Dizziness â Patienteninformationen · Ruqelo Health
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Dizziness
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Patienteninformation â kein Ă€rztlicher Rat. Besprechen Sie dies mit Ihrem Arzt.
Basierend auf internationalen klinischen Leitlinien
Ăbersicht
Schwindel ist ein GefĂŒhl, dass sich die Umgebung oder der eigene Körper dreht oder wackelt, obwohl alles still steht. Es kann auch als Benommenheit oder Unsicherheit beim Gehen auftreten. Schwindel ist kein eigenes Krankheitsbild, sondern ein Symptom, das viele verschiedene Ursachen haben kann â oft liegt die Störung im Gleichgewichtsorgan des Innenohrs oder in den Nervenbahnen, die das Gleichgewicht steuern.
Wichtige Fakten
Schwindel zĂ€hlt zu den hĂ€ufigsten GrĂŒnden, einen Arzt aufzusuchen â fast jeder zehnte Mensch sucht mindestens einmal im Jahr deswegen Hilfe.
Die Ursache ist in etwa der HĂ€lfte der FĂ€lle gutartig und vorĂŒbergehend, z.âŻB. harmloser Lagerungsschwindel.
Mit einer gezielten Diagnose (z.âŻB. durch Hörtests oder GleichgewichtsprĂŒfungen) kann die Ursache meist geklĂ€rt und behandelt werden.
Ja, Schwindel ist sehr hĂ€ufig. SchĂ€tzungen zufolge haben etwa 10âŻ% der Menschen in Deutschland mindestens einmal im Jahr eine Schwindelattacke, die Ă€rztlich abgeklĂ€rt wird. Mit zunehmendem Alter steigt die HĂ€ufigkeit.
Fragen zu diesem Artikel
Schwindel kann in jedem Alter auftreten, besonders hĂ€ufig sind jedoch Ă€ltere Erwachsene betroffen (ĂŒber 65 Jahre). Aber auch jĂŒngere Menschen und Kinder können unter Schwindel leiden, oft im Zusammenhang mit Infekten oder MigrĂ€ne.
Symptome
Rufen Sie sofort den Notruf, wenn Sie bemerken:
Schwindel, der plötzlich und sehr stark auftritt, zusammen mit LĂ€hmungserscheinungen (z.âŻB. hĂ€ngender Mundwinkel, einseitige SchwĂ€che)
Schwindel mit Schlaganfall-Ă€hnlichen Symptomen wie Sprachstörungen, Sehstörungen (Doppelbilder) oder TaubheitsgefĂŒhl in Arm/Bein
Schwindel nach einem Sturz oder Schlag auf den Kopf
Schwindel mit Brustschmerzen oder starker Atemnot
Suchen Sie dringend (noch am selben Tag) einen Arzt auf, wenn Sie bemerken:
â Schwindel, der lĂ€nger als einen Tag anhĂ€lt und nicht nachlĂ€sst
â Schwindel mit plötzlichem Hörverlust auf einem Ohr oder anhaltenden OhrgerĂ€uschen
â Schwindel, der so stark ist, dass Sie nicht mehr aufrecht sitzen oder gehen können
HĂ€ufige Symptome
DrehgefĂŒhl, als ob sich der Raum oder der Kopf dreht
SchwankgefĂŒhl oder Schwanken wie auf einem Boot
Benommenheit oder leichter Schwindel, als ob einem schwindlig wird
Unsicherheit beim Gehen oder Stehen, Gleichgewichtsstörungen
Ăbelkeit oder Erbrechen, besonders bei starkem Drehschwindel
OhrgerÀusche (Tinnitus) oder Hörverlust auf einem Ohr
Symptome bei Kindern
Bei Kindern Ă€uĂert sich Schwindel oft durch plötzliches Festhalten an Möbeln oder Personen, BlĂ€sse oder Unruhe.
HĂ€ufig treten Begleitsymptome wie Bauchschmerzen oder Kopfschmerzen auf.
Kleinkinder können noch nicht genau beschreiben, dass ihnen schwindelig ist; sie wirken dann einfach âwackeligâ oder klagen ĂŒber Ăbelkeit.
Symptome bei Àlteren Erwachsenen
Ăltere Menschen erleben Schwindel oft als allgemeine Benommenheit oder Fallneigung.
Gleichgewichtsstörungen können zu StĂŒrzen mit Verletzungsgefahr fĂŒhren.
Begleitende Symptome wie Sehstörungen oder Gangunsicherheit sind hÀufiger.
Ursachen
Hauptursachen
Gutartiger Lagerungsschwindel (benigner paroxysmaler Lagerungsschwindel, BPPV): Kleine Kristalle im Innenohr lösen sich und reizen die Gleichgewichtssensoren.
EntzĂŒndungen des Gleichgewichtsnervs (Vestibularisneuritis), oft nach einer Virusinfektion.
Morbus MeniÚre: Erkrankung des Innenohrs mit anfallsartigem Drehschwindel, Hörverlust und Tinnitus.
MigrĂ€ne mit Schwindel (vestibulĂ€re MigrĂ€ne) â vor allem bei jĂŒngeren Erwachsenen.
Durchblutungsstörungen des Gehirns oder der HalswirbelsĂ€ule, z.âŻB. bei verkalkten Halsschlagadern (arteriosklerose).
Psychosomatische Ursachen: Angststörungen oder Panikattacken können Schwindel auslösen oder verstÀrken.
Risikofaktoren
Alter ĂŒber 65 Jahre (Abnutzung des Gleichgewichtsorgans, erhöhtes Sturzrisiko)
Virusinfektionen (vor allem der oberen Atemwege) können einen Innenohrnerv entzĂŒnden
Kopfverletzungen oder Schleudertrauma
Bluthochdruck, Diabetes oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen
Stress und psychische Belastung
Bestimmte Medikamente (z.âŻB. einige Antibiotika oder entwĂ€ssernde Mittel) â lassen Sie sich von Ihrer Ărztin oder Ihrem Arzt beraten.
Wann zum Arzt
Dringend zum Arzt, wenn:
Bei plötzlich auftretendem, heftigem Schwindel, der mit Hörverlust, LÀhmungen, Sprach- oder Sehstörungen einhergeht.
Bei Schwindel nach einem Sturz oder Schlag auf den Kopf.
Bei Schwindel mit Brustschmerzen oder Atemnot (Notruf 112 wÀhlen).
Einen Routinetermin vereinbaren, wenn:
Wenn der Schwindel immer wieder auftritt oder lÀnger als ein paar Minuten anhÀlt.
Wenn er den Alltag beeintrĂ€chtigt (z.âŻB. Angst vor dem Ausgehen, hĂ€ufige StĂŒrze).
Zur AbklĂ€rung der Ursache, auch wenn der Schwindel mild ist, aber immer wieder kommt â am besten zuerst zur HausĂ€rztin/zum Hausarzt, die/der Sie ggf. zum Hals-Nasen-Ohren-Arzt ĂŒberweist.
Die meisten Schwindelformen sind harmlos und gehen von selbst wieder zurĂŒck oder lassen sich gut behandeln. Trotzdem ist eine Ă€rztliche AbklĂ€rung wichtig, um ernste Ursachen auszuschlieĂen und die richtige Therapie zu finden. Lassen Sie sich nicht beunruhigen â Ihr Arzt hilft Ihnen, die Ursache zu erkennen.
Diagnose
Die Diagnose beginnt mit einem ausfĂŒhrlichen GesprĂ€ch (Anamnese), in dem Sie Ihre SchwindelanfĂ€lle genau schildern. Dann folgt eine körperliche Untersuchung, bei der unter anderem die Augenbewegungen, das Hören und das Gleichgewicht getestet werden.
Mögliche Untersuchungen
GleichgewichtsprĂŒfung (z.âŻB. Lagerungsprobe beim benignen Lagerungsschwindel)
Hörtest (Audiometrie) zur PrĂŒfung des Innenohrs
Elektronystagmographie (ENG) oder Videookulographie: Aufzeichnung der Augenbewegungen, um Gleichgewichtsstörungen zu erkennen
Magnetresonanztomographie (MRT) des SchÀdels oder der HalswirbelsÀule bei Verdacht auf Durchblutungsstörungen oder andere organische Ursachen
Blutuntersuchungen (z.âŻB. Blutzucker, Elektrolyte) zur AbklĂ€rung von Stoffwechselerkrankungen
Was Sie bei Ihrem Termin erwartet
Die Untersuchungen sind meist schmerzfrei und dauern je nach Umfang 30 bis 90 Minuten. Bei einigen Tests mĂŒssen Sie bestimmte Kopfbewegungen ausfĂŒhren oder sich auf einen Drehstuhl setzen. Ihr Arzt erklĂ€rt Ihnen jeden Schritt. Manchmal ist eine Ăberweisung an einen Hals-Nasen-Ohren-Arzt (HNO-Arzt) oder einen Neurologen nötig â das ist ganz normal.
Behandlung
Die Behandlung hĂ€ngt von der Ursache ab. In vielen FĂ€llen bildet sich der Schwindel von selbst zurĂŒck oder lĂ€sst sich mit einfachen MaĂnahmen lindern. Ziel ist es, die Symptome zu kontrollieren und die LebensqualitĂ€t zu verbessern.
Selbsthilfe zu Hause
Bei akutem Schwindel: Hinlegen, Augen schlieĂen und Ruhe bewahren â vermeiden Sie abrupte Kopfbewegungen.
Bei gutartigem Lagerungsschwindel: Gezielte Ăbungen (z.âŻB. Epley-Lagerungsmanöver) können die Kristalle im Innenohr wieder an ihren Platz bringen. Lassen Sie sich diese von einem Arzt oder einer Physiotherapeutin zeigen.
Ausreichend trinken, auf eine ausgewogene ErnÀhrung achten und Blutzuckerschwankungen vermeiden (keine langen Pausen zwischen den Mahlzeiten).
Vermeiden Sie Alkohol, Nikotin und zu viel Koffein â sie können Schwindel verstĂ€rken.
Medizinische Behandlungen
Je nach Ursache können Medikamente eingesetzt werden, z.âŻB. Mittel gegen Ăbelkeit oder Medikamente, die die Durchblutung im Innenohr verbessern. Bei einer EntzĂŒndung des Gleichgewichtsnervs kommen entzĂŒndungshemmende Arzneimittel (wie Cortison) in Betracht. Bei Morbus MeniĂšre kann eine Behandlung mit entwĂ€ssernden oder den Innenohrdruck senkenden Mitteln versucht werden. Ein Arzt oder eine Ărztin verordnet die geeigneten PrĂ€parate â bitte nehmen Sie keine Medikamente auf eigene Faust ein.
Wann kommt eine Operation infrage?
Nur sehr selten ist eine Operation nötig, z.âŻB. wenn gutartige Tumore am Hörnerv (Vestibularisschwannom) den Schwindel verursachen oder wenn eine schwere Durchblutungsstörung vorliegt. Eine Operation wird immer erst dann empfohlen, wenn andere Behandlungen nicht ausreichen.
Leben mit der Erkrankung
Schwindel kann den Alltag beeintrĂ€chtigen, aber mit den richtigen Strategien lĂ€sst sich meist gut leben. Achten Sie darauf, plötzliche Bewegungen zu vermeiden, und planen Sie bei AusflĂŒgen Pausen ein. Orientieren Sie sich an festen GegenstĂ€nden, um das Gleichgewicht zu halten.
Tipps fĂŒr den Alltag
RegelmĂ€Ăige Bewegung (z.âŻB. SpaziergĂ€nge, Gleichgewichtstraining) stĂ€rkt das Gleichgewichtssystem â beginnen Sie langsam.
Stressabbau durch Entspannungstechniken wie Yoga oder Autogenes Training â Stress kann Schwindel begĂŒnstigen.
Ausreichend Schlaf: MĂŒdigkeit verstĂ€rkt das SchwindelgefĂŒhl.
Reduzieren Sie Alkohol und Koffein â sie können das Gleichgewicht stören.
ErnÀhrung und Bewegung
Eine ausgewogene ErnĂ€hrung mit regelmĂ€Ăigen Mahlzeiten hilft, Blutzuckerschwankungen zu vermeiden. Trinken Sie ausreichend (ca. 1,5âŻl pro Tag). Sanfte Bewegung wie Tai-Chi, Gymnastik oder Schwimmen kann das Gleichgewicht trainieren. Bei starkem Schwindel sollten Sie jedoch auf Sport mit hohem Verletzungsrisiko (z.âŻB. Radfahren oder Klettern) verzichten, bis die Symptome unter Kontrolle sind.
Psychische Gesundheit und Wohlbefinden
Schwindel kann Ăngste auslösen â vor allem die Angst vor einem erneuten Anfall oder vor StĂŒrzen. Viele Betroffene entwickeln eine sogenannte âSchwindelphobieâ, die zu Vermeidungsverhalten fĂŒhrt. Es ist wichtig, darĂŒber zu sprechen. Psychologische UnterstĂŒtzung und ggf. eine Verhaltenstherapie können helfen, die Angst zu bewĂ€ltigen.
Vorbeugung
Nicht alle Schwindelformen lassen sich verhindern, aber Sie können Ihr Risiko senken: Vermeiden Sie Risikofaktoren wie Rauchen, ĂŒbermĂ€Ăigen Alkoholkonsum und unkontrollierten Bluthochdruck. Bewegen Sie sich regelmĂ€Ăig, um Kreislauf und Gleichgewicht zu trainieren. Lassen Sie sich von Ihrem Arzt zur Sturzprophylaxe beraten, wenn Sie öfter stĂŒrzen.
Komplikationen
Unbehandelt
StĂŒrze und Verletzungen (z.âŻB. KnochenbrĂŒche, Kopfverletzungen), vor allem bei Ă€lteren Menschen
Chronischer Schwindel, der zu BewegungseinschrĂ€nkung und sozialem RĂŒckzug fĂŒhren kann
Angststörungen oder depressive Verstimmungen aufgrund der andauernden Belastung
Langzeitprognose
Die Prognose bei Schwindel ist insgesamt sehr gut. Die meisten Betroffenen können durch eine gezielte Behandlung (wie Lagerungsmanöver oder Physiotherapie) beschwerdefrei werden. Selbst chronische Formen lassen sich mit den richtigen Therapien meist so weit kontrollieren, dass der Alltag kaum eingeschrĂ€nkt ist. Wichtig ist, die Ursache Ă€rztlich abklĂ€ren zu lassen â dann stehen die Chancen auf Besserung sehr gut.
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ĂberprĂŒfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfĂŒgbar.
Wichtiger Hinweis Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie ersetzen keine professionelle Àrztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Fragen immer einen qualifizierten Arzt. Bei einem medizinischen Notfall wÀhlen Sie sofort den örtlichen Notruf.
Quellen und Leitlinien
Dieser Artikel dient der AufklĂ€rung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfĂŒgbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 25. Juni 2026
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