Period pain what it can mean
Basierend auf internationalen klinischen Leitlinien
Übersicht
Regelschmerzen (auch Dysmenorrhoe genannt) sind Schmerzen im Unterleib, die kurz vor oder während der Monatsblutung auftreten. Die Schmerzen entstehen, weil sich die Gebärmutter zusammenzieht, um die Schleimhaut abzustoßen. Meist sind sie harmlos, aber manchmal können sie auf eine Erkrankung hinweisen.
Wichtige Fakten
- Regelschmerzen sind sehr häufig und meist kein Grund zur Sorge.
- Sie können von einem leichten Ziehen bis zu starken Krämpfen reichen.
- Bei sehr starken Schmerzen oder neuen Beschwerden sollten Sie eine Ärztin oder einen Arzt aufsuchen.
Ja, Regelschmerzen sind sehr verbreitet. Etwa drei von vier Frauen haben irgendwann im Leben Schmerzen während der Periode.
Regelschmerzen betreffen vor allem Menschen mit Gebärmutter im gebärfähigen Alter, also etwa von der ersten Periode bis zu den Wechseljahren.
Symptome
- Plötzliche, sehr starke Schmerzen im Unterleib, die nicht nachlassen
- Fieber und starke Schmerzen gleichzeitig
- Ohnmachtsgefühl oder Kreislaufzusammenbruch
- Starke Blutungen, bei denen Sie in kurzer Zeit viel Blut verlieren (z. B. mehr als eine Binde oder ein Tampon pro Stunde)
- ⚠Schmerzen, die trotz üblicher Selbsthilfe (Wärme, Ruhe) nicht besser werden
- ⚠Schmerzen, die länger als drei Tage andauern
- ⚠Schmerzen, die sich im Vergleich zu früheren Perioden deutlich verändert haben
Häufige Symptome
- Ziehende oder krampfartige Schmerzen im Unterbauch
- Schmerzen, die in den Rücken oder die Oberschenkel ausstrahlen
- Übelkeit, Erbrechen oder Durchfall während der Periode
Symptome bei Kindern
- Bei Jugendlichen sind die Schmerzen oft stärker, weil der Körper sich erst an die Periode gewöhnt.
- Auch Kopfschmerzen oder Schwindel können vorkommen.
Symptome bei älteren Erwachsenen
- Bei älteren Erwachsenen vor den Wechseljahren können sich die Schmerzen verändern – manche werden stärker, andere schwächer.
- Starke Schmerzen, die neu auftreten, sollten immer ärztlich abgeklärt werden.
Ursachen
Hauptursachen
- Primäre Dysmenorrhoe: Die Schmerzen entstehen durch die natürlichen Kontraktionen der Gebärmutter – ohne zugrunde liegende Erkrankung.
- Sekundäre Dysmenorrhoe: Die Schmerzen werden durch eine Erkrankung verursacht, zum Beispiel Endometriose (Wucherung von Gebärmutterschleimhaut außerhalb der Gebärmutter), Myome (gutartige Muskelknoten) oder Entzündungen im Becken.
Risikofaktoren
- Junges Alter (die ersten Jahre nach der ersten Periode)
- Starke oder unregelmäßige Blutungen
- Rauchen
- Übergewicht
- Stress oder psychische Belastung
Wann zum Arzt
Dringend zum Arzt, wenn:
- Sie haben so starke Schmerzen, dass Sie Ihren Alltag nicht bewältigen können.
- Die Schmerzen treten plötzlich auf und sind viel stärker als sonst.
- Sie haben Fieber oder Schüttelfrost zusammen mit den Schmerzen.
Einen Routinetermin vereinbaren, wenn:
- Die Schmerzen werden von Monat zu Monat schlimmer.
- Sie haben schon länger Regelschmerzen, die Sie sehr belasten.
- Sie möchten wissen, ob eine Erkrankung dahintersteckt.
Diagnose
Die Ärztin oder der Arzt führt zunächst ein Gespräch über Ihre Beschwerden, Ihre Periode und Ihren allgemeinen Gesundheitszustand. Dabei werden auch mögliche andere Ursachen abgefragt.
Mögliche Untersuchungen
- Eine gynäkologische Untersuchung (Tastuntersuchung von Gebärmutter und Eierstöcken)
- Ultraschall (Sonographie) des Unterleibs, um die Organe zu beurteilen
- Bei Verdacht auf bestimmte Erkrankungen können weitere Untersuchungen wie ein MRT oder eine Bauchspiegelung (Laparoskopie) nötig sein.
Was Sie bei Ihrem Termin erwartet
Die Untersuchung ist in der Regel schmerzfrei oder nur kurz unangenehm. Sie werden vor jedem Schritt informiert. Bei einer Bauchspiegelung handelt es sich um einen kleinen chirurgischen Eingriff unter Narkose.
Behandlung
Die Behandlung richtet sich nach der Ursache und der Stärke der Schmerzen. Oft helfen schon einfache Maßnahmen. Bei starken oder krankheitsbedingten Schmerzen gibt es verschiedene medikamentöse und operative Ansätze – besprechen Sie immer mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt, was für Sie geeignet ist.
Selbsthilfe zu Hause
- Wärme anwenden: Eine Wärmflasche oder ein warmes Bad entspannt die Muskeln.
- Sanfte Bewegung: Spazierengehen oder leichte Dehnübungen können helfen.
- Entspannungstechniken wie Yoga oder Meditation gegen Stress.
- Auf den Körper hören: Ausruhen, wenn nötig.
- Auf Nikotin und viel Koffein verzichten, da sie Krämpfe verstärken können.
Medizinische Behandlungen
Ihre Ärztin oder Ihr Arzt kann Ihnen nicht verschreibungspflichtige oder verschreibungspflichtige Medikamente empfehlen, die Schmerzen und Krämpfe lindern. Dazu gehören zum Beispiel Schmerzmittel aus der Gruppe der NSAR (nichtsteroidale Antirheumatika) oder hormonelle Verhütungsmittel, die die Periode regelmäßiger und oft schmerzärmer machen. Welches Mittel für Sie geeignet ist, klären Sie im ärztlichen Gespräch.
Wann kommt eine Operation infrage?
Wenn eine Grunderkrankung wie Endometriose oder Myome die Schmerzen verursacht, kann eine Operation in Betracht gezogen werden. Dabei werden zum Beispiel veränderte Gewebe entfernt. Der Eingriff wird nur nach sorgfältiger Abwägung mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt empfohlen.
Leben mit der Erkrankung
Regelschmerzen können den Alltag beeinträchtigen. Planen Sie an besonders schmerzhaften Tagen mehr Zeit für Ruhepausen ein. Wärme und leichte Bewegung können Sie im Alltag einbauen. Tauschen Sie sich mit Freundinnen oder Familie aus – viele kennen ähnliche Erfahrungen.
Tipps für den Alltag
- Regelmäßige Bewegung (z. B. Schwimmen, Radfahren) fördert die Durchblutung und kann Schmerzen vorbeugen.
- Ausreichend Schlaf und Stressabbau durch Entspannungsübungen.
- Vermeiden Sie übermäßigen Alkohol und Rauchen.
Ernährung und Bewegung
Eine ausgewogene Ernährung mit viel Obst, Gemüse und Vollkornprodukten kann entzündungshemmend wirken. Manche Frauen berichten, dass weniger Salz, Zucker und rotes Fleisch die Schmerzen lindern. Leichte Bewegung wie Walking oder Yoga hilft, Verspannungen zu lösen.
Psychische Gesundheit und Wohlbefinden
Starke oder wiederkehrende Schmerzen können belasten und zu Frustration, Ängsten oder Niedergeschlagenheit führen. Es ist wichtig, sich diese Gefühle einzugestehen. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin darüber – auch psychologische Unterstützung kann helfen. Bei akuten Krisen wenden Sie sich an die Telefonseelsorge (0800 111 0 111 oder 0800 111 0 222).
Vorbeugung
Primäre Regelschmerzen lassen sich nicht immer verhindern. Ein gesunder Lebensstil mit Bewegung, ausgewogener Ernährung und Stressmanagement kann aber die Intensität mildern. Wenn eine Grunderkrankung vorliegt, kann deren Behandlung die Schmerzen lindern.
Früherkennungsprogramme
Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen beim Frauenarzt oder bei der Frauenärztin helfen, Erkrankungen wie Endometriose oder Myome früh zu erkennen. Für die Regelschmerzen selbst gibt es kein spezielles Screening.
Komplikationen
Unbehandelt
- Bei unbehandelten starken Schmerzen kann die Lebensqualität stark eingeschränkt sein – Arbeitsunfähigkeit, soziale Isolation.
- Wenn eine Grunderkrankung wie Endometriose unbehandelt bleibt, kann sie fortschreiten und die Fruchtbarkeit beeinträchtigen.
Langzeitprognose
Die meisten Regelschmerzen sind harmlos und gut behandelbar. Auch bei ernsteren Ursachen wie Endometriose gibt es gute Behandlungsmöglichkeiten, die die Beschwerden deutlich lindern. Mit der richtigen Diagnose und Unterstützung können die meisten Frauen ihren Alltag gut bewältigen.
Unterstützung finden
Lokale Organisationen
- Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG) · Deutschland
- Endometriose-Vereinigung Deutschland e.V. · Deutschland
Hilfetelefone
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Überprüfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfügbar.
Wichtiger Hinweis Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie ersetzen keine professionelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Fragen immer einen qualifizierten Arzt. Bei einem medizinischen Notfall wählen Sie sofort den örtlichen Notruf.
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Quellen und Leitlinien
Dieser Artikel dient der Aufklärung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfügbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 18. Juli 2026
Hinweis zur Aufklärung: Diese Informationen dienen nur der Aufklärung und sind keine Diagnose.
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Bei schweren, sich verschlechternden oder dringenden Symptomen rufen Sie die lokale Notrufnummer an oder suchen Sie Notfallversorgung auf.