Asthma
Verwendete Quellen
Dieser Artikel ist ein originaler Inhalt zur Patientenaufklärung.
- NICE—Asthma: diagnosis, monitoring and chronic asthma management. NG80(2021)
- NHS—Asthma(2023)
- WHO—Asthma fact sheet(2023)
- GINA—Global Strategy for Asthma Management and Prevention(2024)
- CDC—Asthma(2024)
Basierend auf internationalen klinischen Leitlinien
Übersicht
Asthma ist eine langfristige Erkrankung der Atemwege – also der Röhren, durch die Luft in die Lunge und wieder heraus strömt. Bei Asthma sind diese Atemwege dauerhaft etwas entzündet (gereizt) und reagieren auf bestimmte Auslöser sehr empfindlich. Wenn so ein Auslöser – zum Beispiel Pollen oder Zigarettenrauch – auf die Atemwege trifft, schwellen sie an, verengen sich und produzieren mehr Schleim. Dadurch wird das Atmen vorübergehend schwerer. Man nennt das einen Asthmaanfall. Zwischen solchen Anfällen können viele Menschen mit Asthma ganz normal leben.
Wichtige Fakten
- Asthma ist keine heilbare, aber sehr gut behandelbare Erkrankung. Mit der richtigen Therapie können die meisten Menschen ein normales, aktives Leben führen.
- Die Beschwerden kommen oft in Schüben (Anfällen) und können von Tag zu Tag unterschiedlich stark sein.
- Asthma ist keine Schwäche oder ein psychisches Problem – es hat körperliche Ursachen, die gut nachgewiesen sind.
Asthma ist eine der häufigsten chronischen (langfristigen) Erkrankungen weltweit. In Deutschland sind schätzungsweise 8 bis 10 Prozent der Kinder und etwa 5 Prozent der Erwachsenen betroffen. Das bedeutet: Mehrere Millionen Menschen in Deutschland leben mit Asthma – Sie sind damit nicht allein.
Asthma kann in jedem Alter auftreten – bei Babys, Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen. Bei Kindern ist es häufiger bei Jungen; nach der Pubertät sind Frauen etwas häufiger betroffen als Männer. Menschen mit Allergien oder mit Asthma in der Familie haben ein erhöhtes Risiko. Aber auch ohne Vorerkrankung in der Familie kann Asthma entstehen.
Symptome
- Schwere Atemnot, bei der Sie kaum noch sprechen können – rufen Sie sofort den Notruf 112 an!
- Die Lippen oder Fingernägel werden bläulich – das bedeutet, der Körper bekommt zu wenig Sauerstoff. Sofort 112 rufen!
- Kein Ansprechen auf Ihre übliche Notfallbehandlung – wenn das gewohnte Notfallmittel nicht hilft. Sofort 112 rufen!
- Bewusstseinstrübung, Verwirrtheit oder Ohnmacht bei einem Asthmaanfall – sofort 112 rufen!
- Schnelle Verschlechterung trotz Behandlung – warten Sie nicht, rufen Sie 112!
- ⚠Deutliche Verschlechterung der Atemprobleme, die Ihren Alltag stark einschränkt
- ⚠Häufige Asthmaanfälle in kurzer Zeit – mehrmals in einer Woche
- ⚠Schlafstörungen wegen Husten oder Atemnot mehrmals pro Woche
- ⚠Beschwerden, die auf Ihre üblichen Maßnahmen kaum noch ansprechen
Häufige Symptome
- Pfeifendes oder brummendes Geräusch beim Atmen (man nennt das Giemen oder Wheezing)
- Husten – oft nachts, früh morgens oder nach körperlicher Anstrengung
- Engegefühl in der Brust – das Gefühl, als ob jemand die Brust zusammendrückt
- Kurzatmigkeit oder Luftnot – das Gefühl, nicht genug Luft zu bekommen
- Atemnot bei körperlicher Anstrengung, zum Beispiel beim Treppensteigen oder Sport
Symptome bei Kindern
- Häufiges Husten, besonders nachts oder beim Spielen und Rennen
- Pfeifendes Atemgeräusch, das Eltern manchmal schon von Weitem hören
- Das Kind vermeidet körperliche Anstrengung, weil es dabei Luftnot bekommt
- Schnelles Atmen oder sichtbares Einziehen der Haut zwischen den Rippen beim Atmen
- Häufige Bronchitis oder Erkältungen, die sich auf die Lunge setzen und länger dauern als bei anderen Kindern
Symptome bei älteren Erwachsenen
- Kurzatmigkeit, die manchmal mit Herzproblemen verwechselt wird – eine genaue Diagnose durch den Arzt ist daher besonders wichtig
- Husten, der als lästiger 'Altershusten' abgetan werden kann
- Eingeschränkte Belastbarkeit beim Gehen oder bei leichter körperlicher Tätigkeit
- Nebenwirkungen von anderen Medikamenten können Asthmasymptome auslösen oder verschlechtern – bitte sprechen Sie immer alle Medikamente mit Ihrem Arzt durch
Ursachen
Hauptursachen
- Allergene (Stoffe, auf die das Immunsystem überreagiert): z. B. Pollen, Tierhaare, Hausstaubmilben, Schimmelsporen
- Atemwegsinfekte: besonders Erkältungen und Virusinfektionen können Asthma auslösen oder verschlechtern
- Körperliche Anstrengung: Sport oder schwere körperliche Arbeit – besonders in kalter oder trockener Luft
- Reizstoffe in der Luft: Zigarettenrauch (auch Passivrauchen), Abgase, Feinstaub, Chemikalien am Arbeitsplatz
- Kalte Luft oder plötzliche Wetterveränderungen
- Starke Gerüche: z. B. Parfüm, Reinigungsmittel, Farben
- Emotionaler Stress oder starke Aufregung
- Bestimmte Medikamente (z. B. Schmerzmittel oder Blutdruckmittel) – sprechen Sie das unbedingt mit Ihrem Arzt ab
Risikofaktoren
- Allergien (z. B. Heuschnupfen, Neurodermitis) – wer auf eine Allergie reagiert, hat ein höheres Asthmarisiko
- Asthma oder Allergien bei Eltern oder Geschwistern – es gibt eine erbliche Veranlagung
- Rauchen oder Passivrauchen – besonders in der Kindheit ist das sehr schädlich für die Lunge
- Übergewicht (Adipositas): belastet die Atmung und fördert Entzündungsprozesse im Körper
- Frühgeburt oder niedriges Geburtsgewicht
- Häufige Atemwegsinfekte in der frühen Kindheit
- Berufliche Belastung mit Stäuben, Chemikalien oder Dämpfen (sogenanntes Berufsasthma)
- Leben in stark verschmutzten Gebieten oder an stark befahrenen Straßen
Wann zum Arzt
Dringend zum Arzt, wenn:
- Wenn Sie plötzlich starke Atemnot bekommen, die sich nicht bessert
- Wenn Sie mehr als dreimal pro Woche nachts wegen Husten oder Luftnot aufwachen
- Wenn Ihre Beschwerden sich trotz Behandlung innerhalb weniger Tage deutlich verschlimmern
- Wenn Sie das Gefühl haben, dass Ihre bisherige Therapie nicht mehr ausreicht
Einen Routinetermin vereinbaren, wenn:
- Wenn Sie seit Längerem immer wieder husten, besonders nachts oder morgens, ohne einen klaren anderen Grund
- Wenn Sie beim Sport oder bei körperlicher Anstrengung regelmäßig pfeifende Atemgeräusche oder Atemnot bemerken
- Wenn Sie den Verdacht haben, Asthma zu haben – auch wenn die Beschwerden gerade mild sind
- Zur regelmäßigen Kontrolluntersuchung, wenn Asthma bereits bekannt ist – mindestens einmal im Jahr
- Wenn Sie schwanger sind und Asthma haben – regelmäßige Kontrollen sind dann besonders wichtig
Diagnose
Die Diagnose Asthma wird meist von einem Hausarzt oder einem Lungenfacharzt (Pneumologe) gestellt. Der Arzt spricht zuerst ausführlich mit Ihnen über Ihre Beschwerden, wann sie auftreten und was sie auslöst. Dann folgen körperliche Untersuchungen und Lungenfunktionstests. Die aktuellen deutschen Leitlinien (AWMF) empfehlen dabei eine Kombination aus Anamnese (Gespräch), Lungenfunktionstests und manchmal zusätzlichen Untersuchungen, um Asthma sicher von anderen Erkrankungen zu unterscheiden.
Mögliche Untersuchungen
- Lungenfunktionstest (Spirometrie): Sie blasen in ein Gerät, das misst, wie viel und wie schnell Sie Luft ausatmen können. Das zeigt, ob die Atemwege verengt sind.
- Bronchodilatationstest: Zuerst wird die Lungenfunktion gemessen, dann bekommen Sie ein Mittel, das die Atemwege weitet, und es wird nochmals gemessen. Eine deutliche Verbesserung spricht für Asthma.
- Peak-Flow-Messung: Mit einem kleinen Handgerät messen Sie zu Hause morgens und abends, wie schnell Sie ausatmen können. Große Schwankungen über den Tag sind typisch für Asthma.
- Provokationstest: Die Atemwege werden gezielt mit einem Reizstoff konfrontiert, um zu sehen, ob sie überreagieren. Dieser Test wird nur in speziellen Einrichtungen durchgeführt.
- Allergietests (Bluttest oder Hauttest): Um herauszufinden, ob Allergien das Asthma auslösen oder verschlechtern.
- Röntgenaufnahme der Lunge: Nicht zur Asthmadiagnose direkt, aber um andere Erkrankungen auszuschließen.
Was Sie bei Ihrem Termin erwartet
Beim ersten Arzttermin werden Sie gefragt, seit wann Sie Beschwerden haben, was sie besser oder schlechter macht und ob es Allergien oder Asthma in Ihrer Familie gibt. Bereiten Sie sich ruhig vor: Notieren Sie sich Ihre Symptome und wann sie auftreten. Die meisten Tests sind einfach und schmerzlos. Manchmal braucht es mehrere Termine, bis die Diagnose klar ist – das ist normal und kein Grund zur Sorge.
Behandlung
Asthma ist sehr gut behandelbar. Das Ziel der Behandlung ist, dass Sie möglichst beschwerdefrei leben können – ohne Einschränkungen bei Sport, Arbeit oder im Alltag. Die Behandlung besteht aus zwei Säulen: Erstens aus Medikamenten, die die Entzündung in den Atemwegen dauerhaft dämpfen (Langzeitbehandlung), und zweitens aus Mitteln, die im Anfall schnell helfen (Notfallbehandlung). Dazu kommen Maßnahmen, mit denen Sie selbst viel bewirken können.
Selbsthilfe zu Hause
- Auslöser kennen und meiden: Führen Sie wenn möglich ein Tagebuch, um herauszufinden, was Ihre Beschwerden auslöst – und versuchen Sie, diesen Auslösern aus dem Weg zu gehen.
- Rauchfrei leben: Wenn Sie rauchen, ist das Aufhören das Wirksamste, was Sie für Ihre Lunge tun können. Auch Passivrauchen möglichst meiden.
- Richtige Inhalationstechnik erlernen: Viele Menschen verwenden ihren Inhalator nicht richtig. Lassen Sie sich vom Arzt oder Apotheker zeigen, wie es geht – das macht einen großen Unterschied.
- Aktionsplan kennen: Vereinbaren Sie mit Ihrem Arzt einen schriftlichen Plan, was Sie bei verschiedenen Schweregraden tun sollen.
- Regelmäßige Peak-Flow-Messungen: So können Sie frühzeitig merken, wenn sich Ihre Lungenfunktion verschlechtert – bevor es zu einem schweren Anfall kommt.
- Impfungen auf dem neuesten Stand halten: Atemwegsinfekte können Asthmaanfälle auslösen. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt über empfohlene Impfungen.
- Stress bewusst reduzieren: Stress kann Asthma verschlechtern. Entspannungstechniken wie ruhiges Atmen, Yoga oder Meditation können helfen.
Medizinische Behandlungen
Die medikamentöse Therapie richtet sich nach der Schwere des Asthmas und wird von Ihrem Arzt individuell angepasst. Grundsätzlich gibt es zwei Arten von Medikamenten: Solche, die die Entzündung langfristig kontrollieren (sogenannte Controller), und solche, die im akuten Anfall schnell helfen und die Atemwege weiten (sogenannte Reliever). Meistens werden diese Mittel inhaliert – das bedeutet, sie werden direkt in die Lunge geatmet und wirken dort, ohne den ganzen Körper stark zu belasten. In schwereren Fällen können auch Mittel nötig sein, die geschluckt werden, oder spezielle biologische Therapien (Biologika), die gezielt in die Entzündungsprozesse eingreifen. Wichtig: Nehmen Sie Ihre Medikamente so ein, wie Ihr Arzt es Ihnen erklärt hat – auch wenn Sie gerade keine Beschwerden haben. Die Langzeitmedikamente wirken nur, wenn sie regelmäßig angewendet werden. Sprechen Sie immer offen mit Ihrem Arzt, wenn Sie Nebenwirkungen bemerken oder das Gefühl haben, dass das Mittel nicht wirkt.
Wann kommt eine Operation infrage?
Bei Asthma ist eine Operation in der Regel nicht notwendig. In seltenen, sehr schweren Fällen, die auf keine andere Therapie ansprechen, kann ein spezialisiertes Zentrum eine Behandlung namens Bronchialthermoplastie anbieten. Dabei werden die Atemwege mit Wärme behandelt, um die überaktive Muskulatur zu verringern. Das ist aber eine Ausnahme – die meisten Menschen mit Asthma kommen sehr gut ohne solche Eingriffe aus.
Leben mit der Erkrankung
Mit Asthma gut zu leben ist für die meisten Menschen möglich – und das ist keine leere Aussage. Viele Spitzensportler, Künstler und Berufstätige leben aktiv mit Asthma. Der Schlüssel liegt darin, die eigene Erkrankung gut zu kennen, Auslöser zu meiden und die Behandlung konsequent durchzuführen. Es lohnt sich, eine Routine zu entwickeln: Medikamente zur gleichen Zeit nehmen, regelmäßig Lungenfunktion messen und Termine beim Arzt einhalten. Kleine Anpassungen im Alltag können einen großen Unterschied machen.
Tipps für den Alltag
- Rauchen aufgeben – das ist die wichtigste Einzelmaßnahme für Ihre Lungengesundheit.
- Wohnung regelmäßig lüften und Staub reduzieren – besonders im Schlafzimmer, wo Hausstaubmilben sich gerne aufhalten.
- Haustiere in den privaten Räumen meiden, wenn Tierhaare Ihre Beschwerden auslösen.
- Bei hoher Pollenbelastung Fenster geschlossen halten und auf Polleninformationen achten.
- In der Erkältungszeit Hände häufig waschen, um Infekten vorzubeugen.
- Klimaanlagen und Luftbefeuchter regelmäßig reinigen, damit sich kein Schimmel bildet.
- Beim Sport langsam aufwärmen und bei Bedarf vorbeugend einen Inhalator nutzen – sprechen Sie das mit Ihrem Arzt ab.
Ernährung und Bewegung
Es gibt keine spezielle Asthmadiät, aber eine gesunde, ausgewogene Ernährung mit viel Obst, Gemüse und Vollkornprodukten unterstützt das Immunsystem und hilft dabei, ein gesundes Körpergewicht zu halten – was sich positiv auf die Atmung auswirkt. Bei manchen Menschen können bestimmte Lebensmittel (z. B. Sulfite in Wein oder Trockenfrüchten) Beschwerden auslösen. Beobachten Sie das für sich selbst. Sport ist ausdrücklich empfohlen – auch mit Asthma! Regelmäßige Bewegung stärkt die Atemmuskulatur und verbessert die Lungenfunktion. Gut geeignet sind Schwimmen, Radfahren, Yoga oder Walking. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wie Sie Sport sicher in Ihren Alltag einbauen können.
Psychische Gesundheit und Wohlbefinden
Eine chronische Erkrankung wie Asthma kann emotional belastend sein. Manche Menschen fühlen sich ängstlich – zum Beispiel mit der Sorge vor dem nächsten Anfall. Andere erleben Frustration oder trauern um Dinge, die sie wegen des Asthmas nicht mehr so leicht tun können. Das sind ganz normale Gefühle. Wenn Sie merken, dass Angst oder Niedergeschlagenheit Ihren Alltag stark beeinflussen, sprechen Sie bitte mit Ihrem Arzt darüber. Es gibt wirksame Hilfe – zum Beispiel durch psychologische Beratung oder Selbsthilfegruppen. Sie müssen das nicht alleine tragen. Wenn Sie sich in einer seelischen Krise befinden, wenden Sie sich bitte an die Telefonseelsorge: 0800 111 0 111 (kostenlos, 24 Stunden).
Vorbeugung
Asthma lässt sich nicht immer vollständig verhindern, aber es gibt einige Dinge, die das Risiko verringern können. Bei Kindern ist es besonders wichtig, Passivrauch zu vermeiden – sowohl vor der Geburt als auch danach. Stillen in den ersten Lebensmonaten scheint das Asthmarisiko zu senken. Eine frühe Behandlung von Allergien kann helfen, die Entstehung von Asthma zu bremsen. Wer bereits Asthma hat, kann das Auftreten von Anfällen durch konsequentes Meiden von Auslösern und eine gute Behandlung deutlich reduzieren.
Impfungen
Impfungen schützen vor Atemwegsinfekten, die bei Asthma besonders gefährlich sein können. Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt Menschen mit Asthma eine jährliche Grippeimpfung sowie eine Impfung gegen Pneumokokken (Bakterien, die schwere Lungenentzündungen verursachen können). Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, welche Impfungen für Sie empfohlen werden.
Früherkennungsprogramme
Ein allgemeines Screening auf Asthma für die gesamte Bevölkerung gibt es derzeit nicht. Wer jedoch häufig hustet, pfeifend atmet oder Atemnot bei Belastung bemerkt, sollte einen Arzt aufsuchen – je früher Asthma erkannt wird, desto besser kann die Behandlung ansetzen.
Komplikationen
Unbehandelt
- Dauerhafte Veränderung der Atemwegsstruktur: Wenn die Entzündung in den Atemwegen über viele Jahre nicht behandelt wird, können sich die Atemwege dauerhaft verändern und verhärten. Das nennt man 'Airway Remodeling' – das Atemwegsumbau. Dadurch kann die Lungenfunktion dauerhaft abnehmen.
- Schwere Asthmaanfälle: Unbehandeltes Asthma erhöht das Risiko für lebensbedrohliche Anfälle, die einen Krankenhausaufenthalt oder intensivmedizinische Behandlung erfordern.
- Schlafstörungen und chronische Erschöpfung: Nächtlicher Husten und Atemnot rauben Schlaf und Energie.
- Einschränkungen bei Arbeit, Schule und Freizeit: Häufige Fehlzeiten und eingeschränkte Belastbarkeit können Beruf und soziales Leben beeinträchtigen.
- Psychische Belastung: Anhaltende Atemnot und Anfälle können zu Angst und Depressionen führen.
Langzeitprognose
Die gute Nachricht: Asthma ist heute eine der am besten behandelbaren chronischen Erkrankungen überhaupt. Mit der richtigen Therapie, konsequenter Vorsorge und einem guten Arzt an Ihrer Seite können die allermeisten Menschen mit Asthma ein volles, aktives Leben führen. Bei Kindern bessert sich Asthma in der Pubertät manchmal deutlich oder verschwindet vorübergehend. Auch wenn Asthma nicht heilbar ist – mit den modernen Behandlungsmöglichkeiten sind die Aussichten heute so gut wie nie zuvor. Nehmen Sie Ihre Therapie ernst, bleiben Sie in regelmäßigem Kontakt mit Ihrem Arzt, und scheuen Sie sich nicht, Fragen zu stellen. Sie haben gute Möglichkeiten, Ihr Leben selbst aktiv mitzugestalten.
Unterstützung finden
Internationale Organisationen
- Global Initiative for Asthma (GINA) – internationale Leitlinienorganisation für Asthma ↗
- European Lung Foundation – Patienteninformationen auf Deutsch ↗
Lokale Organisationen
Hilfetelefone
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Überprüfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfügbar.
Wichtiger Hinweis Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie ersetzen keine professionelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Fragen immer einen qualifizierten Arzt. Bei einem medizinischen Notfall wählen Sie sofort den örtlichen Notruf.