Eczema in pregnancy
Basierend auf internationalen klinischen Leitlinien
Übersicht
Ekzem in der Schwangerschaft ist eine entzündliche Hauterkrankung, die Juckreiz, Rötung und trockene Hautstellen verursacht. Sie tritt bei manchen Frauen während der Schwangerschaft auf oder wird schlimmer.
Wichtige Fakten
- Ekzeme in der Schwangerschaft sind häufig und meist harmlos für das Baby.
- Bei vielen Frauen bessert sich das Ekzem nach der Geburt wieder.
- Die Behandlung ist sicher, wenn sie mit dem Arzt abgestimmt wird.
Ja, viele Schwangere haben Hautveränderungen. Ekzeme treten bei etwa jeder dritten bis fünften Schwangeren auf.
Es betrifft Frauen, die bereits vor der Schwangerschaft Ekzeme hatten, aber auch solche, die zu Allergien oder Asthma neigen.
Symptome
- Hautstellen, die auf einmal stark anschwellen oder sich ausbreiten
- Fieber oder Schüttelfrost
- Eitrige Bläschen oder starke Rötung rund um die Haut
- Plötzliche Atemnot oder Schwellung im Gesicht
- ⚠Schmerzen oder Wärmegefühl an entzündeten Hautstellen
- ⚠Juckreiz, der den Schlaf unmöglich macht
- ⚠Verschlechterung des Ekzems trotz Pflege
Häufige Symptome
- Starker Juckreiz, der nachts schlimmer sein kann
- Rote, entzündete Hautstellen
- Trockene, schuppige oder rissige Haut
- Bläschen oder nässende Stellen (möglich)
Ursachen
Hauptursachen
- Veränderungen des Immunsystems während der Schwangerschaft
- Hormonelle Umstellungen
- Stress und seelische Belastung
Risikofaktoren
- Eigenes oder familiäres Ekzem, Heuschnupfen oder Asthma
- Trockene Haut oder Neigung zu Allergien
- Starke hormonelle Schwankungen (z. B. bei Mehrlingsschwangerschaft)
Wann zum Arzt
Dringend zum Arzt, wenn:
- Bei Anzeichen einer Infektion (Eiter, Fieber, starke Schwellung)
- Bei plötzlicher Verschlechterung mit Bläschen oder Nässen
Einen Routinetermin vereinbaren, wenn:
- Bei anhaltendem Juckreiz, der die Lebensqualität beeinträchtigt
- Wenn die Hautpflege nicht hilft
Diagnose
Der Arzt oder die Ärztin stellt die Diagnose durch eine körperliche Untersuchung der Haut und ein Gespräch über Ihre Symptome und Vorgeschichte.
Mögliche Untersuchungen
- Meist sind keine Tests nötig.
- Manchmal wird eine kleine Hautprobe entnommen (Biopsie), um andere Hauterkrankungen auszuschließen.
Was Sie bei Ihrem Termin erwartet
Der Arzt schaut sich die Haut an und fragt nach Juckreiz, Auslösern und früheren Ekzemen. Die Untersuchung ist schmerzfrei und unbedenklich für das Baby.
Behandlung
Die Behandlung zielt darauf ab, den Juckreiz zu lindern, die Haut zu pflegen und Entzündungen zu reduzieren. Im Vordergrund stehen milde, örtliche Maßnahmen.
Selbsthilfe zu Hause
- Täglich eincremen mit parfümfreien, rückfettenden Cremes (Emollienzien)
- Lauwarm duschen statt heiß baden, milde Waschlotionen verwenden
- Kühle Umschläge bei starkem Juckreiz
- Luftige Kleidung aus Baumwolle tragen, kratzige Stoffe vermeiden
- Nägel kurz halten, um Hautverletzungen zu vermeiden
Medizinische Behandlungen
Bei Bedarf können kortisonhaltige Salben – in ärztlich verordneter Stärke – örtlich angewendet werden. Auch bestimmte Antihistaminika (Mittel gegen Allergien) sind in der Schwangerschaft nach Rücksprache mit dem Arzt möglich. Eine Lichttherapie mit UV-B-Strahlung kann ebenfalls helfen. Alle Maßnahmen sollten mit dem Arzt abgestimmt sein.
Wann kommt eine Operation infrage?
Eine Operation ist bei Ekzemen in der Schwangerschaft nicht notwendig.
Leben mit der Erkrankung
Pflegen Sie Ihre Haut jeden Morgen und Abend mit einer feuchtigkeitsspendenden Creme. Tragen Sie lockere, weiche Kleidung und vermeiden Sie starke Hitze oder Kälte. Achten Sie auf ausreichend Schlaf und Entspannung.
Tipps für den Alltag
- Verzichten Sie auf stark duftende Seifen und Pflegeprodukte
- Vermeiden Sie Stress, zum Beispiel durch Atemübungen oder leichte Bewegung
- Sorgen Sie für eine kühle Umgebung im Schlafzimmer
Ernährung und Bewegung
Eine ausgewogene Ernährung hilft der Haut. Achten Sie auf genügend Flüssigkeit. Auch leichte Bewegung wie Spazierengehen oder Schwimmen kann den Juckreiz lindern. Meiden Sie Lebensmittel, die bekanntermaßen Ihre Haut reizen.
Psychische Gesundheit und Wohlbefinden
Starker Juckreiz und sichtbare Hautveränderungen können belasten und zu Schlafstörungen, Unruhe oder Niedergeschlagenheit führen. Sprechen Sie offen mit Ihrem Arzt oder Ihrer Hebamme – Hilfe gibt es auch durch Beratungsstellen.
Vorbeugung
Ein Ekzem lässt sich nicht immer verhindern, aber Sie können das Risiko von Schüben verringern, indem Sie Ihre Haut täglich pflegen und Auslöser wie Stress oder reizende Stoffe meiden.
Komplikationen
Unbehandelt
- Hautinfektionen durch Bakterien (z. B. Staphylokokken)
- Verschlimmerung des Juckreizes und Schlafmangel
- Starke Entzündungen, die die Schwangerschaft selten beeinträchtigen können
Langzeitprognose
In den meisten Fällen bessert sich das Ekzem nach der Geburt oder ist gut behandelbar. Mit der richtigen Pflege und ärztlicher Begleitung können Sie die Schwangerschaft unbeschwert genießen. Suchen Sie frühzeitig Hilfe – das tut Ihnen und Ihrem Baby gut.
Unterstützung finden
Externe Links öffnen Websites Dritter. Ruqelo ist nicht für externe Inhalte verantwortlich. Die Nennung einer Organisation bedeutet keine Empfehlung.
Überprüfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfügbar.
Wichtiger Hinweis Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie ersetzen keine professionelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Fragen immer einen qualifizierten Arzt. Bei einem medizinischen Notfall wählen Sie sofort den örtlichen Notruf.
Ähnliche Erkrankungen
Quellen und Leitlinien
Dieser Artikel dient der Aufklärung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfügbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 18. Juli 2026
Hinweis zur Aufklärung: Diese Informationen dienen nur der Aufklärung und sind keine Diagnose.
Nutzen Sie sie zur Ergänzung — nicht als Ersatz — für den Rat einer approbierten Fachkraft.
Bei schweren, sich verschlechternden oder dringenden Symptomen rufen Sie die lokale Notrufnummer an oder suchen Sie Notfallversorgung auf.