Dizziness in older adults
Basierend auf internationalen klinischen Leitlinien
Übersicht
Schwindel ist ein Gefühl der Benommenheit oder dass sich die Umgebung oder man selbst dreht. Bei älteren Menschen kann Schwindel viele Ursachen haben und das Sturzrisiko erhöhen.
Wichtige Fakten
- Schwindel betrifft etwa 30 % der Menschen über 65 Jahren.
- Er kann durch harmlose Ursachen wie Flüssigkeitsmangel entstehen, aber auch auf ernste Erkrankungen hinweisen.
- Stürze durch Schwindel sind eine häufige Ursache für Verletzungen im Alter.
Ja, Schwindel ist im Alter sehr häufig. Etwa jeder dritte ältere Mensch leidet mindestens einmal im Jahr unter Schwindel.
Hauptsächlich Menschen ab 65 Jahren, besonders wenn sie mehrere Medikamente einnehmen oder an chronischen Krankheiten wie Bluthochdruck oder Diabetes leiden.
Symptome
- Schlaganfallzeichen wie einseitige Lähmung, Sprachstörungen oder plötzlich starke Kopfschmerzen
- Bewusstlosigkeit oder Krampfanfälle
- Schwindel nach einem Sturz oder Kopfaufprall
- ⚠Anhaltender Schwindel mit starkem Erbrechen
- ⚠Schwindel mit Brustschmerzen oder Kurzatmigkeit
- ⚠Schwindel bei der Einnahme neuer Medikamente
Häufige Symptome
- Drehgefühl (wie auf einem Karussell)
- Benommenheit oder Schwummrigkeit
- Unsicherheit beim Gehen oder Aufstehen
Symptome bei älteren Erwachsenen
- Gleichgewichtsstörungen und Stürze
- Übelkeit oder Erbrechen
- Verschwommenes Sehen oder Ohrensausen
- Angst vor dem Fallen
Ursachen
Hauptursachen
- Innenohrerkrankungen wie gutartiger Lagerungsschwindel
- Niedriger Blutdruck oder Herzrhythmusstörungen
- Nebenwirkungen von Medikamenten (z. B. Beruhigungsmittel, Blutdrucksenker)
- Durchblutungsstörungen im Gehirn oder Schlaganfall
- Migräne oder Angststörungen
Risikofaktoren
- Alter über 65 Jahre
- Einnahme von mehr als vier Medikamenten täglich
- Bewegungsmangel und schwache Muskulatur
- Bluthochdruck, Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen
Wann zum Arzt
Dringend zum Arzt, wenn:
- Bei plötzlich einsetzendem starken Schwindel mit Lähmungen oder Sprachproblemen
- Nach einem Sturz oder Unfall mit Kopfverletzung
Einen Routinetermin vereinbaren, wenn:
- Wenn Schwindel häufiger auftritt oder den Alltag beeinträchtigt
- Wenn die Medikamentenliste überprüft werden soll
Diagnose
Der Arzt wird Sie genau befragen (Anamnese) und eine körperliche Untersuchung durchführen, einschließlich Gleichgewichtstests und Blutdruckmessung.
Mögliche Untersuchungen
- Steh- und Gehtests (z. B. Aufstehen aus dem Sitzen)
- Hörtests und Lagerungsmanöver (z. B. Dix-Hallpike-Test)
- Blutdruckmessung im Liegen und Stehen
- Blutuntersuchung (z. B. auf Infektionen oder Stoffwechselstörungen)
- Bei Bedarf: MRT oder CT des Kopfes
Was Sie bei Ihrem Termin erwartet
Sie werden gebeten, genau zu beschreiben, wann und in welchen Situationen der Schwindel auftritt. Manchmal werden einfache Übungen zur Diagnose gemacht, die den Schwindel kurz auslösen können.
Behandlung
Die Behandlung richtet sich nach der Ursache. Oft helfen Physiotherapie, Gleichgewichtsübungen oder Medikamentenumstellungen. Bei Lagerungsschwindel können spezielle Manöver den Schwindel schnell beseitigen.
Selbsthilfe zu Hause
- Langsam aufstehen – besonders morgens
- Ausreichend trinken (mindestens 1,5 Liter Wasser pro Tag)
- Vermeiden von plötzlichen Kopfbewegungen
- Haltegriffe im Bad und auf Treppen anbringen
Medizinische Behandlungen
Je nach Ursache kommen Medikamente wie Antivertiginosa (gegen Schwindel) oder blutdrucksenkende Mittel infrage. In manchen Fällen werden Änderungen an der Medikation vorgenommen – dies sollte immer nur nach Rücksprache mit dem Arzt erfolgen.
Wann kommt eine Operation infrage?
Nur in sehr seltenen Fällen nötig, z. B. bei schweren Innenohrerkrankungen oder Tumoren. Ihr Arzt entscheidet gemeinsam mit Ihnen, ob ein operativer Eingriff sinnvoll ist.
Leben mit der Erkrankung
Leben Sie so aktiv wie möglich. Nutzen Sie Hilfsmittel wie einen Gehstock, wenn nötig. Vermeiden Sie Risiken wie dunkle Teppiche oder Stolperfallen.
Tipps für den Alltag
- Machen Sie täglich Gleichgewichtsübungen (z. B. Tai-Chi oder Yoga)
- Schlafen Sie ausreichend und reduzieren Sie Stress
- Überprüfen Sie regelmäßig Ihre Medikamente mit Ihrem Arzt
Ernährung und Bewegung
Ein gesunder Blutdruck und stabile Blutzuckerwerte sind wichtig. Essen Sie salzarm (bei Bluthochdruck) und trinken Sie genug. Leichte Bewegung wie Spazierengehen stärkt den Kreislauf und das Gleichgewicht.
Psychische Gesundheit und Wohlbefinden
Schwindel kann Angst und Unsicherheit auslösen. Viele ältere Menschen entwickeln eine Angst vor Stürzen, die zu sozialem Rückzug führt. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder einem Psychotherapeuten darüber.
Vorbeugung
Nicht immer, aber das Risiko lässt sich durch regelmäßige Bewegung, Sturzprävention und die Überprüfung von Medikamenten deutlich senken.
Impfungen
Die jährliche Grippeimpfung und Impfungen gegen Pneumokokken können Infektionen verhindern, die manchmal Schwindel auslösen.
Früherkennungsprogramme
Ein jährlicher Gesundheitscheck beim Hausarzt kann Blutdruck, Blutzucker und Sehkraft überprüfen – alles Faktoren, die Schwindel beeinflussen.
Komplikationen
Unbehandelt
- Stürze mit Knochenbrüchen (z. B. Oberschenkelhalsbruch)
- Verletzungen durch Unfälle im Haushalt
- Vermeidung von Bewegung – was die Muskeln schwächt und Stürze noch wahrscheinlicher macht
Langzeitprognose
Die meisten Schwindelformen sind gut behandelbar. Mit einer genauen Diagnose und den richtigen Maßnahmen bleibt die Lebensqualität erhalten. Auch wenn Schwindel nicht immer vollständig verschwindet, kann man oft lernen, sicher damit umzugehen.
Unterstützung finden
Lokale Organisationen
Hilfetelefone
Externe Links öffnen Websites Dritter. Ruqelo ist nicht für externe Inhalte verantwortlich. Die Nennung einer Organisation bedeutet keine Empfehlung.
Überprüfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfügbar.
Wichtiger Hinweis Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie ersetzen keine professionelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Fragen immer einen qualifizierten Arzt. Bei einem medizinischen Notfall wählen Sie sofort den örtlichen Notruf.
Ähnliche Erkrankungen
Quellen und Leitlinien
Dieser Artikel dient der Aufklärung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfügbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 16. Juli 2026
Hinweis zur Aufklärung: Diese Informationen dienen nur der Aufklärung und sind keine Diagnose.
Nutzen Sie sie zur Ergänzung — nicht als Ersatz — für den Rat einer approbierten Fachkraft.
Bei schweren, sich verschlechternden oder dringenden Symptomen rufen Sie die lokale Notrufnummer an oder suchen Sie Notfallversorgung auf.