Kidney function tests
Basierend auf internationalen klinischen Leitlinien
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Nierenfunktionstests sind Blut- und Urinuntersuchungen, mit denen Ărzte ĂŒberprĂŒfen, wie gut Ihre Nieren arbeiten. Die Nieren filtern Abfallstoffe aus dem Blut und scheiden sie mit dem Urin aus. Diese Tests messen zum Beispiel die Kreatinin- und Harnstoffwerte sowie die sogenannte glomerulĂ€re Filtrationsrate (eGFR) â das ist ein Wert, der angibt, wie viel Blut die Nieren pro Minute filtern.
Wichtige Fakten
Ja, Nierenfunktionstests gehören zu den Routineuntersuchungen, besonders bei Menschen mit Risikofaktoren wie Diabetes oder Bluthochdruck. In Deutschland werden sie jĂ€hrlich bei Millionen von Patienten durchgefĂŒhrt.
Nierenfunktionstests werden vor allem bei Menschen durchgefĂŒhrt, die ein erhöhtes Risiko fĂŒr Nierenerkrankungen haben: Ăltere Menschen, Diabetiker, Menschen mit Bluthochdruck, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder einer familiĂ€ren Vorbelastung.
Die Nierenfunktion wird mit Blut- und Urintests ĂŒberprĂŒft. Der Arzt oder die Ărztin wird dabei die geschĂ€tzte glomerulĂ€re Filtrationsrate (eGFR) berechnen â ein Wert, der die Filterleistung der Nieren angibt. ZusĂ€tzlich wird der Kreatininwert im Blut sowie das Vorhandensein von EiweiĂ (Albumin) im Urin gemessen. Nach den Leitlinien der AWMF (Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften) erfolgt die Diagnose anhand dieser Werte in Kombination mit dem Urinbefund.
Nierenfunktionstests selbst erfordern keine Behandlung. Falls die Testergebnisse auf eine eingeschrÀnkte Nierenfunktion hinweisen, steht die Behandlung der Grunderkrankung im Vordergrund. Ziel ist es, die Nierenfunktion zu erhalten und eine Verschlechterung zu verlangsamen. Dazu gehören die optimale Einstellung von Blutzucker und Blutdruck sowie die Vermeidung von nierenschÀdigenden Substanzen.
Wenn Ihre Nierenfunktion eingeschrĂ€nkt ist, können Sie aktiv dazu beitragen, dass sie sich nicht verschlechtert. Messen Sie regelmĂ€Ăig Ihren Blutdruck, nehmen Sie Ihre Medikamente zuverlĂ€ssig ein und fĂŒhren Sie ein Blutdruck- oder Blutzuckertagebuch. Vereinbaren Sie mit Ihrem Hausarzt feste Kontrolltermine fĂŒr Nierenfunktionstests.
Ja, Sie können viel tun, um Ihre Nieren gesund zu halten. Blutdruck regelmĂ€Ăig kontrollieren und gesund halten (unter 140/90 mmHg, besser unter 130/80 mmHg). Blutzucker bei Diabetes gut einstellen. Auf Rauchen verzichten. Ausreichend trinken â am besten Wasser oder ungesĂŒĂte KrĂ€utertees. Vermeiden Sie die langfristige Einnahme von Schmerzmitteln (z. B. Ibuprofen) ohne Ă€rztliche Empfehlung. Lassen Sie einmal jĂ€hrlich die Nierenfunktion checken, wenn Sie zu Risikogruppen gehören.
Eine Impfung gegen Grippe und Pneumokokken wird fĂŒr Menschen mit eingeschrĂ€nkter Nierenfunktion empfohlen â sprechen Sie mit Ihrem Hausarzt ĂŒber Ihren Impfschutz. Auch eine COVID-19-Impfung ist wichtig.
Es gibt kein flĂ€chendeckendes Screening fĂŒr alle, aber bei Risikopersonen (Diabetes, Bluthochdruck, Alter ĂŒber 60) wird eine jĂ€hrliche NierenfunktionsprĂŒfung empfohlen. Ihr Hausarzt kann das einfach durchfĂŒhren.
Wenn eine NierenschĂ€digung frĂŒh erkannt wird, lĂ€sst sich das Fortschreiten oft durch eine konsequente Behandlung von Blutdruck und Blutzucker sowie einen gesunden Lebensstil deutlich verlangsamen. Viele Menschen mit eingeschrĂ€nkter Nierenfunktion fĂŒhren ĂŒber Jahre ein normales Leben. Auch wenn die Nierenfunktion stark abnimmt, stehen heute moderne Behandlungen wie Dialyse und Nierentransplantation zur VerfĂŒgung, die eine gute LebensqualitĂ€t ermöglichen. Ihr Behandlungsteam begleitet Sie auf jedem Schritt.
ĂberprĂŒfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfĂŒgbar.
Wichtiger Hinweis Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie ersetzen keine professionelle Àrztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Fragen immer einen qualifizierten Arzt. Bei einem medizinischen Notfall wÀhlen Sie sofort den örtlichen Notruf.
Dieser Artikel dient der AufklĂ€rung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfĂŒgbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 8. Juli 2026
Hinweis zur AufklÀrung: Diese Informationen dienen nur der AufklÀrung und sind keine Diagnose.
Nutzen Sie sie zur ErgĂ€nzung â nicht als Ersatz â fĂŒr den Rat einer approbierten Fachkraft.
Bei schweren, sich verschlechternden oder dringenden Symptomen rufen Sie die lokale Notrufnummer an oder suchen Sie Notfallversorgung auf.
Der Arzt oder die Ărztin wird Ihnen Blut aus der Armvene abnehmen und Sie bitten, eine Urinprobe abzugeben. Die Untersuchung dauert nur wenige Minuten. Die Ergebnisse liegen meist nach ein bis zwei Tagen vor. Der Arzt bespricht mit Ihnen die Werte und erklĂ€rt, ob Ihre Nierenfunktion normal ist oder ob weitere Schritte nötig sind.
Bei eingeschrĂ€nkter Nierenfunktion verordnet der Arzt Medikamente, die den Blutdruck senken (z. B. ACE-Hemmer oder Sartane) â diese schĂŒtzen gleichzeitig die Nieren. Auch eine Umstellung der Diabetes-Medikation kann nötig sein. In fortgeschrittenen Stadien kommen Diuretika zur Ausschwemmung von Wasser oder Erythropoetin gegen Blutarmut zum Einsatz. Bei einer Nierenersatztherapie, also Dialyse oder Nierentransplantation, werden Sie an ein spezialisiertes Zentrum ĂŒberwiesen. Die genaue Behandlung richtet sich immer nach Ihrer individuellen Situation â Ihr Arzt wird Sie ausfĂŒhrlich beraten.
Eine Operation kommt infrage, wenn eine Verengung der Nierenarterie (Nierenarterienstenose) vorliegt oder eine Zyste die Nierenfunktion beeintrÀchtigt. Auch eine Nierentransplantation ist ein chirurgischer Eingriff, der nach eingehender Vorbereitung und Wartezeit stattfinden kann.
Eine nierenfreundliche ErnĂ€hrung bedeutet in der Regel: wenig Salz, wenig tierisches EiweiĂ, dafĂŒr viel Obst und GemĂŒse â aber Vorsicht bei kaliumreichen Lebensmitteln wie Bananen oder Tomaten, wenn die Nierenfunktion bereits eingeschrĂ€nkt ist. Lassen Sie sich bei Bedarf von einer ErnĂ€hrungsberatung unterstĂŒtzen. Bewegung hilft, Blutdruck und Blutzucker zu stabilisieren und das Herz-Kreislauf-System zu stĂ€rken. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, bevor Sie ein neues Sportprogramm beginnen.
Die Diagnose einer eingeschrĂ€nkten Nierenfunktion kann belastend sein. Viele Menschen fĂŒhlen sich unsicher oder haben Angst vor dem Fortschreiten der Erkrankung. GesprĂ€che mit dem Arzt, psychologische UnterstĂŒtzung oder der Austausch mit anderen Betroffenen können helfen. Bei anhaltenden depressiven Verstimmungen oder starker Angst suchen Sie bitte professionelle Hilfe â zögern Sie nicht, Ihre Hausarztpraxis anzusprechen. In akuten psychischen Krisen wenden Sie sich an die Nummer 116117 oder das örtliche Krankenhaus.
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