External ear eczema
Basierend auf internationalen klinischen Leitlinien
Übersicht
Ekzem am äußeren Ohr ist eine entzündliche Hauterkrankung der Ohrmuschel und des äußeren Gehörgangs. Die Haut ist gerötet, juckt, schuppt oder näss. Es handelt sich um eine Form von Hautekzem, das durch verschiedene Reize oder Allergene ausgelöst werden kann.
Wichtige Fakten
- Ekzeme am äußeren Ohr sind häufig und können in jedem Alter auftreten.
- Sie sind nicht ansteckend.
- Die Behandlung zielt darauf ab, Juckreiz zu lindern, Entzündungen zu reduzieren und Auslöser zu vermeiden.
Ja, Ekzeme am äußeren Ohr gehören zu den häufigen Hautproblemen. Sie treten besonders bei Menschen mit trockener Haut, Neurodermitis oder Allergien auf.
Menschen jeden Alters können betroffen sein. Besonders häufig sind Personen mit atopischer Dermatitis (Neurodermitis), Kontaktallergien (z. B. gegen Nickel in Ohrringen) oder seborrhoischer Dermatitis. Auch Säuglinge und ältere Erwachsene können Ekzeme am Ohr entwickeln.
Symptome
- Plötzlich auftretende starke Schwellung oder Rötung, die sich auf Gesicht oder Hals ausbreitet
- Fieber über 38,5 °C
- Starke Schmerzen am Ohr, die nicht nachlassen
- ⚠Eitriger Ausfluss aus dem Gehörgang
- ⚠Verschlechterung des Zustands trotz Behandlung
- ⚠Hörverlust oder das Gefühl, dass das Ohr verstopft ist
Häufige Symptome
- Starker Juckreiz an der Ohrmuschel und im Gehörgang
- Rötung und Schwellung der Haut
- Trockene, schuppige oder rissige Haut
- Nässen und Krustenbildung
- Brennen oder Druckgefühl
Symptome bei Kindern
- Bei Kindern treten oft die gleichen Symptome auf, die Haut kann jedoch stärker nässen und entzündet sein.
- Kinder kratzen sich häufig, was die Haut weiter reizt und Infektionen begünstigt.
Symptome bei älteren Erwachsenen
- Bei älteren Erwachsenen ist die Haut häufig trockener und dünner, was zu tiefen, schmerzhaften Rissen (Fissuren) führen kann.
- Der Juckreiz kann besonders nachts belastend sein und den Schlaf stören.
Ursachen
Hauptursachen
- Atopische Dermatitis (Neurodermitis) – eine erbliche Neigung zu trockener und entzündlicher Haut
- Kontaktekzem durch Reizstoffe oder Allergene wie Nickel in Ohrschmuck, Haarprodukten, Duftstoffen oder Medikamenten
- Seborrhoisches Ekzem – eine chronische Entzündung der talgdrüsenreichen Haut, die auch das Ohr betreffen kann
Risikofaktoren
- Persönliche oder familiäre Vorgeschichte von Ekzemen, Allergien oder Asthma
- Häufiges Tragen von Ohrringen, Kopfhörern oder Hörgeräten
- Arbeiten in feuchter Umgebung oder mit reizenden Chemikalien
Wann zum Arzt
Dringend zum Arzt, wenn:
- Bei Anzeichen einer bakteriellen Infektion wie starker Rötung, Schwellung, Wärme oder Eiter
- Wenn das Ekzem auf eigenständige Pflege nicht besser wird oder sich verschlechtert
Einen Routinetermin vereinbaren, wenn:
- Bei anhaltendem Juckreiz, der den Alltag oder Schlaf beeinträchtigt
- Wenn Sie unsicher sind, was die Ursache ist
Diagnose
Die Diagnose stellt ein Arzt (Hausarzt, Hautarzt oder HNO-Arzt) meist durch ein Gespräch und die Untersuchung der Ohrmuschel und des Gehörgangs. Er fragt nach Ihren Symptomen, möglichen Auslösern und Ihrer Krankengeschichte.
Mögliche Untersuchungen
- Hautprobe (Epikutantest) bei Verdacht auf eine Allergie – kleine Pflaster mit verschiedenen Stoffen werden auf den Rücken geklebt
- Abstrich, um eine Infektion mit Bakterien oder Pilzen festzustellen
Was Sie bei Ihrem Termin erwartet
Die Untersuchung ist schmerzfrei und dauert etwa 15–30 Minuten. Bei einem Allergietest müssen die Pflaster 48 Stunden auf der Haut bleiben. Der Arzt erklärt Ihnen die Ergebnisse und bespricht mit Ihnen die nächsten Schritte.
Behandlung
Die Behandlung eines äußeren Ohr-Ekzems zielt darauf ab, die Haut zu beruhigen, den Juckreiz zu lindern und Entzündungen zu reduzieren. Wichtig ist auch, die Auslöser zu meiden. Die Therapie erfolgt meist mit Cremes oder Salben, die der Arzt verschreibt.
Selbsthilfe zu Hause
- Reinigen Sie das Ohr nur mit lauwarmem Wasser und einer milden, parfümfreien Reinigungslotion.
- Trocknen Sie die Ohren sanft mit einem weichen Tuch ab – nicht reiben.
- Vermeiden Sie Kratzen: Schneiden Sie die Fingernägel kurz und tragen Sie bei Bedarf Baumwollhandschuhe nachts.
- Verwenden Sie keine Wattebällchen oder Stäbchen im Gehörgang – das reizt die Haut.
- Wenn Sie Hörgeräte tragen, nehmen Sie diese nachts heraus und reinigen Sie sie gemäß Anleitung.
Medizinische Behandlungen
Der Arzt kann Cremes oder Salben verschreiben, die entzündungshemmend wirken (z. B. Kortikosteroide) oder die Haut regenerieren. Bei Anzeichen einer Infektion werden zusätzlich antibiotische oder antimykotische Wirkstoffe eingesetzt. In schweren Fällen können vorübergehend kortisonhaltige Mittel in Tablettenform nötig sein – dies entscheidet der Arzt individuell.
Wann kommt eine Operation infrage?
Eine Operation ist bei einem unkomplizierten äußeren Ohr-Ekzem nicht notwendig. Nur selten, wenn sich eine tiefe Infektion oder ein Abszess bildet, kann ein kleiner chirurgischer Eingriff erforderlich sein. Dies ist die absolute Ausnahme.
Leben mit der Erkrankung
Das tägliche Leben mit einem Ohr-Ekzem erfordert etwas Geduld und Achtsamkeit. Achten Sie darauf, das Ohr trocken und sauber zu halten. Vermeiden Sie Reizstoffe wie Haarspray, Parfüm oder chlorhaltiges Wasser. Bei Juckreiz können kurze Kühlpausen (z. B. ein kühles Tuch) helfen.
Tipps für den Alltag
- Wählen Sie Ohrringe aus hypoallergenem Material wie Titan oder Kunststoff.
- Vermeiden Sie das Tragen von Hüten oder Stirnbändern, die reiben.
- Schützen Sie die Ohren beim Haarefärben oder bei der Verwendung von Haarstyling-Produkten.
Ernährung und Bewegung
Eine gesunde Ernährung kann die Haut allgemein unterstützen, aber eine spezielle Diät ist bei Ohr-Ekzemen nicht notwendig. Achten Sie auf ausreichend Flüssigkeit. Sport ist erlaubt, aber reinigen Sie die Ohren nach dem Schwitzen und vermeiden Sie chloriertes Wasser.
Psychische Gesundheit und Wohlbefinden
Chronischer Juckreiz und sichtbare Hautveränderungen können belastend sein und zu Schlafstörungen oder sozialer Unsicherheit führen. Es ist wichtig, sich dessen bewusst zu sein und bei Bedarf mit einem Arzt oder Psychotherapeuten zu sprechen. Sie sind nicht allein.
Vorbeugung
Nicht immer, aber Sie können Schübe oft vermeiden oder abschwächen, indem Sie Ihre persönlichen Auslöser meiden (z. B. bestimmte Metalle, Duftstoffe). Feuchthaltecremes können die Hautbarriere stärken und vor Reizungen schützen.
Impfungen
Es gibt keine Impfung gegen Ekzeme. Lassen Sie sich aber gegen Tetanus und andere Erkrankungen impfen, um Komplikationen zu vermeiden.
Früherkennungsprogramme
Ein spezielles Screening auf Ohr-Ekzeme gibt es nicht. Bei bekannter Allergieneigung kann ein Allergietest beim Hautarzt sinnvoll sein.
Komplikationen
Unbehandelt
- Bakterielle oder pilzbedingte Infektion der Haut (Sekundärinfektion)
- Ausbreitung des Ekzems auf das Gesicht oder den Hals
- Verdickung und Vergröberung der Haut (Lichenifikation) durch ständiges Kratzen
Langzeitprognose
Mit der richtigen Behandlung und Pflege heilen die meisten Ohr-Ekzeme innerhalb weniger Wochen ab. Neigen Sie zu wiederholten Schüben, können Sie durch vorbeugende Maßnahmen die Häufigkeit und Schwere deutlich reduzieren. Ein offenes Gespräch mit Ihrem Arzt hilft, einen für Sie passenden Plan zu finden.
Unterstützung finden
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Überprüfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfügbar.
Wichtiger Hinweis Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie ersetzen keine professionelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Fragen immer einen qualifizierten Arzt. Bei einem medizinischen Notfall wählen Sie sofort den örtlichen Notruf.
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Quellen und Leitlinien
Dieser Artikel dient der Aufklärung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfügbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 18. Juli 2026
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