Cyclic vomiting syndrome
Basierend auf internationalen klinischen Leitlinien
Übersicht
Das zyklische Erbrechen-Syndrom (ZES) ist eine Erkrankung, bei der Betroffene wiederkehrende, starke Übelkeit- und Erbrechensanfälle haben. Zwischen den Anfällen geht es ihnen meist völlig gut. Die Auslöser der Anfälle sind oft schwer zu erkennen, können aber zum Beispiel Stress oder bestimmte Lebensmittel sein.
Wichtige Fakten
- Die Anfälle können Stunden bis Tage dauern.
- Die genaue Ursache ist nicht vollständig geklärt, aber es besteht ein Zusammenhang mit Migräne.
- Betroffene können durch Erkennen und Vermeiden von Auslösern die Häufigkeit der Anfälle verringern.
Das zyklische Erbrechen-Syndrom gilt als selten. Schätzungen zufolge sind etwa ein bis zwei Prozent der Kinder betroffen. Bei Erwachsenen ist die Erkrankung seltener.
Das ZES tritt häufiger bei Kindern auf, beginnend oft im Vorschulalter. Es kann aber auch bei Erwachsenen neu auftreten, manchmal als Folge einer langjährigen Migräne. Jungen und Mädchen sind etwa gleich häufig betroffen.
Symptome
- Anzeichen einer schweren Austrocknung (z.B. wenig oder kein Urin, eingefallene Augen, extreme Schwäche)
- Blut im Erbrochenen
- Starke Bauchschmerzen, die nicht nachlassen
- Verwirrtheit oder Benommenheit
- ⚠Wenn die Anfälle häufiger werden oder länger als drei Tage dauern
- ⚠Wenn Sie während eines Anfalls nichts trinken können und Anzeichen einer Austrocknung bemerken
- ⚠Wenn Sie trotz Behandlung keine Besserung spüren
Häufige Symptome
- Starke Übelkeit
- Wiederholtes Erbrechen (mehrere Male pro Stunde)
- Blässe
- Müdigkeit oder Teilnahmslosigkeit
- Bauchschmerzen
- Licht- oder Geräuschempfindlichkeit
Symptome bei Kindern
- Kleinkinder können zusätzlich Fieber oder Kopfschmerzen haben.
Symptome bei älteren Erwachsenen
- Ältere Erwachsene haben ähnliche Symptome, aber die Anfälle sind oft weniger typisch und können leichter mit anderen Erkrankungen verwechselt werden.
Ursachen
Hauptursachen
- Die genaue Ursache ist unbekannt. Es wird vermutet, dass es sich um eine Funktionsstörung des Nervensystems handelt, die mit Migräne zusammenhängt.
- Eine genetische Veranlagung spielt möglicherweise eine Rolle.
Risikofaktoren
- Migräne in der Familie
- Angststörungen oder Depressionen
- Stress
- Bestimmte Lebensmittel (z.B. Schokolade, Käse)
- Infektionen
Wann zum Arzt
Dringend zum Arzt, wenn:
- Bei Anzeichen einer Austrocknung oder Blut im Erbrochenen
Einen Routinetermin vereinbaren, wenn:
- Wenn Sie wiederkehrende Übelkeits- und Erbrechensanfälle haben, die Ihren Alltag beeinträchtigen
Diagnose
Die Diagnose wird hauptsächlich anhand der typischen Krankengeschichte gestellt. Ihr Arzt wird andere mögliche Ursachen für das Erbrechen ausschließen.
Mögliche Untersuchungen
- Blutuntersuchungen
- Magen-Darm-Spiegelung (Gastroskopie)
- Magenentleerungstest
- Bei Bedarf eine Hirnstrommessung (EEG) zum Ausschluss epileptischer Anfälle
Was Sie bei Ihrem Termin erwartet
Ihr Arzt wird Sie bitten, ein Tagebuch über Ihre Anfälle zu führen, um Auslöser zu erkennen und den Verlauf zu dokumentieren.
Behandlung
Die Behandlung zielt darauf ab, Anfälle zu verhindern, ihre Dauer zu verkürzen und die Symptome zu lindern.
Selbsthilfe zu Hause
- Vermeiden Sie bekannte Auslöser wie bestimmte Lebensmittel oder Stress.
- Wenn ein Anfall beginnt, suchen Sie einen ruhigen, dunklen Raum auf, legen Sie sich hin und versuchen Sie, kleine Schlucke Flüssigkeit zu trinken.
- Sorgen Sie für ausreichende Flüssigkeitszufuhr, um einer Austrocknung vorzubeugen.
- Führen Sie ein Tagebuch, um Muster zu erkennen.
Medizinische Behandlungen
Ihr Arzt kann Ihnen Medikamente verschreiben, die Übelkeit und Erbrechen lindern, sowie schmerzlindernde Mittel. Bei einem Zusammenhang mit Migräne können auch spezielle Migränemittel (Triptane) helfen. Zur Vorbeugung von Anfällen können Medikamente aus der Gruppe der Antidepressiva oder Betablocker eingesetzt werden. Die genaue Auswahl besprechen Sie mit Ihrem Arzt.
Wann kommt eine Operation infrage?
Eine Operation ist in der Regel nicht erforderlich.
Leben mit der Erkrankung
Der Alltag mit zyklischem Erbrechen erfordert eine gute Planung. Es hilft, Auslöser zu kennen und rechtzeitig Maßnahmen zu ergreifen.
Tipps für den Alltag
- Ausreichend Schlaf und ein regelmäßiger Tagesablauf
- Stressbewältigung durch Entspannungstechniken wie Yoga oder Meditation
- Vermeidung von übermäßigem Alkohol- und Koffeinkonsum
- Bei ersten Anzeichen eines Anfalls sofort Ruhe suchen
Ernährung und Bewegung
Eine ausgewogene Ernährung mit regelmäßigen Mahlzeiten kann helfen. Vermeiden Sie stark verarbeitete Lebensmittel und essen Sie leichte Kost. Moderate Bewegung an symptomfreien Tagen ist förderlich. Vermeiden Sie anstrengende Aktivitäten während eines akuten Anfalls.
Psychische Gesundheit und Wohlbefinden
Die wiederkehrenden Anfälle können belastend sein und zu Angst und Niedergeschlagenheit führen. Scheuen Sie sich nicht, mit Ihrem Arzt darüber zu sprechen. Psychologische Unterstützung kann helfen, mit der Erkrankung umzugehen.
Vorbeugung
Die Anfälle lassen sich nicht immer verhindern, aber durch das Vermeiden von Auslösern und eine gute Grundbehandlung können die Häufigkeit und Schwere der Anfälle verringert werden.
Komplikationen
Unbehandelt
- Austrocknung (Dehydrierung)
- Elektrolytstörungen (Salz-Ungleichgewicht im Blut)
- Schäden am Zahnschmelz durch häufiges Erbrechen
- Speiseröhrenentzündung
- Depression oder Angststörungen
Langzeitprognose
Die Prognose ist bei guter Behandlung meist günstig. Viele Kinder wachsen aus der Erkrankung heraus. Erwachsene können durch die richtige Therapie und Lebensweise die Anfälle gut kontrollieren.
Unterstützung finden
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Überprüfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfügbar.
Wichtiger Hinweis Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie ersetzen keine professionelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Fragen immer einen qualifizierten Arzt. Bei einem medizinischen Notfall wählen Sie sofort den örtlichen Notruf.
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Quellen und Leitlinien
Dieser Artikel dient der Aufklärung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfügbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 17. Juli 2026
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