Libido change what it can mean
Basierend auf internationalen klinischen Leitlinien
Übersicht
Libido ist das sexuelle Verlangen – also das Interesse an Sex. Eine Veränderung der Libido bedeutet, dass dieses Verlangen stärker oder schwächer wird als gewohnt. Das ist ganz normal und kann viele Ursachen haben.
Wichtige Fakten
- Eine veränderte Libido ist ein häufiges Problem, das Männer und Frauen jeden Alters betrifft.
- Sie kann durch körperliche oder seelische Faktoren ausgelöst werden.
- Oft bessert sie sich von selbst oder mit einfachen Maßnahmen.
Ja, eine Veränderung der Libido ist sehr häufig. Fast jeder Mensch erlebt irgendwann einmal eine Phase mit vermindertem oder verstärktem sexuellen Verlangen.
Die Veränderung kann Menschen aller Altersgruppen betreffen. Bei Jugendlichen ist die Libido normalerweise während der Pubertät erhöht. Bei älteren Erwachsenen kann sie natürlicherweise nachlassen. Männer und Frauen sind gleichermaßen betroffen.
Symptome
- Wenn die Veränderung der Libido mit plötzlichen starken Schmerzen in der Brust, Ohnmacht oder unkontrollierten Blutungen einhergeht, rufen Sie sofort den Notruf 112.
- ⚠Wenn die Libidoveränderung mit schweren depressiven Gedanken, Selbstmordgedanken oder einer tiefen Hoffnungslosigkeit verbunden ist, suchen Sie noch heute einen Arzt oder eine psychiatrische Notaufnahme auf.
Häufige Symptome
- Weniger Interesse an Sex als früher
- Weniger häufige sexuelle Gedanken oder Fantasien
- Vermeidung von sexuellen Situationen
- Schwierigkeiten, sexuell erregt zu werden
Symptome bei Kindern
- Bei Kindern ist eine deutliche Veränderung der Libido meist nicht besorgniserregend. In der Pubertät kann das sexuelle Interesse zunehmen. Wenn Sie sich Sorgen machen, sprechen Sie mit Ihrem Kinder- und Jugendarzt.
Symptome bei älteren Erwachsenen
- Bei älteren Menschen kann die Libido natürlicherweise nachlassen. Oft spielen auch chronische Krankheiten oder Medikamente eine Rolle. Ein Gespräch mit dem Hausarzt kann helfen.
Ursachen
Hauptursachen
- Stress und Überlastung im Alltag
- Beziehungsprobleme oder mangelnde Kommunikation mit dem Partner
- Hormonelle Veränderungen, zum Beispiel in den Wechseljahren oder bei niedrigem Testosteron
- Bestimmte Medikamente, wie manche Blutdrucksenker oder Antidepressiva
- Chronische Erkrankungen wie Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Schilddrüsenstörungen
- Psychische Belastungen wie Depressionen oder Angststörungen
Risikofaktoren
- Fortgeschrittenes Alter
- Chronischer Stress
- Übergewicht und Bewegungsmangel
- Rauchen oder übermäßiger Alkoholkonsum
- Einnahme bestimmter Medikamente
Wann zum Arzt
Dringend zum Arzt, wenn:
- Wenn die Libidoveränderung mit starken depressiven Gefühlen oder Selbstmordgedanken einhergeht.
- Wenn Sie plötzlich jede sexuelle Lust verlieren und zusätzlich andere körperliche Symptome wie Schmerzen oder Fieber auftreten.
Einen Routinetermin vereinbaren, wenn:
- Wenn die Veränderung länger als ein paar Wochen anhält und Sie oder Ihre Beziehung belastet.
- Wenn Sie vermuten, dass ein Medikament die Ursache sein könnte.
- Wenn weitere Symptome wie Müdigkeit, Gewichtsveränderungen oder Stimmungsschwankungen auftreten.
Diagnose
Der Hausarzt wird mit Ihnen ein ausführliches Gespräch führen. Er fragt nach Ihrer Lebenssituation, Ihren Gefühlen, Ihren Medikamenten und Ihrem allgemeinen Gesundheitszustand.
Mögliche Untersuchungen
- Blutuntersuchung auf Hormonspiegel (z. B. Testosteron, Östrogen, Schilddrüsenhormone)
- Urinuntersuchung
- Bei Verdacht auf eine Grunderkrankung: weitere Tests wie ein Zuckerbelastungstest oder ein EKG
Was Sie bei Ihrem Termin erwartet
Der Arztbesuch ist vertraulich und unangenehme Fragen werden einfühlsam gestellt. Sie müssen keine Angst haben – Ihr Arzt ist für Sie da. Die Untersuchung dauert etwa 15 bis 30 Minuten.
Behandlung
Die Behandlung richtet sich nach der Ursache. Oft helfen schon einfache Änderungen im Alltag. Manchmal ist eine ärztliche oder psychologische Begleitung nötig.
Selbsthilfe zu Hause
- Reduzieren Sie Stress, z. B. durch Entspannungsübungen oder mehr Schlaf.
- Sprechen Sie offen mit Ihrem Partner über Ihre Gefühle und Wünsche.
- Bewegen Sie sich regelmäßig – Sport steigert die Durchblutung und kann die Libido fördern.
- Vermeiden Sie übermäßigen Alkohol und Rauchen.
Medizinische Behandlungen
Je nach Ursache kann der Arzt eine Anpassung der Medikamente vorschlagen oder eine Hormonbehandlung empfehlen. Bei psychischen Ursachen hilft oft eine Gesprächstherapie. Auch eine Beratung durch einen Sexualmediziner kann sinnvoll sein.
Wann kommt eine Operation infrage?
Eine Operation ist bei Libidoveränderungen in der Regel nicht nötig. Nur wenn eine körperliche Grunderkrankung operiert werden muss (z. B. ein Tumor), kann sich die Libido dadurch bessern.
Leben mit der Erkrankung
Eine veränderte Libido kann verunsichern, ist aber gut behandelbar. Bleiben Sie mit Ihrem Partner im Gespräch. Nehmen Sie sich Zeit für sich und für Intimität ohne Druck.
Tipps für den Alltag
- Achten Sie auf einen geregelten Tagesablauf mit ausreichend Schlaf.
- Suchen Sie sich eine sportliche Aktivität, die Ihnen Spaß macht.
- Reduzieren Sie Bildschirmzeit vor dem Schlafengehen.
Ernährung und Bewegung
Eine ausgewogene Ernährung mit viel Obst, Gemüse und Vollkornprodukten unterstützt die Hormonproduktion. Regelmäßige Bewegung, mindestens 30 Minuten an den meisten Tagen, verbessert die Durchblutung und hebt die Stimmung.
Psychische Gesundheit und Wohlbefinden
Eine veränderte Libido kann Angst, Scham oder niedriges Selbstwertgefühl auslösen. Das ist verständlich. Wichtig: Sie sind nicht allein. Suchen Sie sich Unterstützung bei Ihrem Partner, Freunden oder einem Therapeuten.
Vorbeugung
Nicht immer, aber ein gesunder Lebensstil mit wenig Stress, gutem Schlaf und regelmäßiger Bewegung kann das Risiko senken. Auch eine offene Kommunikation in der Partnerschaft beugt Problemen vor.
Impfungen
Es gibt keine Impfung gegen Libidoveränderungen.
Früherkennungsprogramme
Es gibt keine routinemäßigen Früherkennungsuntersuchungen für Libidoprobleme. Bei Beschwerden sollten Sie jedoch Ihren Hausarzt aufsuchen.
Komplikationen
Unbehandelt
- Dauerhafte Belastung der Partnerschaft
- Verminderung der Lebensqualität
- Mögliche Entwicklung einer Depression oder Angststörung
Langzeitprognose
In den meisten Fällen bessert sich die Libidoveränderung mit der richtigen Behandlung und etwas Geduld. Viele Menschen finden wieder zu einem erfüllten Liebesleben. Zögern Sie nicht, Hilfe zu suchen – es lohnt sich.
Unterstützung finden
Hilfetelefone
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Überprüfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfügbar.
Wichtiger Hinweis Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie ersetzen keine professionelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Fragen immer einen qualifizierten Arzt. Bei einem medizinischen Notfall wählen Sie sofort den örtlichen Notruf.
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Quellen und Leitlinien
Dieser Artikel dient der Aufklärung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfügbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 18. Juli 2026
Hinweis zur Aufklärung: Diese Informationen dienen nur der Aufklärung und sind keine Diagnose.
Nutzen Sie sie zur Ergänzung — nicht als Ersatz — für den Rat einer approbierten Fachkraft.
Bei schweren, sich verschlechternden oder dringenden Symptomen rufen Sie die lokale Notrufnummer an oder suchen Sie Notfallversorgung auf.