Female factor infertility overview
Basierend auf internationalen klinischen Leitlinien
Übersicht
Weibliche Faktoren-Unfruchtbarkeit bedeutet, dass eine Frau Schwierigkeiten hat, schwanger zu werden, und die Ursache dafür bei ihr liegt. Das kann an Hormonen, den Eileitern, der Gebärmutter oder anderen körperlichen Faktoren liegen.
Wichtige Fakten
- Etwa jedes siebte Paar in Deutschland ist ungewollt kinderlos, bei etwa einem Drittel liegt die Ursache bei der Frau.
- Das Alter der Frau spielt eine große Rolle – ab Mitte 30 sinkt die Fruchtbarkeit natürlicherweise.
- Viele Ursachen sind behandelbar, sodass eine Schwangerschaft oft möglich wird.
Ja, weibliche Fruchtbarkeitsprobleme sind häufig. Schätzungsweise 5–10 % aller Frauen im gebärfähigen Alter sind von Unfruchtbarkeit betroffen.
Sie betrifft Frauen im gebärfähigen Alter, besonders ab Mitte 30. Auch Frauen mit bestimmten Erkrankungen wie Endometriose oder Hormonstörungen sind häufiger betroffen.
Symptome
- Plötzliche, starke Unterleibsschmerzen (möglicherweise Hinweis auf eine Eileiterschwangerschaft)
- Starke Blutungen, die nicht aufhören
- Fieber mit Unterleibsschmerzen
- ⚠Anhaltende Schmerzen im Unterleib, die länger als ein paar Tage anhalten
- ⚠Fieber ohne erkennbare Ursache
- ⚠Sehr starke Regelblutungen, die den Alltag beeinträchtigen
Häufige Symptome
- Unregelmäßiger oder ausbleibender Menstruationszyklus
- Schmerzen im Unterleib oder während des Geschlechtsverkehrs
- Starke oder schmerzhafte Regelblutungen
- Veränderungen des Ausflusses
Symptome bei Kindern
- Bei Kindern gibt es keine typischen Symptome, da die Fruchtbarkeit erst im Erwachsenenalter beurteilt wird.
Symptome bei älteren Erwachsenen
- Bei älteren Frauen (ab etwa 40 Jahren) kann eine nachlassende Fruchtbarkeit ohne weitere Symptome auftreten.
Ursachen
Hauptursachen
- Hormonelle Störungen (z. B. PCO-Syndrom, Schilddrüsenprobleme)
- Verklebte oder verschlossene Eileiter (z. B. durch Infektionen oder Endometriose)
- Endometriose – Gewebe, das der Gebärmutterschleimhaut ähnelt, wächst außerhalb der Gebärmutter
- Störungen des Eisprungs (z. B. durch Stress oder Gewichtsprobleme)
- Gebärmutterprobleme (z. B. Myome, Polypen oder Verwachsungen)
- Frühe Wechseljahre (vorzeitiges Ovarialversagen)
Risikofaktoren
- Alter über 35 Jahre
- Rauchen, übermäßiger Alkoholkonsum
- Übergewicht oder starkes Untergewicht
- Starker Stress oder Schichtarbeit
- Bestimmte Erkrankungen (z. B. Diabetes, Autoimmunerkrankungen)
- Vorherige Operationen im Unterleib oder an den Eierstöcken
Wann zum Arzt
Dringend zum Arzt, wenn:
- Starke Unterleibsschmerzen, die nicht nachlassen
- Plötzliche, ungewöhnliche Blutungen
- Fieber mit Unterleibsschmerzen
Einen Routinetermin vereinbaren, wenn:
- Wenn Sie unter 35 Jahren sind und seit einem Jahr ungeschützten Geschlechtsverkehr hatten, ohne schwanger zu werden.
- Wenn Sie über 35 Jahre alt sind und seit sechs Monaten ungeschützten Geschlechtsverkehr hatten, ohne schwanger zu werden.
- Wenn Sie unregelmäßige oder ausbleibende Perioden haben.
Diagnose
Der Arzt oder die Ärztin wird zuerst ein ausführliches Gespräch mit Ihnen führen (Anamnese) und eine körperliche Untersuchung durchführen. Anschließend können verschiedene Tests Klarheit bringen.
Mögliche Untersuchungen
- Blutuntersuchung zur Bestimmung der Hormonwerte (z. B. Östrogen, Progesteron, FSH)
- Ultraschalluntersuchung der Gebärmutter und der Eierstöcke
- Eileiterdurchlässigkeitsprüfung (z. B. mit Kontrastmittel oder einer Bauchspiegelung)
- Gebärmutterspiegelung (Hysteroskopie) zur Untersuchung der Gebärmutterhöhle
- Genetische Tests (falls nötig)
Was Sie bei Ihrem Termin erwartet
Die Untersuchungen sind in der Regel schmerzarm und ambulant. Ihr Arzt wird jeden Schritt erklären. Manchmal sind mehrere Termine nötig, um alle Informationen zu sammeln. Wichtig: Lassen Sie sich Zeit und stellen Sie alle Fragen, die Ihnen wichtig sind.
Behandlung
Die Behandlung richtet sich nach der Ursache und kann von einfachen Lebensstiländerungen bis zu medizinischen Verfahren reichen. Ziel ist es, die Fruchtbarkeit zu verbessern oder eine Schwangerschaft zu ermöglichen.
Selbsthilfe zu Hause
- Gesunde Ernährung mit viel Obst, Gemüse und Vollkornprodukten
- Regelmäßige Bewegung, aber nicht übertreiben
- Stressabbau durch Entspannungstechniken (z. B. Yoga, Meditation)
- Verzicht auf Rauchen, übermäßigen Alkohol und Drogen
- Ein gesundes Körpergewicht anstreben
Medizinische Behandlungen
Je nach Ursache können Hormonbehandlungen (z. B. zur Auslösung des Eisprungs) oder minimal-invasive Eingriffe (z. B. zur Entfernung von Myomen oder Endometrioseherden) infrage kommen. In manchen Fällen werden Verfahren der assistierten Reproduktion wie eine künstliche Befruchtung empfohlen. Ihr Arzt wird mit Ihnen besprechen, welche Option am besten zu Ihrer Situation passt.
Wann kommt eine Operation infrage?
Eine Operation kann sinnvoll sein bei verklebten Eileitern, Endometriose, Myomen oder Polypen in der Gebärmutter. Meist handelt es sich um Bauchspiegelungen (Laparoskopie) oder Gebärmutterspiegelungen (Hysteroskopie).
Leben mit der Erkrankung
Der Alltag mit Fruchtbarkeitsproblemen kann von Arztterminen, Wartezeiten und emotionalen Höhen und Tiefen geprägt sein. Planen Sie Pausen ein und gönnen Sie sich Auszeiten.
Tipps für den Alltag
- Sorgen Sie für ausreichend Schlaf und Erholung.
- Reduzieren Sie Stress – zum Beispiel durch Spaziergänge an der frischen Luft.
- Pflegen Sie Ihre Beziehung – sprechen Sie offen mit Ihrem Partner über Ihre Gefühle.
Ernährung und Bewegung
Eine ausgewogene Ernährung mit viel Obst, Gemüse, Vollkornprodukten und gesunden Fetten kann die Fruchtbarkeit unterstützen. Auch regelmäßige, moderate Bewegung (z. B. Schwimmen, Radfahren) ist hilfreich. Vermeiden Sie extremen Sport oder Diäten.
Psychische Gesundheit und Wohlbefinden
Unfruchtbarkeit kann sehr belastend sein – Trauer, Wut, Schuldgefühle und Angst sind normal. Scheuen Sie sich nicht, professionelle Hilfe zu suchen, zum Beispiel bei einem Psychologen oder einer psychologischen Beratungsstelle. Auch der Austausch mit anderen betroffenen Frauen kann entlastend wirken.
Vorbeugung
Nicht alle Ursachen sind vermeidbar, aber ein gesunder Lebensstil kann das Risiko senken. Dazu gehören: Nichtrauchen, maßvoller Alkoholkonsum, gesundes Körpergewicht, Stressreduktion und regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen beim Frauenarzt.
Früherkennungsprogramme
Regelmäßige Frauenarztbesuche (jährlich) helfen, Erkrankungen wie Endometriose oder Myome früh zu erkennen. Wenn Sie einen Kinderwunsch haben, sprechen Sie Ihren Arzt frühzeitig darauf an.
Komplikationen
Unbehandelt
- Anhaltende Unfruchtbarkeit, wenn die Ursache nicht behandelt wird
- Emotionale Belastung für die Frau und die Partnerschaft
- Mögliche Verschlimmerung von Grunderkrankungen (z. B. Endometriose)
Langzeitprognose
Die Chancen auf eine Schwangerschaft sind heute dank moderner Medizin oft gut. Viele Frauen mit weiblicher Unfruchtbarkeit können nach einer Behandlung ein Kind bekommen. Auch wenn der Weg manchmal lang ist: Bleiben Sie hoffnungsvoll, und lassen Sie sich von Ihrem Team aus Ärzten und Beratern begleiten.
Unterstützung finden
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Überprüfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfügbar.
Wichtiger Hinweis Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie ersetzen keine professionelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Fragen immer einen qualifizierten Arzt. Bei einem medizinischen Notfall wählen Sie sofort den örtlichen Notruf.
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Quellen und Leitlinien
Dieser Artikel dient der Aufklärung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfügbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 18. Juli 2026
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