Causes of greasy floating stools
Basierend auf internationalen klinischen Leitlinien
Übersicht
Fettige, schwimmende Stühle (auch Steatorrhoe genannt) sind Stühle, die ölig aussehen, einen starken, üblen Geruch haben und im Toilettenwasser schwimmen. Sie entstehen, wenn Ihr Körper zu viel Fett mit dem Stuhl ausscheidet, weil die Fettverdauung gestört ist.
Wichtige Fakten
- Fettige Stühle sind ein Anzeichen dafür, dass Ihr Körper Fett nicht richtig aufnimmt (Fettmalabsorption).
- Die häufigsten Ursachen sind Probleme mit der Bauchspeicheldrüse, der Gallenblase oder dem Dünndarm.
- Eine ärztliche Abklärung ist wichtig, um die genaue Ursache zu finden und zu behandeln.
Fettige Stühle kommen nicht sehr häufig vor, aber viele Menschen haben sie gelegentlich. Anhaltende fettige Stühle sollten immer ärztlich abgeklärt werden.
Betroffen sein können Menschen jeden Alters, aber häufiger sind Erwachsene mit Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse (z. B. chronische Bauchspeicheldrüsenentzündung), der Gallenwege oder des Dünndarms (z. B. Zöliakie, Morbus Crohn).
Symptome
- Starke Bauchschmerzen, die plötzlich und sehr heftig sind
- Fieber über 39 °C mit Bauchschmerzen
- Blut im Stuhl (rot oder schwarz)
- Erbrechen von Blut
- ⚠Anhaltende, starke Übelkeit oder Erbrechen
- ⚠Gelbfärbung der Haut oder Augen (Gelbsucht)
- ⚠Schwere Durchfälle mit Flüssigkeitsverlust
Häufige Symptome
- Ölig aussehende, fettige Stühle, die im Wasser schwimmen
- Übel riechender Stuhl
- Hellere Farbe des Stuhls (grau oder lehmfarben)
- Blähungen und Völlegefühl
- Bauchschmerzen oder Krämpfe
- Gewichtsverlust trotz normaler Nahrungsaufnahme
Symptome bei Kindern
- Gedeihstörung (Kind nimmt nicht gut zu)
- Fettige Windeln oder Stuhl, der schwer abwaschbar ist
- Reizbarkeit oder Bauchschmerzen nach dem Essen
Symptome bei älteren Erwachsenen
- Ungewollter Gewichtsverlust
- Müdigkeit durch Nährstoffmangel
- Verschlechterung bestehender Erkrankungen (z. B. Diabetes, Osteoporose)
Ursachen
Hauptursachen
- Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse, z. B. chronische Bauchspeicheldrüsenentzündung (Pankreatitis) oder Pankreastumor
- Gestörte Gallenproduktion oder -ableitung, z. B. Gallensteine, Gallengangsentzündung
- Erkrankungen des Dünndarms, die die Nährstoffaufnahme behindern, wie Zöliakie, Morbus Crohn oder bakterielle Überwucherung (SIBO)
- Mangel an bestimmten Verdauungsenzymen (z. B. Laktasemangel kann zusätzlich fettige Stühle verursachen)
- Nebenwirkungen von Medikamenten (z. B. manche Diabetes- oder Gewichtsreduktionsmittel)
Risikofaktoren
- Alkoholmissbrauch (schädigt die Bauchspeicheldrüse)
- Gallensteine
- Autoimmunerkrankungen (z. B. Zöliakie, Morbus Crohn)
- Zustand nach Darmoperationen (z. B. Magenbypass)
- Familiäre Belastung für Bauchspeicheldrüsenerkrankungen
Wann zum Arzt
Dringend zum Arzt, wenn:
- Wenn Sie plötzlich starke Bauchschmerzen, Fieber oder Gelbsucht bemerken
- Bei Bluterbrechen oder Blut im Stuhl
Einen Routinetermin vereinbaren, wenn:
- Wenn fettige Stühle länger als ein paar Wochen anhalten
- Bei ungewolltem Gewichtsverlust oder anhaltender Müdigkeit
- Wenn Sie Durchfall oder Bauchschmerzen nach dem Essen haben
Diagnose
Ihr Arzt wird zuerst ein ausführliches Gespräch mit Ihnen führen (Anamnese) und Sie körperlich untersuchen. Dabei fragt er nach Ihren Symptomen, Essgewohnheiten und Vorerkrankungen.
Mögliche Untersuchungen
- Stuhluntersuchung: Nachweis von Fett im Stuhl (z. B. Fettbestimmung über 72 Stunden)
- Blutuntersuchung: Überprüfung von Entzündungswerten, Leber- und Bauchspeicheldrüsenfunktion
- Bildgebung: Ultraschall des Bauches, ggf. CT oder MRT zur Darstellung von Bauchspeicheldrüse und Gallenwegen
- Spezielle Tests: z. B. Schilling-Test (Vitamin-B12-Aufnahme) oder Atemtests auf Fruchtzuckerunverträglichkeit
Was Sie bei Ihrem Termin erwartet
Die Untersuchungen dauern in der Regel einige Tage bis Wochen. Ihr Arzt wird mit Ihnen besprechen, welche Tests für Sie sinnvoll sind. Bei einer Stuhlsammlung müssen Sie Ihren Stuhl über mehrere Tage sammeln – Ihr Arzt gibt Ihnen genaue Anweisungen.
Behandlung
Die Behandlung richtet sich nach der Ursache. Ziel ist es, die Fettverdauung zu verbessern und die zugrunde liegende Erkrankung zu behandeln.
Selbsthilfe zu Hause
- Fettarme Kost bevorzugen (z. B. mageres Fleisch, fettarme Milchprodukte, viel Gemüse)
- Häufigere, kleinere Mahlzeiten essen, um den Verdauungstrakt zu entlasten
- Auf Alkohol verzichten, falls die Bauchspeicheldrüse betroffen ist
- Ausreichend trinken, um einer Austrocknung vorzubeugen
Medizinische Behandlungen
Ihr Arzt kann Ihnen Verdauungsenzyme (z. B. gegen Bauchspeicheldrüseninsuffizienz) oder Medikamente gegen Durchfall verschreiben. Bei Zöliakie ist eine streng glutenfreie Ernährung nötig. Bei bakterieller Überwucherung können Antibiotika helfen. Bei Gallensteinen kann eine endoskopische Entfernung (ERCP) nötig sein.
Wann kommt eine Operation infrage?
In seltenen Fällen, z. B. bei Tumoren der Bauchspeicheldrüse oder komplizierten Gallensteinen, kann eine Operation erforderlich sein.
Leben mit der Erkrankung
Wenn die Ursache gefunden und behandelt wird, lassen sich die Beschwerden meist gut in den Griff bekommen. Es kann helfen, ein Ernährungstagebuch zu führen, um auslösende Lebensmittel zu erkennen.
Tipps für den Alltag
- Regelmäßige Bewegung unterstützt die Verdauung und allgemeine Gesundheit.
- Stressabbau (z. B. durch Entspannungsübungen) kann die Symptome verbessern.
- Achten Sie auf ausreichende Vitaminzufuhr (besonders fettlösliche Vitamine: A, D, E, K).
Ernährung und Bewegung
Eine angepasste Ernährung ist der Schlüssel: fettarme, ballaststoffreiche Kost mit viel Obst, Gemüse und Vollkornprodukten. Leichte Bewegung nach dem Essen kann die Verdauung fördern.
Psychische Gesundheit und Wohlbefinden
Chronische Verdauungsprobleme können belastend sein und zu sozialem Rückzug oder Angst vor dem Essen führen. Es ist wichtig, auch seelische Belastungen ernst zu nehmen und Hilfe zu suchen.
Vorbeugung
Nicht alle Ursachen sind vermeidbar. Ein gesunder Lebensstil (ausgewogene Ernährung, maßvoller Alkoholkonsum, Nichtrauchen) kann das Risiko für Bauchspeicheldrüsen- und Gallenerkrankungen senken.
Impfungen
Es gibt keine Impfung, die fettige Stühle direkt verhindert. Allerdings können Impfungen gegen Hepatitis B (schützt die Leber) und gegen bestimmte bakterielle Infektionen (z. B. Typhus) indirekt nützlich sein – fragen Sie Ihren Arzt.
Früherkennungsprogramme
Bei familiärer Vorbelastung für Bauchspeicheldrüsenkrebs kann Ihr Arzt ein regelmäßiges Screening (z. B. Ultraschall) empfehlen.
Komplikationen
Unbehandelt
- Gewichtsverlust und Mangelernährung (Mangel an fettlöslichen Vitaminen und Kalorien)
- Mangel an Vitamin A (Nachtschblindheit), Vitamin D (Knochenschwund), Vitamin E (Nervenschäden), Vitamin K (Blutungsneigung)
- Austrocknung und Elektrolytstörungen bei anhaltenden Durchfällen
- Verschlechterung der Grunderkrankung (z. B. Fortschreiten einer Pankreatitis)
Langzeitprognose
Mit der richtigen Behandlung ist die Prognose meist gut. Viele Ursachen lassen sich gut behandeln oder durch Ernährungsumstellung kontrollieren. Bei chronischen Erkrankungen wie Zöliakie oder chronischer Pankreatitis ist eine langfristige Betreuung nötig, aber die Lebensqualität kann durch angepasste Maßnahmen deutlich verbessert werden.
Unterstützung finden
Lokale Organisationen
- Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS) · Deutschland
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Überprüfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfügbar.
Wichtiger Hinweis Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie ersetzen keine professionelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Fragen immer einen qualifizierten Arzt. Bei einem medizinischen Notfall wählen Sie sofort den örtlichen Notruf.
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Quellen und Leitlinien
Dieser Artikel dient der Aufklärung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfügbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 20. Juli 2026
Hinweis zur Aufklärung: Diese Informationen dienen nur der Aufklärung und sind keine Diagnose.
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Bei schweren, sich verschlechternden oder dringenden Symptomen rufen Sie die lokale Notrufnummer an oder suchen Sie Notfallversorgung auf.