Acne in pregnancy
Basierend auf internationalen klinischen Leitlinien
Übersicht
Akne in der Schwangerschaft ist eine Hauterkrankung, bei der sich Mitesser, Pickel und entzündete Stellen im Gesicht, am Rücken oder auf der Brust bilden. Sie entsteht durch hormonelle Veränderungen während der Schwangerschaft.
Wichtige Fakten
- Akne in der Schwangerschaft ist harmlos für das Baby und klingt in der Regel nach der Geburt wieder ab.
- Die Behandlung ist in der Schwangerschaft eingeschränkt, es gibt aber sichere Möglichkeiten zur Linderung.
- Stress, Feuchtigkeit und manche Hautpflegeprodukte können Akne verstärken.
Ja, Akne in der Schwangerschaft ist sehr häufig. Etwa jede zweite Schwangere ist betroffen, besonders im ersten und zweiten Trimester.
Betroffen sind vor allem Schwangere in der ersten Hälfte der Schwangerschaft, aber auch Frauen, die vorher nie Akne hatten, können plötzlich Pickel bekommen.
Symptome
- Plötzliche, starke Schwellung oder Rötung einer Hautstelle, die sich heiß anfühlt
- Fieber über 38,5 °C zusammen mit entzündeten Pickeln
- Schnell ausbreitende, schmerzhafte Hautveränderungen
- ⚠Sehr starke Schmerzen in einem Pickel oder einer Hautstelle
- ⚠Eitrige Flüssigkeit, die aus einem Pickel tritt und nicht heilt
- ⚠Hautausschlag, der sich auf andere Körperstellen ausbreitet
Häufige Symptome
- Mitesser (geschlossene oder offene, schwarze Punkte)
- Rote, entzündete Pickel (Papeln)
- Eitergefüllte Pickel (Pusteln)
- Hautstellen, die sich rau und uneben anfühlen
- Talgige, fettige Haut
Symptome bei Kindern
- Akne in der Schwangerschaft tritt nur bei Schwangeren auf, nicht bei Kindern.
Symptome bei älteren Erwachsenen
- Akne in der Schwangerschaft betrifft Frauen im gebärfähigen Alter, tritt aber nicht bei älteren Erwachsenen auf.
Ursachen
Hauptursachen
- Hormonelle Veränderungen: In der Schwangerschaft steigt der Spiegel des Hormons Progesteron, was die Talgproduktion anregt.
- Verstopfte Poren: Überschüssiger Talg und abgestorbene Hautzellen verstopfen die Hautporen und führen zu Pickeln.
- Bakterien: Die Bakterien Propionibacterium acnes können sich in verstopften Poren vermehren und Entzündungen verursachen.
Risikofaktoren
- Vorbestehende Akne vor der Schwangerschaft
- Genetische Veranlagung (Akne in der Familie)
- Starkes Schwitzen oder hohe Luftfeuchtigkeit
- Verwendung von öligen Hautpflegeprodukten
- Stress
Wann zum Arzt
Dringend zum Arzt, wenn:
- Wenn die Akne sehr stark ausgeprägt ist und Sie stark belastet
- Wenn Sie trotz sanfter Selbstpflege keine Besserung bemerken
- Wenn Sie unsicher sind, welche Produkte Sie in der Schwangerschaft verwenden dürfen
Einen Routinetermin vereinbaren, wenn:
- Sprechen Sie bei Ihrem nächsten Vorsorgetermin mit Ihrer Hebamme oder Ihrem Frauenarzt darüber.
Diagnose
Die Diagnose erfolgt durch eine einfache Untersuchung der Haut. Ihr Arzt oder Ihre Ärztin sieht sich die betroffenen Stellen an und fragt nach Ihren Beschwerden.
Mögliche Untersuchungen
- Es sind keine speziellen Tests nötig.
- In seltenen Fällen kann ein Abstrich gemacht werden, um andere Hauterkrankungen auszuschließen.
Was Sie bei Ihrem Termin erwartet
Ihr Arzt wird die Haut beurteilen und mit Ihnen besprechen, welche Pflege und Behandlungen in der Schwangerschaft sicher sind. Eventuell werden Sie an eine Hautärztin überwiesen.
Behandlung
Die Behandlung zielt darauf ab, die Symptome zu lindern und Narbenbildung zu verhindern. In der Schwangerschaft sind nur bestimmte, gut verträgliche Wirkstoffe erlaubt. Ihr Arzt wird mit Ihnen die beste Option besprechen.
Selbsthilfe zu Hause
- Sanfte Reinigung: Waschen Sie Ihr Gesicht zweimal täglich mit lauwarmem Wasser und einer milden, parfümfreien Seife.
- Kein übermäßiges Waschen oder Reiben – das reizt die Haut.
- Verzichten Sie auf ölige Cremes, Make-up auf Ölbasis und scharfe Peelings.
- Tragen Sie keine engen, scheuernden Kleidungsstücke über betroffenen Hautstellen.
- Drücken Sie Pickel nicht aus – das kann Narben verursachen und Entzündungen verschlimmern.
Medizinische Behandlungen
In der Schwangerschaft werden vor allem Wirkstoffe eingesetzt, die lokal auf die Haut aufgetragen werden und als sicher gelten, wie bestimmte Antibiotika und Anti-Akne-Wirkstoffe. Ihr Arzt oder Ihre Ärztin wird Ihnen eine geeignete Behandlung empfehlen. Orale Medikamente (Tabletten) werden nur in schweren Fällen und unter strenger ärztlicher Aufsicht verordnet.
Wann kommt eine Operation infrage?
Eine Operation ist bei Akne in der Schwangerschaft nicht nötig.
Leben mit der Erkrankung
Akne in der Schwangerschaft kann belastend sein, ist aber vorübergehend. Sie können viel mit sanfter Hautpflege und einem gesunden Lebensstil tun. Die meisten Frauen bemerken nach der Geburt eine deutliche Besserung.
Tipps für den Alltag
- Stress reduzieren – Entspannungstechniken wie Yoga oder Spaziergänge helfen.
- Ausreichend Schlaf und Trinken (Wasser).
- Vermeiden Sie übermäßige Sonnenbestrahlung, da Sonne die Akne kurzfristig bessern, aber langfristig verschlechtern kann.
Ernährung und Bewegung
Eine ausgewogene Ernährung mit viel Obst, Gemüse und Vollkornprodukten kann die Haut unterstützen. Verzichten Sie auf stark zuckerhaltige Lebensmittel. Bewegung in moderatem Maße ist gut – achten Sie aber darauf, nach dem Sport die Haut zu reinigen.
Psychische Gesundheit und Wohlbefinden
Akne kann das Selbstbewusstsein beeinträchtigen, besonders in der ohnehin emotionalen Schwangerschaftszeit. Sollten Sie sich sehr unwohl fühlen, scheuen Sie sich nicht, mit Ihrer Ärztin, Ihrem Partner oder einer vertrauten Person zu sprechen. Bei anhaltender Niedergeschlagenheit wenden Sie sich bitte an Ihre Hebamme oder Ihren Frauenarzt – sie können Ihnen weiterhelfen.
Vorbeugung
Akne in der Schwangerschaft lässt sich nicht immer verhindern, da sie hormonell bedingt ist. Sie können aber das Risiko verringern, indem Sie auf ölige Pflegeprodukte verzichten und die Haut sanft reinigen.
Komplikationen
Unbehandelt
- Narbenbildung durch häufiges Ausdrücken von Pickeln
- Hautentzündungen, die seltener auftreten
- Starke psychische Belastung durch das Erscheinungsbild
Langzeitprognose
Die Akne in der Schwangerschaft klingt in den allermeisten Fällen nach der Geburt von selbst ab. Mit richtiger Pflege und ärztlicher Begleitung können Sie die Beschwerden gut in den Griff bekommen. Die Prognose ist sehr gut – in den Wochen nach der Entbindung wird Ihre Haut meist wieder klarer.
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Überprüfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfügbar.
Wichtiger Hinweis Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie ersetzen keine professionelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Fragen immer einen qualifizierten Arzt. Bei einem medizinischen Notfall wählen Sie sofort den örtlichen Notruf.
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Quellen und Leitlinien
Dieser Artikel dient der Aufklärung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfügbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 18. Juli 2026
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