Tipps für den Tag Ihrer Augenbehandlung
Basierend auf internationalen klinischen Leitlinien
Übersicht
Dieser Artikel hilft Ihnen, sich auf den Tag Ihres geplanten Augeneingriffs vorzubereiten. Am Tag der Operation sind bestimmte Regeln wichtig, damit alles sicher und gut verläuft. Sie bekommen zum Beispiel Tropfen, um das Auge zu betäuben, und manchmal eine Beruhigungsspritze. Der Eingriff wird meist in einer Augenklinik oder Praxis durchgeführt und Sie können meist noch am selben Tag nach Hause.
Wichtige Fakten
- Sie müssen in der Regel nüchtern sein, wenn Sie eine Narkose oder Beruhigungsspritze erhalten.
- Bringen Sie eine Begleitperson mit, die Sie nach Hause fährt.
- Ihr Auge wird nach dem Eingriff geschützt, meist mit einem Verband oder einem Schild.
Eingriffe am Auge sind in Deutschland sehr häufig, zum Beispiel die Graue-Star-Operation (Katarakt-Operation). Diese Operation ist heute ein Routineeingriff und für die meisten Menschen gut verträglich.
Der Tag der Behandlung betrifft alle Patienten und Patientinnen, die einen geplanten Augeneingriff haben. Das können junge Menschen mit Augenmuskelproblemen sein, aber auch ältere Menschen, bei denen die Linse getrübt ist.
Symptome
- Plötzlicher starker Schmerz im Auge
- Sichtbarer roter Fleck oder starke Schwellung am Auge
- Plötzlicher Verlust des Sehvermögens
- Wenn Sie nach einem Eingriff ein Auge nicht mehr öffnen können
- ⚠Anhaltendes starkes Tränen
- ⚠Lichtblitze oder Schatten im Sichtfeld
- ⚠Fieber oder Schüttelfrost
Häufige Symptome
- Während des Eingriffs spüren Sie meist keinen Schmerz, aber Sie fühlen vielleicht einen leichten Druck auf dem Auge.
- Nach dem Eingriff kann das Auge für einige Stunden gerötet oder leicht geschwollen sein.
- Das Sehen ist zunächst verschwommen, bessert sich aber oft innerhalb von Stunden bis Tagen.
Symptome bei Kindern
- Kinder sind nach dem Aufwachen aus der Narkose manchmal müde oder weinerlich.
- Sie müssen darauf achten, dass Ihr Kind nicht am Auge reibt.
Symptome bei älteren Erwachsenen
- Ältere Menschen können nach dem Eingriff vorübergehend verwirrt oder unruhig sein.
- Schwindel durch die Augentropfen ist möglich, daher ist eine Begleitung wichtig.
Ursachen
Hauptursachen
- Mögliche Beschwerden entstehen meist durch die Narkose oder die Operation selbst und klingen in der Regel wieder ab.
- Die Betäubungstropfen können vorübergehend zu Brennen oder einem unangenehmen Geschmack führen.
- Manchmal wirken sich bestehende Grunderkrankungen wie Diabetes auf die Heilung aus.
Risikofaktoren
- Wenn Sie nicht nüchtern sind, kann der Eingriff verschoben werden müssen.
- Bestimmte Medikamente (zum Beispiel Blutverdünner) müssen vorher mit dem Behandlungsteam besprochen werden.
- Wenn Sie alleine mit dem Auto kommen, können Sie nach dem Eingriff nicht sicher nach Hause fahren.
Wann zum Arzt
Dringend zum Arzt, wenn:
- Bei den oben genannten Notfällen rufen Sie sofort die 112 an.
- Bei starken Schmerzen, die nicht besser werden, oder bei plötzlicher Sehverschlechterung.
Einen Routinetermin vereinbaren, wenn:
- Zur Nachkontrolle am nächsten Tag, auch wenn alles normal erscheint.
- Wenn Sie Fragen zu Augentropfen oder Verhaltensregeln haben.
Diagnose
Der Augenarzt oder die Augenärztin prüft vor dem Eingriff Ihre Sehschärfe, misst den Augeninnendruck und begutachtet den Augenhintergrund. Am Tag des Eingriffs wird die richtige Seite vorbereitet und mit einem Stift markiert.
Mögliche Untersuchungen
- Sehtest (Visusbestimmung)
- Messung des Augeninnendrucks
- Spaltlampen-Untersuchung des Auges
- Ultraschall, wenn die Linse getrübt ist
Was Sie bei Ihrem Termin erwartet
Der Eingriff selbst dauert oft nur 15 bis 30 Minuten. Sie bekommen eine Augenbinde oder einen Schutzschild. Nach dem Eingriff bleiben Sie kurze Zeit unter Beobachtung und dürfen dann nach Hause.
Behandlung
Die Behandlung ist der Eingriff selbst. Er wird meist mit örtlicher Betäubung durchgeführt. Das bedeutet: Sie sind wach, spüren aber keinen Schmerz. Je nach Art des Eingriffs wird Ihnen auch ein Beruhigungsmittel oder eine Vollnarkose angeboten.
Selbsthilfe zu Hause
- Nehmen Sie Ihren Termin ernst und erscheinen Sie pünktlich.
- Lassen Sie sich von einer Person begleiten, die nach dem Eingriff auf Sie aufpasst.
- Tragen Sie die Schutzklappe oder den Verband genau so lange, wie Ihr Behandlungsteam es empfiehlt.
- Verzichten Sie in den ersten Tagen auf schweres Heben, Bücken und Sport.
- Benutzen Sie nur die vom Arzt verordneten Augentropfen und Salben.
Medizinische Behandlungen
Ihr Behandlungsteam erklärt Ihnen genau, welche Medikamente Sie benötigen. In der Regel sind das Augentropfen oder Salben, die Entzündungen hemmen oder Infektionen vorbeugen. Bitte wenden Sie diese nur in der verordneten Dosis an und waschen Sie vorher die Hände. Ohne ärztlichen Rat sollten Sie keine rezeptfreien Augentropfen verwenden.
Wann kommt eine Operation infrage?
Die meisten Augenoperationen sind ambulant. Eine stationäre Aufnahme ist nur bei Risikopatienten oder größeren Eingriffen nötig.
Leben mit der Erkrankung
Planen Sie für die ersten Tage nach dem Eingriff Ruhe ein. Vermeiden Sie Staub, Rauch und Zugluft. Waschen Sie Ihr Gesicht vorsichtig, ohne Wasser direkt ins Auge zu lassen. Duschen Sie mit geschlossenem Auge und tragen Sie eine Kopfbedeckung gegen Regen und Sonne.
Tipps für den Alltag
- Verzichten Sie in den ersten Tagen auf Augen-Make-up.
- Tragen Sie eine Sonnenbrille zum Schutz vor Wind und hellem Licht.
- Vermeiden Sie Schwimmbad und Sauna für ein paar Tage.
Ernährung und Bewegung
Eine ausgewogene Ernährung und ausreichend Trinken unterstützen die Heilung. Vermeiden Sie anstrengenden Sport und schweres Heben bis zur Kontrolle. Flache Spaziergänge sind meist erlaubt.
Psychische Gesundheit und Wohlbefinden
Es ist verständlich, dass Sie sich vor und nach dem Eingriff Sorgen machen. Sprechen Sie mit Ihrem Behandlungsteam über alle Fragen. Viele Menschen fühlen sich nach einer erfolgreichen Operation erleichtert, wenn das Sehen wieder besser wird.
Vorbeugung
Die meisten Beschwerden lassen sich durch sorgfältige Vorbereitung und das Befolgen der Hinweise des Behandlungsteams vermeiden. Teilen Sie alle Medikamente, Allergien und Krankheiten mit, bevor Sie den Eingriff haben.
Impfungen
Der Impfschutz gegen Tetanus sollte aufgefrischt sein. Fragen Sie Ihr Behandlungsteam, ob das für Sie wichtig ist.
Früherkennungsprogramme
Bei bestimmten Grunderkrankungen wie Diabetes sind regelmäßige Kontrollen des Augenhintergrunds empfehlenswert – auch vor und nach einem Eingriff.
Komplikationen
Unbehandelt
- Wenn Komplikationen wie eine Infektion oder ein erhöhter Augeninnendruck nicht rechtzeitig behandelt werden, kann das zu dauerhaften Sehproblemen führen.
- Deshalb ist die Nachsorge nach dem Eingriff besonders wichtig.
Langzeitprognose
Die Aussichten sind bei den meisten Augenoperationen sehr gut. Viele Menschen können nach einer Kataraktoperation wieder deutlich besser sehen. Die Heilung braucht Zeit, aber die meisten Beschwerden klingen in den ersten Tagen ab. Ihr Behandlungsteam begleitet Sie – seien Sie geduldig mit sich.
Unterstützung finden
Externe Links öffnen Websites Dritter. Ruqelo ist nicht für externe Inhalte verantwortlich. Die Nennung einer Organisation bedeutet keine Empfehlung.
Überprüfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfügbar.
Wichtiger Hinweis Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie ersetzen keine professionelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Fragen immer einen qualifizierten Arzt. Bei einem medizinischen Notfall wählen Sie sofort den örtlichen Notruf.
Ähnliche Erkrankungen
Quellen und Leitlinien
Dieser Artikel dient der Aufklärung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfügbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 31. Juli 2026
Hinweis zur Aufklärung: Diese Informationen dienen nur der Aufklärung und sind keine Diagnose.
Nutzen Sie sie zur Ergänzung — nicht als Ersatz — für den Rat einer approbierten Fachkraft.
Bei schweren, sich verschlechternden oder dringenden Symptomen rufen Sie die lokale Notrufnummer an oder suchen Sie Notfallversorgung auf.