Fibroids living in pregnancy
Basierend auf internationalen klinischen Leitlinien
Übersicht
Myome (auch Gebärmuttermyome genannt) sind gutartige Wucherungen der Muskelschicht der Gebärmutter. Sie bestehen aus Muskel- und Bindegewebe. In der Schwangerschaft können Myome sich verändern, da die Gebärmutter wächst und die Hormone sich verändern. Oft bereiten sie keine Probleme, manchmal aber auch Beschwerden oder Komplikationen.
Wichtige Fakten
- Myome sind gutartig, das heißt, sie sind kein Krebs.
- Viele Frauen mit Myomen haben eine unkomplizierte Schwangerschaft.
- Myome können während der Schwangerschaft wachsen, gleich bleiben oder sich zurückbilden.
- Nicht jede Frau mit Myomen braucht eine besondere Behandlung in der Schwangerschaft.
Myome sind häufig. Etwa 20 bis 40 von 100 Frauen im gebärfähigen Alter haben Myome. In der Schwangerschaft sind Myome bei etwa 2 bis 10 von 100 Schwangeren feststellbar.
Myome treten vor allem bei Frauen im gebärfähigen Alter auf. Sie sind häufiger bei Frauen mit afrikanischer Herkunft. Auch das Alter spielt eine Rolle: Je älter eine Frau ist, desto wahrscheinlicher sind Myome.
Symptome
- Starke, plötzliche Bauchschmerzen, die nicht nachlassen.
- Starke vaginale Blutungen (wie eine starke Regelblutung oder mehr).
- Fieber mit Unterleibsschmerzen.
- Wenn Sie das Gefühl haben, dass etwas nicht stimmt und es Ihnen sehr schlecht geht.
- ⚠Leichte bis mäßige Schmerzen im Unterleib, die anhalten.
- ⚠Leichte Blutungen oder Schmierblutungen.
- ⚠Schwierigkeiten beim Wasserlassen oder Stuhlgang.
- ⚠Wenn Sie sich Sorgen um Ihr Baby machen (z. B. weniger Bewegungen).
Häufige Symptome
- Viele Myome verursachen in der Schwangerschaft keine Symptome.
- Mögliche Symptome sind Schmerzen im Unterbauch oder Druckgefühl.
- Auch leichte Blutungen können vorkommen.
- Große Myome können zu Verstopfung oder häufigem Harndrang führen.
Symptome bei Kindern
- Dieses Thema betrifft hauptsächlich Frauen im gebärfähigen Alter. Bei Mädchen vor der Pubertät sind Myome sehr selten.
Symptome bei älteren Erwachsenen
- Myome treten vor allem im gebärfähigen Alter auf. Nach den Wechseljahren bilden sie sich meist zurück. In der Schwangerschaft sind ältere Schwangere (über 35) etwas häufiger betroffen.
Ursachen
Hauptursachen
- Die genaue Ursache von Myomen ist nicht vollständig geklärt. Sie hängen wahrscheinlich mit den weiblichen Hormonen Östrogen und Progesteron zusammen.
- In der Schwangerschaft steigen die Hormonspiegel, was das Wachstum von Myomen beeinflussen kann.
- Auch genetische Faktoren spielen eine Rolle.
Risikofaktoren
- Alter (häufiger bei Frauen über 30).
- Afrikanische oder afroamerikanische Herkunft.
- Übergewicht.
- Bluthochdruck.
- Einnahme von Östrogenpräparaten (z. B. die Pille vor der Schwangerschaft).
Wann zum Arzt
Dringend zum Arzt, wenn:
- Bei starken Schmerzen oder Blutungen rufen Sie sofort den Notruf 112 oder gehen Sie in die nächste Notaufnahme.
- Bei Fieber und Schmerzen im Unterleib suchen Sie bitte noch am selben Tag einen Arzt oder eine Ärztin auf.
Einen Routinetermin vereinbaren, wenn:
- Wenn Sie wissen, dass Sie Myome haben und eine Schwangerschaft planen oder schwanger sind, sprechen Sie bei Ihren Vorsorgeuntersuchungen mit Ihrem Frauenarzt oder Ihrer Frauenärztin.
- Achten Sie auf Veränderungen wie stärkere Schmerzen oder Blutungen und besprechen Sie diese bei der nächsten Kontrolle.
Diagnose
Myome werden meist durch eine Ultraschalluntersuchung festgestellt. Dabei wird ein Ultraschallgerät auf den Bauch oder in die Scheide eingeführt, um die Gebärmutter und die Myome zu sehen.
Mögliche Untersuchungen
- Ultraschall (transvaginal und/oder abdominal).
- Bei Bedarf auch eine Magnetresonanztomographie (MRT), um Myome genauer darzustellen.
- Während der Schwangerschaft wird der Ultraschall bevorzugt, da er für Mutter und Kind sicher ist.
Was Sie bei Ihrem Termin erwartet
Wenn ein Myom festgestellt wird, wird Ihr Arzt oder Ihre Ärztin mit Ihnen besprechen, wie groß und wo es liegt. Meist sind keine weiteren Tests nötig. In der Schwangerschaft wird das Myom bei den Vorsorgeuntersuchungen regelmäßig kontrolliert.
Behandlung
Viele Myome in der Schwangerschaft müssen nicht behandelt werden. Die Behandlung richtet sich nach den Beschwerden. Ziel ist es, die Schwangerschaft so gut wie möglich zu erhalten. Medikamente und Operationen werden nur in Ausnahmefällen eingesetzt.
Selbsthilfe zu Hause
- Bei leichten Schmerzen helfen Ruhe, Wärme (z. B. Wärmflasche) und Schonung.
- Trinken Sie ausreichend Wasser und essen Sie ballaststoffreiche Kost, um Verstopfung zu vermeiden.
- Sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin, bevor Sie Schmerzmittel einnehmen. In der Schwangerschaft sind nicht alle Mittel erlaubt.
Medizinische Behandlungen
Schmerzmittel können in Absprache mit dem Arzt oder der Ärztin eingesetzt werden. In seltenen Fällen, wenn starke Schmerzen auftreten, können krampflösende Mittel gegeben werden. Medikamente, die Myome verkleinern, dürfen in der Schwangerschaft nicht angewendet werden.
Wann kommt eine Operation infrage?
Eine Operation (Myomentfernung) während der Schwangerschaft ist nur in sehr seltenen Ausnahmefällen nötig, zum Beispiel wenn das Myom starke Schmerzen, Blutungen oder Komplikationen verursacht. Meist wird die Operation nach der Geburt geplant. Ein Kaiserschnitt kann nötig sein, wenn das Myom den Geburtsweg blockiert.
Leben mit der Erkrankung
Wenn Sie Myome in der Schwangerschaft haben, können Sie Ihren Alltag meist normal fortsetzen. Achten Sie auf Ihren Körper und ruhen Sie sich aus, wenn Sie müde sind. Bei Schmerzen oder Blutungen ist Vorsicht geboten.
Tipps für den Alltag
- Regelmäßige, leichte Bewegung wie Spazierengehen oder Schwimmen kann helfen.
- Vermeiden Sie schweres Heben und übermäßige körperliche Anstrengung.
- Stress abbauen durch Entspannungsübungen oder Atemtechniken.
Ernährung und Bewegung
Eine ausgewogene Ernährung mit viel Obst, Gemüse und Vollkornprodukten ist empfehlenswert. Vermeiden Sie stark verarbeitete Lebensmittel. Leichte Bewegung an der frischen Luft tut gut. Fragen Sie Ihre Hebamme oder Ihren Arzt nach geeigneten Übungen.
Psychische Gesundheit und Wohlbefinden
Die Sorge um das Baby und die eigene Gesundheit kann belastend sein. Es ist normal, sich manchmal ängstlich oder gestresst zu fühlen. Bei anhaltenden Sorgen oder Niedergeschlagenheit sollten Sie mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin sprechen. In akuten psychischen Krisen können Sie sich jederzeit an die Telefonseelsorge (kostenlos, rund um die Uhr) wenden: 0800 111 0 111 oder 0800 111 0 222.
Vorbeugung
Myome lassen sich nicht sicher verhindern. Ein gesunder Lebensstil mit normalem Gewicht und ausgewogener Ernährung kann das Risiko vielleicht etwas senken. Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen helfen, Myome früh zu erkennen.
Komplikationen
Unbehandelt
- In seltenen Fällen können Myome während der Schwangerschaft zu vorzeitigen Wehen oder einer Fehlgeburt führen.
- Große Myome können die Lage des Babys beeinflussen (z. B. Steißlage).
- Nach der Geburt kann es zu verstärkten Blutungen kommen.
- Myome können den Geburtskanal blockieren, sodass ein Kaiserschnitt nötig wird.
Langzeitprognose
Die allermeisten Schwangerschaften mit Myomen verlaufen normal. Es besteht kein Grund zur Panik. Mit guter Betreuung durch Ihre Frauenärztin oder Ihren Frauenarzt und Ihre Hebamme können die meisten Frauen ihr Baby gesund zur Welt bringen. Auch nach der Geburt bilden sich Myome oft zurück.
Unterstützung finden
Hilfetelefone
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Überprüfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfügbar.
Wichtiger Hinweis Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie ersetzen keine professionelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Fragen immer einen qualifizierten Arzt. Bei einem medizinischen Notfall wählen Sie sofort den örtlichen Notruf.
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Quellen und Leitlinien
Dieser Artikel dient der Aufklärung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfügbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 22. Juli 2026
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