Augen auf Reisen: So bleiben Ihre Augen unterwegs gesund
Basierend auf internationalen klinischen Leitlinien
Übersicht
Reisen kann die Augen belasten – durch trockene Luft, viel Sonne, lange Bildschirmzeiten oder Kontaktlinsen. Mit ein paar einfachen Tipps können Sie Ihre Sehgesundheit unterwegs schützen und Beschwerden vermeiden.
Wichtige Fakten
- Trockene Luft im Flugzeug kann die Augen austrocknen und zu Reizungen führen.
- Sonnenschutz für die Augen ist wichtig, auch an bewölkten Tagen.
- Wer Kontaktlinsen trägt, sollte auf besondere Hygiene achten.
Ja, viele Menschen bemerken auf Reisen trockene oder gereizte Augen. Meist sind diese Beschwerden harmlos.
Betroffen sind alle Reisenden, besonders jedoch Menschen mit Kontaktlinsen, bereits trockenen Augen oder bestehenden Augenerkrankungen. Auch Kinder und ältere Erwachsene reagieren empfindlich.
Symptome
- Plötzlicher Sehverlust auf einem oder beiden Augen
- Sehr starke Augenschmerzen
- Verletzung des Auges, zum Beispiel durch einen Fremdkörper
- Chemikalien oder ätzende Flüssigkeiten im Auge
- ⚠Anhaltende Rötung mit Eiter oder Ausfluss
- ⚠Fremdkörpergefühl, das nicht verschwindet
- ⚠Plötzliche Lichtblitze oder viele schwarze Punkte im Sichtfeld
- ⚠Doppeltsehen oder deutliche Sehverschlechterung auf einer Reise
Häufige Symptome
- Trockene oder sandige Augen
- Rötung oder leichtes Brennen
- Müde oder schwere Augen
- Verschwommenes Sehen, besonders nach langen Bildschirmzeiten
- Lichtempfindlichkeit
Symptome bei Kindern
- Kinder reiben häufig die Augen
- Sie blinzeln viel oder kneifen die Augen zusammen
- Sie klagen über müde oder juckende Augen
Symptome bei älteren Erwachsenen
- Trockene Augen treten häufiger auf
- Die Umstellung auf wechselnde Lichtverhältnisse fällt schwerer
- Bestehende Sehprobleme können sich vorübergehend verschlimmern
Ursachen
Hauptursachen
- Trockene Luft in Flugzeugkabinen und Klimaanlagen
- Starke Sonneneinstrahlung, besonders im Schnee, am Wasser oder in hohen Lagen
- Ungünstiger Umgang mit Kontaktlinsen, zum Beispiel Schlafen mit Linsen
- Lange Bildschirmarbeit während der Reise
- Schlafmangel und Dehydration
Risikofaktoren
- Kontaktlinsentragen
- Trockene Augen in der Vorgeschichte
- Reisen in aride oder sonnenintensive Gebiete
- Längere Aufenthalte auf hohen Bergen
- Einnahme von Medikamenten, die die Tränenproduktion beeinflussen
Wann zum Arzt
Dringend zum Arzt, wenn:
- Bei plötzlichem Sehverlust, starkem Schmerz oder einer Verletzung – sofort ärztliche Hilfe suchen.
- Wenn Sie Kontaktlinsen tragen und Schmerzen, Rötung oder Austritt bemerken.
Einen Routinetermin vereinbaren, wenn:
- Wenn Ihre Augen länger als einen Tag gereizt oder trocken sind
- Wenn Sie Kontaktlinsen tragen und Schmerzen oder Rötungen bemerken
- Vor einer längeren Reise mit bekannten Augenbeschwerden
Diagnose
Die Ärztin oder der Arzt befragt Sie zu Ihren Symptomen und zur Reisegeschichte und untersucht Ihre Augen mit einem speziellen Mikroskop.
Mögliche Untersuchungen
- Sehtest (Visusbestimmung)
- Untersuchung mit der Spaltlampe, um Hornhaut und Bindehaut zu beurteilen
- Test der Tränenflüssigkeit bei Verdacht auf trockene Augen
Was Sie bei Ihrem Termin erwartet
Die Untersuchung ist schmerzfrei und dauert meist nur wenige Minuten. Sie erhalten danach eine Einschätzung und gegebenenfalls Empfehlungen für die Behandlung.
Behandlung
Die Behandlung richtet sich nach der Ursache. In vielen Fällen genügen einfache Maßnahmen wie viel trinken, Pausen vom Bildschirm und benetzende Augentropfen. Liegt eine Infektion vor, kann die Ärztin oder der Arzt spezielle Augentropfen verschreiben.
Selbsthilfe zu Hause
- Regelmäßig blinzeln und öfter eine Bildschirmpause machen
- Künstliche Tränen oder benetzende Augentropfen aus der Apotheke verwenden (allgemeine Empfehlung)
- Bei Kontaktlinsen: Hände waschen, Linsen nicht über Nacht tragen und im Zweifel zur Brille wechseln
- Viel Wasser trinken, um den Körper und die Augen feucht zu halten
- Sonnenbrille mit UV-Schutz tragen
Medizinische Behandlungen
Wenn die Beschwerden nicht verschwinden, kann eine Ärztin oder ein Arzt zum Beispiel entzündungshemmende oder antibiotische Augentropfen verordnen – je nach Ursache. Auch spezielle Präparate bei chronisch trockenen Augen sind möglich. Besprechen Sie immer zuerst mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt, was für Sie geeignet ist.
Leben mit der Erkrankung
Packen Sie für Reisen eine kleine Augenpflege-Ausrüstung: eine Sonnenbrille, eine Ersatzbrille oder Kontaktlinsenbehälter und benetzende Augentropfen. Machen Sie alle 20 Minuten eine kurze Bildschirmpause und schauen Sie in die Ferne.
Tipps für den Alltag
- Tragen Sie tagsüber eine Sonnenbrille mit UV-Schutz
- Vermeiden Sie direkte Zugluft von Klimaanlagen ins Gesicht
- Schlafen Sie ausreichend, um müde Augen zu vermeiden
Ernährung und Bewegung
Eine ausgewogene Ernährung mit viel Obst, Gemüse und Wasser unterstützt die Augengesundheit. Regelmäßige Bewegung und frische Luft fördern die Durchblutung und können trockene Augen entlasten.
Psychische Gesundheit und Wohlbefinden
Augenprobleme können während einer Reise Angst oder Frustration auslösen, besonders in unbekannter Umgebung. Es hilft, sich über die typischen Beschwerden zu informieren und zu wissen, wann ein Arztbesuch nötig ist. Bei anhaltender Belastung sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.
Vorbeugung
Viele Augenprobleme auf Reisen lassen sich durch einfache Vorbereitung verhindern: ausreichend Flüssigkeit, Sonnenbrille, saubere Kontaktlinsen und Bildschirmpausen.
Früherkennungsprogramme
Wer regelmäßig Kontaktlinsen trägt oder eine Sehhilfe benötigt, sollte vor großen Reisen einen Augenarzttermin einplanen, um den aktuellen Stand der Sehstärke zu überprüfen.
Komplikationen
Unbehandelt
- Eine nicht behandelte Hornhautentzündung durch Kontaktlinsen kann das Sehvermögen dauerhaft schädigen
- Eine chronische Entzündung der Bindehaut kann zu anhaltender Trockenheit und Narben führen
- Ein unbehandelter plötzlicher Sehverlust kann bleibende Schäden hinterlassen
Langzeitprognose
Die meisten sehbezogenen Beschwerden auf Reisen sind vorübergehend und gut behandelbar. Mit aufmerksamer Beobachtung und rechtzeitiger ärztlicher Hilfe lässt sich in fast allen Fällen eine dauerhafte Beeinträchtigung vermeiden.
Unterstützung finden
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Überprüfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfügbar.
Wichtiger Hinweis Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie ersetzen keine professionelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Fragen immer einen qualifizierten Arzt. Bei einem medizinischen Notfall wählen Sie sofort den örtlichen Notruf.
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Quellen und Leitlinien
Dieser Artikel dient der Aufklärung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfügbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 31. Juli 2026
Hinweis zur Aufklärung: Diese Informationen dienen nur der Aufklärung und sind keine Diagnose.
Nutzen Sie sie zur Ergänzung — nicht als Ersatz — für den Rat einer approbierten Fachkraft.
Bei schweren, sich verschlechternden oder dringenden Symptomen rufen Sie die lokale Notrufnummer an oder suchen Sie Notfallversorgung auf.