Fibroids living patient overview
Basierend auf internationalen klinischen Leitlinien
Übersicht
Myome sind gutartige (nicht bösartige) Wucherungen der Gebärmuttermuskulatur. Sie werden auch Uterusmyome genannt. Sie sind keine Krebserkrankung und entarten nur sehr selten. Myome können unterschiedlich groß sein – von stecknadelkopfgroß bis zu einer Größe, die die Gebärmutter stark vergrößert.
Wichtige Fakten
- Myome sind sehr häufig, vor allem bei Frauen im gebärfähigen Alter.
- Sie verursachen nicht immer Beschwerden – viele Frauen merken gar nichts davon.
- Myome können die Regelblutung verstärken und verlängern, manchmal auch Schmerzen verursachen.
Ja, Myome sind eine der häufigsten gutartigen Veränderungen der Gebärmutter. Schätzungsweise 20 bis 50 von 100 Frauen im gebärfähigen Alter haben Myome.
Myome treten vor allem bei Frauen im gebärfähigen Alter auf, also etwa zwischen dem 30. und 50. Lebensjahr. Nach den Wechseljahren bilden sie sich oft zurück. Sie kommen bei Frauen mit afrikanischer Herkunft häufiger vor.
Symptome
- Sehr starke, plötzlich auftretende Unterleibsschmerzen, die nicht nachlassen
- Starke Blutungen mit Kreislaufproblemen (Schwindel, Ohnmacht)
- Fieber und starke Schmerzen im Unterbauch – möglicherweise ein Notfall
- ⚠Anhaltende, sehr starke Regelblutungen, die Sie erschöpfen
- ⚠Neu auftretende Schmerzen oder Druckschmerzen im Unterleib
- ⚠Blutungen nach den Wechseljahren
Häufige Symptome
- Starke oder langanhaltende Regelblutungen
- Schmerzen im Unterleib oder Rücken
- Druckgefühl im Bauch
- Häufiger Harndrang
- Verstopfung
- Schmerzen beim Geschlechtsverkehr
Symptome bei Kindern
- Myome treten bei Kindern praktisch nicht auf, daher sind hier keine typischen Symptome bekannt.
Symptome bei älteren Erwachsenen
- Nach den Wechseljahren bilden sich Myome meist zurück. Sollten dennoch neue Beschwerden wie Blutungen auftreten, ist eine ärztliche Abklärung wichtig.
Ursachen
Hauptursachen
- Die genaue Ursache für Myome ist nicht vollständig geklärt. Man weiß, dass sie durch weibliche Hormone (Östrogen und Progesteron) beeinflusst werden. Myome wachsen in der fruchtbaren Lebensphase und schrumpfen nach den Wechseljahren.
Risikofaktoren
- Alter (30–50 Jahre)
- Familienvorbelastung (Myome bei Mutter oder Schwester)
- Afrikanische Herkunft
- Übergewicht
- Hormonelle Faktoren
Wann zum Arzt
Dringend zum Arzt, wenn:
- Starke Unterleibsschmerzen, die nicht nachlassen
- Sehr starke Blutungen, die zu Schwäche oder Schwindel führen
- Blutungen nach den Wechseljahren
Einen Routinetermin vereinbaren, wenn:
- Wenn Ihre Regelblutung stärker oder länger ist als gewohnt
- Wenn Sie Druckgefühl im Bauch oder häufigen Harndrang bemerken
- Wenn Sie Schmerzen beim Geschlechtsverkehr haben
- Wenn Sie unsicher sind, ob Ihre Beschwerden normal sind
Diagnose
Um Myome festzustellen, wird der Frauenarzt zunächst mit Ihnen sprechen (Anamnese) und eine gynäkologische Untersuchung durchführen. Meist folgt eine Ultraschalluntersuchung (Sonographie), die Myome gut sichtbar macht.
Mögliche Untersuchungen
- Tastuntersuchung (Palpation) der Gebärmutter
- Ultraschall über die Bauchdecke oder durch die Scheide (vaginale Sonographie)
- Gegebenenfalls eine Gebärmutterspiegelung (Hysteroskopie) oder eine Magnetresonanztomographie (MRT) für genauere Bilder
Was Sie bei Ihrem Termin erwartet
Die Untersuchung ist in der Regel schmerzlos. Beim vaginalen Ultraschall wird ein kleiner Schallkopf in die Scheide eingeführt. Die Spiegelung der Gebärmutter erfolgt meist ambulant. Ihr Arzt bespricht die Ergebnisse mit Ihnen und erklärt, ob und welche Behandlung sinnvoll ist.
Behandlung
Die Behandlung von Myomen richtet sich nach den Beschwerden, der Größe und Lage der Myome sowie Ihrem Kinderwunsch. Nicht jedes Myom muss behandelt werden. Oft reicht es, die Beschwerden zu lindern.
Selbsthilfe zu Hause
- Wärmflasche oder warme Bäder bei Krämpfen
- Schonung bei starken Blutungen
- Wechseln von Binden oder Tampons häufiger als sonst
Medizinische Behandlungen
Es gibt verschiedene medikamentöse Ansätze, um Blutungen zu reduzieren oder das Myomwachstum zu bremsen. Dazu gehören Hormonpräparate oder Medikamente, die die Hormonwirkung abschwächen. Auch eine Hormonspirale kann helfen. Ihr Frauenarzt wird mit Ihnen die passende Option besprechen.
Wann kommt eine Operation infrage?
Wenn die Beschwerden sehr stark sind oder andere Behandlungen nicht helfen, kann eine Operation in Frage kommen. Dabei werden entweder nur die Myome entfernt (Myomenukleation) oder die gesamte Gebärmutter (Hysterektomie). Die Wahl hängt von Ihrem Wunsch nach einer Schwangerschaft und anderen Faktoren ab. Auch Verfahren wie die Embolisation (Verklebung der zuführenden Gefäße) sind möglich.
Leben mit der Erkrankung
Mit Myomen kann man gut leben, besonders wenn sie keine Beschwerden verursachen. Bei Beschwerden helfen regelmäßige Arztbesuche und eine gute Symptomkontrolle. Planen Sie Ihre Tage mit starker Blutung ein und nehmen Sie sich Auszeiten, wenn nötig.
Tipps für den Alltag
- Achten Sie auf ein gesundes Körpergewicht
- Vermeiden Sie Überlastung und Stress
- Bewegung kann helfen, Krämpfe zu lindern
Ernährung und Bewegung
Eine ausgewogene Ernährung mit viel Gemüse und Vollkornprodukten kann allgemein gut tun. Bewegung wie Spazierengehen, Yoga oder Schwimmen kann Verspannungen lösen und das Wohlbefinden steigern. Vermeiden Sie extrem intensive Belastungen während starker Blutungen.
Psychische Gesundheit und Wohlbefinden
Myome können Ängste auslösen – vor allem, wenn sie den Kinderwunsch betreffen oder starke Blutungen den Alltag belasten. Es ist wichtig, mit Ihrem Arzt über Ihre Sorgen zu sprechen. Auch der Austausch mit anderen Betroffenen kann entlasten.
Vorbeugung
Myome lassen sich nicht sicher verhindern. Ein gesunder Lebensstil kann das Risiko vielleicht senken. Achten Sie auf ein normales Körpergewicht und regelmäßige Bewegung.
Komplikationen
Unbehandelt
- Anhaltend starke Blutungen können zu Blutarmut (Anämie) mit Müdigkeit und Schwäche führen.
- Sehr große Myome können auf die Harnblase oder den Darm drücken und Beschwerden verursachen.
- In seltenen Fällen können Myome die Fruchtbarkeit beeinträchtigen oder zu Komplikationen in der Schwangerschaft führen.
Langzeitprognose
Die Prognose bei Myomen ist meist sehr gut. Sie sind gutartig und wachsen oft langsam. Viele Frauen haben nur leichte oder gar keine Beschwerden. Bei Behandlungsbedarf gibt es wirksame Optionen, die die Lebensqualität verbessern können. Auch nach den Wechseljahren nehmen die Beschwerden meist von selbst ab.
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Überprüfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfügbar.
Wichtiger Hinweis Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie ersetzen keine professionelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Fragen immer einen qualifizierten Arzt. Bei einem medizinischen Notfall wählen Sie sofort den örtlichen Notruf.
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Quellen und Leitlinien
Dieser Artikel dient der Aufklärung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfügbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 21. Juli 2026
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