Allergic rhinitis control in teenagers
Basierend auf internationalen klinischen Leitlinien
Übersicht
Allergischer Schnupfen (auch Heuschnupfen genannt) ist eine Überreaktion der Nase auf eigentlich harmlose Stoffe wie Pollen, Hausstaubmilben oder Tierhaare. Die Nase schwillt an, läuft oder juckt.
Wichtige Fakten
- Allergischer Schnupfen ist die häufigste allergische Erkrankung bei Jugendlichen.
- Die Beschwerden können den Schlaf, die Konzentration und die Lebensqualität stark beeinträchtigen.
- Mit der richtigen Behandlung lassen sich die Symptome meist gut kontrollieren.
Ja, allergischer Schnupfen ist sehr häufig. Etwa jeder fünfte Jugendliche in Deutschland ist betroffen.
Allergischer Schnupfen kann in jedem Alter beginnen, tritt aber oft erst im Kindes- oder Jugendalter auf. Jugendliche mit einer familiären Vorbelastung für Allergien haben ein höheres Risiko.
Symptome
- Sehr plötzlich auftretende Atemnot
- Schwellung von Lippen, Zunge oder Hals
- Starke Übelkeit oder Erbrechen nach Allergenkontakt
- Bewusstlosigkeit oder Kreislaufzusammenbruch (Anaphylaxie)
- ⚠Sehr starke Symptome, die auf eine übliche Behandlung nicht ansprechen
- ⚠Fieber oder eitriger Nasenausfluss (Zeichen einer Nebenhöhlenentzündung)
- ⚠Starke Augenschmerzen oder Sehstörungen
Häufige Symptome
- Niesen, oft mehrmals hintereinander
- Laufende oder verstopfte Nase
- Juckreiz in der Nase, am Gaumen oder in den Augen
- Wässriger Ausfluss aus der Nase
- Müdigkeit und Kopfschmerzen durch die verstopfte Nase
Symptome bei Kindern
- Bei jüngeren Kindern können zusätzlich Ohrenschmerzen oder häufige Mittelohrentzündungen auftreten.
Symptome bei älteren Erwachsenen
- Bei älteren Erwachsenen können die Symptome weniger typisch sein, z. B. Husten oder Heiserkeit durch postnasalen Tropf.
Ursachen
Hauptursachen
- Pollen von Bäumen, Gräsern und Kräutern (saisonaler Heuschnupfen)
- Hausstaubmilben (ganzjährig)
- Tierhaare (z. B. von Katzen, Hunden, Pferden)
- Schimmelpilzsporen (besonders in feuchten Innenräumen)
Risikofaktoren
- Familiäre Vorbelastung (Allergien bei Eltern oder Geschwistern)
- Asthma oder Neurodermitis in der Vorgeschichte
- Frühe Kontakte mit Allergenen in der Kindheit
- Passivrauchen oder Luftverschmutzung
Wann zum Arzt
Dringend zum Arzt, wenn:
- Wenn die Symptome plötzlich sehr stark werden und die Atmung beeinträchtigen
- Wenn zusätzlich Fieber oder gelblich-grüner Ausfluss auftreten (Hinweis auf eine Infektion)
Einen Routinetermin vereinbaren, wenn:
- Wenn die Beschwerden länger als ein paar Wochen anhalten
- Wenn die Symptome den Alltag, die Schule oder den Schlaf stören
- Bevor Sie rezeptfreie Medikamente über längere Zeit anwenden
Diagnose
Der Arzt fragt nach Ihren Symptomen, deren Verlauf und möglichen Auslösern. Dann wird er Ihre Nase und Augen untersuchen.
Mögliche Untersuchungen
- Hauttest (Pricktest): Dabei werden kleine Mengen möglicher Allergene auf die Haut getropft und leicht eingeritzt.
- Bluttest auf spezifische IgE-Antikörper.
Was Sie bei Ihrem Termin erwartet
Die Untersuchungen sind schmerzlos und dauern etwa 30 Minuten. Meist können Sie gleich die ersten Ergebnisse erfahren. Bei Unsicherheit kann ein Nasenabstrich nötig sein.
Behandlung
Die Behandlung umfasst Maßnahmen zur Vermeidung der Allergene, Medikamente zur Linderung der Symptome und manchmal eine spezifische Immuntherapie (Hyposensibilisierung), die die Überempfindlichkeit langfristig verringert.
Selbsthilfe zu Hause
- Meiden Sie bekannte Allergene: Halten Sie bei Pollenflug Fenster geschlossen, lüften Sie nach Regen.
- Nutzen Sie eine Nasendusche mit Kochsalzlösung, um die Nase zu spülen.
- Waschen Sie nach dem Aufenthalt im Freien die Haare und wechseln Sie die Kleidung.
- Verwenden Sie allergendichte Bezüge für Matratzen und Kissen bei Hausstaubmilbenallergie.
Medizinische Behandlungen
Ihr Arzt kann Ihnen Medikamente verschreiben oder empfehlen, die in der Nase oder zum Einnehmen angewendet werden. Dazu gehören abschwellende Nasensprays, Antihistaminika und Kortikoid-Nasensprays. Diese lindern Niesen, Juckreiz und verstopfte Nase. Eine Hyposensibilisierung (Allergie-Impfung) kann die Ursache behandeln, indem der Körper langsam an das Allergen gewöhnt wird.
Wann kommt eine Operation infrage?
Eine Operation (z. B. Verkleinerung der Nasenmuscheln) kommt nur in seltenen Fällen in Betracht, wenn die verstopfte Nase trotz Behandlung nicht besser wird.
Leben mit der Erkrankung
Allergischer Schnupfen ist gut behandelbar. Informieren Sie Ihre Freunde, Lehrer und Trainer über Ihre Allergie. Planen Sie Aktivitäten nach dem Pollenkalender oder dem Wetter. Nehmen Sie Ihre Medikamente regelmäßig wie verordnet ein.
Tipps für den Alltag
- Überprüfen Sie täglich den Pollenflug (z. B. über Wetter-Apps).
- Duschen Sie abends, um Pollen aus den Haaren zu waschen.
- Vermeiden Sie das Trocknen von Wäsche im Freien während der Pollensaison.
- Sorgen Sie für eine allergenarme Umgebung im Schlafzimmer.
Ernährung und Bewegung
Eine gesunde Ernährung mit viel Obst und Gemüse unterstützt das Immunsystem. Bei bestimmten Pollenallergien können Kreuzreaktionen mit bestimmten Lebensmitteln auftreten, z. B. bei Birkenpollenallergie auf Äpfel oder Haselnüsse. Sport im Freien ist möglich, aber vermeiden Sie Anstrengung bei hohem Pollenflug. Nach dem Sport duschen Sie ab.
Psychische Gesundheit und Wohlbefinden
Dauerhafte Beschwerden können zu Schlafstörungen, Müdigkeit und Konzentrationsproblemen führen. Das kann die Stimmung beeinträchtigen oder zu Schulproblemen führen. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie sich belastet fühlen.
Vorbeugung
Eine vollständige Vorbeugung ist nicht möglich, aber Sie können das Risiko für Allergien senken, indem Sie früh allergenarme Bedingungen schaffen (z. B. Rauchfreiheit). Bei bestehender Allergie hilft das Meiden der Auslöser.
Impfungen
Gegen Heuschnupfen selbst gibt es keine Impfung. Eine Hyposensibilisierung ist eine Art Immuntherapie, die die Allergie langfristig lindern kann.
Früherkennungsprogramme
Es gibt kein generelles Screening. Bei Verdacht auf Allergie sollte ein Arzt aufgesucht werden.
Komplikationen
Unbehandelt
- Chronische Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis)
- Verstärkung von Asthma
- Bildung von Nasenpolypen
- Schlafstörungen und verminderte Leistungsfähigkeit in der Schule
Langzeitprognose
Mit der richtigen Behandlung und Anpassung der Lebensgewohnheiten können die meisten Jugendlichen ihre Allergie gut in den Griff bekommen. Die Symptome lassen oft im Erwachsenenalter nach. Bleiben Sie in Kontakt mit Ihrem Arzt, um die Therapie regelmäßig anzupassen.
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Überprüfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfügbar.
Wichtiger Hinweis Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie ersetzen keine professionelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Fragen immer einen qualifizierten Arzt. Bei einem medizinischen Notfall wählen Sie sofort den örtlichen Notruf.
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Quellen und Leitlinien
Dieser Artikel dient der Aufklärung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfügbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 19. Juli 2026
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