Eczema in older adults
Basierend auf internationalen klinischen Leitlinien
Übersicht
Ekzem bei älteren Erwachsenen ist eine entzündliche Hauterkrankung, die mit trockener, juckender und geröteter Haut einhergeht. Medizinisch wird es auch als ‚Altersekzem‘ oder ‚xerotisches Ekzem‘ bezeichnet. Es entsteht oft durch Feuchtigkeitsmangel in der Haut.
Wichtige Fakten
- Ekzeme gehören zu den häufigsten Hauterkrankungen bei Menschen über 60 Jahren.
- Die Hautalterung und verminderte Talgproduktion sind Hauptursachen.
- Mit guter Pflege und ärztlicher Behandlung lassen sich die Symptome meist gut kontrollieren.
Ja, Ekzeme im Alter sind sehr verbreitet. Fast jeder dritte ältere Erwachsene hat mindestens einmal im Leben ein Ekzem.
Betroffen sind vor allem Menschen über 60 Jahre, insbesondere solche mit trockener Haut, Diabetes oder Nierenerkrankungen. Auch Pflegebedürftige und Personen mit eingeschränkter Mobilität haben ein höheres Risiko.
Symptome
- Plötzliche starke Schwellung des ganzen Körperteils
- Eitrige Blasen oder Fieber über 38,5 °C – das kann auf eine schwere Infektion hinweisen
- Atemnot oder Schwellung im Gesicht (mögliche allergische Reaktion)
- ⚠Ausgedehnte, nässende Hautstellen, die nicht abheilen
- ⚠Starke Schmerzen oder Rötung, die sich ausbreitet
- ⚠Fieber ohne erkennbare andere Ursache
Häufige Symptome
- Juckreiz, der oft nachts schlimmer wird
- Rötung und Schuppung der Haut
- Trockene, rissige Hautstellen
- Leichte Schwellung oder Bläschenbildung
Symptome bei Kindern
- Bei Kindern tritt Ekzem oft im Gesicht, an den Armbeugen und Kniekehlen auf.
- Die Haut ist nässend und stark gerötet.
- Säuglinge haben häufig Ekzeme auf den Wangen.
Symptome bei älteren Erwachsenen
- Die Haut ist besonders trocken und wirkt wie Pergament.
- Betroffen sind vor allem die Unterschenkel, Arme und der Rücken.
- Juckreiz kann sehr stark sein und zu Schlaflosigkeit führen.
- Durch Kratzen entstehen oft kleine Wunden und Krusten.
Ursachen
Hauptursachen
- Altersbedingte Trockenheit der Haut durch verminderte Talg- und Schweißproduktion
- Verlust der natürlichen Hautbarriere
- Häufiges Waschen oder Duschen mit aggressiven Seifen
- Trockene Heizungsluft im Winter
Risikofaktoren
- Alter über 60 Jahre
- Trockene Haut (z. B. durch Diabetes oder Nierenerkrankungen)
- Hauterkrankungen wie Schuppenflechte oder Neurodermitis in der Vorgeschichte
- Einnahme bestimmter Medikamente (z. B. Entwässerungstabletten)
- Mangelernährung oder Flüssigkeitsmangel
Wann zum Arzt
Dringend zum Arzt, wenn:
- Bei Anzeichen einer Hautinfektion: Eiter, starke Rötung, Fieber
- Bei nässenden, schmerzhaften Hautstellen, die sich ausbreiten
- Wenn die Haut plötzlich stark anschwillt
Einen Routinetermin vereinbaren, wenn:
- Bei anhaltendem Juckreiz, der den Schlaf oder Alltag stört
- Wenn selbst angewendete Pflegecremes nicht helfen
- Bei wiederkehrenden Ekzemschüben ohne erkennbaren Auslöser
Diagnose
Ein Hautarzt (Dermatologe) stellt die Diagnose meist durch eine genaue Betrachtung der Haut (sogenannte Blickdiagnose). Er fragt nach Ihren Symptomen, Vorerkrankungen und Gewohnheiten.
Mögliche Untersuchungen
- In manchen Fällen wird ein Allergietest (Pricktest oder Epikutantest) durchgeführt, um Kontaktallergien auszuschließen.
- Bei Verdacht auf eine Pilzinfektion kann ein Hautabstrich genommen werden.
- Selten ist eine Hautbiopsie (Entnahme einer kleinen Hautprobe) nötig.
Was Sie bei Ihrem Termin erwartet
Der Arzt wird Ihre Haut gründlich untersuchen und mit Ihnen über Ihre Beschwerden sprechen. Es werden keine aufwendigen Geräte benötigt. Die Untersuchung ist schmerzfrei und dauert etwa 10 bis 20 Minuten.
Behandlung
Die Behandlung eines Ekzems bei älteren Erwachsenen zielt darauf ab, die Haut zu befeuchten, Entzündungen zu lindern und Juckreiz zu kontrollieren. Meist ist eine Kombination aus guter Hautpflege und ärztlich verordneten Medikamenten nötig.
Selbsthilfe zu Hause
- Tägliches Eincremen mit einer feuchtigkeitsspendenden Creme oder Lotion – am besten direkt nach dem Duschen.
- Verwenden Sie milde, seifenfreie Waschlotionen und duschen Sie nicht zu heiß oder zu lange.
- Tragen Sie weiche, atmungsaktive Kleidung aus Baumwolle.
- Vermeiden Sie Kratzen – halten Sie die Fingernägel kurz und tragen Sie bei starkem Juckreiz leichte Baumwollhandschuhe in der Nacht.
Medizinische Behandlungen
Ärztlich verordnete Cremes oder Salben, die entzündungshemmend wirken (sogenannte Kortikosteroide), werden für kurze Zeit auf die betroffenen Stellen aufgetragen. Bei schwereren Fällen kann der Arzt auch Lichttherapie oder in seltenen Fällen entzündungshemmende Tabletten verschreiben. Wichtig: Verwenden Sie keine rezeptfreien Medikamente ohne Rücksprache mit Ihrem Arzt.
Wann kommt eine Operation infrage?
Eine Operation ist bei Ekzemen in der Regel nicht erforderlich. Nur bei hartnäckigen, infizierten Hautstellen kann manchmal ein kleiner chirurgischer Eingriff (z. B. Entfernung von Gewebe) nötig sein – das bespricht der Arzt mit Ihnen.
Leben mit der Erkrankung
Im Alltag ist regelmäßige Hautpflege das Wichtigste. Cremen Sie sich morgens und abends ein – auch an Tagen, an denen die Haut nicht juckt. Achten Sie auf eine gefühlte Raumluft, z. B. durch Luftbefeuchter.
Tipps für den Alltag
- Trinken Sie ausreichend Wasser (ca. 1,5–2 Liter pro Tag), um die Haut von innen zu befeuchten.
- Vermeiden Sie direkte Sonneneinstrahlung ohne Sonnenschutz, da diese die Haut reizen kann.
- Reduzieren Sie Stress – zum Beispiel durch Spaziergänge, leichte Bewegung oder Entspannungsübungen.
- Verwenden Sie im Schlafzimmer keine Heizdecke oder Wärmflasche direkt auf der Haut.
Ernährung und Bewegung
Eine ausgewogene Ernährung mit viel Obst, Gemüse und gesunden Fetten (z. B. Omega-3-Fettsäuren) kann die Hautgesundheit unterstützen. Moderate Bewegung wie Spazierengehen oder Gymnastik fördert die Durchblutung – aber achten Sie darauf, nicht übermäßig zu schwitzen, da Schweiß die Haut reizen kann.
Psychische Gesundheit und Wohlbefinden
Starker Juckreiz und sichtbare Hautveränderungen können belastend sein und zu Schlafmangel, Frustration oder sozialem Rückzug führen. Wenn Sie sich sehr belastet fühlen, scheuen Sie sich nicht, mit Ihrem Hausarzt oder einer psychologischen Beratungsstelle zu sprechen.
Vorbeugung
Ekzeme lassen sich nicht immer verhindern, aber Sie können das Risiko von Schüben senken: Pflegen Sie Ihre Haut täglich mit rückfettenden Cremes, vermeiden Sie hautreizende Stoffe (wie aggressive Reinigungsmittel) und schützen Sie Ihre Haut vor Kälte und trockener Heizungsluft.
Komplikationen
Unbehandelt
- Hautinfektionen (z. B. bakteriell oder pilzbedingt), die sich ausbreiten können
- Narbenbildung oder Hautverdickung durch ständiges Kratzen
- Schlafstörungen und Erschöpfung durch nächtlichen Juckreiz
- Eingeschränkte Lebensqualität durch anhaltende Beschwerden
Langzeitprognose
Mit der richtigen Behandlung und konsequenter Hautpflege lassen sich Ekzeme bei älteren Erwachsenen in den meisten Fällen gut in den Griff bekommen. Die Symptome klingen oft innerhalb weniger Wochen ab. Auch wenn die Erkrankung immer wieder auftreten kann, können Sie viel tun, um schwere Schübe zu verhindern. Bleiben Sie zuversichtlich – die Haut hat ein gutes Regenerationsvermögen, und Ihr Arzt steht Ihnen mit Rat und Tat zur Seite.
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Überprüfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfügbar.
Wichtiger Hinweis Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie ersetzen keine professionelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Fragen immer einen qualifizierten Arzt. Bei einem medizinischen Notfall wählen Sie sofort den örtlichen Notruf.
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Quellen und Leitlinien
Dieser Artikel dient der Aufklärung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfügbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 18. Juli 2026
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