Causes of nipple inversion new
Basierend auf internationalen klinischen Leitlinien
Übersicht
Eine Brustwarzen-Einziehung (auch Mamilleneinziehung genannt) bedeutet, dass eine oder beide Brustwarzen nach innen gezogen sind, anstatt nach außen zu zeigen. Dies kann von Geburt an bestehen oder sich später neu entwickeln. Wenn eine Einziehung plötzlich auftritt, sollte dies ärztlich abgeklärt werden.
Wichtige Fakten
- Eine neu auftretende Brustwarzen-Einziehung kann ein Zeichen für eine Veränderung im Brustgewebe sein, muss aber nicht immer ernst sein.
- Oft stecken harmlose Ursachen wie eine Entzündung oder eine gutartige Zyste dahinter.
- In seltenen Fällen kann eine neue Einziehung auf Brustkrebs hinweisen – deshalb ist eine zeitnahe Abklärung wichtig.
Brustwarzen-Einziehungen kommen vor: Schätzungsweise 10–20 % aller Frauen haben von Natur aus eingezogene Brustwarzen. Eine neu auftretende Einziehung ist weniger häufig, aber ein häufiger Grund für einen Arztbesuch.
Betroffen sein können Menschen jeden Geschlechts, am häufigsten jedoch Frauen. Auch Männer können eine Brustwarzen-Einziehung entwickeln, zum Beispiel bei einer Brustdrüsenvergrößerung (Gynäkomastie).
Symptome
- Wenn die Brustwarzen-Einziehung mit plötzlichen Schmerzen, starker Schwellung oder einer blutigen Absonderung einhergeht, rufen Sie den Notruf 112 oder suchen Sie die nächste Notaufnahme auf.
- Auch bei gleichzeitigen Brustschmerzen mit Atemnot oder starkem Unwohlsein sofort den Notruf wählen.
- ⚠Neue, einseitige Brustwarzen-Einziehung ohne offensichtlichen Grund – noch am selben Tag ärztlich vorstellen.
- ⚠Begleitende Knoten, Hautrötungen oder eine Orangenhaut (Dellen) – innerhalb weniger Tage abklären lassen.
Häufige Symptome
- Eine Brustwarze, die plötzlich nach innen zeigt (einseitig oder beidseitig)
- Die Brustwarze lässt sich nicht oder nur schwer nach außen ziehen
- Möglicherweise begleitende Hautveränderungen wie Rötung, Schuppung oder eine kleine Delle
Symptome bei Kindern
- Bei Kindern ist eine Brustwarzen-Einziehung meist angeboren und harmlos.
- Sollte sie plötzlich auftreten, könnte eine Entzündung oder Verletzung dahinterstecken – bitte von einer Kinderärztin oder einem Kinderarzt abklären lassen.
Symptome bei älteren Erwachsenen
- Im Alter kann sich die Brustwarze durch natürliche Gewebeveränderungen etwas einziehen.
- Plötzliche Veränderungen sollten auch bei älteren Menschen ärztlich untersucht werden.
Ursachen
Hauptursachen
- Angeborene Veranlagung: Die Milchgänge sind von Geburt an verkürzt.
- Gutartige Brustveränderungen: Zysten, Fibroadenome (gutartige Knoten) oder Entzündungen (Mastitis).
- Narbengewebe nach einer Operation oder Verletzung an der Brust.
- Hormonelle Umstellungen: In den Wechseljahren oder nach der Geburt kann sich das Brustgewebe verändern.
- Brustkrebs: In seltenen Fällen kann ein Tumor hinter der Brustwarze diese einziehen – daher ist die Abklärung so wichtig.
Risikofaktoren
- Frühere Brustoperationen oder Bestrahlung
- Starkes Übergewicht (erhöht das Risiko für gutartige und bösartige Brustveränderungen)
- Hormonelle Veränderungen, z. B. in der Pubertät oder in den Wechseljahren
- Rauchen (erhöht das Risiko für Brustkrebs)
- Familiäre Vorbelastung mit Brustkrebs
Wann zum Arzt
Dringend zum Arzt, wenn:
- Plötzlich auftretende einseitige Brustwarzen-Einziehung
- Blutiger oder klarer Ausfluss aus der Brustwarze
- Gleichzeitiger tastbarer Knoten in der Brust oder Achselhöhle
Einen Routinetermin vereinbaren, wenn:
- Angeborene Brustwarzen-Einziehung, die Sie stört – sprechen Sie bei Ihrer nächsten Routineuntersuchung mit Ihrer Frauenärztin oder Ihrem Frauenarzt.
- Leichte Einziehung ohne weitere Symptome, die seit längerem besteht.
Diagnose
Die Ärztin oder der Arzt wird zuerst ein Gespräch führen (Anamnese) und die Brust gründlich abtasten. Dabei wird nach Knoten, Hautveränderungen und der Form der Brustwarze gesucht.
Mögliche Untersuchungen
- Ultraschall der Brust (Sonografie) – schmerzfrei und ohne Strahlung
- Mammografie (Röntgenuntersuchung der Brust) – meist ab 40 Jahren oder bei Verdacht
- Magnetresonanztomografie (MRT) – bei unklaren Befunden
- Feinnadelbiopsie oder Stanzbiopsie – Entnahme einer kleinen Gewebeprobe zur feingeweblichen Untersuchung
Was Sie bei Ihrem Termin erwartet
Die Untersuchung ist in der Regel ambulant und dauert insgesamt etwa 30–60 Minuten. Die meisten Verfahren sind schmerzarm. Bei einer Biopsie bekommen Sie örtliche Betäubung. Sie erhalten nach der Untersuchung Besprechung der Ergebnisse – oft am selben oder am nächsten Tag.
Behandlung
Die Behandlung richtet sich nach der Ursache. Handelt es sich um eine harmlose, angeborene Einziehung, ist meist keine Therapie nötig. Bei einer neu aufgetretenen Einziehung wird zunächst die Ursache behandelt.
Selbsthilfe zu Hause
- Bei einer harmlosen, angeborenen Einziehung können Sie die Brustwarze gelegentlich sanft herausziehen – ohne Druck oder Schmerzen.
- Verwenden Sie feuchtigkeitsspendende Cremes, wenn die Haut spannt oder rissig wird.
- Beruhigende Umschläge bei leichter Entzündung (vorher mit Arzt abklären).
Medizinische Behandlungen
Behandlungsansätze umfassen: Antibiotika bei bakteriellen Entzündungen (Mastitis), entzündungshemmende Medikamente (wie Ibuprofen, aber kein Markenname nötig), oder eine Punktion/Einlage bei Abszessen. Bei Krebs erfolgt eine leitliniengerechte Therapie (Operation, Strahlentherapie, Chemotherapie, Hormontherapie) – immer in Absprache mit einem Brustzentrum.
Wann kommt eine Operation infrage?
Eine Operation kommt infrage, wenn eine Brustwarzen-Einziehung durch einen Tumor verursacht wird und dieser entfernt werden muss. Oder wenn eine angeborene Einziehung aus kosmetischen Gründen korrigiert werden soll. Der Eingriff ist meist ambulant möglich und wird von einer Fachärztin oder einem Facharzt für Plastische Chirurgie durchgeführt.
Leben mit der Erkrankung
Wenn die Einziehung harmlos ist, können Sie ein normales Leben führen. Achten Sie auf Veränderungen und untersuchen Sie Ihre Brust regelmäßig selbst (Brustselbstuntersuchung).
Tipps für den Alltag
- Regelmäßige Brustselbstuntersuchung (einmal im Monat)
- Auf Veränderungen der Brustwarzen achten (Einziehung, Ausfluss, Hautveränderungen)
- Stress vermeiden und ausreichend schlafen – das stärkt das Immunsystem
Ernährung und Bewegung
Eine ausgewogene Ernährung mit viel Obst, Gemüse und Vollkornprodukten unterstützt die allgemeine Gesundheit. Regelmäßige Bewegung (z. B. 30 Minuten täglich) senkt das Risiko für Brustkrebs und andere Erkrankungen.
Psychische Gesundheit und Wohlbefinden
Eine plötzliche Veränderung an der Brust kann Ängste auslösen – das ist normal. Suchen Sie sich Vertrauenspersonen und sprechen Sie offen über Ihre Sorgen. Wenn die Gedanken kreisen, kann eine psychologische Beratung helfen.
Vorbeugung
Eine angeborene Brustwarzen-Einziehung lässt sich nicht verhindern. Eine neu auftretende Einziehung durch Krebs oder Entzündungen kann nicht sicher verhindert werden – aber regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen helfen, Veränderungen früh zu erkennen.
Früherkennungsprogramme
Das gesetzliche Mammografie-Screening wird in Deutschland für Frauen zwischen 50 und 69 Jahren alle zwei Jahre angeboten. Frauen ab 30 Jahren haben Anspruch auf eine jährliche Tastuntersuchung und Ultraschall bei der Frauenärztin oder beim Frauenarzt. Männer mit Brustvergrößerung sollten ebenfalls ärztlich untersucht werden.
Komplikationen
Unbehandelt
- Bleibt eine entzündliche Ursache unbehandelt, kann sich ein Abszess (Eiteransammlung) bilden, der schmerzhaft ist und operativ entleert werden muss.
- Wird ein bösartiger Tumor nicht rechtzeitig erkannt, kann er fortschreiten und Metastasen (Tochtergeschwülste) bilden.
Langzeitprognose
Die Prognose ist in den allermeisten Fällen sehr gut. Wenn die Ursache harmlos ist, bleibt es dabei. Selbst wenn Krebs die Ursache ist, sind die Heilungschancen bei frühzeitiger Erkennung sehr hoch. Die meisten Brustkrebserkrankungen können heute gut behandelt werden.
Unterstützung finden
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Überprüfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfügbar.
Wichtiger Hinweis Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie ersetzen keine professionelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Fragen immer einen qualifizierten Arzt. Bei einem medizinischen Notfall wählen Sie sofort den örtlichen Notruf.
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Quellen und Leitlinien
Dieser Artikel dient der Aufklärung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfügbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 19. Juli 2026
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