Risiken und Nutzen für Ihr Sehvermögen
Basierend auf internationalen klinischen Leitlinien
Übersicht
Dieser Artikel erklärt, welche Risiken es für Ihr Sehvermögen gibt und welchen Nutzen es hat, früh zum Arzt zu gehen. Viele Probleme mit den Augen lassen sich gut behandeln, wenn sie rechtzeitig erkannt werden.
Wichtige Fakten
- Regelmäßige Augenuntersuchungen sind wichtig, weil manche Augenkrankheiten lange keine Beschwerden machen.
- Ein plötzlicher Sehverlust ist ein Notfall. Rufen Sie sofort die 112.
- Schützen Sie Ihre Augen vor starker Sonne mit einer UV-Schutz-Brille.
Augenprobleme sind weit verbreitet. Ungefähr jeder zweite Mensch braucht mit dem Alter eine Brille oder Kontaktlinsen.
Sehprobleme betreffen Menschen aller Altersgruppen. Kinder können schon mit einer Fehlsichtigkeit geboren werden. Im Erwachsenenalter verändert sich die Sehkraft oft. Ältere Menschen haben häufiger Augenerkrankungen.
Symptome
- Plötzlicher Verlust des Sehvermögens auf einem oder beiden Augen
- Schwere Augenverletzung, zum Beispiel durch Chemikalien oder einen spitzen Gegenstand
- Plötzliche Blitze oder ein schwarzer Vorhang im Sichtfeld
- ⚠Augenrötung mit starken Schmerzen
- ⚠Neue Doppelbilder
- ⚠Ein Fremdkörpergefühl im Auge, das nicht vergeht
- ⚠Wenn Sie plötzlich schlechter sehen als vorher, aber noch etwas sehen
Häufige Symptome
- Verschwommenes Sehen
- Doppelbilder
- Augenschmerzen
- Lichtempfindlichkeit
- Das Gefühl, dass die Brille nicht mehr richtig passt
Symptome bei Kindern
- Das Kind schielt
- Das Kind kneift beim Sehen die Augen zusammen
- Das Kind hält Dinge sehr nah an die Augen
- Das Kind hat Konzentrationsprobleme in der Schule
Symptome bei älteren Erwachsenen
- Schlechteres Sehen bei Dämmerung
- Farben wirken verblasst
- Kontraste sind schwerer zu erkennen
- Langsam zunehmende Sehschwäche
Ursachen
Hauptursachen
- Altersbedingte Veränderungen, zum Beispiel die Trübung der Augenlinse oder eine Schädigung der Netzhaut
- Fehlsichtigkeiten wie Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit oder Hornhautverkrümmung
- Erkrankungen wie Diabetes, die die Netzhaut schädigen können
- Unfälle oder Fremdkörper im Auge
Risikofaktoren
- Hohes Alter
- Rauchen
- Starkes Sonnenlicht ohne Schutz
- Bluthochdruck und Diabetes
- Familiäre Vorbelastung bei Augenkrankheiten
Wann zum Arzt
Dringend zum Arzt, wenn:
- Wenn Sie plötzlich nichts oder nur noch verschwommen sehen
- Nach einer Verletzung am Auge
- Bei starken Schmerzen im Auge
Einen Routinetermin vereinbaren, wenn:
- Bei Vorsorgeuntersuchungen für Kinder ab dem ersten Lebensjahr
- Ab 40 jedes Jahr oder alle zwei Jahre
- Wenn die Sehkraft langsamer nachlässt
Diagnose
Der Arzt oder die Ärztin führt einen einfachen Sehtest durch und schaut mit einem speziellen Gerät in die Augen. Das ist schmerzfrei und dauert meist nicht lange.
Mögliche Untersuchungen
- Sehschärfentest mit Buchstaben oder Bildern
- Messung des Augeninnendrucks
- Untersuchung des Augenhintergrunds
- Sehtest mit Brillengläsern
Was Sie bei Ihrem Termin erwartet
Besprechen Sie vorher alle Beschwerden. Wenn die Pupillen erweitert werden, ist Ihr Sehen für einige Stunden unscharf. Vereinbaren Sie die Fahrt bitte so, dass Sie nicht selbst Auto fahren müssen.
Behandlung
Wie eine Erkrankung behandelt wird, hängt von der Ursache ab. Bei vielen Sehproblemen helfen eine Brille oder Kontaktlinsen. Andere Erkrankungen benötigen Medikamente oder eine Operation.
Selbsthilfe zu Hause
- Schützen Sie Ihre Augen mit einer Sonnenbrille im Sommer
- Machen Sie bei Bildschirmarbeit jede Stunde eine Pause
- Sorgen Sie für gute Beleuchtung beim Lesen
- Bei trockenen Augen können Sie die Luftfeuchtigkeit erhöhen oder viel trinken
Medizinische Behandlungen
Ärztinnen und Ärzte können Augentropfen, Salben oder Tabletten verschreiben. Diese wirken zum Beispiel gegen Entzündungen oder senken den Augeninnendruck. Welche Behandlung für Sie sinnvoll ist, besprechen Sie mit Ihrem Arzt.
Wann kommt eine Operation infrage?
Eine Operation ist zum Beispiel bei grauem Star oder bei einer fortgeschrittenen Netzhauterkrankung möglich. Ihr Augenarzt erklärt Ihnen die Risiken und den Nutzen genau.
Leben mit der Erkrankung
Mit den richtigen Hilfen können Sie die meisten Aufgaben im Alltag gut bewältigen. Eine gute Brille, ausreichend Licht und eine aufgeräumte Umgebung erleichtern das Leben.
Tipps für den Alltag
- Gehen Sie regelmäßig zu Ihren Vorsorgeterminen
- Bewegen Sie sich an der frischen Luft
- Rauchen Sie nicht – das schützt die Gefäße im Auge
- Schützen Sie Ihre Augen bei der Arbeit mit einer Schutzbrille, wenn nötig
Ernährung und Bewegung
Eine ausgewogene Ernährung mit grünem Gemüse, Früchten und Fisch kann die Netzhaut unterstützen. Außerdem hilft regelmäßige Bewegung, weil sie die Durchblutung verbessert.
Psychische Gesundheit und Wohlbefinden
Wenn das Sehen nachlässt, kann das belasten. Es ist verständlich, wenn Sie sich Sorgen machen. Tauschen Sie sich mit anderen aus und suchen Sie sich Unterstützung. Das hilft, besser mit der neuen Situation umzugehen.
Vorbeugung
Eine vollständige Verhütung ist nicht immer möglich. Aber Sie können Ihr Risiko deutlich senken, wenn Sie auf Ihre Augen achten und rechtzeitig zur Untersuchung gehen.
Impfungen
Schutzimpfungen gegen Masern und Röteln können schwere Augenentzündungen verhindern. Lassen Sie Ihren Impfschutz regelmäßig prüfen.
Früherkennungsprogramme
Für Kinder gibt es feste Vorsorgeuntersuchungen, bei denen auch die Augen geprüft werden. Erwachsene sollten ab 40 Jahren den Sehtest alle zwei Jahre erneuern lassen.
Komplikationen
Unbehandelt
- Dauerhafte Sehbehinderung
- Sturzverletzungen durch schlechtes Sehen
- Verlust der Unabhängigkeit im Alltag
Langzeitprognose
Viele Augenkrankheiten können heute gut behandelt werden. Auch bei einer Sehbehinderung gibt es viele Hilfsmittel, sodass Sie selbstbestimmt leben können. Wichtig ist, dass Sie nicht zögern, sich helfen zu lassen.
Unterstützung finden
Externe Links öffnen Websites Dritter. Ruqelo ist nicht für externe Inhalte verantwortlich. Die Nennung einer Organisation bedeutet keine Empfehlung.
Überprüfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfügbar.
Wichtiger Hinweis Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie ersetzen keine professionelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Fragen immer einen qualifizierten Arzt. Bei einem medizinischen Notfall wählen Sie sofort den örtlichen Notruf.
Ähnliche Erkrankungen
Quellen und Leitlinien
Dieser Artikel dient der Aufklärung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfügbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 31. Juli 2026
Hinweis zur Aufklärung: Diese Informationen dienen nur der Aufklärung und sind keine Diagnose.
Nutzen Sie sie zur Ergänzung — nicht als Ersatz — für den Rat einer approbierten Fachkraft.
Bei schweren, sich verschlechternden oder dringenden Symptomen rufen Sie die lokale Notrufnummer an oder suchen Sie Notfallversorgung auf.