Allergic rhinitis control in older adults
Basierend auf internationalen klinischen Leitlinien
Übersicht
Allergische Rhinitis ist eine Entzündung der Nasenschleimhaut, die durch Allergene wie Pollen, Hausstaubmilben oder Tierhaare ausgelöst wird. Dabei reagiert das Immunsystem überempfindlich auf eigentlich harmlose Substanzen.
Wichtige Fakten
- Allergische Rhinitis betrifft auch viele ältere Menschen, wird aber oft übersehen.
- Die Symptome sind ähnlich wie bei einer Erkältung, halten aber länger an oder treten saisonal auf.
- Eine gute Behandlung verbessert die Lebensqualität erheblich und beugt Komplikationen vor.
Ja, allergische Rhinitis ist weit verbreitet. Auch bei älteren Erwachsenen tritt sie häufig auf, wird aber manchmal nicht erkannt, weil andere Erkrankungen im Vordergrund stehen.
Sie betrifft Menschen jeden Alters, auch ältere Erwachsene (ab etwa 65 Jahren). Bei älteren Menschen kann sie durch andere altersbedingte Veränderungen wie eine trockene Nasenschleimhaut oder durch Medikamente beeinflusst werden.
Symptome
- Plötzliche Atemnot oder Engegefühl im Hals
- Anschwellen von Lippen, Zunge oder Rachen (Hinweis auf schwere allergische Reaktion)
- ⚠Starke, plötzliche Verschlechterung der Symptome trotz Behandlung
- ⚠Hohes Fieber oder eitriger Ausfluss – das könnte auf eine Nasennebenhöhlenentzündung hinweisen
Häufige Symptome
- Niesen, besonders morgens
- laufende oder verstopfte Nase
- juckende Nase, Augen oder Gaumen
- tränende oder gerötete Augen
Symptome bei Kindern
- Kinder haben oft zusätzlich Ohrenschmerzen oder Husten
- Sie reiben häufig die Nase („allergischer Gruß“)
- Mögliche Konzentrationsprobleme in der Schule
Symptome bei älteren Erwachsenen
- Bei älteren Menschen stehen oft eine verstopfte Nase und vermehrter Ausfluss im Vordergrund
- Niesreiz kann nachlassen, dafür treten eher Kopfschmerzen oder Müdigkeit auf
- Allergien können bestehende Atemwegserkrankungen wie Asthma verschlechtern
Ursachen
Hauptursachen
- Allergene wie Pollen (Gräser, Bäume, Kräuter), Hausstaubmilben, Schimmelpilze, Tierhaare oder Federn
- Das Immunsystem stuft diese Stoffe fälschlicherweise als gefährlich ein und setzt Entzündungsbotenstoffe frei.
Risikofaktoren
- Familiäre Veranlagung (Allergien in der Familie)
- Asthma oder andere allergische Erkrankungen
- Schwaches Immunsystem oder andere chronische Erkrankungen im Alter
- Wohnumfeld mit vielen Allergenen, z. B. Teppichboden oder Haustiere
Wann zum Arzt
Dringend zum Arzt, wenn:
- Bei Atemnot oder Schwellungen im Gesicht/Hals – sofort den Notarzt rufen (112)
- Wenn Symptome plötzlich sehr stark auftreten und den Alltag extrem beeinträchtigen
Einen Routinetermin vereinbaren, wenn:
- Wenn die Beschwerden länger als zwei Wochen anhalten oder immer wiederkehren
- Wenn rezeptfreie Maßnahmen (wie Nasenspülungen) nicht ausreichend helfen
- Vor Beginn einer neuen Behandlung oder wenn Sie regelmäßig Medikamente nehmen (Wechselwirkungen möglich)
Diagnose
Der Arzt stellt die Diagnose durch ein ausführliches Gespräch (Anamnese) und eine körperliche Untersuchung. Dabei wird erfragt, wann und wo die Symptome auftreten. Oft wird auch ein Allergietest durchgeführt.
Mögliche Untersuchungen
- Hautpricktest: Allergenlösungen werden auf die Haut getropft und leicht eingeritzt – bei einer Allergie entsteht eine kleine Quaddel.
- Bluttest (spezifisches IgE): Misst Antikörper gegen bestimmte Allergene im Blut.
- Nasenendoskopie: Der Arzt schaut mit einem dünnen Schlauch in die Nase, um andere Ursachen auszuschließen.
Was Sie bei Ihrem Termin erwartet
Die Untersuchungen sind in der Regel schmerzfrei und dauern etwa 20–30 Minuten. Besprechen Sie vorher alle Medikamente, die Sie einnehmen, da manche die Testergebnisse beeinflussen können.
Behandlung
Die Behandlung zielt darauf ab, die Symptome zu lindern und die Lebensqualität zu verbessern. Sie besteht aus Maßnahmen, die Sie selbst umsetzen können, und ärztlich verschriebenen Therapien. Wichtig: Bei älteren Menschen müssen Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten beachtet werden.
Selbsthilfe zu Hause
- Allergene vermeiden: Bei Pollenflug Fenster geschlossen halten, nach dem Aufenthalt draußen duschen und Kleidung wechseln.
- Nasenspülungen mit Kochsalzlösung befeuchten die Schleimhaut und spülen Allergene aus.
- Innenräume regelmäßig lüften und staubwischen – idealerweise mit einem feuchten Tuch, um Milben zu reduzieren.
- Kopf hochlagern beim Schlafen – hilft gegen verstopfte Nase.
Medizinische Behandlungen
Ärzte können je nach Schweregrad verschiedene Wirkstoffe verschreiben, wie Antihistaminika (als Tabletten oder Nasenspray) oder kortisonhaltige Nasensprays. Diese lindern Entzündung und Niesreiz. Bei älteren Patienten wird die Dosis oft angepasst. Auch eine Hyposensibilisierung (Allergen-Immuntherapie) kann in Betracht gezogen werden, um das Immunsystem langfristig an das Allergen zu gewöhnen. Besprechen Sie mit Ihrem Arzt, welche Behandlung für Sie am besten geeignet ist.
Wann kommt eine Operation infrage?
Eine Operation ist nur sehr selten nötig, zum Beispiel wenn Nasenpolypen die Atmung stark behindern oder eine chronische Nasennebenhöhlenentzündung vorliegt. Ihr Arzt wird dies mit Ihnen besprechen.
Leben mit der Erkrankung
Mit allergischer Rhinitis können Sie gut leben, wenn Sie Allergene so gut es geht meiden und die Behandlung konsequent umsetzen. Planen Sie Ihre Aktivitäten: An Pollenflugtagen lieber drinnen bleiben oder eine FFP2-Maske tragen.
Tipps für den Alltag
- Führen Sie ein Symptomtagebuch, um Auslöser zu erkennen.
- Halten Sie Ihr Zuhause staubarm – verzichten Sie auf Teppiche und schwere Vorhänge, wenn möglich.
- Trocknen Sie Wäsche nicht draußen, wenn Pollen fliegen.
Ernährung und Bewegung
Eine ausgewogene Ernährung mit viel Obst und Gemüse unterstützt das Immunsystem. Bewegung an der frischen Luft ist gut – meiden Sie jedoch Zeiten mit hohem Pollenflug (morgens und abends). Bei Belastungs asthma vorher mit dem Arzt sprechen.
Psychische Gesundheit und Wohlbefinden
Ständige Beschwerden wie verstopfte Nase, Müdigkeit und Schlafstörungen können belasten und zu Reizbarkeit oder Niedergeschlagenheit führen. Scheuen Sie sich nicht, auch darüber mit Ihrem Arzt zu sprechen.
Vorbeugung
Allergische Rhinitis lässt sich nicht immer verhindern, aber Sie können die Symptome reduzieren, indem Sie Allergene meiden und Ihr Immunsystem schonen. Bei bekannter Allergie hilft die Vermeidungsstrategie.
Impfungen
Es gibt keine Impfung gegen allergische Rhinitis. Die Hyposensibilisierung (Allergen-Immuntherapie) ist jedoch eine Art ‚Training‘ für das Immunsystem und kann die Beschwerden langfristig lindern.
Früherkennungsprogramme
Es gibt kein allgemeines Screening. Wenn bei Ihnen Allergien in der Familie vorkommen oder Sie häufig Beschwerden haben, lassen Sie sich frühzeitig testen.
Komplikationen
Unbehandelt
- Chronische Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis)
- Verschlechterung von Asthma oder Entwicklung von Asthma
- Schlafstörungen und damit verbundene Tagesmüdigkeit
- Mittelohrentzündungen (besonders bei Kindern, aber auch bei Erwachsenen möglich)
Langzeitprognose
Mit der richtigen Behandlung ist die Prognose sehr gut. Die meisten Menschen können ihre Symptome gut kontrollieren und ein aktives Leben führen. Allergische Rhinitis ist keine gefährliche Krankheit, aber sie kann die Lebensqualität beeinträchtigen – darum lohnt es sich, sie ernst zu nehmen.
Unterstützung finden
Internationale Organisationen
- European Academy of Allergy and Clinical Immunology (EAACI)
Lokale Organisationen
- Deutscher Allergie- und Asthmabund (DAAB) · Deutschland
Hilfetelefone
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Überprüfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfügbar.
Wichtiger Hinweis Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie ersetzen keine professionelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Fragen immer einen qualifizierten Arzt. Bei einem medizinischen Notfall wählen Sie sofort den örtlichen Notruf.
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Quellen und Leitlinien
Dieser Artikel dient der Aufklärung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfügbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 19. Juli 2026
Hinweis zur Aufklärung: Diese Informationen dienen nur der Aufklärung und sind keine Diagnose.
Nutzen Sie sie zur Ergänzung — nicht als Ersatz — für den Rat einer approbierten Fachkraft.
Bei schweren, sich verschlechternden oder dringenden Symptomen rufen Sie die lokale Notrufnummer an oder suchen Sie Notfallversorgung auf.