbrand ist eine Verbrennung der Haut durch UV-Strahlung.
- Die Haut rötet sich, schmerzt und kann Blasen bilden.
- Ein Sonnenbrand erhöht langfristig das Risiko für Hautkrebs.
Ja, Sonnenbrand gehört zu den häufigsten Hautproblemen in Deutschland. Besonders in den Sommermonaten sind viele Menschen betroffen.
Jeder kann einen Sonnenbrand bekommen. Helle Haut, Kinder und ältere Menschen sind besonders gefährdet. Auch manche Medikamente machen die Haut empfindlicher für Sonnenlicht.
Symptome
- Bewusstlosigkeit oder Ohnmacht
- Schwere Atemnot
- Fieber über 39,5 Grad Celsius mit Schüttelfrost
- Verwirrtheit oder starke Benommenheit
- Anzeichen eines Kreislaufversagens, zum Beispiel sehr blasse Haut, kalter Schweiß oder hoher Puls
- ⚠Sehr große Brandblasen oder Blasen an vielen Körperstellen
- ⚠Eiter oder eine sich ausbreitende Rötung, die auf eine Infektion hindeuten kann
- ⚠Starke Schmerzen, die trotz Kühlung und Ruhe nicht nachlassen
- ⚠Fieber über 38,5 Grad Celsius oder Schüttelfrost
- ⚠Übelkeit, Erbrechen oder starke Kopfschmerzen
Häufige Symptome
- Haut wird rot und fühlt sich warm an
- Schmerzen und Spannungsgefühl
- Schwellung der Haut
- Blasenbildung bei schwererem Sonnenbrand
- Juckreiz und späteres Ablösen der obersten Hautschicht
Symptome bei Kindern
- Rötung und heiße Haut vor allem an Schultern, Gesicht und Armen
- Kind weint oder ist unruhig bei Berührung
- Müdigkeit und Schlappheit
- Möglich ist leichtes Fieber
Symptome bei älteren Erwachsenen
- Rötung und Schwellung sind manchmal schwerer zu erkennen
- Haut fühlt sich trocken, gespannt oder rau an
- Langsamere Heilung als bei jüngeren Menschen
- Erhöhtes Risiko, zu wenig zu trinken und auszutrocknen
Ursachen
Hauptursachen
- Zu viel Sonnenlicht mit UV-A- und UV-B-Strahlung
- Künstliche UV-Strahlung im Solarium
- Verstärkung der Strahlung durch Reflexion von Wasser, Sand oder Schnee
Risikofaktoren
- Helle Haut, blondes oder rotes Haar, viele Sommersprossen
- Lange Aufenthalte im Freien ohne Schutz
- Intensive Mittagssonne zwischen 11 und 15 Uhr
- Medikamente, die die Lichtempfindlichkeit erhöhen
- Kleinkinder und ältere Menschen
- Aufenthalt in höheren Bergen oder in sonnenreichen Ländern
Wann zum Arzt
Dringend zum Arzt, wenn:
- Bei ausgedehnten Blasen oder Blasen an mehreren Stellen
- Bei Fieber, Schüttelfrost oder Kreislaufproblemen
- Wenn sich Anzeichen einer Infektion zeigen, zum Beispiel Eiter oder starke Schwellung
- Wenn die Schmerzen sehr stark sind oder die Haut nicht heilt
Einen Routinetermin vereinbaren, wenn:
- Bei wiederholten Sonnenbränden oder wenn Sie Ihre Haut regelmäßig kontrollieren lassen möchten
- Wenn Sie unsicher sind, ob ein Muttermal oder eine Hautveränderung abgeklärt werden sollte
Diagnose
Die Ärztin oder der Arzt untersucht die betroffenen Hautstellen und achtet auf Rötung, Schwellung, Blasen und mögliche Infektionen. Auch die Krankengeschichte und das Ausmaß der Sonneneinstrahlung werden besprochen.
Mögliche Untersuchungen
- In der Regel sind keine speziellen Untersuchungen nötig.
- Bei Verdacht auf eine Infektion kann ein Abstrich der Haut gemacht werden.
- Bei schweren Beschwerden oder Austrocknung wird manchmal Blut im Labor untersucht.
Was Sie bei Ihrem Termin erwartet
Die Untersuchung ist einfach, schmerzfrei und dauert nur wenige Minuten. Danach erhalten Sie einen Behandlungsplan und Tipps zur Pflege Ihrer Haut.
Behandlung
Die Behandlung hängt von der Schwere des Sonnenbrandes ab. Im Vordergrund stehen Kühlung, Feuchtigkeit und Schmerzlinderung. Bei Blasen, Infektionen oder starken Beschwerden ist eine ärztliche Behandlung nötig.
Selbsthilfe zu Hause
- Kühlen Sie die Haut mit feuchten Umschlägen oder einem kühlen – nicht eiskalten – Tuch für etwa 10 bis 15 Minuten.
- Tragen Sie eine feuchtigkeitsspendende Creme oder eine After-Sun-Lotion ohne Alkohol auf.
- Trinken Sie ausreichend Wasser oder Schorle, um den Flüssigkeitsverlust auszugleichen.
- Meiden Sie die Sonne, bis die Haut vollständig abgeheilt ist.
- Öffnen Sie keine Blasen – sie schützen die Haut vor Infektionen.
- Tragen Sie lockere Kleidung, die nicht reibt.
Medizinische Behandlungen
Bei stärkeren Schmerzen können Sie in der Apotheke nach einem geeigneten Schmerzmittel fragen – besprechen Sie dies mit Ihrem Arzt, Ihrer Ärztin oder dem Apothekenpersonal. Bei ausgeprägten Entzündungen oder Verbrennungen kann eine ärztliche Behandlung mit einer entzündungshemmenden Creme sinnvoll sein. In schweren Fällen ist auch eine fachärztliche Beurteilung ratsam.
Leben mit der Erkrankung
In den ersten Tagen nach einem Sonnenbrand ist die Haut sehr empfindlich. Kühlen und Eincremen beruhigen die Haut. Vermeiden Sie direkte Sonneneinstrahlung und beobachten Sie, wie sich die Haut entwickelt.
Tipps für den Alltag
- Tragen Sie im Freien regelmäßig Sonnenschutz mit hohem Lichtschutzfaktor auf und erneuern Sie ihn alle zwei Stunden.
- Schützen Sie Ihre Haut mit einem Hut, einer Sonnenbrille und leichter Kleidung.
- Achten Sie auf Veränderungen Ihrer Haut und sprechen Sie diese bei der ärztlichen Untersuchung an.
Ernährung und Bewegung
Eine ausgewogene Ernährung mit viel Obst und Gemüse liefert Vitamine, die die Hautregeneration unterstützen. Bewegung ist erlaubt, solange sie keine Schmerzen verursacht und Sie ausreichend trinken.
Psychische Gesundheit und Wohlbefinden
Ein Sonnenbrand ist schmerzhaft und kann den Schlaf stören. Das ist normal und verschwindet in der Regel schnell. Wenn Sie sich viele Gedanken über Ihre Haut machen, können Sie das beim nächsten Arzttermin ansprechen.
Vorbeugung
Ja, ein Sonnenbrand lässt sich in den allermeisten Fällen vermeiden. Wichtig sind: Mittagssonne meiden, ausreichend Sonnenschutz verwenden und regelmäßig erneuern, schützende Kleidung tragen und Kinder besonders gut schützen.
Komplikationen
Unbehandelt
- Ausgeprägte Blasenbildung, die sich infizieren kann
- Narbenbildung und langfristige Pigmentflecken
- Vorzeitige Hautalterung mit Falten und Elastizitätsverlust
- Deutlich erhöhtes Risiko für Hautkrebs
- Austrocknung und Kreislaufbeschwerden bei sehr ausgedehnten Verbrennungen
Langzeitprognose
Die Prognose ist sehr gut. In den meisten Fällen heilt ein Sonnenbrand nach einigen Tagen ohne Spuren ab. Auch ein schwererer Sonnenbrand kann gut behandelt werden, wenn Sie rechtzeitig ärztliche Hilfe suchen. Schützen Sie Ihre Haut künftig regelmäßig, um langfristige Schäden zu vermeiden.
Unterstützung finden
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Überprüfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfügbar.
Wichtiger Hinweis Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie ersetzen keine professionelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Fragen immer einen qualifizierten Arzt. Bei einem medizinischen Notfall wählen Sie sofort den örtlichen Notruf.
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Quellen und Leitlinien
Dieser Artikel dient der Aufklärung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfügbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 31. Juli 2026
Hinweis zur Aufklärung: Diese Informationen dienen nur der Aufklärung und sind keine Diagnose.
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Bei schweren, sich verschlechternden oder dringenden Symptomen rufen Sie die lokale Notrufnummer an oder suchen Sie Notfallversorgung auf.