Acne
Verwendete Quellen
Dieser Artikel ist ein originaler Inhalt zur Patientenaufklärung.
- WHO—Health topics A–Z(2024)
- NHS—Health A to Z(2024)
- CDC—Health topics(2024)
Basierend auf internationalen klinischen Leitlinien
Übersicht
Akne ist eine häufige Hauterkrankung, bei der die Haarfollikel (kleine Poren der Haut) verstopfen. Dadurch entstehen Mitesser, Pickel und manchmal tiefere Entzündungen. Sie tritt am häufigsten im Gesicht, auf dem Rücken und auf der Brust auf.
Wichtige Fakten
- Akne ist eine der häufigsten Hauterkrankungen weltweit.
- Sie ist nicht ansteckend und kein Zeichen mangelnder Hygiene.
- Mit der richtigen Behandlung kann man Akne meist gut in den Griff bekommen.
Ja, Akne ist sehr häufig. Sie betrifft fast alle Jugendlichen in irgendeiner Form und viele Erwachsene.
Akne betrifft vor allem Jugendliche und junge Erwachsene, kann aber in jedem Alter auftreten. Auch Erwachsene, insbesondere Frauen, können Akne haben (Spätakne).
Symptome
- Plötzliche, starke Schwellung im Gesicht, am Hals oder an den Lippen (mögliche allergische Reaktion)
- Hohes Fieber zusammen mit schmerzhaften, sich ausbreitenden roten Stellen auf der Haut (mögliche schwere Infektion)
- ⚠Sehr schmerzhafte oder große Knoten, die nicht abheilen
- ⚠Wenn die Akne plötzlich sehr stark wird und mit Allgemeinbeschwerden wie Fieber einhergeht
- ⚠Wenn die Haut nach Abheilen der Pickel deutliche Narben zu bilden beginnt
Häufige Symptome
- Mitesser (Komedonen) – offen (schwarze Punkte) oder geschlossen (weiße Pickel)
- Rötliche, entzündete Pickel (Papeln)
- Eitrige Pickel mit gelb-weißem Kopf (Pusteln)
- Schmerzhafte, größere Knoten unter der Haut (Knötchen oder Zysten)
Symptome bei Kindern
- Bei Kindern unter 12 Jahren sind Akne-artige Pickel seltener. Treten sie auf, sollten Sie einen Kinderarzt oder Hautarzt aufsuchen, um andere Hauterkrankungen auszuschließen.
Symptome bei älteren Erwachsenen
- Bei Erwachsenen über 25 Jahren spricht man von Spätakne. Sie tritt häufiger bei Frauen auf und hängt oft mit hormonellen Schwankungen zusammen (z. B. durch die Menstruation oder die Einnahme bestimmter Verhütungsmittel).
Ursachen
Hauptursachen
- Verstopfte Poren durch überschüssiges Hautfett (Talg) und abgestorbene Hautzellen
- Bakterien (Cutibacterium acnes), die sich in den verstopften Poren vermehren
- Entzündungsreaktionen des Körpers auf die verstopften Poren und Bakterien
Risikofaktoren
- Hormonelle Veränderungen (Pubertät, Menstruation, Schwangerschaft, Wechseljahre)
- Genetische Veranlagung (wenn Eltern oder Geschwister Akne hatten, ist das Risiko erhöht)
- Bestimmte Medikamente (z. B. Kortison, Lithium oder einige Verhütungsmittel – bitte mit Ihrem Arzt besprechen)
- Hautreizende oder ölige Kosmetika und Pflegeprodukte
- Starker Druck oder Reibung auf der Haut (z. B. durch Helme, enge Kleidung oder ständiges Anfassen)
- Stress kann Akne verschlimmern.
Wann zum Arzt
Dringend zum Arzt, wenn:
- Wenn die Akne plötzlich sehr stark wird oder mit starken Schmerzen einhergeht
- Wenn sich die Pickel entzünden und schmerzhafte Knoten entstehen, die nicht von selbst abheilen
Einen Routinetermin vereinbaren, wenn:
- Wenn die Akne Sie psychisch belastet oder Ihr Selbstbewusstsein beeinträchtigt
- Wenn rezeptfreie Produkte aus der Apotheke nicht ausreichend helfen
- Wenn Sie Narben vorbeugen möchten
- Wenn die Akne länger anhält oder immer wiederkehrt
Diagnose
Die Diagnose von Akne stellt in der Regel ein Hautarzt (Dermatologe). Meist reicht eine sorgfältige Betrachtung der Haut aus, um die typischen Merkmale wie Mitesser, Pickel und Entzündungen zu erkennen.
Mögliche Untersuchungen
- In den meisten Fällen sind keine speziellen Tests nötig.
- Bei unklaren Hautveränderungen kann der Arzt einen Hautabstrich entnehmen, um Bakterien zu untersuchen.
- Bei Frauen mit plötzlich auftretender oder schwerer Akne kann ein Hormonstatus sinnvoll sein.
Was Sie bei Ihrem Termin erwartet
Der Arzt wird Sie zu Ihrer Krankengeschichte, Ihrer Hautpflegeroutine und möglichen Auslösern fragen. Er wird die betroffenen Hautstellen genau ansehen und gegebenenfalls mit einem Auflichtmikroskop betrachten. Die Untersuchung ist schmerzfrei und dauert nur wenige Minuten.
Behandlung
Die Behandlung von Akne richtet sich nach der Schwere der Erkrankung. Ziel ist es, die Poren freizuhalten, die Vermehrung von Bakterien zu hemmen und Entzündungen zu lindern. Die Behandlung kann lokal (auf die Haut aufgetragen) oder systemisch (als Tablette) erfolgen. Zudem gibt es ergänzende Therapien wie Licht- oder Lasertherapie.
Selbsthilfe zu Hause
- Tägliche sanfte Reinigung der Haut mit milden, pH-neutralen Produkten
- Nicht an Pickeln oder Mitessern herumdrücken – das verschlimmert die Entzündung und kann Narben verursachen
- Ölfreie, nicht komedogene (porenverstopfende) Pflege- und Make-up-Produkte verwenden
- Sonnenschutz nicht vergessen: Manche Akne-Behandlungen machen die Haut empfindlicher gegenüber UV-Strahlung.
Medizinische Behandlungen
Bei leichter Akne kann der Arzt oder Apotheker rezeptfreie Wirkstoffe empfehlen, die die Talgproduktion reduzieren oder Bakterien abtöten. Bei mittelschwerer bis schwerer Akne werden verschreibungspflichtige Medikamente eingesetzt. Dazu gehören Cremes, Gele oder Lotionen, die die Hauterneuerung fördern, sowie Tabletten, die entzündungshemmend wirken oder die Talgproduktion verringern. Auch spezielle Lichttherapien oder chemische Peelings können in der dermatologischen Praxis angeboten werden. Die genaue Therapie wird immer individuell mit dem Hautarzt abgestimmt.
Wann kommt eine Operation infrage?
Operationen sind bei Akne in der Regel nicht nötig. In sehr seltenen Fällen können große, mit Eiter gefüllte Zysten oder Knoten unter örtlicher Betäubung eröffnet und entleert werden. Dies sollte nur ein erfahrener Hautarzt durchführen.
Leben mit der Erkrankung
Akne kann den Alltag belasten, aber mit einer konsequenten Hautpflegeroutine und der richtigen ärztlichen Behandlung lässt sie sich meist gut kontrollieren. Es ist wichtig, geduldig zu sein, da Behandlungen oft mehrere Wochen oder Monate brauchen, bis sie wirken.
Tipps für den Alltag
- Haut morgens und abends sanft reinigen
- Hände möglichst vom Gesicht fernhalten
- Nach dem Sport verschwitzte Kleidung wechseln und duschen
- Beruhigende, nicht reizende Feuchtigkeitscremes verwenden
- Auf Rauchen und übermäßigen Alkoholkonsum verzichten, da dies die Haut belasten kann
Ernährung und Bewegung
Eine ausgewogene Ernährung mit viel Obst, Gemüse und Vollkornprodukten kann sich positiv auf die Haut auswirken. Bei manchen Menschen helfen weniger Zucker und Milchprodukte. Regelmäßige Bewegung fördert die Durchblutung und reduziert Stress, was sich ebenfalls günstig auf die Haut auswirken kann.
Psychische Gesundheit und Wohlbefinden
Akne kann das Selbstwertgefühl stark beeinträchtigen und zu sozialem Rückzug, Angst oder Depressionen führen. Es ist vollkommen in Ordnung, sich dabei Hilfe zu holen. Sprechen Sie offen mit Ihrem Arzt oder einer Psychologin / einem Psychologen. Auch der Austausch mit anderen Betroffenen kann entlasten.
Vorbeugung
Akne lässt sich nicht immer verhindern, vor allem wenn eine starke genetische Veranlagung vorliegt. Dennoch können Sie das Risiko senken, indem Sie Ihre Haut sanft pflegen, nicht an Pickeln herumdrücken und auf zu fettige oder reizende Kosmetika verzichten. Ein gesunder Lebensstil mit ausgewogener Ernährung und Stressabbau kann ebenfalls helfen.
Komplikationen
Unbehandelt
- Narbenbildung – tiefe oder flache Narben, die dauerhaft bleiben können
- Hyperpigmentierung – dunkle oder helle Flecken auf der Haut, die nach Abheilen der Pickel zurückbleiben
- Psychische Belastung – wie vermindertes Selbstwertgefühl, Angst oder Depression
Langzeitprognose
Die Prognose bei Akne ist gut, insbesondere wenn frühzeitig mit der Behandlung begonnen wird. Bei vielen Menschen klingt die Akne nach der Pubertät von selbst ab. Moderne Therapien helfen sehr zuverlässig, Pickel und Entzündungen zu reduzieren. Auch wenn die Behandlung manchmal Geduld erfordert: Lassen Sie sich nicht entmutigen – die allermeisten Menschen erzielen ein deutliches Hautbild und können Narben vermeiden.
Unterstützung finden
Internationale Organisationen
Lokale Organisationen
- Deutsche Dermatologische Gesellschaft (DDG) ↗ · Deutschland
- Deutsche Haut- und Allergiehilfe e.V. ↗ · Deutschland
Hilfetelefone
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Überprüfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfügbar.
Wichtiger Hinweis Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie ersetzen keine professionelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Fragen immer einen qualifizierten Arzt. Bei einem medizinischen Notfall wählen Sie sofort den örtlichen Notruf.