Breast cancer screening mammogram
Basierend auf internationalen klinischen Leitlinien
Übersicht
Die Brustkrebs-Screening-Mammographie ist eine Röntgenuntersuchung der Brust bei Frauen ohne Beschwerden. Sie dient dazu, Brustkrebs früh zu erkennen, noch bevor er tastbar ist oder Symptome verursacht.
Wichtige Fakten
- Eine Mammographie kann winzige Veränderungen in der Brust zeigen.
- Das Screening wird in Deutschland für Frauen zwischen 50 und 69 Jahren alle zwei Jahre angeboten.
- Früherkennung erhöht die Heilungschancen deutlich.
Ja, Brustkrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei Frauen in Deutschland. Etwa eine von acht Frauen erkrankt im Laufe ihres Lebens daran.
Brustkrebs betrifft vor allem Frauen ab 50, kann aber auch jüngere Frauen und selten Männer betreffen. Die Screening-Mammographie wird gesunden Frauen ohne Symptome angeboten.
Symptome
- Plötzliche, starke Schmerzen in der Brust mit Atemnot oder Brustenge – dies könnte auf einen Herzinfarkt hinweisen, rufen Sie sofort 112.
- ⚠Jeder neu aufgetretene Knoten in der Brust oder Achsel – noch am selben Tag beim Arzt vorstellen.
- ⚠Blutiger Ausfluss aus der Brustwarze – umgehend ärztlich abklären lassen.
Häufige Symptome
- Tastbarer Knoten oder Verhärtung in der Brust oder Achselhöhle
- Veränderung der Brustgröße oder -form
- Einziehung der Brustwarze oder Hautveränderungen (Dellen, Rötungen)
- Austritt von Flüssigkeit aus der Brustwarze
- Schmerzen in der Brust, die nicht im Zusammenhang mit dem Zyklus stehen
Symptome bei Kindern
- Brustkrebs bei Kindern ist extrem selten. Auffällige Knoten sollten aber immer ärztlich abgeklärt werden.
Symptome bei älteren Erwachsenen
- Bei älteren Frauen können Symptome wie Knoten oder Hautveränderungen ebenfalls auf Brustkrebs hinweisen. Die Screening-Teilnahme wird bis 75 Jahren empfohlen, bei guter Gesundheit auch darüber hinaus.
Ursachen
Hauptursachen
- Die genaue Ursache von Brustkrebs ist nicht bekannt. Es handelt sich um eine unkontrollierte Zellwucherung in den Milchgängen oder Drüsenläppchen.
Risikofaktoren
- Weibliches Geschlecht (Hauptrisikofaktor)
- Alter über 50 Jahre
- Familiäre Vorbelastung (Mutter, Schwester oder Tochter mit Brustkrebs)
- Bestimmte erbliche Genveränderungen (z.B. BRCA1/2)
- Frühe erste Regelblutung (vor 12 Jahren) oder späte Wechseljahre (nach 55 Jahren)
- Keine Kinder oder späte erste Schwangerschaft
- Übergewicht nach den Wechseljahren
- Bewegungsmangel, Alkoholkonsum, Rauchen
Wann zum Arzt
Dringend zum Arzt, wenn:
- Bei einem neu entdeckten Knoten in der Brust oder Achselhöhle – umgehend zum Arzt.
- Bei blutigem oder einseitigem Klarfluss aus der Brustwarze.
- Bei plötzlicher Einziehung der Brustwarze oder Hautdellen.
Einen Routinetermin vereinbaren, wenn:
- Zur Screening-Mammographie sind Frauen zwischen 50 und 69 Jahren alle zwei Jahre eingeladen.
- Bei familiärem Risiko oder eigenen Beschwerden kann eine Mammographie auch früher sinnvoll sein – sprechen Sie mit Ihrem Arzt.
Diagnose
Die Mammographie wird in speziellen Screening-Einheiten oder radiologischen Praxen durchgeführt. Zwei Röntgenaufnahmen pro Brust werden aus verschiedenen Winkeln gemacht.
Mögliche Untersuchungen
- Mammographie (Röntgenuntersuchung)
- Ultraschall (Sonographie) der Brust, falls nötig
- Magnetresonanztomographie (MRT) bei besonderen Risikofällen
- Biopsie (Gewebeprobe) bei auffälligen Befunden
Was Sie bei Ihrem Termin erwartet
Die Mammographie dauert etwa 15–20 Minuten. Die Brust wird sanft zwischen zwei Platten gepresst, was kurz unangenehm sein kann. Nach der Aufnahme wird die Aufnahme von zwei Fachärzten beurteilt. Sie erhalten das Ergebnis meist innerhalb weniger Tage postalisch.
Behandlung
Wenn bei der Screening-Mammographie Brustkrebs entdeckt wird, hängen die Behandlungsmöglichkeiten von der Größe, Lage und Art des Tumors sowie vom Gesundheitszustand der Frau ab. Die Behandlung wird von einem interdisziplinären Team (Gynäkologen, Onkologen, Strahlentherapeuten) geplant.
Selbsthilfe zu Hause
- Achten Sie auf Veränderungen Ihrer Brust und suchen Sie regelmäßig Ihren Arzt auf.
- Bewegen Sie sich regelmäßig und ernähren Sie sich ausgewogen.
- Vermeiden Sie übermäßigen Alkoholkonsum und Rauchen.
Medizinische Behandlungen
Die Behandlung kann eine Operation zur Entfernung des Tumors, Strahlentherapie (Bestrahlung), medikamentöse Therapien wie Hormontherapie oder Chemotherapie umfassen. Welche Behandlung infrage kommt, entscheidet der Arzt individuell. Es gibt auch zielgerichtete Therapien bei bestimmten Tumorarten.
Wann kommt eine Operation infrage?
Eine Operation ist oft der erste Schritt, um den Tumor zu entfernen. Je nach Größe kann die ganze Brust (Mastektomie) oder nur der Tumor mit einem Sicherheitsabstand (brusterhaltende Therapie) entfernt werden.
Leben mit der Erkrankung
Nach einer Brustkrebsdiagnose und -behandlung ist es wichtig, regelmäßige Nachsorgetermine wahrzunehmen. Viele Frauen kehren nach der Behandlung in ihren gewohnten Alltag zurück. Eventuelle Nebenwirkungen wie Erschöpfung oder Lymphödeme sollten mit dem Arzt besprochen werden.
Tipps für den Alltag
- Bleiben Sie körperlich aktiv – das verbessert die Lebensqualität und senkt das Rückfallrisiko.
- Ernähren Sie sich ausgewogen mit viel Obst, Gemüse und Vollkornprodukten.
- Vermeiden Sie Übergewicht und reduzieren Sie Alkohol.
- Hören Sie mit dem Rauchen auf.
Ernährung und Bewegung
Eine ausgewogene Ernährung mit wenig rotem Fleisch und viel Pflanzenkost kann das Risiko senken. Regelmäßige Bewegung wie Walken, Schwimmen oder Radfahren tut Körper und Seele gut.
Psychische Gesundheit und Wohlbefinden
Eine Krebsdiagnose kann Angst, Traurigkeit und Stress auslösen. Viele Frauen fühlen sich verunsichert. Psychologische Unterstützung, Gespräche mit Angehörigen oder Selbsthilfegruppen können helfen.
Vorbeugung
Brustkrebs lässt sich nicht vollständig verhindern. Aber ein gesunder Lebensstil mit Bewegung, ausgewogener Ernährung und Verzicht auf Rauchen und übermäßigen Alkohol kann das Risiko senken.
Früherkennungsprogramme
Die regelmäßige Screening-Mammographie ist die wichtigste Maßnahme zur Früherkennung. Für Frauen ab 50 Jahren wird sie alle zwei Jahre empfohlen. Frauen mit familiärem Risiko können auch früher mit einer Mammographie beginnen – sprechen Sie mit Ihrem Arzt.
Komplikationen
Unbehandelt
- Unbehandelter Brustkrebs kann weiterwachsen und in benachbarte Gewebe oder über die Blutbahn in andere Organe streuen (Metastasen). Dies kann die Heilungschancen verschlechtern.
Langzeitprognose
Wird Brustkrebs früh erkannt, sind die Heilungschancen heute sehr gut. Dank verbesserter Diagnose- und Behandlungsmethoden überleben die meisten Frauen die Erkrankung langfristig. Die regelmäßige Teilnahme am Screening hilft, Tumore in einem frühen Stadium zu entdecken.
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Überprüfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfügbar.
Wichtiger Hinweis Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie ersetzen keine professionelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Fragen immer einen qualifizierten Arzt. Bei einem medizinischen Notfall wählen Sie sofort den örtlichen Notruf.
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Quellen und Leitlinien
Dieser Artikel dient der Aufklärung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfügbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 19. Juli 2026
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