Acne in children
Basierend auf internationalen klinischen Leitlinien
Übersicht
Akne ist eine häufige Hauterkrankung, bei der die Talgdrüsen verstopfen und sich entzünden. Bei Kindern zeigt sie sich oft als Pickel, Mitesser oder kleine rote Knötchen im Gesicht, auf der Brust oder am Rücken.
Wichtige Fakten
- Akne betrifft vor allem Jugendliche, kann aber auch bei jüngeren Kindern auftreten.
- Sie ist nicht gefährlich für die allgemeine Gesundheit, aber kann das Wohlbefinden beeinträchtigen.
- Mit der richtigen Pflege und Behandlung lässt sich Akne meist gut in den Griff bekommen.
Ja, Akne ist bei Kindern und Jugendlichen sehr häufig. Fast alle Teenager haben irgendwann einmal Pickel.
Akne tritt vor allem in der Pubertät auf, kann aber auch schon bei Kindern ab etwa 8 Jahren beginnen, besonders wenn die Hormone früher in Schwung kommen.
Symptome
- Plötzlich auftretende starke Schwellung im Gesicht oder Hals
- Atemnot oder Schluckbeschwerden nach Anwendung eines neuen Produkts (mögliche allergische Reaktion)
- ⚠Sehr schmerzhafte, große und eitrige Zysten
- ⚠Rötung und Überwärmung der Haut, die sich ausbreitet
- ⚠Begleitendes Fieber
Häufige Symptome
- Mitesser (offene und geschlossene)
- Rote, entzündete Pickel
- Eitergefüllte Pusteln
- Schmerzhafte Knoten unter der Haut
Symptome bei Kindern
- Bei Kindern treten Pickel oft zuerst auf der Stirn, den Wangen und dem Kinn auf.
- Auch Brust und Rücken können betroffen sein.
Symptome bei älteren Erwachsenen
- Akne bei Erwachsenen ist seltener, kann aber vorkommen, oft hormonell bedingt.
Ursachen
Hauptursachen
- Verstopfung der feinen Hautporen durch zu viel Talg und abgestorbene Hautzellen
- Entzündung durch Bakterien, die in den verstopften Poren wachsen
- Hormonelle Veränderungen, vor allem während der Pubertät
Risikofaktoren
- Genetische Veranlagung (Eltern hatten selbst Akne)
- Verwendung von fettigen oder verstopfenden Hautpflegeprodukten
- Reibung oder Druck auf der Haut (z. B. durch Sporthelme oder Rucksäcke)
- Stress kann die Haut verschlechtern
Wann zum Arzt
Dringend zum Arzt, wenn:
- Bei sehr starken oder schmerzhaften Hautveränderungen
- Bei Anzeichen einer Hautinfektion (starke Rötung, Wärme, Eiter)
Einen Routinetermin vereinbaren, wenn:
- Wenn die Akne das Kind belastet oder das Selbstbewusstsein beeinträchtigt
- Wenn einfache Hautpflege nicht hilft
- Bei beginnenden Narben
Diagnose
Der Arzt stellt die Diagnose meist durch einen einfachen Blick auf die Haut. Er fragt nach der Dauer und möglichen Auslösern.
Mögliche Untersuchungen
- In der Regel sind keine speziellen Tests nötig.
- Manchmal nimmt der Arzt einen Abstrich, um die Bakterien zu bestimmen.
Was Sie bei Ihrem Termin erwartet
Der Arzt untersucht die Haut in einem gut beleuchteten Raum und berät zur richtigen Reinigung und Behandlung.
Behandlung
Die Behandlung richtet sich nach der Schwere der Akne. Oft reichen eine gute Hautpflege und rezeptfreie Mittel aus. Bei schwereren Formen kann der Arzt verschreibungspflichtige Medikamente empfehlen.
Selbsthilfe zu Hause
- Täglich zweimal das Gesicht mit einer milden, seifenfreien Reinigungslotion waschen
- Nicht an Pickeln herumdrücken oder kratzen
- Eine leichte, nicht fettende Feuchtigkeitscreme verwenden
- Auf fettige oder komedogene (porenverstopfende) Produkte verzichten
Medizinische Behandlungen
Ärztliche Behandlungen können Wirkstoffe enthalten, die die Talgproduktion reduzieren, Verstopfungen lösen oder Bakterien abtöten. Dazu gehören zum Beispiel rezeptflichtige Cremes oder Gele, in manchen Fällen auch Antibiotika zum Auftragen auf die Haut. Der Arzt entscheidet gemeinsam mit den Eltern, welche Therapie am besten geeignet ist.
Wann kommt eine Operation infrage?
In sehr seltenen Fällen, wenn sich große Zysten oder Abszesse bilden, kann eine kleine Operation nötig sein, um diese zu öffnen und zu entleeren.
Leben mit der Erkrankung
Einfache Hautpflege zur richtigen Tageszeit, zum Beispiel morgens und abends reinigen und eincremen. Vermeiden Sie aggressive Produkte oder häufiges Waschen, das die Haut reizen kann.
Tipps für den Alltag
- Lockere Kleidung aus Baumwolle bei Pickeln am Rücken oder Brust
- Haare sauber halten und von der Stirn fernhalten, wenn dort Pickel auftreten
- Mit dem Kind über die Hautveränderungen sprechen, um das Selbstvertrauen zu stärken
Ernährung und Bewegung
Eine ausgewogene Ernährung mit viel Obst und Gemüse ist gut für die Haut. Bisher gibt es keine eindeutigen Beweise, dass bestimmte Lebensmittel (wie Schokolade) Akne auslösen. Sport und Bewegung fördern die Durchblutung und können helfen, Stress abzubauen.
Psychische Gesundheit und Wohlbefinden
Akne kann für Kinder sehr belastend sein. Sie schämen sich vielleicht oder fühlen sich unsicher. Das kann zu Rückzug oder niedriger Stimmung führen. Es ist wichtig, das Kind ernst zu nehmen und bei Bedarf auch psychologische Unterstützung zu suchen.
Vorbeugung
Eine vollständige Vorbeugung ist nicht möglich. Eine gute Hautpflege und gesunde Gewohnheiten können aber das Risiko verringern, dass Pickel entstehen oder sich verschlimmern.
Komplikationen
Unbehandelt
- Narbenbildung, die ein Leben lang bleiben kann
- Dunkle oder helle Hautflecken nach Abheilen der Pickel
- Psychische Belastungen wie geringes Selbstwertgefühl oder soziale Ängste
Langzeitprognose
Die meisten Kinder und Jugendlichen mit Akne können gut behandelt werden. Mit der richtigen Pflege und ärztlicher Begleitung heilt die Haut in der Regel narbenlos ab. Auch wenn es manchmal Geduld braucht – die Aussichten sind sehr gut.
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Überprüfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfügbar.
Wichtiger Hinweis Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie ersetzen keine professionelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Fragen immer einen qualifizierten Arzt. Bei einem medizinischen Notfall wählen Sie sofort den örtlichen Notruf.
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Quellen und Leitlinien
Dieser Artikel dient der Aufklärung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfügbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 18. Juli 2026
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