COVID-19: Behandlung und was Sie selbst tun können
Basierend auf internationalen klinischen Leitlinien
Übersicht
COVID-19 ist eine Atemwegserkrankung, die durch das Coronavirus SARS-CoV-2 ausgelöst wird. Die Erkrankung kann mild verlaufen oder zu schwerer Atemnot führen.
Wichtige Fakten
- Die Infektion ist in Deutschland weit verbreitet und meldepflichtig.
- Viele Menschen können sich zu Hause erholen, manche brauchen medizinische Unterstützung.
- Eine Impfung und individuelle Risikoabschätzung sind wichtig.
Ja, COVID-19 ist seit 2020 in der Bevölkerung weit verbreitet und kommt immer noch in Wellen vor.
Alle Altersgruppen können erkranken. Besonders betroffen sind ältere Menschen, chronisch Kranke und Personen mit geschwächtem Immunsystem.
Symptome
- Schwere Luftnot oder Atemnot in Ruhe
- Starke Schmerzen oder Druckgefühl in der Brust
- Bläuliche Lippen oder Verwirrtheit, nicht ansprechbar
- Bei einem Notfall wählen Sie sofort die 112.
- ⚠Fieber über mehrere Tage trotz fiebersenkender Maßnahmen
- ⚠Schnell zunehmende Verschlechterung des Allgemeinzustands
- ⚠Ausgeprägter Husten mit Auswurf oder Kurzatmigkeit bei Belastung
Häufige Symptome
- Fieber und Husten
- Müdigkeit und Abgeschlagenheit
- Hals- und Gliederschmerzen
- Verlust von Geruchs- oder Geschmackssinn
- Kopfschmerzen
Symptome bei Kindern
- Meist milde Symptome wie Schnupfen und leichter Husten
- Teils Bauchschmerzen oder Durchfall
- In seltenen Fällen Ausschlag und Fieberkrämpfe
Symptome bei älteren Erwachsenen
- Verwirrtheit oder Schläfrigkeit
- Appetitverlust und Schwindel
- Auffallende Schwäche und kurze Atmung
Ursachen
Hauptursachen
- Das Coronavirus SARS-CoV-2 löst COVID-19 aus.
- Die Übertragung erfolgt vor allem über Tröpfchen und Aerosole in der Luft.
- Eine Ansteckung ist auch über kontaminierte Hände und Berührung von Mund, Nase oder Augen möglich.
Risikofaktoren
- Älteres Alter, insbesondere über 60 Jahre
- Chronische Erkrankungen wie Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Asthma
- Geschwächtes Immunsystem und unzureichender Impfschutz
- Schwangerschaft und starkes Übergewicht
Wann zum Arzt
Dringend zum Arzt, wenn:
- Bei Atemnot, starkem Krankheitsgefühl oder Verwirrtheit sollten Sie noch am selben Tag ärztliche Hilfe suchen oder die 112 wählen.
- Wenn Sie zu einer Risikogruppe gehören und positiv getestet sind, kontaktieren Sie sofort Ihre Hausarztpraxis.
Einen Routinetermin vereinbaren, wenn:
- Wenn Ihr Selbsttest positiv ausfällt, können Sie zur Bestätigung und Beratung eine PCR-Teststelle oder die Hausarztpraxis aufsuchen.
- Zu jeder unklaren Verschlechterung der Symptome passt eine ärztliche Vorstellung, auch ohne Notfall.
Diagnose
In der Arztpraxis wird zuerst ein Abstrich aus Nase oder Rachen gemacht. Bei einem positiven Befund ist die Diagnose bestätigt.
Mögliche Untersuchungen
- Antigen-Schnelltest aus der Apotheke (selbst zu Hause)
- PCR-Test, der im Labor ausgewertet wird und sehr zuverlässig ist
- Bei Bedarf körperliche Untersuchung, Sauerstoffmessung und Blutbild
Was Sie bei Ihrem Termin erwartet
Die Ärztin oder der Arzt fragt nach Ihren Symptomen und Vorerkrankungen, misst möglicherweise die Sauerstoffsättigung und bespricht mit Ihnen die nächsten Schritte.
Behandlung
Die Behandlung richtet sich nach der Schwere der Krankheit und Ihren Risikofaktoren. Sagen Sie Ihrem Arzt, wenn Sie zur Risikogruppe gehören. Sämtliche Medikamente gegen COVID-19 müssen ärztlich verordnet werden.
Selbsthilfe zu Hause
- Ruhe und Erholung – auch wenn Sie sich nur leicht krank fühlen
- Ausreichend Trinken, etwa Wasser oder Kräutertee
- Fiebersenkende und schmerzlindernde Mittel nach Rücksprache mit Apotheke oder Arzt
- Regelmäßige Lüftung und ausreichend Schlaf
Medizinische Behandlungen
Für Risikopatienten gibt es ärztlich verordnete antivirale Medikamente in Form von Tabletten oder Infusionen, wenn ein hohes Risiko für einen schweren Verlauf besteht. Bei schwerer Atemnot kann eine Behandlung im Krankenhaus mit Sauerstoffgabe, blutverdünnenden Mitteln und entzündungshemmenden Medikamenten nötig werden. Die Entscheidung trifft immer ein medizinisches Fachteam.
Leben mit der Erkrankung
Gönnen Sie sich so viel Ruhe wie möglich. Bleiben Sie solange zu Hause, wie die Infektion ansteckend ist – am besten in Absprache mit Ihrer Arztpraxis. Hören Sie auf Ihren Körper und überfordern Sie sich nicht.
Tipps für den Alltag
- Ausreichend Schlafen und Stress vermeiden
- Bewegung erst vorsichtig und langsam steigern
- Auf Alkohol und Rauchen verzichten, um die Lunge zu entlasten
Ernährung und Bewegung
Eine leichte, ausgewogene Ernährung unterstützt das Immunsystem. Mit sportlicher Aktivität warten Sie, bis Sie sich vollständig erholt haben; beginnen Sie mit kurzen Spaziergängen.
Psychische Gesundheit und Wohlbefinden
Eine COVID-19-Erkrankung kann seelisch belastend sein, insbesondere bei Angst um Angehörige oder langem Verlauf. Scheuen Sie sich nicht, mit Freunden, Familie oder Ihrer Hausarztpraxis darüber zu sprechen. In einer akuten seelischen Krise wenden Sie sich bitte an eine psychosoziale Beratungsstelle oder die Telefonseelsorge.
Vorbeugung
Ja, das Risiko einer Ansteckung lässt sich durch Impfung, Abstand, Händewaschen und das Tragen einer Maske in Innenräumen deutlich senken.
Impfungen
In Deutschland stehen gut untersuchte COVID-19-Impfstoffe zur Verfügung. Lassen Sie sich von Ihrer Arztpraxis oder Ihrem örtlichen Gesundheitsamt zur Auffrischung beraten.
Früherkennungsprogramme
Es gibt keine regelmäßige Vorsorge-Untersuchung im klassischen Sinne. Bei Symptomen oder nach einem Kontakt kann ein Antigen- oder PCR-Test gemacht werden.
Komplikationen
Unbehandelt
- Die Infektion kann sich auf die unteren Atemwege ausbreiten und eine Lungenentzündung verursachen.
- Seltener können Blutgerinnsel, Herzmuskelentzündungen oder ein schweres Organversagen auftreten.
- Manche Menschen entwickeln mitunter anhaltende Beschwerden wie Müdigkeit oder Konzentrationsprobleme, bekannt als Long-COVID.
Langzeitprognose
Die meisten Menschen mit COVID-19 erholen sich vollständig. Dank Impfung, guter Behandlung und begleitender Maßnahmen sinkt das Risiko für schwere Verläufe. Sollten Sie dennoch schwer erkranken oder anhaltende Symptome haben, ist ärztliche Hilfe verfügbar. Sie sind damit nicht allein.
Unterstützung finden
Internationale Organisationen
Lokale Organisationen
- Robert Koch-Institut ↗ · Deutschland
Hilfetelefone
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Überprüfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfügbar.
Wichtiger Hinweis Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie ersetzen keine professionelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Fragen immer einen qualifizierten Arzt. Bei einem medizinischen Notfall wählen Sie sofort den örtlichen Notruf.
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Quellen und Leitlinien
Dieser Artikel dient der Aufklärung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfügbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 31. Juli 2026
Hinweis zur Aufklärung: Diese Informationen dienen nur der Aufklärung und sind keine Diagnose.
Nutzen Sie sie zur Ergänzung — nicht als Ersatz — für den Rat einer approbierten Fachkraft.
Bei schweren, sich verschlechternden oder dringenden Symptomen rufen Sie die lokale Notrufnummer an oder suchen Sie Notfallversorgung auf.