Fever in older adults
Basierend auf internationalen klinischen Leitlinien
Übersicht
Fieber bei älteren Menschen ist eine erhöhte Körpertemperatur, die auf eine Infektion oder andere Erkrankung hinweisen kann. Die normale Körpertemperatur liegt zwischen 36 und 37 Grad Celsius. Von Fieber spricht man meist ab 38,5 Grad Celsius.
Wichtige Fakten
- Ältere Menschen haben oft eine niedrigere normale Körpertemperatur als jüngere.
- Fieber kann das einzige Anzeichen einer schweren Infektion sein, auch ohne andere Symptome.
- Eine nicht erkannte Infektion kann bei älteren Menschen schnell zu Komplikationen führen.
Fieber tritt bei älteren Menschen seltener auf als bei Jüngeren, ist aber ernst zu nehmen, da es oft auf eine behandlungsbedürftige Infektion hinweist.
Betroffen sind vor allem Menschen über 65 Jahre, insbesondere solche mit mehreren Grunderkrankungen oder geschwächtem Immunsystem.
Symptome
- Plötzliche Verwirrtheit
- Bewusstlosigkeit
- Atemnot
- Starke Schmerzen
- Hautausschlag, der nicht wegdrückbar ist
- ⚠Fieber über 39 Grad Celsius, das trotz Maßnahmen nicht sinkt
- ⚠Anzeichen einer Harnwegsinfektion (Brennen beim Wasserlassen)
- ⚠Husten mit Auswurf
- ⚠Durchfall oder Erbrechen mit Flüssigkeitsverlust
Häufige Symptome
- Erhöhte Körpertemperatur
- Schüttelfrost
- Schwitzen
- Muskelschmerzen
- Kopfschmerzen
Symptome bei älteren Erwachsenen
- Verwirrtheit oder Desorientierung
- Schwäche und Müdigkeit
- Appetitlosigkeit
- Schneller Puls
- Niedriger Blutdruck
- Weniger oder kein Fieber trotz Infektion
Ursachen
Hauptursachen
- Bakterielle oder virale Infektionen (z. B. Harnwegsinfektion, Lungenentzündung, Grippe)
- Entzündungen (z. B. Wundinfektion, Gelenkentzündung)
- Nebenwirkungen von Medikamenten
- Impfreaktionen
- Blutvergiftung (Sepsis) – ein Notfall
Risikofaktoren
- Alter über 75 Jahre
- Chronische Erkrankungen (Diabetes, Herzkrankheit, Lungenerkrankung)
- Geschwächtes Immunsystem
- Bewegungsmangel und Bettlägerigkeit
- Ernährungsmangel
- Kürzlicher Krankenhausaufenthalt
Wann zum Arzt
Dringend zum Arzt, wenn:
- Fieber über 39 Grad oder länger als 24 Stunden
- Verwirrtheit oder Teilnahmslosigkeit
- Atembeschwerden
- Starke Schmerzen
- Hautausschlag (nicht wegdrückbar)
- Anzeichen einer Blutvergiftung (Sepsis): hohes Fieber, schneller Puls, schnelle Atmung, Verwirrtheit
Einen Routinetermin vereinbaren, wenn:
- Leichtes Fieber unter 38,5 Grad ohne weitere Symptome
- Fieber nach Impfung mit leichten Beschwerden
Diagnose
Der Arzt misst die Körpertemperatur und fragt nach Beschwerden und Vorerkrankungen. Oft wird eine körperliche Untersuchung durchgeführt.
Mögliche Untersuchungen
- Blutuntersuchung (um Infektionszeichen zu finden)
- Urintest (bei Verdacht auf Harnwegsinfektion)
- Röntgen der Lunge (bei Husten oder Atembeschwerden)
- Kultur von Blut, Urin oder Wundabstrich (um den Erreger zu bestimmen)
Was Sie bei Ihrem Termin erwartet
Die Untersuchung dauert in der Regel 15 bis 30 Minuten. Gegebenenfalls werden zusätzliche Tests wie Ultraschall oder CT veranlasst. Der Arzt bespricht die Ergebnisse und leitet die Behandlung ein.
Behandlung
Die Behandlung richtet sich nach der Ursache des Fiebers. Bei bakteriellen Infektionen werden Antibiotika eingesetzt. Bei Virusinfektionen steht die Linderung der Symptome im Vordergrund. Wichtig ist auch die ausreichende Flüssigkeitszufuhr.
Selbsthilfe zu Hause
- Viel trinken (Wasser, Tee, Brühe)
- Kühle Umschläge auf Stirn und Waden
- Leichte Kleidung und nicht zu warme Decken
- Ruhe und Schonung
- Temperatur regelmäßig messen und dokumentieren
Medizinische Behandlungen
Bei bakteriellen Infektionen verordnet der Arzt Antibiotika – diese müssen genau nach Anweisung eingenommen werden. Bei starkem Fieber oder Schmerzen können fiebersenkende oder schmerzlindernde Mittel eingesetzt werden, jedoch nur nach ärztlicher Rücksprache, da bei älteren Menschen die Nieren- und Leberfunktion beeinträchtigt sein kann. In schweren Fällen ist eine stationäre Behandlung im Krankenhaus nötig.
Wann kommt eine Operation infrage?
Eine Operation kommt nur in seltenen Fällen in Frage, wenn zum Beispiel ein Abszess entleert werden muss.
Leben mit der Erkrankung
Nach einer Fieberepisode ist es wichtig, sich ausreichend zu erholen. Beobachten Sie weiterhin die Temperatur und achten Sie auf neue Symptome. Halten Sie sich nach Rücksprache mit dem Arzt an die empfohlenen Maßnahmen.
Tipps für den Alltag
- Regelmäßige Bewegung im Rahmen der Möglichkeiten
- Ausreichend Schlaf und Erholung
- Vermeidung von Unterkühlung und Überhitzung
- Gute Hygiene (Händewaschen) zur Vermeidung von Infektionen
Ernährung und Bewegung
Eine ausgewogene Ernährung mit viel Obst, Gemüse und ausreichend Flüssigkeit unterstützt das Immunsystem. Leichte Bewegung an der frischen Luft, soweit es die Gesundheit erlaubt, fördert die Durchblutung und das Wohlbefinden.
Psychische Gesundheit und Wohlbefinden
Wiederholte Fieberschübe oder lange Krankheitsphasen können belastend sein. Angst vor schweren Erkrankungen oder Einsamkeit bei Bettlägerigkeit sind möglich. Suchen Sie bei anhaltender Niedergeschlagenheit das Gespräch mit einem Arzt oder einem psychologischen Dienst.
Vorbeugung
Nicht alle Fieberursachen sind vermeidbar. Aber ein gesunder Lebensstil und Impfungen können das Risiko senken.
Impfungen
Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt für ältere Menschen Impfungen gegen Grippe, Pneumokokken und Gürtelrose. Lassen Sie sich von Ihrem Hausarzt beraten.
Früherkennungsprogramme
Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen helfen, Grunderkrankungen früh zu erkennen und zu behandeln. Dazu gehören auch Kontrollen des Blutzuckers, Blutdrucks und Cholesterins.
Komplikationen
Unbehandelt
- Sepsis (Blutvergiftung) – lebensbedrohlich
- Dehydrierung (Flüssigkeitsmangel)
- Verwirrtheit oder Delir
- Verschlechterung von Grunderkrankungen
- Längerer Krankenhausaufenthalt
Langzeitprognose
Mit rechtzeitiger Behandlung erholen sich die meisten älteren Menschen gut. Wichtig ist, Fieber ernst zu nehmen und frühzeitig ärztliche Hilfe zu suchen. Die meisten Infektionen lassen sich erfolgreich behandeln, und mögliche Komplikationen können vermieden werden.
Unterstützung finden
Hilfetelefone
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Überprüfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfügbar.
Wichtiger Hinweis Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie ersetzen keine professionelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Fragen immer einen qualifizierten Arzt. Bei einem medizinischen Notfall wählen Sie sofort den örtlichen Notruf.
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Quellen und Leitlinien
Dieser Artikel dient der Aufklärung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfügbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 16. Juli 2026
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Bei schweren, sich verschlechternden oder dringenden Symptomen rufen Sie die lokale Notrufnummer an oder suchen Sie Notfallversorgung auf.