Asthma control in pregnancy
Basierend auf internationalen klinischen Leitlinien
Übersicht
Asthmakontrolle in der Schwangerschaft bedeutet, dass eine schwangere Frau mit Asthma ihre Atemwegserkrankung so gut im Griff hat, dass sie kaum Symptome hat und ein normales Leben führen kann. Eine gute Kontrolle ist wichtig für die Gesundheit von Mutter und Kind.
Wichtige Fakten
- Eine gute Asthmakontrolle ist für die Sauerstoffversorgung des Babys entscheidend.
- Viele Asthmamedikamente sind in der Schwangerschaft sicher, wenn sie ärztlich verordnet werden.
- Unkontrolliertes Asthma kann das Risiko für Frühgeburten und niedriges Geburtsgewicht erhöhen.
Asthma ist eine der häufigsten chronischen Erkrankungen in der Schwangerschaft. Etwa 8-10% der schwangeren Frauen haben Asthma.
Asthma betrifft schwangere Frauen jeden Alters, besonders aber Frauen, die bereits vor der Schwangerschaft Asthma hatten oder eine familiäre Veranlagung dazu haben.
Symptome
- Starke Atemnot, die sich nicht bessert
- Keine Besserung nach Einnahme des Notfallsprays
- Bläuliche Lippen oder Nagelbetten
- Sprechen in kurzen Sätzen oder nur einzelnen Wörtern möglich
- ⚠Zunehmende Atemnot
- ⚠Häufigerer Gebrauch des Notfallsprays als üblich
- ⚠Husten, der nicht verschwindet
- ⚠Fieber über 38°C
Häufige Symptome
- Atemnot oder Kurzatmigkeit
- Keuchen oder pfeifende Atemgeräusche
- Engegefühl in der Brust
- Husten, besonders nachts oder früh morgens
Symptome bei Kindern
- Bei Kindern ähneln die Symptome denen Erwachsener, können aber auch untypisch sein wie Müdigkeit oder verminderte Aktivität.
Symptome bei älteren Erwachsenen
- Bei älteren Erwachsenen können die Symptome unspezifischer sein, z.B. allgemeine Schwäche oder Verwirrtheit durch Sauerstoffmangel.
Ursachen
Hauptursachen
- Asthma wird durch eine chronische Entzündung der Atemwege verursacht, die zu Verengung und Überempfindlichkeit führt.
- In der Schwangerschaft können hormonelle Veränderungen die Asthmakontrolle beeinflussen.
- Häufige Auslöser sind Allergene wie Pollen, Hausstaubmilben oder Tierhaare, sowie Infektionen, Rauch oder kalte Luft.
Risikofaktoren
- Bestehendes Asthma vor der Schwangerschaft
- Allergien oder familiäre Vorbelastung
- Rauchen oder Passivrauchen
- Übergewicht
- Unzureichende Asthmabehandlung vor der Schwangerschaft
Wann zum Arzt
Dringend zum Arzt, wenn:
- Wenn sich Ihre Asthmasymptome trotz Medikamenteneinnahme verschlechtern
- Wenn Sie häufiger als üblich Ihr Notfallspray benötigen
- Wenn Sie starke Atemnot haben oder das Gefühl, nicht genug Luft zu bekommen
Einen Routinetermin vereinbaren, wenn:
- Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen in der Schwangerschaft
- Asthmakontrollbesuche alle 4-8 Wochen
- Bevor Sie ein neues Medikament einnehmen oder Ihr Behandlungsschema ändern
Diagnose
Die Diagnose von Asthma in der Schwangerschaft erfolgt wie außerhalb der Schwangerschaft durch die Krankengeschichte und Lungenfunktionstests.
Mögliche Untersuchungen
- Lungenfunktionstest (Spirometrie) zur Messung der Atemkapazität
- Peak-Flow-Messung als einfache Selbstkontrolle zu Hause
- Allergietests, wenn Allergieverdacht besteht
Was Sie bei Ihrem Termin erwartet
Ihr Arzt wird Ihre Lungenfunktion regelmäßig kontrollieren und gemeinsam mit Ihnen einen Behandlungsplan erstellen, der sowohl Ihr Asthma als auch die Schwangerschaft berücksichtigt.
Behandlung
Behandlungsziel ist eine gute Asthmakontrolle mit möglichst wenigen Symptomen und ohne Beeinträchtigung des Babys. Die Behandlung wird vor allem mit Inhalationen durchgeführt.
Selbsthilfe zu Hause
- Vermeiden Sie Ihren persönlichen Asthmaauslöser (z.B. Rauch, Allergene)
- Messen Sie regelmäßig Ihren Peak-Flow, um Verschlechterungen früh zu erkennen
- Nehmen Sie Ihre verordneten Medikamente konsequent ein, auch wenn Sie sich gut fühlen
- Lernen Sie Ihren Notfallplan kennen und befolgen Sie ihn
Medizinische Behandlungen
Die Asthmabehandlung in der Schwangerschaft umfasst entzündungshemmende Inhalationen (sogenannte Controller) zur Dauertherapie und bedarfsweise schnellwirksame Inhalationen (Reliever) bei akuten Symptomen. Beide sind bei richtiger Anwendung in der Schwangerschaft sicher. Ihr Arzt wird die Therapie regelmäßig anpassen.
Leben mit der Erkrankung
Mit guter Asthmakontrolle können Sie Ihren Alltag normal gestalten. Achten Sie auf Ihre Auslöser, nehmen Sie Ihre Medikamente wie verordnet und planen Sie genügend Ruhepausen ein.
Tipps für den Alltag
- Nicht rauchen und Rauch vermeiden
- Stress reduzieren durch Entspannungsübungen wie Yoga oder Atemtechniken
- Luftfeuchtigkeit in der Wohnung regulieren (nicht zu trocken, nicht zu feucht)
Ernährung und Bewegung
Eine ausgewogene Ernährung mit viel Obst und Gemüse unterstützt das Immunsystem. Leichte Bewegung wie Spazierengehen oder Schwimmen ist in der Regel erlaubt, solange das Asthma gut kontrolliert ist. Besprechen Sie Sport mit Ihrem Arzt.
Psychische Gesundheit und Wohlbefinden
Die Sorge um die Gesundheit des Babys kann zusätzlichen Druck erzeugen. Chronischer Stress kann Asthma verschlechtern. Scheuen Sie sich nicht, mit Ihrem Arzt oder einer psychologischen Beratungsstelle zu sprechen. Wenn Sie Gedanken an Selbstverletzung haben, rufen Sie sofort den Notruf 112 oder wenden Sie sich an eine psychiatrische Notfallnummer.
Vorbeugung
Asthma selbst kann nicht verhindert werden, aber Sie können viel tun, um eine Verschlechterung während der Schwangerschaft zu vermeiden. Eine gute Vorbereitung vor der Schwangerschaft und eine konsequente Behandlung sind der beste Schutz.
Impfungen
Eine Grippeimpfung wird in der Schwangerschaft empfohlen, ebenso die Keuchhustenimpfung (Tdap). Sie schützen Mutter und Kind vor schweren Atemwegsinfektionen.
Früherkennungsprogramme
Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen in der Schwangerschaft und Asthmakontrolltermine sind Teil des Screenings auf mögliche Komplikationen.
Komplikationen
Unbehandelt
- Unkontrolliertes Asthma kann bei der Mutter zu schweren Asthmaanfällen und einer Präeklampsie (schwangerschaftsbedingter Bluthochdruck) führen.
- Beim Baby kann es zu Sauerstoffmangel, geringerem Geburtsgewicht oder Frühgeburt kommen.
Langzeitprognose
Mit einer gut eingestellten Asthmatherapie haben die meisten Frauen eine komplikationslose Schwangerschaft und gebären gesunde Kinder. Eine enge Zusammenarbeit mit Ihrem Ärzteteam ist der Schlüssel zu einem positiven Verlauf.
Unterstützung finden
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Überprüfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfügbar.
Wichtiger Hinweis Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie ersetzen keine professionelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Fragen immer einen qualifizierten Arzt. Bei einem medizinischen Notfall wählen Sie sofort den örtlichen Notruf.
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Quellen und Leitlinien
Dieser Artikel dient der Aufklärung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfügbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 19. Juli 2026
Hinweis zur Aufklärung: Diese Informationen dienen nur der Aufklärung und sind keine Diagnose.
Nutzen Sie sie zur Ergänzung — nicht als Ersatz — für den Rat einer approbierten Fachkraft.
Bei schweren, sich verschlechternden oder dringenden Symptomen rufen Sie die lokale Notrufnummer an oder suchen Sie Notfallversorgung auf.