Endometriosis living in pregnancy
Basierend auf internationalen klinischen Leitlinien
Übersicht
Endometriose ist eine Erkrankung, bei der Gewebe, das der Gebärmutterschleimhaut ähnelt, außerhalb der Gebärmutter wächst – zum Beispiel an den Eierstöcken, Eileitern oder im Bauchraum. Während einer Schwangerschaft können sich die Beschwerden manchmal bessern, aber nicht immer.
Wichtige Fakten
- Endometriose kann die Fruchtbarkeit beeinträchtigen, aber viele Frauen werden trotzdem schwanger.
- Eine Schwangerschaft kann die Symptome der Endometriose vorübergehend lindern, weil der Hormonspiegel sich ändert.
- In seltenen Fällen kann Endometriose während der Schwangerschaft weiterbestehen oder sogar Beschwerden verursachen.
Endometriose ist eine häufige Erkrankung bei Frauen im gebärfähigen Alter. Etwa jede zehnte Frau ist betroffen.
Endometriose betrifft überwiegend Frauen zwischen 20 und 40 Jahren. Auch während einer Schwangerschaft kann die Erkrankung auftreten oder weiter bestehen.
Symptome
- Plötzliche, starke Unterleibsschmerzen, die nicht nachlassen
- Starke Blutungen, die mehr als eine Binde pro Stunde durchnässen
- Anzeichen einer Fehlgeburt, wie starke Krämpfe und Blutungen
- ⚠Anhaltende Schmerzen, die den Alltag beeinträchtigen
- ⚠Fieber oder Schüttelfrost
- ⚠Blutungen oder Schmierblutungen, die ungewöhnlich sind
Häufige Symptome
- Unterleibsschmerzen, besonders vor oder während der Periode
- Schmerzen beim Geschlechtsverkehr
- Starke oder unregelmäßige Blutungen
- Schwierigkeiten, schwanger zu werden
- Müdigkeit und Erschöpfung
Symptome bei Kindern
- Endometriose tritt vor der ersten Periode selten auf. Bei Jugendlichen können starke Regelschmerzen ein Anzeichen sein.
Symptome bei älteren Erwachsenen
- Nach den Wechseljahren können die Symptome nachlassen, aber bei manchen Frauen bleiben sie bestehen. In der Schwangerschaft nach dem 35. Lebensjahr kann die Erkrankung besondere Aufmerksamkeit erfordern.
Ursachen
Hauptursachen
- Die genaue Ursache ist nicht vollständig geklärt. Eine Theorie besagt, dass Menstruationsblut durch die Eileiter in den Bauchraum zurückfließt und dort Zellen ansiedelt.
- Auch hormonelle, genetische und immunologische Faktoren spielen wahrscheinlich eine Rolle.
Risikofaktoren
- Früher Beginn der Periode (vor dem 11. Lebensjahr)
- Kurzer Menstruationszyklus (weniger als 27 Tage)
- Starke oder lange Blutungen
- Familienmitglieder mit Endometriose
- Nie schwanger gewesen zu sein
Wann zum Arzt
Dringend zum Arzt, wenn:
- Bei starken Schmerzen oder Blutungen in der Schwangerschaft
- Wenn Sie vermuten, dass die Symptome auf eine Fehlgeburt oder Eileiterschwangerschaft hindeuten
Einen Routinetermin vereinbaren, wenn:
- Wenn Sie mit Endometriose schwanger werden möchten oder bereits schwanger sind und Beschwerden haben
- Zur regelmäßigen Kontrolle bei Ihrer Frauenärztin oder Ihrem Frauenarzt
Diagnose
Endometriose wird meist durch eine Bauchspiegelung (Laparoskopie) festgestellt. Während der Schwangerschaft wird eine Laparoskopie vermieden, daher stützt sich die Diagnose auf die Krankengeschichte, eine körperliche Untersuchung und bildgebende Verfahren wie Ultraschall oder MRT.
Mögliche Untersuchungen
- Ultraschall (Sonographie) – um mögliche Zysten oder Verwachsungen zu sehen
- Magnetresonanztomographie (MRT) – für detailliertere Bilder, falls nötig
- Blutuntersuchungen – um andere Ursachen auszuschließen
Was Sie bei Ihrem Termin erwartet
Ihr Arzt oder Ihre Ärztin wird mit Ihnen über Ihre Symptome sprechen und eine sanfte Untersuchung durchführen. In der Schwangerschaft steht die Sicherheit des Babys immer im Vordergrund. Falls nötig, werden Sie an ein spezialisiertes Zentrum überwiesen.
Behandlung
Die Behandlung zielt darauf ab, Beschwerden zu lindern und die Schwangerschaft zu unterstützen. Dabei werden nur Maßnahmen eingesetzt, die für das ungeborene Kind unbedenklich sind.
Selbsthilfe zu Hause
- Wärme (z. B. Wärmflasche oder warmes Bad) gegen Schmerzen
- Sanfte Bewegung wie Spazierengehen oder Schwangerschaftsyoga
- Ausreichend Ruhe und Schlaf
- Entspannungstechniken wie Atemübungen oder Meditation
Medizinische Behandlungen
Ihr Arzt oder Ihre Ärztin kann Schmerzmittel empfehlen, die in der Schwangerschaft erlaubt sind. Hormonbehandlungen werden in der Schwangerschaft nicht eingesetzt, da sie das Baby beeinträchtigen könnten. Bei starken Beschwerden kann eine enge Zusammenarbeit mit einem Schmerzspezialisten sinnvoll sein.
Wann kommt eine Operation infrage?
Eine Operation (Laparoskopie) wird während der Schwangerschaft in der Regel nicht durchgeführt, es sei denn, es liegt ein Notfall vor, z. B. eine geplatzte Zyste. Nach der Geburt kann eine Operation in Betracht gezogen werden.
Leben mit der Erkrankung
Endometriose in der Schwangerschaft erfordert oft eine gute Planung. Hören Sie auf Ihren Körper und gönnen Sie sich Pausen. Tauschen Sie sich mit Ihrer Hebamme oder Ihrem Frauenarzt aus, was für Sie am besten ist.
Tipps für den Alltag
- Regelmäßige, aber nicht anstrengende Bewegung
- Stressabbau durch Ruhephasen und sanfte Aktivitäten
- Gute Schlafhygiene
- Verzicht auf Rauchen und Alkohol
Ernährung und Bewegung
Eine ausgewogene Ernährung mit viel Obst, Gemüse und Vollkornprodukten kann helfen, Entzündungen zu reduzieren. Vermeiden Sie stark verarbeitete Lebensmittel. Bewegung wie Schwimmen oder Gehen ist in der Regel gut geeignet – fragen Sie Ihren Arzt, was für Ihre Situation passt.
Psychische Gesundheit und Wohlbefinden
Die Kombination aus Endometriose und Schwangerschaft kann emotional belastend sein. Viele Frauen fühlen sich verunsichert oder ängstlich. Es ist in Ordnung, sich Hilfe zu holen – sprechen Sie mit Ihrer Hebamme, Ihrem Arzt oder einer psychologischen Beratungsstelle.
Vorbeugung
Endometriose kann man nicht sicher verhindern. Eine frühzeitige Diagnose und Behandlung können jedoch helfen, die Auswirkungen zu verringern und die Schwangerschaft besser zu begleiten.
Früherkennungsprogramme
Ein spezielles Screening auf Endometriose gibt es nicht. Wenn Sie Symptome haben, lassen Sie sich am besten frühzeitig untersuchen.
Komplikationen
Unbehandelt
- Erhöhtes Risiko für Fehlgeburten oder Frühgeburten
- Mangelndes Wachstum des Babys im Mutterleib
- Starke Schmerzen, die die Lebensqualität beeinträchtigen
Langzeitprognose
Mit einer guten medizinischen Betreuung können die meisten Frauen mit Endometriose eine gesunde Schwangerschaft erleben und ein gesundes Baby bekommen. Bleiben Sie mit Ihrem Behandlungsteam in Kontakt und zögern Sie nicht, bei Fragen oder Beschwerden Hilfe zu suchen.
Unterstützung finden
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Überprüfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfügbar.
Wichtiger Hinweis Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie ersetzen keine professionelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Fragen immer einen qualifizierten Arzt. Bei einem medizinischen Notfall wählen Sie sofort den örtlichen Notruf.
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Quellen und Leitlinien
Dieser Artikel dient der Aufklärung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfügbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 21. Juli 2026
Hinweis zur Aufklärung: Diese Informationen dienen nur der Aufklärung und sind keine Diagnose.
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Bei schweren, sich verschlechternden oder dringenden Symptomen rufen Sie die lokale Notrufnummer an oder suchen Sie Notfallversorgung auf.